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Zeilenstein

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.02.2020

Es sind die kleinen Dinge...

Davor und Danach
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Diese Geschichte lehrt einen wirklich Demut und Respekt vor dem Leben. - "Das Leben ist schön."

Die Welt im Jahre 2049 wurde von den Klimakatastrophen übermannt. Das Eis an den Polen ist geschmolzen ...

Diese Geschichte lehrt einen wirklich Demut und Respekt vor dem Leben. - "Das Leben ist schön."

Die Welt im Jahre 2049 wurde von den Klimakatastrophen übermannt. Das Eis an den Polen ist geschmolzen und schwere Stürme, heißes Wetter und die daraus resultierende Dürre zwingen Millionen von Menschen zur Flucht. Eine der gruseligsten Maßnahmen in dieser Welt, ist der "Pflichttod" mit 74. Der Überbevölkerung sei dank. Nun gut, man kann mit seinen Jahren handeln und sie verschenken und wenn man nicht aufpasst, kann man diese sogar verlieren.

Mitten in diesem Chaos steckt unsere erst 14- jährige Protagonistin Mhairi. Sie ist gebürtige Schottin aber nun ist sie auf sich allein gestellt und muss eine lange Reise auf sich nehmen um aus dem Sudan in ihre alte Heimat zu fliehen. Auf dem Weg trifft sie den kleinen Mo. Wir begleiten die beiden auf ihrem Weg und beobachten die sich verändernde Beziehung. Nach und nach erfahren wir mehr über Mhairis Vergangenheit und sie kommentiert fortwährend ihre gegenwärtigen Gedanken. Welche Schwierigkeiten die beiden zusammen bestreiten muss am besten selbst gelesen werden.

Die Geschichte sagt so wenig und doch so viel. Es geht nicht nur um eine dystopische Welt, sonder um Moral, Liebe und die Menschheit an sich. Warum sollte man überleben wollen, wenn es nichts gibt für das man leben möchte? Was ist das wirklich wichtige? Geht Familie über alles oder ist das Allgemeinwohl unserer Spezies höher zu bewerten?

Es ist kein Abenteuer Roman oder mit anderen Dystopien vergleichbar, aber die Spannung fehlt trotzdem nicht und es sind die kleinen Details, die dieses Buch so besonders machen.

Fazit : Davor und Danach ist herzergreifend und lässt einen während des Lesens darüber nachdenken wie gut wir es eigentlich noch haben. Ich könnte mir das Buch durchaus als gute und abwechslungsreiche Schullektüre vorstellen. Mir hat es ziemlich gut gefallen, auch wenn das Ende nicht so wie erhofft war.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.02.2020

Ein Buch zum Stirnrunzeln!

Mord in der Mangle Street
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Dieses Buch war alles- alles außer vorhersehbar. Eine starke weibliche Protagonist namens March, mit einer mysteriösen Vergangenheit trifft auf einen exzentrischen Privatdetektiv (der nicht so genannt ...

Dieses Buch war alles- alles außer vorhersehbar. Eine starke weibliche Protagonist namens March, mit einer mysteriösen Vergangenheit trifft auf einen exzentrischen Privatdetektiv (der nicht so genannt werden möchte) namens Sidney Grice. So manches Kapitel ließ mich diesen Mann verfluchen , der so unglaublich unempathisch war. Könnte man einen Charakter durch die Seiten böse anschauen- ihm wäre Angst und Bange geworden. Ich habe bestimmt einiges an Falten durch das Lesen dieser Geschichte dazu gewonnen. Aber spannend war es. Düster und empörend aber durch die kecke March doch herrlich amüsant. Und auch Mr. Grice zeigt gegen Ende, dass er kein vollkommener Psychopath, sondern ein fähiger Ermittler ist. Das Cover lies mich etwas vollkommen anders erwarten und wird der tollen Geschichte leider nicht gerecht. Ich werde die Buchreihe auf jeden Fall weiter verfolgen! London im Jahre 1882 ist in der Begleitung unserer Protagonisten ein morbides Vergnügen, dass man sich nicht entgehen lassen sollte. Aber vergessen sie bloß nicht ihre Thermoskanne mit Tee und ein parfümiertes Taschentuch mitzunehmen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.02.2020

Genial!

Höllenjazz in New Orleans
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Ich konnte einfach nicht aufhören zu lesen! Die Hälfte dieses Schätzchens hab ich in einem Zug durchlesen müssen!
Eigentlich hatte ich zu der Zeit gar keine Lust auf Krimis obwohl ich "Höllenjazz in New ...

Ich konnte einfach nicht aufhören zu lesen! Die Hälfte dieses Schätzchens hab ich in einem Zug durchlesen müssen!
Eigentlich hatte ich zu der Zeit gar keine Lust auf Krimis obwohl ich "Höllenjazz in New Orleans" schon lange auf der Wunschliste hatte. Aber ich kann euch sagen, es macht süchtig! Die Charaktere sind brilliant und mit jedem der Hauptcharaktere baut man so eine starke Verbindung auf und sorgt sich fast schon mütterlich um sie.
Ich finde es zwar ganz anders, als ich es nach dem Klappentext erwartet hätte, aber die Mischung von wahrer Geschichte und den spannenden Ermittlungen aus der Feder von Ray Celestin sind so brilliant und charismatisch geschrieben,dass es mich einfach umgehauen hat.
Ich will absichtlich nicht zu viel über die Story verraten- Nur so viel: Das New Orleans des frühen zwanzigsten Jahrhunderts hatte es in sich.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.02.2020

Selten hab ich so geweint.

Strange the Dreamer - Ein Traum von Liebe
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Buch 2 ist der eigentliche Beginn der Geschichte um Lazlo und Sarai. Die beiden Schicksale verknüpfen sich immer enger und wir erfahren einige Hintergrundinformationen. Die Welt, in der jeder Mensch zwei ...

Buch 2 ist der eigentliche Beginn der Geschichte um Lazlo und Sarai. Die beiden Schicksale verknüpfen sich immer enger und wir erfahren einige Hintergrundinformationen. Die Welt, in der jeder Mensch zwei Herzen in seiner Brust trägt und in der sein Geist wie Blut durch die Adern fließt hat mich sehr fasziniert. Das Buch strotzt nur so vor Gesellschaftskritik und könnte durchaus als Märchen der Neuzeit durchgehen. Götter, Halbgötter, fantastische Kreaturen- die Grenzen zwischen all dem verschwimmen und lassen einen die Sichtweise jedes Wesens nachvollziehen. Als würde ich an den Lippen des Erzählers hängen, habe ich Seite für Seite aufgesogen wie einen lieblichen Duft. Durchaus mit einem beklemmendem Gefühl im Nacken, den die Realität kann leider nicht so traumhaft sein und bleiben. Es ist nicht so einfach und die Menschen ändern sich nicht von jetzt auf gleich. Laini Taylor ist ja wohl eindeutig "Master of foreshadowing" und als ich dann am Ende des Buches angekommen war, liefen mir die Tränen auch schon in Strömen über die Wangen. Bis zum Cliffhanger am Ende musste ich die Luft anhalten. Nach den epischen letzten Ereignissen, nuss ich einfach wissen, wie es mit Weep und seinem Himmel weitergeht. Ich kann es wirklich nicht erwarten wieder in die Welt einzutauchen. Der Split der beiden Bücher hätte nicht unbedingt sein müssen und würde die schöne Schrift nicht so schnell abgehen hätte ich mich wirklich über die Hardcover gefreut. Naja vielleicht werden die nächsten zwei Bücher ja etwas besser versiegelt oder so. Wahrscheinlich werde ich aber warten bis beide draußen sind, da ich keinen unschönen Schnitt verkraften kann.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.02.2020

Märchenhaft!

Strange the Dreamer - Der Junge, der träumte
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Strange the Dreamer ist ein ganz besonderes Buch. Der Schreibstil ist magisch- sehr bildlich und vollmundig mit ein paar Spritzern Humor. Wie süßer Tee mit Honig und Zitrone um es mit der Wortwahl des ...

Strange the Dreamer ist ein ganz besonderes Buch. Der Schreibstil ist magisch- sehr bildlich und vollmundig mit ein paar Spritzern Humor. Wie süßer Tee mit Honig und Zitrone um es mit der Wortwahl des Buches auszudrücken. Ich bin quasi durch die Seiten geflogen und die zwei Perspektiven , aus denen erzählt wird, haben mir beide auf ihre Weise gefallen. Buch 1 ist jedoch tatsächlich nur eine Einführung und die Gefühle und das eigentliche Abenteuer beginnen erst in Buch 2. Leider ist das wunderschöne Cover scheinbar nicht so dolle verarbeitet und die goldene Schrift ist nach dem Lesen abgeblättert. Den Buchrücken kann man sogar gar nicht mehr lesen. Ein bisschen schade.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere