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Veröffentlicht am 09.01.2021

Weltrevolution

Als Großvater im Jahr 1927 mit einer Bombe in den Dorfbach sprang, um die Weltrevolution in Gang zu setzen
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Der Großvater und sein Freund Herbert wollen als 20 jährige die Welt verbessern. Um auf diese Revolution aufmerksam zu machen, muss eine Bombe gezündet werden. Herbert hat die Idee, der pazifistische Großvater ...

Der Großvater und sein Freund Herbert wollen als 20 jährige die Welt verbessern. Um auf diese Revolution aufmerksam zu machen, muss eine Bombe gezündet werden. Herbert hat die Idee, der pazifistische Großvater muss sie hochgehen lassen. Auf seinen abenteuerlichen Reisen lernt er Else kennen, sie steht ihm in allen schwierigen Situationen bei.
Aufträge zu Terror und Mord soll der Großvater in Wien und Venedig aussführen, er löst sie auf seine friedliche Art, die aber von den oberen Parteigenossen nicht guttiert wird, so dass sie eingesperrt werden. Der Freund Herbert kommt nun ins Spiel.
Die Figuren wurden sehr charakteristisch dargestellt, etwas überzeichnet, sodass beim Lesen immer ein Lächeln dabei war. Die Schauplätze wurden gutgeschildert und laden zu einer schönen Lesereise dorthin ein. Das Cover ist auch ein Mix von diesen Städten - ein guter Blickfang.

Das Buch habe ich rasch durchgelesen, es war spannend, teils philosophisch, teils grotesk, teils bitter realistisch. Die Gedankengänge des Großvaters haben sich von naiv bis zu einem standhaften Pazifisten weiterentwickelt. Zwischen den Zeilen befand sich außerdem viel Überlegenswertes. Ich habe geträumt, mich gefreut, und gewundert. Nette Lesestunden. Da kann ich gerne 5 Punkte vergeben

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.01.2021

Weltausstellung, Bankencrash

Alles Geld der Welt
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Wien 1873 - ein ereignisreiches Jahr:

So toll ist die Vergangenheit ja auch nicht - entweder wirst Du als Frau links liegen gelassen oder als Mätresse ausgebeutet. Diese einzige Lust auf Frauen vom Bankmann ...

Wien 1873 - ein ereignisreiches Jahr:

So toll ist die Vergangenheit ja auch nicht - entweder wirst Du als Frau links liegen gelassen oder als Mätresse ausgebeutet. Diese einzige Lust auf Frauen vom Bankmann Heinrich von Strauch war schon etwas zu extrem, vom Bankgeschäft hat er sich zurückgezogen, weil er das Unheil schon geahnt hat und alle seine Vollmachten seinem Freund Ernstl überließ, der das voll ausgenützt hat. Dass Heinirch von Strauß dies einfach so hingenommen hat, überhaupt nicht um irgendetwas gekämpft hat, war schon sehr eigentümlich. Gut gefallen haben mir die Plaudereien beim Babier auch mit historisch bekannten Persönlichkeiten.
Jedenfalls historisch ein sehr interessanter Wirtschaftroman - Spekutation an der Börse kann nie ewig gut gehen, wie auch immer wieder aktuelle Crashs bezeugen.
Die Weltausstellung in Wien muss schon eine sehr große Aktion gewesen sein, vielleicht hat sich das Bankenhaus eh nicht mit Krediten übernommen - da erfährt man leider nichts mehr. Die Rotunde ist jedenfalls immer noch ein Begriff.

historisch, wirschaftlich interessant, aber als Unterhaltungsroman eher flau.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.01.2021

Leichenfund am Friedhof

Mühlviertler Grab
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Einmal die ersten Seiten gelesen und dann konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen und rasch durchgelesen.
Ein bizarrer Leichenfund am Friedhof im Mühlviertler St Oswald. Wer ist der Mörder, warum wurde ...

Einmal die ersten Seiten gelesen und dann konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen und rasch durchgelesen.
Ein bizarrer Leichenfund am Friedhof im Mühlviertler St Oswald. Wer ist der Mörder, warum wurde das Grab einer jungen Frau zur Schaustellung ausgesucht? Viele Fragen für das Ermittlerteam, das ich recht nett fand. Oskar Stern mit seinem Katzenproblem fand ich zwischen durch immer wieder amüsant. Die beiden anderen Ermittler waren leider etwas farblos, ganz anders Mara Grünbrecht, die immer mit Stern unterwegs war. Immer wieder wurden neue Personen verdächtigt und soagr ein anderer Fall konnte gelöst werden. Das Ende und der wahre Mörder waren doch sehr überraschend zu schnell da, dies hat nicht dazugepasst, war nicht stimmig.
Das Cover gefällt mir sehr gut, eine Marienkapelle in der Mühlviertler Landschaft.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.12.2020

Adventkalender

Glöckchen, Gift und Gänsebraten
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24 Weihnachtskrimis, jeder ca. 20 Seiten lang, für jeden Adventtag.

die ersten Krimis, die ganz im Norden Deutschlands spielen, haben mich gut unterhalten. Gisa Pauly lese ich immer wieder gerne. Aber ...

24 Weihnachtskrimis, jeder ca. 20 Seiten lang, für jeden Adventtag.

die ersten Krimis, die ganz im Norden Deutschlands spielen, haben mich gut unterhalten. Gisa Pauly lese ich immer wieder gerne. Aber in der Mitte des Buches waren die Krimis doch etwas konstruiert, auf Effekt aus. Zum Schluss haben sie mir wieder besser gefallen, hintergründig, witzig. Vielleicht war ich auch nicht jeden Tag in der richtigen Stimmung für solche triste oft brutale Weihnachtsüberraschungen. Viele bekannte Autoren habe ich in diesem Buch gefunden - Nicola Förg, Susanne Mischke, Sandra Lüpkes oder Thomas Raab...

Einige Autoren, die ich bisher nicht kannte, muss ich mir merken und vielleicht einmal einen ganzen Roman lesen - Sabine Thomas, Petra Busch, Christiane Franke...

Im Ganzen gesehen hat das Buch jedenfalls viel Freude und Unterhaltung bereitet.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.12.2020

Viele Infos rund um die geliebte Schokolade

Bittere Schokolade
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Mir hat dieser kulinarische Krimi gut gefallen. Man erfährt viel über Kakao und wie er produziert wird, die Verhältnisse auf den Plantagen in Afrika, die harte Arbeit und den vielfältigen Einsatz von Kinderarbeit. ...

Mir hat dieser kulinarische Krimi gut gefallen. Man erfährt viel über Kakao und wie er produziert wird, die Verhältnisse auf den Plantagen in Afrika, die harte Arbeit und den vielfältigen Einsatz von Kinderarbeit. Und dann kommen noch die Probleme kranken, von Pilz befallenen Pflanzen. Wahrscheinlich werde ich nun jedes Stück Schokolade noch bewußter genießen. Schlimm der Hinweis, dass die Plantagenarbeiter noch nie Schokolade gekostet haben!

Die Handlung ist auch gut aufgebaut, aber doch etwas verwirrend - einerseits Kakao, andererseits Diamanten, dann zwei Morde - etwas schwierig den Überblick bei diesem Wirtschaftskrimi zu bewahren.

Xavier Kieffer, der Koch, war wiedereinmal in Bestform und hat alles riskiert, um das Versprechen an seine lang verflossene, gerade sterbende Freundin zu erfüllen

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere