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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.08.2020

furchtbar

Totenfrau
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Mit viel Spannung habe ich die "Totenfrau" von Bernhard Aichner zu lesen begonnen. Aber schon der Prolog war verstörend, einfach die Adoptiveltern zu entsorgen! In diesem Stil der Menschenverachtung gings ...

Mit viel Spannung habe ich die "Totenfrau" von Bernhard Aichner zu lesen begonnen. Aber schon der Prolog war verstörend, einfach die Adoptiveltern zu entsorgen! In diesem Stil der Menschenverachtung gings dann weiter unter dem Deckmantel Rache für den Mord an Blums Liebsten. Aber im Roman gabs schnell neue Männer!
Bald war abzusehen, wie sich die ganz Erzählung entwickeln wird und Blum hat in sehr kurzer Zeit alles erledigen können.
Der Schreibstil des Autors ist eigenartig, viele abgehackte Sätze - aber diese lassen sich eigentlich sehr rasch lesen. Mich hat sehr das verdrehte Menschenbild von Blum verstört, ich fand sie so furchtbar unsympathisch, wie oft hat sie die Liebe zu den Kindern betont und macht dann solche Sachen!
Da ich schon bessere Thriller dieses Autors gelesen habe, bekommt er von mir weitere Chancen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.07.2020

Bigamie?

Agatha Raisin und der tote Ehemann
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Der fünfte Band der Krimireihe um die englische Detektivin Agatha Raisin von Bestsellerautorin M.C. Beaton.

Agatha will ihren Jams heiraten oder doch nicht? Vor dem Traualtar erscheint der tot geglaubte ...

Der fünfte Band der Krimireihe um die englische Detektivin Agatha Raisin von Bestsellerautorin M.C. Beaton.

Agatha will ihren Jams heiraten oder doch nicht? Vor dem Traualtar erscheint der tot geglaubte Ehemann Jimmy, der am nächsten Tag wirklich tot gefunden wird - wer war der Täter? Dramatisch! Sowohl Agatha, als auch James werden verdächtigt - so beginnen beide die Suche nach dem Mörder, aber kaum besuchen sie Menschen, die mit Jimmy in Kontakt waren, werden diese getötet, das Haus von James brennt, ein Überfall. Irgendwie sehr konstruiert und Agatha wieder einmal sehr ruppig, aber unermüdlich bis sie einem ganz anderen Einfall folgt.
Das Cover mit einer romantisch alten englischen Kirche gefällt mir sehr gut!
der Fall hat sich ein bisserl gezogen, aber als erholsame Sommerlektüre gut geeignet.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.07.2020

Schmetterlingtattoo

Die Flügel der Sphinx
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Das Buch ist nett zu lesen, wie alle Commissario Montalbanos Fälle - dies ist sein elfter Fall.
Menschenhandel, Prostitution, Anstiftung zum Raub, Drogen all dies wird in diesem schönen sizilianischen ...

Das Buch ist nett zu lesen, wie alle Commissario Montalbanos Fälle - dies ist sein elfter Fall.
Menschenhandel, Prostitution, Anstiftung zum Raub, Drogen all dies wird in diesem schönen sizilianischen Land an die Oberfläche gebracht.
Mit vielen Überlegungen und mit Hilfe seines doch fähigen, teils sehr blassen, teils originellen Teams kann er den Fall lösen und viele dunkle Machenschaften ans Licht bringen. Seine persönliche Lebenslage mit Livia, Ingrid verbessert sich nicht, nimmt aber einen großen Teil des Buches ein.
Das Cover passt überhaupt nicht, warum wurde kein Schmetterling, keine Sphinx dargestellt - das wäre interessant gewesen!
Der Stil ist flüssig, einfach geschrieben, eine gute erholsame Sommerlektüre!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.07.2020

herausfordender Alltag

Tagebuch eines Buchhändlers
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Nett beschriebener Alltag in einer doch besonderen Buchhandlung. Richtig zum Schmöckern an einem warmen Sommertag!
Die Kundenfrequenz ist ja in dieser Bücherkleinstadt nicht besonders hoch - sie ist jeden ...

Nett beschriebener Alltag in einer doch besonderen Buchhandlung. Richtig zum Schmöckern an einem warmen Sommertag!
Die Kundenfrequenz ist ja in dieser Bücherkleinstadt nicht besonders hoch - sie ist jeden Tag aufgelistet, so wie der Umsatz, und das Onlinegeschäft. Viele antiquarische Werke und Bücherkisten erhält der Buchhändler von Wohnungsauflösungen, bei denen er immer wieder wertvolle Schätze findet, die er doch im Internet um einige 100 euro verkaufen kann. Nur mit Liebe und Begeisterung kann der Buchhändler dieses Geschäft führen, die Angestellen bezahlen, reich werden kann er nicht. Und so schwingt zwischen den teils sehr humorvollen Zeilen doch ein wenig Tristesse mit.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.07.2020

Fischhandel

Kein Tag für Jakobsmuscheln
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Der erste Fall für Kommissar Leblanc in der Normandie, nachdem er sich aus Paris dorthin versetzen ließ. Zufällig lebt dort auch seine frühere Geliebte Marie.
Frauen, gutes Esssen liebt der Komissar sehr ...

Der erste Fall für Kommissar Leblanc in der Normandie, nachdem er sich aus Paris dorthin versetzen ließ. Zufällig lebt dort auch seine frühere Geliebte Marie.
Frauen, gutes Esssen liebt der Komissar sehr und diese beiden "Beschäftigungen" nehmen im Buch sehr viel Platz ein. Der Todesfall am Beginn wird irgendwann so nebenbei aufgeklärt, der 2. Fall überhaupt durch ein reuiges Geständnis des Täters auf irgendeiner Polizeistelle.
Gut fand ich die Erklärungen über den Fischhandel mit Afrika, Chile, Norwegen, bei der die kleinen Fischer an der Küste immer mehr Probleme bekommen zu überleben. Weltweite Aspekte über die Fischerei: das Überfischens, die Lachszucht und vielfältigen Nachfragen nach diesem Fisch...

Der Stil ist eher kühl, die Morde regen eher nur den Bürgermeister auf, der sich um den guten, ruhigen, friedlichen Ruf in der Gegend sorgt.
Karten im Bucheinband liebe ich sehr, aber diese Normadiemap war eigentlich unbrauchbar, weil die näheren Orte eh nicht eingezeichnet waren und eigentlich auch nicht für den Fall ausschlaggebend waren.
Nette unterhaltsame Lektüre, aber nicht sehr spannend.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere