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Veröffentlicht am 26.11.2021

Mit viel Geduld kann es etwas Großes - und über Generationen weitergereicht - werden. Dieses Buch ist etwas über die Vergangenheit für die Zukunft.

Der Stammbaum unserer Familie
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Ich bin ein richtiger Familienmensch. Mir sind Traditionen, mit denen ich aufgewachsen bin, enorm wichtig und ich kann und will mir ein Leben ohne meine große Familie gar nicht vorstellen. Sie machen mich ...

Ich bin ein richtiger Familienmensch. Mir sind Traditionen, mit denen ich aufgewachsen bin, enorm wichtig und ich kann und will mir ein Leben ohne meine große Familie gar nicht vorstellen. Sie machen mich und die, die ich geworden bin, aus. Jeder hat mich auf seine Weise geprägt.
Ich wollte schon immer einen Stammbaum machen oder ihn und die Familiengeschichte in einem Buch festhalten. Da man selber nicht alle Namen und Verbindungen kennt, sollte man so lange einen machen, wie man die Möglichkeit dazu hat andere und ältere Generationen zu fragen. Natürlich gibt es heutzutage im Internet so viele Seiten, auf denen man für die Infos seiner Ahnen bezahlen kann, aber das ist nicht das gleiche und ich wüsste nicht, ob ich solchen Seiten vertraue.

Am Anfang des Buches steht eine kurze Erklärung zu dem Buch, die sehr Hilfreich ist. Es steht geschrieben, dass auf den Rückseiten Ratschläge stehen sollen, wie man am besten mit den Buch verfährt und wo man Informationen über entfernte Verwandte bekommen kann. Leider habe ich beides nicht gefunden. Die Inhaltsangabe ist auf der letzten Seite so, dass man sie wohl erst entdecken wird, wenn man alles ausgefüllt hat oder vorher das Buch bis zum Schluss durchblättert. Besser wäre sie am Anfang des Buches gewesen, oder wenn man sie ganz weggelassen hätte. Das Buch vor dem Bearbeiten durchzublättern empfehle ich auf jeden Fall, da es sehr verwirrend wirken kann.
Mich hat das Buch zu Anfang tatsächlich sehr verwirrt und überfordert. Nach dem ersten Stammbaum kommen noch weitere hinzu vom Vater und der Mutter des Mannes und der Frau. Und wer ist dann mit Nachkommen gemeint? Unsere oder die seiner oder meiner Eltern oder oder? Es gibt auf jeden Fall Platz für 20 Nachkommen. Die Menge finde ich in Ordnung. Es wird immer jemanden geben, der mehr oder weniger hat.
Der Stammbaum zu Anfang ist sehr schön gestaltet, jedoch fehlen mir die Geschwister der Eltern und deren Kinder. Man hätte den Stammbaum auch frei lassen können. So hätte man die Namen und Verbundungen selber eintragen können. Jetzt stehen da nur die Eltern, Großeltern und Urgroßeltern beider Seiten. Ab S. 102 kann man dann einen Stammbaum ausfüllen, den ich erwartet und mir erwünscht habe. In diesem Kann man dann auch die Geschwister, Geschwister der Eltern und Großeltern eintragen und dazu noch die Nachkommen der eigenen Geschwister und der Geschwister der Eltern.

Ich habe erwartet mehr über meine Tanten und meinem Onkel ausfüllen zu können. Ich hätte gerne für jeden eine einzelne Seite gehabt mit Fotos und Dingen, die man ausfüllen könnte. Und das gleiche hätte ich gerne mit meinen Cousinen und Cousin gemacht. Allerdings gibt es dafür dann den Teil „weitere Verwandte“ in denen man sie selber hineinschreiben konnte. Das hat das ganze dann wirklich gerettet.
Die Überschriften sind teilweise sehr verwirrend. Man muss sich wirklich darauf konzentrieren, wer wer ist und wohin kommt. Am besten man arbeitet mit dem ausgefüllten Stammbaum am Anfang.

Doch wenn man Zeit und Geduld mit sich und dem Buch aufbringt und sich konzentriert, wird das Ergebnis etwas ganz Großes und Schönes. Dieses Buch kann über viele Generationen weitergegeben werden.
Man kann es verschenken, oder selber ausfüllen. Ich weiß noch nicht, wie ich es handhaben werde. Ich schätze ich werde mit der Hilfe meiner Familie versuchen, dieses große Projekt zu bestreiten, da es etwas über die Vergangenheit für die Zukunft ist.

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Veröffentlicht am 13.10.2021

Ich liebe dieses Kartendeck. Affirmationen können deinen Tag und sogar dein Leben verändern.

Das Universum schenkt dir alles Kartenset
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Ich hatte schon das große Glück und durfte das Kartendeck „Das Universum steht hinter dir“ ebenfalls von Gabrielle Bernstein testen und habe mich riesig gefreut auch dieses hier testen oder leben zu dürfen. ...

Ich hatte schon das große Glück und durfte das Kartendeck „Das Universum steht hinter dir“ ebenfalls von Gabrielle Bernstein testen und habe mich riesig gefreut auch dieses hier testen oder leben zu dürfen. Ich persönlich lebe mit Affirmationen und dem Motto „Macht der Gedanken“.
Was du denkst, strahlst du aus.
Und was du ausstrahlst, ziehst du an.

Affirmationen sind für mich etwas wunderbares. Sie können nicht nur den Tag verbessern, sondern auch das ganze Leben verändern, wenn man sie verinnerlicht.
Dieses Kartendeck beinhaltet 52, für mich wunderschöne Karten mit tollen Sprüchen und Botschaften drauf. Sie sind mit liebevollen Illustrationen von Micaela Ezra gestaltet und fast zu schade, um sie dauerhaft in der Box zu lassen. Die erste Karte ist eine kleine Einführung, wie man die Karten benutzen kann und die Karten selbst können dich zu vielem inspirieren.

Jeder Mensch hat Momente, in denen man nicht mehr weiter weiß und in genau diesen Situationen kann es helfen, die Führung mal in die Hände der Karten zu legen, um eine neue Richtung zu bekommen. Zieht einfach eine Karte, wenn euch danach ist. Am Morgen vor einem wichtigen Termin, vor einer großen Entscheidung im Leben oder weil es euch nicht gut geht. Ihr könnt dieses Kartendeck auch zusätzlich zu einer Kartenlegung legen, wenn ihr euch selber oder anderen die Karten legt. Egal wie es für euch am besten passt. Fragt das Universum, denn das Universum schenkt dir alles, wenn du daran glaubst.

Wenn ihr meine Rezension zu „Das Universum steht hinter dir“ schon kennt, dann wisst ihr ja das ich die Karten gerne in die Welt hinaus trage. Warum soll ich solch gute Gedanken und Affirmationen für mich behalten, anstatt sie mit Menschen zu teilen, zu denen eine der Affirmation wie die Faust aufs Auge passt. Ich selber verschenke diese Karten also auch gerne. Natürlich schrumpft das Kartendeck auf diese Weise, aber ich kann Menschen viel Kraft damit schenken. Ein Geschenk damit aufzupeppen ist eine wunderbare und herzliche Idee, die ich euch gerne weitergebe. Ich habe mittlerweile sogar einige Affirmationen der beiden wunderbaren Kartendecks in meiner Wohnung eingerahmt. So kann ich sie immer wieder durchlesen und mir Kraft daraus ziehen.

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Veröffentlicht am 13.10.2021

Man merkt das der Autor großes Talent zum schreiben hat, doch der Thriller war zu kurz um mich wirklich zu packen.

Wenn die Stille schreit
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Als das Buch ankam und ich es auspackte, war ich etwas erschrocken, da ich im ersten Moment ein „normales Buch“ in Größe und Länge erwartete. Doch es war ein kleines süßes Büchlein, was ich in den Händen ...

Als das Buch ankam und ich es auspackte, war ich etwas erschrocken, da ich im ersten Moment ein „normales Buch“ in Größe und Länge erwartete. Doch es war ein kleines süßes Büchlein, was ich in den Händen hielt. Zuerst vermutete ich tatsächlich eine Leseprobe, die es oft in diesen Formaten gibt, doch es war wirklich das Buch, auf das ich wartete.

Ich lese gerne Bücher von Roman Klementovic und der letzte Thriller hat mich richtig gepackt, doch hier kam für mich nicht viel Spannung auf. Dies liegt aber wirklich an der Kürze des Buches. Zwischendurch war ich gefesselt, was als nächstes passieren würde und dann wiederum handelte der Protagonist für mich sehr irrational. Ich hatte schnell zwei Möglichkeiten für mich gefunden, weshalb dies alles so ist und lag mit einer sogar richtig. Ich möchte auch gar nicht viel vom Thriller verraten, das wäre einfach zu schade. Man merkt das der Autor ein großes Talent für spannungsgeladene Thriller hat und sehr talentiert ist.

Dieses Buch kann man gut für Unterwegs nehmen. Es ist ein angenehmer Kurzthriller für zwischendurch. Das Thema in dem Buch finde ich wirklich klasse, kommt aber auch wieder durch die wenigen Seiten etwas zu kurz. Ich muss gestehen, ich freue mich wieder auf einen längeren Thriller vom Autor, der mich packt, festhält und auch noch nach dem lesen nicht wieder los lässt. So wie bei seinem letzten Thriller „Wenn das Licht gefriert“.

Veröffentlicht am 17.09.2021

Ein wunderbarer Roman, der einen einlädt seinen Schrank und vielleicht auch sein Leben etwas auszumisten.

Liebe braucht nur zwei Herzen
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Liv ist nicht gerne zuhause im kalten Berlin, doch wegen eines großen Auftrages kommt sie wieder zurück. Sie hilft Menschen ihre Sachen und somit ihr Leben auszumisten. Manche schaffen es nicht alleine, ...

Liv ist nicht gerne zuhause im kalten Berlin, doch wegen eines großen Auftrages kommt sie wieder zurück. Sie hilft Menschen ihre Sachen und somit ihr Leben auszumisten. Manche schaffen es nicht alleine, sich von Dingen zu trennen. Aber sie hilft auch Leuten, die sich ihre Dienste nicht leisten können, denn sie schreibt einen Blog über ihre Arbeit.
Da alles etwas anders läuft, als sie es sich vorgestellt hat, muss sie sich sogar bei ihrer Familie einnisten, was sie eigentlich nicht wollte und trifft dort nach zehn Jahren wieder auf ihre Jugendliebe Flo, der gerade auch bei seinen Eltern zu wohnen scheint. Sie will ihm sogar helfen, seine Frau zurückzugewinnen. Aber warum fühlt sich das alles dann so falsch an und warum geht es ihr danach nicht besser?!

Liv scheint, als sei sie ständig auf der Flucht und redet sich ein ihr Leben sei wundervoll. Sie versucht ständig das Leben anderer zu verbessern, ob sie dies nun wollen oder nicht. Mit ihren 137 Dingen, die sie besitzt, braucht sie anscheinend nicht viel zum Leben. Mir persönlich wären es definitiv zu wenig Dinge, auch wenn sicher jeder von uns einiges ausmisten könnte. Und tatsächlich mache ich dies auch hin und wieder, da es erstaunlich gut tut, sich von manchem zu trennen. Allerdings bin ich anderer Meinung als Liv, denn sie meint wenn man einen Gegenstand wegwirft, sind die Erinnerungen noch vorhanden. Dem stimme ich nur teils zu, denn wenn man einen bestimmten Gegenstand in die Hand nimmt, hat man sofort die Erinnerung dazu parat und denkt sicher öfter daran, als wenn der Gegenstand weg ist. Wie heißt es so schön? Aus den Augen, aus dem Sinn. Bei manchen Erinnerungen sicher nicht verkehrt. Aber vielleicht vergisst man so auch schöne Erinnerungen. Und auch Leuten mit Demenz oder Alzheimer gibt man oft alte Fotoalben in die Hand. Was, wenn es dann keine gibt? Für mich wirkt Liv in solchen Momenten sehr kalt. Es wirkt, als sei sie der Meinung ihr Lebensstil sei der einzig Richtige. Doch irrt sie sich vielleicht? Ist sie vielleicht die, die ihr Leben ändern sollte und nicht die anderen? Oder gibt es sogar einen gesunden Mittelweg? Denn trotz das sie so kühl und distanziert wirkt in vielen Momenten des Buches, habe ich oft das Gefühl als wolle sie mehr von ihrem Leben. Mehr in ihrem Leben.

Dieses Buch ist eine wunderbare, leichte Lektüre, die mich oft zum schmunzeln gebracht hat. Der Schreibstil ist einfach angenehm und man kann das Buch wirklich genießen. Leider gibt es ziemlich viele Fehler in der Art, wie auf S. 251 zu lesen „Nix genaues weiß man nicht“, die hätten verhindert werden können. Es wirkt leider, als habe man das Buch nicht korrigiert.

Veröffentlicht am 10.08.2021

Dieses Buch ist super geeignet um sich Mut zu machen, eine (weitere) Therapie zu beginnen. Es ist nie zu spät an Lebensqualität zu gewinnen und für sich etwas zu tun.

Mein Weg aus dem Trauma
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Für eine Therapie ist es nie zu spät. Auch die Autorin wagt sich mit 58 Jahren noch einmal an eine Therapie, denn für Lebensqualität ist man nie zu alt. Sie lässt uns an Ihrem Weg teilhaben. Es geht in ...

Für eine Therapie ist es nie zu spät. Auch die Autorin wagt sich mit 58 Jahren noch einmal an eine Therapie, denn für Lebensqualität ist man nie zu alt. Sie lässt uns an Ihrem Weg teilhaben. Es geht in einer Therapie auch nicht immer nur Vorwärts, sondern auch mal wieder ein oder zwei Schritte zurück, bevor man sich dann wieder auf den Weg der Besserung macht. Es ist ganz normal, dass es uns oft erst schlechter geht bevor es besser wird, da wir Gefühle zulassen, die wir lange unterdrückt haben.

Für Frau Striebel ist es nicht die erste Therapie und trotzdem wagt sie einen neuen Versuch. Sie berichtet von ihren Schwierigkeiten die sie hatte, Vertrauen zu fassen, denn es ist schwer zu vertrauen, wenn man immer wieder verletzt und enttäuscht wird, sobald man anderen Menschen vertraut. Aber sie berichtet auch von dem Verständnis das ihr entgegengebracht wurde und den Mut den sie dabei fasste. Manchmal verpassen wir auch etwas ganz großes, wenn wir uns Vertrauen verwehren.
Auch ich bin der Meinung das man immer etwas mitnehmen kann, was einem weiterhilft. Selbst, wenn es nur eine Übung ist, mit der man gut zurecht kommt, kann man an Lebensqualität gewinnen. Wir können lesen, wie viel kraft es kosten kann, wenn man lange Jahre einfach nur zu funktionieren versucht, anstatt wirklich zu leben.
Viele Leser werden sich mit der Autorin identifizieren können. Ich war regelrecht erleichtert zu lesen, dass es auch anderen so geht mit ihrem Darm und das es Menschen gibt, die sich auf Termine oder Verabredungen vorbereiten. Ob es die Medikamente sind, die man vorsorglich nimmt, oder der Notfallkoffer der für alle Eventualitäten gepackt ist. Oft ist das Gefühl der Sicherheit das Wichtigste.

Dieses Buch ist für Leute, die wissen wollen, wie eine Therapie aussehen könnte. Vielleicht ist jemand kurz davor, sich zum allerersten Mal für eine zu entscheiden. Oder aber jemand hat schon mal eine Therapie in Anspruch genommen, die Ihm oder Ihr nicht weiterhalf und denkt, das bringe nichts. Doch vielleicht war der erste Anlauf der falsche Zeitpunkt oder die falsche Therapieform. Jeder muss für sich die passende Therapie und Methode finden, denn jeder Mensch ist anders und das ist auch gut so. Für manche Wird die EMDR Therapie nichts sein, weil man dafür offen sein muss. Für andere wird sie ein Segen sein. In diesem Buch geht es überwiegend um den inneren sicheren Ort und um EMDR. Ich persönliche habe mit dem ISO nicht viel gearbeitet und mit der EMDR gar nicht, finde es aber sehr interessant. Wer allerdings mehr Tipps und Übungen sucht ist mit dem ersten Buch von Christine Striebel „Nicht allein - Unterstützung von Betroffenen sexueller Gewalt“ noch etwas besser versorgt.