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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.01.2026

"Niemand ist wie du und das ist deine Stärke"

Lola im Spiegel
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Nach „Der Junge, der das Universum verschlang“ kommt mit „Lola im Spiegel“ ein zweites Buch des Autors Trent Dalton , ein sehr emotionales Buch. Was sieht man, wenn man in einen Spiegel sieht, Lola, ein ...

Nach „Der Junge, der das Universum verschlang“ kommt mit „Lola im Spiegel“ ein zweites Buch des Autors Trent Dalton , ein sehr emotionales Buch. Was sieht man, wenn man in einen Spiegel sieht, Lola, ein 17-jähriges Mädchen scheint nicht nur sich selbst zu sehen, oder sieht sie sich gar nicht, sondern irgendwie die ganze Welt außerhalb ihres Vans auf einem Schrottplatz am Brisbans River. Sie hat nicht mal einen Namen, lebt in einer Welt mit Armut, Gewalt, dennoch mit einem gewissen Zusammenhalt wie kann man in so einem Leben jemand sein fragt man sich, welche Chance hat man. Das Buch hat zwischen in der Geschichte gewaltige und erzählende Illustration und entwickelt dadurch eine ganz eigene Sprache. Ein Buch mit so vielen Seiten ist oft langatmig, das macht hier Stellenweise auch den Eindruck, aber wenn man dabei bleibt ist es in einer sehr interessanten, sprachlich beeindruckenden Weise geschrieben. Das Cover spricht mich leider nicht an, aber das ist wohl Geschmacksache, ich persönlich finde es zu grell, aber dadurch fällt es auf und vielleicht soll es so sein, dass dadurch Lora und ihre Geschichte von vornherein doch auffällt, auch wenn es für Lola genau das nicht ist. Eine klare Leseempfehlung mit dem Wunsch, dass es noch mehr Bücher den Autors geben wird. Liebe Grüße

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Veröffentlicht am 25.01.2026

Kommt Zeit, kommt Rache

Firewatch
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Ist Kian wirklich der Mörder von Aron, was ist geschehen von dem Zeitpunkt an, als Kian seinen Posten als Firewatch im kalifonischen Nationalpark verlassen hat und nie zurückgekehrt ist. Und warum hat ...

Ist Kian wirklich der Mörder von Aron, was ist geschehen von dem Zeitpunkt an, als Kian seinen Posten als Firewatch im kalifonischen Nationalpark verlassen hat und nie zurückgekehrt ist. Und warum hat die Polizei Aron nicht gefunden, gab es keine Beweise, kein noch so kleinsten Anhaltspunkt, was hat Kian dazu zu sagen gehabt, wird er fälschlicher Weise verdächtigt, wurde er überhaupt verdächtigt? Ein spannender Roman wo es zunächst keine Anhaltspunkte gibt, wagen zwei Jugendliche ein gewagtes Experiment Robin will Kian daten, aber ist das ein guter Gedanke? Ich hatte das Gefühl, das es nicht richtig ein Thriller ist, es driftet in eine Jugendroman ab, in eine queere Liebesgeschichte, die mit einigen ausführliche, verwirrenden, naiven Sexszenen versehen ist, wo man als Leser den Eindruck hat, der Spannungsfaden leidet ein wenig darunter, hätte es das so intensiv gebraucht? Die Kapitel wechseln zwischen Damals und heute, ein zusätzlich düstere Atmosphäre bringen die interessant gestalteten schwarzen Seiten, versehen mit weißer Schrift. Worin liegt die Stärke des Buches, sicherlich in falschen Fährten, vielen Wendungen, die den Leser immer wieder fragen lassen, wer ist den nun der Täter und das Ende führt noch einmal in eine gewissen Sprachlosigkeit. Ist das Buch eine Empfehlung, auf jeden Fall ist es ein sehr junger Roman, mit modernem Inhalt und doch dem Hang zum Thriller, ein Mix zwischen Romantik und Thriller, die es so selten zusammen zu lesen gibt und es liegt auch daran, was man als Leser erwartet, bei einer Altersangabe wäre ich definitiv im Jugendbereich. Liebe Grüße

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Veröffentlicht am 23.01.2026

Jesper Juul schreibt Pubertät ist "Pay-back Zeit"

Amokalarm
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Man hat beim Lesen dieses Buches den Eindruck das Leben selbst gleicht einem Amoklauf. Dieses Jugendbuch erzählt wie schwierig und explosiv die Zeit im jungen Erwachsenenalter ist oder sein kann. Eine ...

Man hat beim Lesen dieses Buches den Eindruck das Leben selbst gleicht einem Amoklauf. Dieses Jugendbuch erzählt wie schwierig und explosiv die Zeit im jungen Erwachsenenalter ist oder sein kann. Eine Zeit die von den Jugendlichen einen großen Wandel verlangt und das in allen Bereichen, irgendwie scheint nichts zusammen zu passen, alles entgleitet. In dieser Zeit benötigen junge Erwachsene besonders viel Aufmerksamkeit und Geduld und es liegt an uns Erwachsenen unserer Kinder durch diese Zeit zu begleiten, manchmal denkt man allerdings wie umarmt man einen Kaktus. Dieselbe Sorgfalt sollten Kinder und Jugendliche auch im Sozialen Umfeld erleben können, ein aufgefangen sein in der Gesellschaft. Leider muss man sich nun vor Augen halten, das dass oft so nicht gegeben ist, was aber auch voraussetzen würde, dass wir alle perfekt sind und das ist niemand. Die Geschichte in diesem Buch erzählt genau das, ein Schüler, der versucht sich anzupassen, gute Noten hat, ein tragendes Elternhaus, Freunde und sogar eine erste Liebe erfährt. Und dennoch geschieht etwas, was es aussehen lässt, als sei es genau dieser eine Funke gewesen was am Ende alles Kippen lässt und was bei ihm dazu geführt hat, das eigentlich nur seine Gefühle Amok gelaufen sind, er unverstanden und angeprangert wird, wie lässt sich hier Gehör bekommen, da war diese Amoksituation das Einzige, was ihm noch blieb?! Wie konnte es so weit kommen fragt man sich als Leser und das Buch liefert in leicht zu lesender, sehr offener Schreibweise wie es dazu kommen konnte. Dabei hält es bis zum Ende einen Spannungsfaden, quasi die Zündschnur. Ein Jugendroman der sich an junge Leser ab 12 Jahren richtet und indem sich so mancher sicherlich wiederfindet und bestätigt fühlt, also hier gerne eine Leseempfehlung. Das Buch kann aber auch ein Grundstein für ein Gespräch mit jungen Erwachsenen sein und daher auch hier eine Leseempfehlung, irgendwie muss ja manchmal den Einstig in ein Gespräch finden. Wir müssen unsere Kinder schützen, damit es verantwortlich und starke Erwachsene werden, in einer Welt, die immer schwieriger wird. Liebe Grüße

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Veröffentlicht am 18.01.2026

Es muss von Herzen kommen, was auf Herzen wirken soll

Gibt's das auch mit Liebe?
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Was haben Tees, Freizeitparks, ein Ökohof mit Liebe zu tun, ganz, ganz viel. Liebe ist etwas für Anfänger heißt es im Klappentext, aber wenn es etwas für Anfänger ist, dann sollte man sich mal darauf einlassen ...

Was haben Tees, Freizeitparks, ein Ökohof mit Liebe zu tun, ganz, ganz viel. Liebe ist etwas für Anfänger heißt es im Klappentext, aber wenn es etwas für Anfänger ist, dann sollte man sich mal darauf einlassen und Anfangen, oder? Nach einer schön geredeten Ehe fühlt Laura sich ausgebrannt und auch ihr Chef sieht das so, er rät ihr zu einer Auszeit, die sie bei ihrer Schwester auf dem Land verbringen soll, auf dem Land, das muss Laura als Stadtmensch erst einmal verdauen und man hat auch zunächst den Eindruck, sie ist noch nicht ganz da, dann flüchtet sie auch schon wieder, entweder man mag Landleben oder eben nicht, und dann gibt es da noch den unliebsamen Nachbar, der sich ihr gleich aufzudrängen scheint und der auf seinem Land ein Freizeitpark eröffnen möchte. Dieses Buch ist leicht, angenehm und humorvoll geschrieben, beim Lesen hatte ich ein Bild von blühenden Gärten und grasenden Tieren vor Augen, nebst ihrem unverwechselbaren Duft und schwirrenden Mücken. Bei vielen Sätzen durfte ich schmunzeln wie bei „Wer leicht glaubt, wird schwer klug“ oder ein Gedanke zum Teetick, es wurde viel Tee getrunken „Glaubt man Aufschriften der Packungen, wohnen hier lauter gut gelaunte Yogis, die beruhigt, entwässert und ohne Blasenbeschwerden am Kamis sitzen. Außerdem ist ganzjährig cosy Weihnachtens Feeling. Hat eigentlich irgendwer mal wissenschaftlich überprüft, ob Tee so was tatsächlich kann“? Was die Protagonisten in diesem Buch suchen und letztendlich finden, oder auch nicht, habe ich sehr gerne gelesen und war aufgefangen in der Geschichte, und ja, die gab es auch mit Liebe. Die Bücher von Ellen Berg sind immer lustig und herzig geschrieben, manchmal ein wenig ein Tröster, wenn es eben mal nicht so gut läuft, dann aufs Sofa und schmunzeln und das tue ich immer wieder gerne. Liebe Grüße

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Veröffentlicht am 18.01.2026

Wer seine Herkunft nicht kennt, weiß auch nicht, wohin er geht

Niemands Töchter
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Dieses Buch von Judith Hoersch „Niemands Töchter“ hat mich mit sehr berührt und mit einem positiven Gefühl zurückgelassen, eine Mischung aus Leben und Sehnsucht. Eine Frage zu Anfang, hat man eine Sehnsucht ...

Dieses Buch von Judith Hoersch „Niemands Töchter“ hat mich mit sehr berührt und mit einem positiven Gefühl zurückgelassen, eine Mischung aus Leben und Sehnsucht. Eine Frage zu Anfang, hat man eine Sehnsucht nach seiner Geschichte, wo komme ich her, wer bin ich, was macht mich aus, alles Fragen die eine Antwort brauchen, oder? In diesem sehr tiefgründig und warmherzig geschriebenen Buch begleiten wir die Protagonisten durch ein Leben, ihr Leben. Als Leser taucht man immer tiefer in die Geschichte ein, und wird ein Teil davon. Während des Lesen warten man irgendwie darauf, dass jeder der Protagonisten tatsächlich erfährt was ihn prägt und wo er hingehört und warum er genau derjenige ist, der er eben ist, aber so einfach scheint es nicht zu sein, wenn Gespräche fehlen. Das Buch ist für mich eines, was ich nicht aus der Hand legen konnte, dieses berühmte noch eine Seite. Im Klappentext heißt es ein Buch über das Schweigen, das uns prägt – und die Wahrheit, die uns befreit. Ein gelungenes Debüt, ich habe das Buch sehr gerne gelesen und empfehle es gerne weiter. Liebe Grüße

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