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Veröffentlicht am 09.04.2026

Wenn du weit genug reist, begegnest du dir selbst

Zugvögel wie wir
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Ein Satz heißt, man kann nicht vor sich selber davonlaufen, weil, man nimmt sich immer mit. Die Protagonistin in diesem Buch scheint auch vor etwas davonzulaufen, es wirkt wie spontan, dabei wird ihr Gefühl ...

Ein Satz heißt, man kann nicht vor sich selber davonlaufen, weil, man nimmt sich immer mit. Die Protagonistin in diesem Buch scheint auch vor etwas davonzulaufen, es wirkt wie spontan, dabei wird ihr Gefühl sie schon lange dazu aufgefordert haben, tu was. Eva besucht eine Freundin in Schweden, sieht das Naturwunder der Kraniche und beschließt spontan sich ihnen anzuschließen und sie bis Frankreich mit dem Fahrrad zu begleiten. Besonders ein kleines Kranichkind, was sie gefunden hat, was gechipt wurde und sie über eine App sieht wo es gerade hinfliegt. Eva scheint in einer schwierigen Verfassung, sieh hat auf ihrer Arbeit eine Abfindung bekommen, sie ist geschieden und das Verhältnis zu ihrer Tochter ist angespannt. Ein Satz aus dem Text ist „Eine Stille, die zu groß ist, um mich in ihr zu ertragen“. Mich hat dieses Buch getragen, der Schreibstiel ist einfach, aber tiefgründig, irgendwie erzählt es in Metaphern was in Evas Leben geschehen ist. Sie fährt einen verletzten Kranichkind hinterher, ist das Sinnbildlich für ihre Tochter, hat sie sie verletzt? Sie quält sich Berge hoch und runter, wie das im Leben eben so ist, es geht immer wieder hoch, aber auch leider wieder runter, Hauptsache ist, man bleibt in Bewegung. Begegnet einem jungen Mann und sieht in ihm ihren möglichen Sohn? Eva ist umtrieben, scheint jegliche Träume und Kraft verloren zu haben. Aber wann ist eine Sache verloren? Die Probleme die Eva so belasten werden im Laufe der Geschichte mit eingewoben, für mich als Leser war es oft so, dass man den Eindruck hatte, man selber muss innehalten um weiteratmen zu können. Das Ende des Buches finde ich persönlich stimmig, das Cover gefällt mir sehr gut, diese warmen, tragenden Farben haben einen Schein von Hoffnung, Bewegung und Leben. Es gibt diejenigen, die reisen, um sich zu verirren, es gibt diejenigen, die reisen, um sich selbst zu finden, besangt ein Sprichwort, gefunden hat sich Eva nicht, aber sie wird einige Schritte schaffen, und wer weiß, oft braucht es gar nicht die große Veränderung, sondern einfach mal einen Blick in die andere Richtung, Dinge annehmen um letztendlich etwas loslassen zu können. Ich durfte vorher „Unter Wasser ist es still“ lesen, ein Buch was mich schon sehr begeistert hat, „Zugvögel wie wir“ ist wärmend und tragend und macht bereits jetzt Lust auf ein weiteres Buch der Autorin. Kleine Anmerkung, schon Albert Einstein hat gesagt, "Das Leben ist wie ein Fahrrad. Um das Gleichgewicht zu halten, muss man sich vorwärtsbewegen". Liebe Grüße

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Veröffentlicht am 04.04.2026

Kommt der Gockel untern Trecker, gibt es morgen keinen Wecker!

Mirabellentage
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Ein Buch, das dem Leser bereits einen Hauch von Sommerwind um die Nase wehen lässt. Eine Geschichte des kleinen Dorfes Blumenfeld, irgendwo im nirgendwo. Eigentlich eine ganz gewöhnliche Geschichte, es ...

Ein Buch, das dem Leser bereits einen Hauch von Sommerwind um die Nase wehen lässt. Eine Geschichte des kleinen Dorfes Blumenfeld, irgendwo im nirgendwo. Eigentlich eine ganz gewöhnliche Geschichte, es beschreibt das Leben der Dorfbewohner, beginnt damit, dass der Pfarrer des Ortes verstirbt und ein neuer sofort aus Rom gesandt wird, plus passenden Spekulationen der Dorfbewohner dazu. Ein tolles Buch, das den Leser nicht loslässt, man konnte es schwer aus der Hand legen. Der Autorin gelingt es durch eine humorvoll beschwingte Schreibweise, ohne die Ernsthaftigkeit der Geschichte zu verlieren alltägliches zu erzählen. An der ein oder anderen Stelle kann man als Leser sehr schmunzeln, wenn es zum Beispiel besser gewesen wäre genauer hinzusehen, dass man Kneipe nicht mit dopple P schreibt, was dazu führt, dass das Dorf seitdem eine Laientheatergruppe hat. Der Gemeinde schon mal ein Suppenrezept auf Italienisch als Lateinische Predigt untergejubelt wird, aber alle sind begeistert und letztendlich, warum die Messdiener nur mit Fahrradhelm zur Messfeier kommen. Man ist als Leser mittendrinn, man riecht den Sommer, schmunzelt mit den Dorfbewohnern und wird dennoch manchmal nachdenklich. Ein Buch was, und das ist heutzutage mehr wie wichtig das Leben für den Moment des Lesen etwas leichter macht. Ich habe es sehr gerne gelesen und werde das sicherlich auch noch einmal tun, natürlich nachdem ich Mirabellenmarmelade gekocht habe, die sollte man dazu genießen. Liebe Grüße

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Veröffentlicht am 02.04.2026

Niemand weiß, was er kann, bevor er's nicht versucht

Wie gut, dass ich ICH bin
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Mit kleinen Schritten und verständlichen Bildern und Texten zeigt dieses Buch wie wichtig es ist Kindern ein positives Selbstwertgefühl zu vermitteln. Positive Affirmationen stärken das Selbstwertgefühl, ...

Mit kleinen Schritten und verständlichen Bildern und Texten zeigt dieses Buch wie wichtig es ist Kindern ein positives Selbstwertgefühl zu vermitteln. Positive Affirmationen stärken das Selbstwertgefühl, den Mut und die Resilienz von Kindern. Durch tägliche Wiederholungen (z.B. morgens am Spiegel) verankern sich Glaubenssätze wie „Ich bin gut, so wie ich bin“, „Ich schaffe das“ oder „Ich bin mutig“. Sie helfen Kindern, Ängste abzubauen und an sich selbst zu glauben. Wichtig ist hier aber auch, dass Eltern die Sätze nicht nur wiederhole, sondern das Kind muss verstehen um was es sich handelt, also sind Sätze nicht nur Wörter, sondern es bedarf auch das passende Gefühl, die passende Körperhaltung, ein sicheres Auftreten. Leider ist es ja heutzutage so, dass Kinder sich immer mehr behaupten müssen, und das fängt sofort an. Ein liebesvolles Zuhause und sich Zeit nehmen für seine Kinder ist für einen Start ins Leben das aller wichtigste, nur dann können Kinder ihren Weg finden und Sicherheit entwickeln. Dieses Buch kann diesen Weg ein wenig unterstützen und es zeigt durch die Illustrationen auch wie unterschiedlich Menschen und Kinder sind. Allen Kindern und Erwachsenen, sei es Oma, Opa, ältere Geschwister oder die Eltern, wünsche ich viel Freude beim Lesen und ausprobieren, vielleicht könnt ihr die Sprüche auch aufmalen und an die Wand hängen, seit Kreativ. Liebe Grüße

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Veröffentlicht am 30.03.2026

Du bist nichts ohne mich. Ich bin dein Anfang und dein Ende

Die Ärztin – Gefährlicher Besuch
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Eine Eingangsfrage, sollte man vor diesem Buch das erste „Gefährliche Nachtschicht“ gelesen haben? Eigentlich nicht, obwohl man dann etwas verpasst hat, holen Sie es nach. Ich hatte den Eindruck das einige ...

Eine Eingangsfrage, sollte man vor diesem Buch das erste „Gefährliche Nachtschicht“ gelesen haben? Eigentlich nicht, obwohl man dann etwas verpasst hat, holen Sie es nach. Ich hatte den Eindruck das einige Dinge unverständlich bleiben, wenn man das erste Buch nicht gelesen hat. Eigentlich wollte die Ärztin Dr. Eva Mares sich mit ihrer Familie auf dem Land zurückziehen, die vergangenen Geschehnisse verarbeiten, und letztendlich zu einem „normalen“ Leben zurückfinden. Aber was ist heute zu Tage schon normal? Das Buch greift das Thema häusliche Gewalt auf, ein Thema was eine sensible Behandlung bedarf, für den Autor, aber auch für den Leser, ein zu viel überfordert, ein zu wenig nimmt die Spannung. Man erlebt als Leser wieviel Not in diesem Fall Frauen haben müssen, die so einer Situation ausgesetzt sind, hier in diesem Buch betrifft es auch noch schwangere, eine Schwangerschaft oder Geburt alleine durchzustehen birgt eine große Gefahr, viel Angst und Kraft. Die Geschehnisse in diesem Buch beziehen sich auf längst gewesene und gerade passierte Fälle. Es gab leichte Irritationen wer nun welche Person ist und auch bei den Ermittlern welches Kommissariat ist gerade involviert, was dem Buch aber keinen Abbruch tut. Der Klappentext erklärt um was es geht und um nicht zu spoilern bleibe ich dabei, lesen Sie selbst. Das Buch hat mich in seinen Bann gezogen, die ganze Zeit hat man mitgefiebert was wohl als nächstes geschehen wird, was geschehen ist und es gab gute Handlungsstränge die sich entwickelt haben was stellenweise so verwirrend war und das manchmal alle verdächtig waren. Fazit, ein Buch was sich lohnt zu Lesen, ein Thema was nicht verschwiegen werden sollte und starke Frauen die viel Leid aushalten müssen. Am Ende des Buches wird auf Hilfsangebote für Frauen, aber auch für Männer hingewiesen, ein sehr wichtiger Hinweis, man sollte bedenken wie groß die Not und die Dunkelziffer ist und dass niemand damit alleine sein sollte. Liebe Grüße

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Veröffentlicht am 30.03.2026

Step by step to the double game

Doppelspiel
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Zwei Bestseller Autoren Arne Dahl und Jonas Moström, was schreibt man da in einer Rezension, habe ich mich gefragt. Zwei Bestsellerautoren, ist immer ein Highlight, kann schiefgehen, kann aber auch sehr ...

Zwei Bestseller Autoren Arne Dahl und Jonas Moström, was schreibt man da in einer Rezension, habe ich mich gefragt. Zwei Bestsellerautoren, ist immer ein Highlight, kann schiefgehen, kann aber auch sehr interessant sein, es gibt dabei die spannende Frage wessen Handschrift taucht wie auf und wo treffen beide Autoren aufeinander. Es geht in einer Rezension ja darum die Meinung des Leser zu erfahren und ich persönlich fände es nicht gut eine Gefälligkeit zu schreiben, sondern wie ich persönlich das Buch empfunden habe. Dabei geht es ja um meine Meinung, andere können und werden ganz eigene Eindrücke haben. Mich hat das Buch leider nicht abgeholt, der erste Abschnitt war toll, ich hatte einen Eindruck, wie schreibt man das nun, ohne zu Spoilern, dass das Buch eingangs ein gelungener Schachzug war, was sich aber im Verlauf der Geschichte leider nicht widergespiegelt hat. Im Wörtlichen Sinne ein Doppelspiel, in etwa der Hälfte des Buches bekam die Handlung eine ganz andere Wendung wie ich erwartet hatte. Das allein kann ja manchmal sehr interessant sein, erwartet man bei Trillern nicht genau darauf, auf unerwartete Wendungen. Hier fand ich es stellenweise sehr übertrieben, wenig fassbar und es war nicht recht nachzuvollziehen weshalb die Autoren das so ausgedrückt haben und wo die Geschichte hinführte. Mir tut das immer leid, wenn ich ein Buch nicht positiv bewerte, aber wenn ich mir ein Buch aussuche, lese ich zuvor auch andere Rezensionen, und es würde ich mich ärgern, wenn das Buch seinen positiven Bewertungen nicht gerecht wird. Wie eingangs geschrieben, es ist mein persönlicher Eindruck. Liebe Grüße

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