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Veröffentlicht am 09.06.2026

Slow Burn trifft Horror: Warum mich Anathema so begeistert hat

Anathema
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„Anathema“ von Keri Lake hat mich wirklich komplett in seinen Bann gezogen. Das Buch schafft eine unglaublich düstere, unangenehme und gleichzeitig faszinierende Atmosphäre, die sich von der ersten Seite ...

„Anathema“ von Keri Lake hat mich wirklich komplett in seinen Bann gezogen. Das Buch schafft eine unglaublich düstere, unangenehme und gleichzeitig faszinierende Atmosphäre, die sich von der ersten Seite an durch die gesamte Geschichte zieht. Genau dieses permanente Gefühl von Unwohlsein macht die Geschichte für mich so besonders. Manche Szenen sind wirklich verstörend, gruselig oder einfach komplett krank, aber genau dadurch konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen.

Besonders begeistert hat mich der Schreibstil der Autorin. Er ist intensiv, atmosphärisch und irgendwie ganz anders als vieles, was ich bisher gelesen habe. Die Welt wirkt düster, geheimnisvoll und gleichzeitig unglaublich kreativ aufgebaut, vor allem das Magiesystem rund um die Glyphen fand ich super spannend. Auch wenn ich zwischendurch öfter im Glossar nachschlagen musste, weil ich mir nicht alle Begriffe merken konnte, hat mich die Welt total fasziniert.

Maevyth mochte ich als Protagonistin unglaublich gern. Ihre schwierige Situation, ihre Verbindung zu ihrer Schwester und generell ihre emotionale Entwicklung haben sie für mich sehr greifbar gemacht. Besonders spannend fand ich ihre Fähigkeit, Tote beziehungsweise Geister sehen zu können. Das hat der Geschichte nochmal etwas viel Unheimlicheres verliehen und ich bin extrem gespannt, wie sich ihre Kräfte weiterentwickeln werden.

Auch Zevander fand ich als Charakter total interessant, vor allem wegen seiner traurigen Vergangenheit. Die Dynamik zwischen ihm und Maevyth war einfach großartig. Die Spannung und Anziehung zwischen den beiden war in jeder Szene spürbar und ich habe ihre gemeinsamen Momente wirklich geliebt. Vor allem, weil sich die Beziehung langsam entwickelt und der Fokus nicht nur auf Romance liegt, sondern genauso stark auf der düsteren Atmosphäre und der Handlung. Die Interaktionen zwischen den beiden waren oft emotional, intensiv oder auch einfach unglaublich unterhaltsam. Besonders die Szenen im späteren Verlauf, wie der Ball oder die Momente während ihres Trainings, haben mir richtig gut gefallen. Auch die erste spicy Szene war super geschrieben und hat perfekt zur Stimmung des Buches gepasst.

Generell gab es unglaublich viele starke Szenen. Der Einstieg in den zweiten Teil war beispielsweise extrem spannend und gruselig. Dieses Wesen im Wald, das Menschen die Haut abzieht und sogar ihre Gestalt übernehmen kann, war einfach nur verstörend. Ich habe beim Lesen richtig mitgefiebert und hatte teilweise selbst das Gefühl, durch diesen Wald zu laufen. Gerade solche Horror-Elemente machen das Buch für mich so einzigartig.

Aber auch die ruhigeren Kapitel konnten mich total überzeugen, weil man dort viel mehr über die Welt, die Glyphen und die Charaktere erfahren hat. Besonders Zevanders Hintergrundgeschichte und die Informationen über seinen Bruder fand ich sehr interessant. Gleichzeitig wurden ständig neue Geheimnisse und Fragen aufgeworfen, vor allem rund um das mysteriöse Buch und Maevyths Kräfte.

Auch Nebencharaktere wie Rykaia haben für mich unglaublich viel zur Geschichte beigetragen. Ihre Art hat mich oft zum Schmunzeln gebracht und ich liebe ihre Dynamik mit Zevander einfach. Gleichzeitig gab es aber auch unglaublich emotionale und traurige Momente, besonders die Szene mit Branimir oder die alte Frau beziehungsweise Hexe, die Maevyth töten musste. Mit dieser Wendung habe ich überhaupt nicht gerechnet.

Und dann natürlich das Ende … dieser Cliffhanger war einfach nur fies. Vor allem weil immer noch unklar ist, was genau mit Aleysia passiert ist. Ich habe ständig das Gefühl, dass hinter allem noch viel mehr steckt, als man bisher ahnt, und genau das macht die Geschichte so spannend.

Insgesamt hat mir „Anathema“ wirklich unglaublich gut gefallen. Das Buch ist düster, creepy, emotional, spannend und gleichzeitig absolut fesselnd. Keri Lake schafft es perfekt, eine Atmosphäre zu erschaffen, die einen dauerhaft leicht unwohl fühlen lässt und genau deshalb konnte ich kaum aufhören zu lesen. Für mich definitiv ein Highlight und ich freue mich jetzt schon riesig auf Band 2

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  • Thema
Veröffentlicht am 02.03.2026

Wenn aus Diebstahl Bestimmung wird

Prinzessin der tausend Diebe – Chosen
1

Prinzessin der tausend Diebe – Chosen von Thea Hong ist der Auftakt einer Fantasy-Reihe und hat mich insgesamt gut unterhalten. Die Geschichte spielt in einer Welt mit asiatisch angehauchtem Setting und ...

Prinzessin der tausend Diebe – Chosen von Thea Hong ist der Auftakt einer Fantasy-Reihe und hat mich insgesamt gut unterhalten. Die Geschichte spielt in einer Welt mit asiatisch angehauchtem Setting und dreht sich um eine junge Protagonistin, die als talentierte Diebin überlebt. Ihr Leben verändert sich jedoch schnell, als sie in größere politische und magische Machtspiele hineingezogen wird. Plötzlich geht es nicht mehr nur um den nächsten Diebstahl, sondern um Entscheidungen mit deutlich größeren Folgen. Dabei begegnet sie verschiedenen Verbündeten und Gegnern, die ihre Entwicklung beeinflussen.

Der Einstieg in die Geschichte ist eher ruhig und nimmt sich Zeit für den Aufbau der Welt und der Figuren. Das kann sich am Anfang etwas ziehen, sorgt aber dafür, dass man später gut in der Handlung drin ist. Im weiteren Verlauf wird das Tempo deutlich höher, und besonders gegen Ende wird es wirklich spannend.

Gut gefallen hat mir die Mischung aus Diebesgeschichte, Hofintrigen und Fantasy-Elementen. Besonders das Thema der verborgenen Identität und die Frage nach dem eigenen Platz in der Welt werden interessant umgesetzt. Manche Wendungen waren zwar vorhersehbar, aber insgesamt bleibt die Geschichte sehr unterhaltsam. Die Protagonistin ist für mich die größte Stärke des Buches. Sie wirkt clever, schlagfertig und nicht unrealistisch perfekt, wodurch sie sehr sympathisch rüberkommt. Ihre inneren Konflikte sind nachvollziehbar dargestellt. Bei einigen Nebenfiguren hätte ich mir allerdings etwas mehr Tiefe gewünscht.

Der Schreibstil ist angenehm flüssig und leicht zu lesen. Die Beschreibungen erzeugen ein gutes Kopfkino und machen die Welt lebendig. Gelegentlich wirken die Dialoge etwas modern für das Setting, was kurz die Atmosphäre stören kann, aber insgesamt liest sich das Buch sehr gut. Die Grundidee ist im Fantasy-Genre zwar nicht völlig neu, aber das asiatisch inspirierte Setting bringt frischen Wind in die Geschichte.

Insgesamt ist Prinzessin der tausend Diebe – Chosen ein sehr gutes Buch mit einer starken Hauptfigur und einer atmosphärischen Welt. Nicht alles ist überraschend und manche Figuren bleiben etwas blass, aber der Lesespaß kommt definitiv nicht zu kurz. Wer Fantasy mit cleveren Heldinnen, Intrigen und Magie mag, sollte dem Buch definitiv eine Chance geben

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  • Fantasy
Veröffentlicht am 05.12.2025

Zwischen Schatten, Liebe und Verrat

The Dagger and the Flame
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Wenn ich auf das Buch zurückblicke, muss ich sagen, dass es mich von der ersten Seite an packen konnte. Die Geschichte beginnt sehr spannend und wirft einen direkt in eine Welt voller Magie, Konflikte ...

Wenn ich auf das Buch zurückblicke, muss ich sagen, dass es mich von der ersten Seite an packen konnte. Die Geschichte beginnt sehr spannend und wirft einen direkt in eine Welt voller Magie, Konflikte und Geheimnisse. Besonders interessant fand ich das Magiesystem rund um das Shade, das in Kleidung eingenäht wird, eine kreative Idee, die der Welt sofort etwas Eigenes verleiht. Auch die unterschiedlichen Gruppen wie Cloaks und Daggers sorgen für klare Strukturen und Konfliktlinien, die beim Lesen sofort Neugier wecken. Im Zentrum steht Sera, deren Mutter auf tragische Weise ums Leben kam, und deren Vergangenheit und Fähigkeiten eng mit den Ereignissen der Geschichte verknüpft sind. Die Beziehung zwischen ihr und dem Dagger Ransom beginnt als ausgeprägtes Feindverhältnis und birgt viel Spannung, Emotion und Konfliktpotenzial.

Mir hat besonders gefallen, wie viele Geheimnisse nach und nach enthüllt wurden, sei es über Seras Mutter, die Monster oder die Rolle des Shade. Auch die Frage nach Seras eigenen Kräften und der Bedeutung der Kette ihrer Mutter hat mich durchgehend fasziniert. Dass man zusätzlich Einblicke in Ransoms Gedanken bekommt, hat seine Figur für mich noch interessanter gemacht. Dadurch wird sein Handeln nachvollziehbarer, und man versteht viel besser, welche Konflikte auch in ihm selbst stattfinden. Die Enemies-to-Lovers-Dynamik hat mich besonders zu Beginn begeistert, weil sie glaubwürdig aufgebaut war und die Feindschaft zwischen den beiden wirklich tief sitzt. Gegen Ende entwickelte sich diese Beziehung dann etwas schneller, als ich es mir gewünscht hätte, sodass manche emotionalen Schritte für mich noch mehr Raum verdient hätten.

Die Handlung wird zum Ende hin extrem rasant, und gleichzeitig passieren sehr viele große Enthüllungen. Besonders spannend fand ich den großen Showdown zwischen Cloaks, Daggers und den Monstern, auch wenn der Kampf sehr brutal. Der Tod von Dufort war für mich allerdings weniger befriedigend als erwartet. Obwohl ich ihn als Antagonisten spannend fand, ging alles sehr schnell, und ich hätte mir ein letztes aufrichtiges Gespräch zwischen ihm und Sera gewünscht. Überraschend war auch die Enthüllung rund um Seras Vater, die neue Perspektiven eröffnet und große Bedeutung für den nächsten Band verspricht. Das Lightfire hingegen wurde mir etwas zu leicht hergestellt, hier hätte ich gerne etwas mehr Komplexität gesehen. Manche Nebenfiguren, wie Nadia, haben mich gegen Ende eher genervt, weil ihre Reaktionen unfair wirkten und bestimmte Konflikte unnötig verschärften. Larks Wendung hingegen hat mich überrascht, auch wenn es schade war, weil ich ihn zunächst sympathisch fand.

Das Ende war voller Spannung, auch wenn nicht alles vollständig klar wurde, besonders die Szene mit dem Blitz und der Frage, ob Sera nun von der Göttin gesegnet wurde oder Kräfte hat. Ich hoffe, der zweite Teil erklärt das ausführlicher. Trotz kleinerer Kritikpunkte fand ich das Buch insgesamt richtig gut. Die Welt, das Magiesystem und die Figuren haben mich absolut überzeugt, und der Schreibstil war so angenehm, dass ich die Kapitel regelrecht verschlungen habe. Mit den vielen Enthüllungen, emotionalen Momenten und Konflikten bietet das Buch eine starke Grundlage für die Fortsetzung.

Insgesamt gebe ich dem Buch 4 von 5 Sternen, weil es mir trotz kleiner Schwächen unglaublich viel Spaß gemacht hat und ich unbedingt wissen möchte, wie es weitergeht.

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