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Veröffentlicht am 02.03.2026

Wenn aus Diebstahl Bestimmung wird

Prinzessin der tausend Diebe – Chosen
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Prinzessin der tausend Diebe – Chosen von Thea Hong ist der Auftakt einer Fantasy-Reihe und hat mich insgesamt gut unterhalten. Die Geschichte spielt in einer Welt mit asiatisch angehauchtem Setting und ...

Prinzessin der tausend Diebe – Chosen von Thea Hong ist der Auftakt einer Fantasy-Reihe und hat mich insgesamt gut unterhalten. Die Geschichte spielt in einer Welt mit asiatisch angehauchtem Setting und dreht sich um eine junge Protagonistin, die als talentierte Diebin überlebt. Ihr Leben verändert sich jedoch schnell, als sie in größere politische und magische Machtspiele hineingezogen wird. Plötzlich geht es nicht mehr nur um den nächsten Diebstahl, sondern um Entscheidungen mit deutlich größeren Folgen. Dabei begegnet sie verschiedenen Verbündeten und Gegnern, die ihre Entwicklung beeinflussen.

Der Einstieg in die Geschichte ist eher ruhig und nimmt sich Zeit für den Aufbau der Welt und der Figuren. Das kann sich am Anfang etwas ziehen, sorgt aber dafür, dass man später gut in der Handlung drin ist. Im weiteren Verlauf wird das Tempo deutlich höher, und besonders gegen Ende wird es wirklich spannend.

Gut gefallen hat mir die Mischung aus Diebesgeschichte, Hofintrigen und Fantasy-Elementen. Besonders das Thema der verborgenen Identität und die Frage nach dem eigenen Platz in der Welt werden interessant umgesetzt. Manche Wendungen waren zwar vorhersehbar, aber insgesamt bleibt die Geschichte sehr unterhaltsam. Die Protagonistin ist für mich die größte Stärke des Buches. Sie wirkt clever, schlagfertig und nicht unrealistisch perfekt, wodurch sie sehr sympathisch rüberkommt. Ihre inneren Konflikte sind nachvollziehbar dargestellt. Bei einigen Nebenfiguren hätte ich mir allerdings etwas mehr Tiefe gewünscht.

Der Schreibstil ist angenehm flüssig und leicht zu lesen. Die Beschreibungen erzeugen ein gutes Kopfkino und machen die Welt lebendig. Gelegentlich wirken die Dialoge etwas modern für das Setting, was kurz die Atmosphäre stören kann, aber insgesamt liest sich das Buch sehr gut. Die Grundidee ist im Fantasy-Genre zwar nicht völlig neu, aber das asiatisch inspirierte Setting bringt frischen Wind in die Geschichte.

Insgesamt ist Prinzessin der tausend Diebe – Chosen ein sehr gutes Buch mit einer starken Hauptfigur und einer atmosphärischen Welt. Nicht alles ist überraschend und manche Figuren bleiben etwas blass, aber der Lesespaß kommt definitiv nicht zu kurz. Wer Fantasy mit cleveren Heldinnen, Intrigen und Magie mag, sollte dem Buch definitiv eine Chance geben

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Veröffentlicht am 05.12.2025

Zwischen Schatten, Liebe und Verrat

The Dagger and the Flame
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Wenn ich auf das Buch zurückblicke, muss ich sagen, dass es mich von der ersten Seite an packen konnte. Die Geschichte beginnt sehr spannend und wirft einen direkt in eine Welt voller Magie, Konflikte ...

Wenn ich auf das Buch zurückblicke, muss ich sagen, dass es mich von der ersten Seite an packen konnte. Die Geschichte beginnt sehr spannend und wirft einen direkt in eine Welt voller Magie, Konflikte und Geheimnisse. Besonders interessant fand ich das Magiesystem rund um das Shade, das in Kleidung eingenäht wird, eine kreative Idee, die der Welt sofort etwas Eigenes verleiht. Auch die unterschiedlichen Gruppen wie Cloaks und Daggers sorgen für klare Strukturen und Konfliktlinien, die beim Lesen sofort Neugier wecken. Im Zentrum steht Sera, deren Mutter auf tragische Weise ums Leben kam, und deren Vergangenheit und Fähigkeiten eng mit den Ereignissen der Geschichte verknüpft sind. Die Beziehung zwischen ihr und dem Dagger Ransom beginnt als ausgeprägtes Feindverhältnis und birgt viel Spannung, Emotion und Konfliktpotenzial.

Mir hat besonders gefallen, wie viele Geheimnisse nach und nach enthüllt wurden, sei es über Seras Mutter, die Monster oder die Rolle des Shade. Auch die Frage nach Seras eigenen Kräften und der Bedeutung der Kette ihrer Mutter hat mich durchgehend fasziniert. Dass man zusätzlich Einblicke in Ransoms Gedanken bekommt, hat seine Figur für mich noch interessanter gemacht. Dadurch wird sein Handeln nachvollziehbarer, und man versteht viel besser, welche Konflikte auch in ihm selbst stattfinden. Die Enemies-to-Lovers-Dynamik hat mich besonders zu Beginn begeistert, weil sie glaubwürdig aufgebaut war und die Feindschaft zwischen den beiden wirklich tief sitzt. Gegen Ende entwickelte sich diese Beziehung dann etwas schneller, als ich es mir gewünscht hätte, sodass manche emotionalen Schritte für mich noch mehr Raum verdient hätten.

Die Handlung wird zum Ende hin extrem rasant, und gleichzeitig passieren sehr viele große Enthüllungen. Besonders spannend fand ich den großen Showdown zwischen Cloaks, Daggers und den Monstern, auch wenn der Kampf sehr brutal. Der Tod von Dufort war für mich allerdings weniger befriedigend als erwartet. Obwohl ich ihn als Antagonisten spannend fand, ging alles sehr schnell, und ich hätte mir ein letztes aufrichtiges Gespräch zwischen ihm und Sera gewünscht. Überraschend war auch die Enthüllung rund um Seras Vater, die neue Perspektiven eröffnet und große Bedeutung für den nächsten Band verspricht. Das Lightfire hingegen wurde mir etwas zu leicht hergestellt, hier hätte ich gerne etwas mehr Komplexität gesehen. Manche Nebenfiguren, wie Nadia, haben mich gegen Ende eher genervt, weil ihre Reaktionen unfair wirkten und bestimmte Konflikte unnötig verschärften. Larks Wendung hingegen hat mich überrascht, auch wenn es schade war, weil ich ihn zunächst sympathisch fand.

Das Ende war voller Spannung, auch wenn nicht alles vollständig klar wurde, besonders die Szene mit dem Blitz und der Frage, ob Sera nun von der Göttin gesegnet wurde oder Kräfte hat. Ich hoffe, der zweite Teil erklärt das ausführlicher. Trotz kleinerer Kritikpunkte fand ich das Buch insgesamt richtig gut. Die Welt, das Magiesystem und die Figuren haben mich absolut überzeugt, und der Schreibstil war so angenehm, dass ich die Kapitel regelrecht verschlungen habe. Mit den vielen Enthüllungen, emotionalen Momenten und Konflikten bietet das Buch eine starke Grundlage für die Fortsetzung.

Insgesamt gebe ich dem Buch 4 von 5 Sternen, weil es mir trotz kleiner Schwächen unglaublich viel Spaß gemacht hat und ich unbedingt wissen möchte, wie es weitergeht.

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