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Veröffentlicht am 17.06.2020

Ein gelungener dritter Band voller neuer Entwicklungen

Die Entscheidung des Flammenmädchens
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Nachdem Band 2 so hochspannend und explosiv endete musste ich unbedingt gleich weiterlesen.
Bereits die ersten Seiten ließen mich sogleich wieder durch das Buch fliegen.
Es tut sich so viel neues auf ...

Nachdem Band 2 so hochspannend und explosiv endete musste ich unbedingt gleich weiterlesen.
Bereits die ersten Seiten ließen mich sogleich wieder durch das Buch fliegen.
Es tut sich so viel neues auf und gleichzeitig macht sich all das Böse bemerkbar, daß im Untergrund schlummert.
Besonders Ari hat hier einiges zu bewältigen, das ihr alles abfordert.
Wird sie es überstehen oder daran zugrundegehen?
Sie gerät an die Grenzen ihrer Belastbarkeit und es gab Momente da hab ich enorm mit ihr mitgefiebert. Gerade weil man Ari inzwischen sehr ins Herz geschlossen hat, geht es gewaltig an die Substanz.
Man möchte ihr etwas von dem Schmerz und der Qual abnehmen, aber gleichzeitig weiß man, daß sie es überstehen muss. Einfach um daran zu wachsen und zu dem zu werden, was in ihr steckt.
Doch kann sie mit dem ganzen überhaupt umgehen?
Oder ist es einfach zuviel für sie?
Interessant ist für mich hierbei wie ich sie dabei sehe, in den verschiedene Stadien. Man hat das Gefühl zwei verschiedene Arten von ihr zu Gesicht zu bekommen und das ist richtig faszinierend und vor allem sehr magisch.
Auch auf Charlie und Jai wartet hier einiges, was nicht ohne ist.
Beide haben eine gewaltige Entwicklung durchgemacht, die sie zu völlig neuen Persönlichkeiten gemacht hat. Ob dies positiv zu werten ist, bleibt abzuwarten.
Die Liebe zu Ari spielt dabei auch eine untergeordnete Rolle, was dem ganzen eine völlig neue Dimension verleiht.
All der Schmerz, die Verzweiflung, als auch die innere Zerrissenheit sind förmlich greifbar.
Was mich umso mehr an das ganze gebunden hat.
Auch im Untergrund gibt es neue Entwicklungen, auch die Wendungen haben dazu beigetragen das ich schlussendlich völlig fertig war, da damit überhaupt nicht zu rechnen war.
Man erfährt einiges über die Hintergründe. Nicht nur über das Siegel ansich, sondern auch über einzelne Charaktere, was sie noch lebendiger macht und man ihr handeln noch besser nachvollziehen kann.
Man durchlebt wieder eine ganze Palette an Emotionen und es bleibt kein Stein auf den anderen.
Man ist verletzt, wütend,traurig.
Man liebt, lacht und genießt es einfach.
Aber obwohl dieser Band wirklich gewaltig ist und man enorm vieles zu durchleben hat.
So sind für mich doch hier oder da mal Längen entstanden, was zwar etwas schade ist. Dem Leseverhalten jedoch nicht nachhaltig zu werten ist. Denn ich hab das Buch förmlich durchgesuchtet.
Das Ende ist wieder spektakulär und man möchte unbedingt wissen wie es weitergeht.
Die Autorin hat es auch hier wieder sehr gut verstanden, die Emotionen auf mich zu übertragen. Ebenso was sich hinter dem ganzen abzeichnet, was wirklich nicht einfach ist.
Plötzlich ergibt so vieles einen Sinn, wo man immer wieder gegrübelt hat und für mich ist es doch auch zufriedenstellend. Aber gleichzeitig tun sich auch wieder neue Fragen auf, die man beantwortet haben möchte.
Neben den alten Charakteren gibt es hier auch neue Überraschungen die man sehr gern willkommen heißt. Das hat mich stellenweise einfach wieder total berührt und mit Wärme erfüllt.
Ein Band der wieder ziemlich komplex und adrenalingeladen ist.
Schlussendlich konnte mich auch dieser Band begeistern, jedoch ist er etwas schwächer als Band 2.

Hierbei erfahren wir zum größtenteil die Perspektive von Ari, aber auch z.b. die von Jai, Charlie oder dem Red King.
Die Charaktere sind ausdrucksstark, lebendig und nehmen für sich ein.
Ihre Handlungen und Gedankengänge sind gut nachvollziehbar gestaltet.
Die einzelnen Kapitel sind normal gehalten. Sehr empfehlenswert ist auch das Glossar, in dem man sein Wissen nochmal auffrischen kann.
Der Schreibstil ist intensiv und fließend, aber auch mitreißend und bildgewaltig gehalten.
Das Cover und der Titel passen gut zum Inhalt des Buches.

Fazit:
Ein gelungener dritter Band voller neuer Entwicklungen.
Man verzehrt sich nach mehr und bekommt es auch.
Man liebt, leidet und es fesselt einfach enorm.
dennoch fand ich ihn etwas schwächer als den Vorgänger.

Veröffentlicht am 17.06.2020

Lernt Hartwell kennen und verliebt euch in diesen zauberhaften Ort

The Real Thing - Länger als eine Nacht
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Für mich ist es der erste Liebesroman von der Autorin und sie hat mich mit ihrer Geschichte um Jess und Cooper von Anfang an mitgenommen.
Als erstes habe ich mich in diesen malerischen Ort namens Hartwell ...

Für mich ist es der erste Liebesroman von der Autorin und sie hat mich mit ihrer Geschichte um Jess und Cooper von Anfang an mitgenommen.
Als erstes habe ich mich in diesen malerischen Ort namens Hartwell verliebt. Ein Ort an dem man sich einfach wohlfühlt, der für Heimlichkeit, Wärme und auch Aufregung sorgt.
Es ist kein klassischer Urlaubsort. Es ist ein Ort mit einer Geschichte. Er erzählt von Traurigkeit, Dramatik und ja, er lässt auch Träume wahr werden.
Die Beschreibungen darüber haben mir wirklich sehr gut gefallen, auch wenn es letztendlich nicht ganz so ausschweifend war. So wie es war, war es genau richtig. Man konnte es sich vorstellen. den Wind in den Haaren spüren und vor allem spürt man dabei Geborgenheit. Ein Ort den ich zu gern selbst ergründen würde.
Doch hier geht es nicht um Hartwell.
In erster Linie geht es um die Ärztin Jess. Eine Frau die eine Leere spürt und nicht genau weiß, wonach sie sich sehnt.
Dann schlägt das Schicksal zu und genau diese wenigen Zeilen die sie nach Hartwell führten haben mich ungemein berührt. Ich wollte mehr darüber erfahren. Ergründen was all den Schmerz und die Dramatik ausgelöst hat. Und ja, man sucht dabei auch Erlösung.
Jess steht im Zentrum von allem. Ich mochte ihre ernsthafte und auch gleichzeitig ihre herzliche Art. Eine junge Frau, die ihr Herz verschlossen hält. Eine junge Frau die mir mit ihrer Liebe zu Kaffee und den Büchern sofort sympathisch war. Sie hat Ecken und Kanten und davon nicht zu wenig.Dadurch kann man sich leicht mit ihr identifizieren und nimmt einfach Anteil an allem, was sie bewegt, was sie tut, was sie empfindet.
Man spürt den Schmerz, die unterschwellige Dramatik und gleichzeitig gibt man sich der ganzen Leidenschaft hin, die Jess im Laufe des Buches lebt.
Da steckt so viel Tiefe drin, das es mich einfach mitgenommen hat.
Doch hierbei handelt es sich keinesfalls um einen lockerleichten Liebesroman. Wobei ich finde, das ein bißchen mehr Leichtigkeit dem ganzen gutgetan hätte.
Es steckt sehr viel Ernsthaftigkeit hinter allem. Die Story ist reifer, gediegener und das spiegelt sich auch in den Themen wieder, die hier behandelt werden.
Diese sind sehr facettenreich und nicht einfach zu durchschauen. Doch von Anfang an, hat er mich schmerzlich bewegt, mir gezeigt, was hinter den Menschen steckt. Welche Geschichten sie zu erzählen haben.
Ich kann gar nicht sagen, wen ich am liebsten mochte. Jeder von ihnen ist auf seine Art faszinierend und interessant.
Die Spannung ist von Anfang an gegeben. Sie besticht vor allem durch die Geschichte der beiden Hauptprotagonisten, die nicht unbedingt einfach ist. Einige Turbulenzen und Hindernisse erwarten sie.
Die Dämonen der Vergangenheit sind allgegenwärtig und drücken sie nieder.
Doch kann die Kraft der Liebe dies alles überstehen?
Oder stehen sich die Menschen wieder einmal selbst im Weg?
Man leidet, man liebt, man zittert und man fühlt sich allem einfach sehr nah.
Man ist todtraurig, zutiefst bewegt und möchte eingreifen.
Beschützen, heilen, verstehen.
Es gibt dabei einige Wendungen, die ich so nicht erwartet hätte und die mir aber sehr gut gefallen haben.
Nichts ist wie es scheint und vorhersehbar ist rein gar nichts.
Ein Roman der zugleich romantisch und ernst ist und gerade dadurch so gut ist.
Der Abschluss von allem hat mir sehr gut gefallen und ich bin nun serhr gespannt, wer als nächstes in den Fokus gerät. Ich hab ja so meine Vermutung und hoffe sie bestätigt sich.

Hierbei erfahren wir die Perspektive von Jess und Cooper, was ihnen mehr Raum und Tiefe verschafft.
Die Charaktere sind ausdrucksstark, authentisch und nehmen für sich ein.
Ihre Handlungen und Gedankengänge sind gut nachvollziehbar gestaltet.
Die einzelnen Kapitel haben eine normale Länge.
Der Schreibstil ist fließend und gefühlvoll, aber auch mitreißend und bildgewaltig gehalten.
Das Cover und der Titel passen gut zum Inhalt des Buches.

Fazit:
Die Story von Jess und Cooper hat mich von Anfang an mitgenommen.
Voller Turbulenzen, vielen Emotionen und einem stetigem Auf und Ab.
Eine Geschichte die auch mit Wendungen sehr gut punkten kann.
Lernt Hartwell kennen und verliebt euch in diesen zauberhaften Ort.

Veröffentlicht am 17.06.2020

Explosiv, temporeich, leidenschaftlich und wahnsinnig berührend

Every Little Thing - Mehr als nur ein Sommer (Hartwell-Love-Stories 2)
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Wenn man ein Buch mit einem Lächeln auf dem Gesicht zuschlägt, ja dann muss es wohl gut gewesen sein.
Bereits der erste Band der Hartwell Reihe hat mir sehr gut gefallen und was habe ich mich gefreut, ...

Wenn man ein Buch mit einem Lächeln auf dem Gesicht zuschlägt, ja dann muss es wohl gut gewesen sein.
Bereits der erste Band der Hartwell Reihe hat mir sehr gut gefallen und was habe ich mich gefreut, das es diesmal um Bailey und Vaughn gehen würde.
Beide hat man bereits im ersten Band kennenlernen dürfen und schon da war klar, das sie eine ziemlich explosive Mischung abgeben würden.
Und das ist nicht zuviel versprochen.
Denn die Funken sprühen nur so und es bahnte sich explosives an.
Ich hab so unglaublich viel gelacht bei den beiden, vor allem als die Fetzen nur so flogen.
Es ist genau das gewisse Etwas, das einer Liebesgeschichte mehr Melodramatik und Feuer verleiht.
Bailey mochte ich natürlich unheimlich gern. Sie ist impulsiv, großherzig und eine unglaubliche tolle und erfrischende Frau, die mitten im Leben steht.
Besonders erfrischend fand ich, daß sie immer sagt, was sie denkt. Das gibt ihr etwas Lebendigkeit und man spürt sie so einfach intensiver. Bailey ist echt, nicht auf den Kopf gefallen und weiß, was sie vom Leben will.
Aber gleichzeitig spürt man unter der rauhen Schale auch ihre Verletzlichkeit, was sie nur umso authentischer macht.
Vaughn dagegen empfand ich als sehr charismatisch. Er hat mein Herz zum klopfen gebracht mit seiner Art. Ich hätte so gern vieles aus ihm herausgekitzelt, weil ich einfach wusste, da ist mehr unter der kühlen und rauhen Oberfläche. Ein Mann den man einfach ergründen muss.

Den Einstieg empfand ich als sehr gelungen, gerade was Baileys Leben anging. Man konnte sich sofort auf sie einlassen und ihr innerstes nach außen kehren.
Hilfreich war auf jeden Fall, daß man sowohl Baileys als auch Vaughns Perspektiven erfährt. Das verleiht dem Ganzen unglaublich viel Tiefe und Präsenz. Man lernt sie kennen, verstehen und fühlt und leidet mit Ihnen.
Ich habe die Story unglaublich genossen , was natürlich mit am fließenden, mitreißenden und lebendigen Schreibstil der Autorin liegt.
Ich liebe es einfach, weil sie mit sehr viel Gefühl und Herzblut schreibt. Sie erweckt jeden Charakter zum leben, sei er auch noch so unbedeutend.
Aber besonders mag ich Hartwell. Ein Ort für Herz und Schmerz. Ein Ort, den man selbst erkunden möchte und der so unheimlich viel mitgibt.
Er bringt zum träumen und entfaltet seine ganz eigene Magie.

Vaughns und Baileys Geschichte ist ziemlich facettenreich und wird nicht alleine durch eine Liebesgeschichte dominiert. Das wäre wohl auch ziemlich langweilig.
Es wird brisant und es gibt einige Zwistigkeiten zu bestehen, bei dem nicht nur Baileys Pension im Mittelpunkt steht.
Man muss kämpfen, prüfen und über sich hinauswachsen.
Es gibt Familienbande, der man am liebsten aus dem Weg gehen würde. Doch wenn man sie am wenigsten brauch, ist sie da und sorgt für einigen Wirbel.
Es hat mein Blut in Wallung gebracht und so manche Zornesfalte auf meine Stirn gezaubert.
In diesen schwierigen Zeiten habe ich besonders mitgezittert, besonders weil man einfach wusste, wie wichtig es für die Betroffenden ist und das es um mehr geht, als es zunächst den Anschein hat.
Die Vergangenheit bricht wie ein Orkan über einen herein und bringt so manche längst verschüttete Emotionen zum Vorschein. Es hat traurig und wütend gemacht, aber gleichzeitig auch unglaublich viel aufgezeigt.
Aber es gibt auch Familienbande die das Herz zum leuchten bringen und die Liebe darin zum Ausdruck bringt.
Es gab so viele Personen die ich hier ins Herz geschlossen habe und die mir einfach ein sehr warmes Gefühl gegeben haben.
Die Lovestory selbst ist sehr heiß und leidenschaftlich. Man gibt sich diesem Gefühl hin und genießt es einfach. Einfach gibt es auch da nicht, und so muss man einen gewaltigen Gefühlssturm durchleben, der so einiges bereithält.
Man muss sich selbst ergründen und über seinen Schatten springen, um das einzig Wahre zu erkennen, daß das Leben uns offenbart.

Diese Story ist mehr als nur die Charaktere, die sie beleben.
Es sind die Geschichten dahinter, die sinnieren und grübeln lassen. Es ist nicht flach, es ist sehr gut ausgearbeitet und bringt das Herz in Aufruhr.
Die Wendungen die hier eingewoben wurden, haben mir unglaublich gut gefallen und ich bin jetzt mächtig gespannt, welche Charaktere als nächstes in den Fokus geraten.
Der zweite Band ist eine Geschichte die zum lachen und weinen bringt, die explosiv und gleichzeitig temporeich ist und dabei auch noch wahnsinnig unter die Haut geht.
Ich liebe sie.

Fazit:
Auch mit dem zweiten Band der Hartwell Reihe konnte mich Samantha Young auf ganzer Ebene begeistern und um den Verstand bringen.
Tiefgründige und liebenswerte Charaktere, eine abwechlsungreiche Story die zum weinen, lieben und lachen einlädt.
Explosiv, temporeich, leidenschaftlich und wahnsinnig berührend.
Ich liebe diesen malerischen Ort Hartwell und seine Bewohner, sie sind erfrischend, facettenreich und bringen das Herz in Aufruhr.

Veröffentlicht am 17.06.2020

Überraschend, wendungsreich und magisch

Emba - Bittersüße Lüge
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Mit Emba ist ein ziemlich interessanter und fesselnder Fantasyauftakt gelungen.
Man lernt auch recht schnell Emba kennen. Sie ist mit ihren pinkfarbenen Haaren doch eine recht auffallende Persönlichkeit.
Ihre ...

Mit Emba ist ein ziemlich interessanter und fesselnder Fantasyauftakt gelungen.
Man lernt auch recht schnell Emba kennen. Sie ist mit ihren pinkfarbenen Haaren doch eine recht auffallende Persönlichkeit.
Ihre Träume und Wünsche haben mir gefallen. Dazu muss man wissen, Emba ist nicht irgendwer. Sie ist die Tochter des Mannes, dem Industria gehört. Was mitunter nicht ungefährlich ist.
Eigentlich soll Emba später die Firma übernehmen, aber Emba möchte was anderes.
Sie möchte Runarjägerin werden.
Runare sind wirklich faszinierende und magische Wesen, die ich wirklich sehr interessant fand. Ich hätte gern noch mehr über sie erfahren.
Sie haben mich einfach nicht losgelassen, einfach wie sie sind und was sie ausmacht.
Auch die Ausbildung zur Runarjägerin ist sehr interessant und facettenreich gestaltet.
Man lernt die Welt dabei kennen und ist immer mehr fasziniert.
Die Dinge die sich hierbei auftun sind geheimnisvoll und fördern immer mehr zutage.
Emba muss sich hier einigen Prüfungen stellen. Sie muss gegen Gegner kämpfen, die sie nicht erahnt oder fassen kann.
Es werden Intrigen gesponnen, es gibt Romantik, die mich einfach das Leben spüren ließ.
Ich konnte schmunzeln bei dem was mir hier begegnet ist.
Vor allem hat mir am Anfang unheimlich gut gefallen, wie sehr Embas Vater Elias, Emba liebt. Aber ich konnte auch den Schmerz nachempfinden, als ich die Hintergründe über Embas Familie erfuhr.
Dabei merkt man einfach wieder, daß nicht alles Gold ist was glänzt.
Ich dachte wirklich mich könnte nichts überraschen. Dabei muss ich auch zugeben, das es für mich zwischendurch auch ein paar Längen gab.
Was besonders die Ausbildung gegen Ende anbelangt, da dort die Spannung schon etwas gelitten hat.
Es gab auch einen Aspekt, da hätte ich gedacht, er würde noch mehr Nervenkitzel bringen.
Doch dann war ich schlagartig wieder da.
Denn es wurden Wendungen eingewoben die mich sprachlos und fassungslos gemacht haben.
Ich war wirklich ziemlich schockiert, bei dem was ich hier erfuhr.
Es verschaffte dem ganzen eine völlig neue Dimension und man musste alles neu überdenken.
Neue Wahrheiten tun sich auf, die man kaum glauben kann.
Alles was war, ist Vergangenheit.
Alles was kommt, ist unüberschaubar.
Gerade im letzten Drittel war die Spannung wirklich enorm und man kam eigentlich nicht zum Luft holen, was ich besonders gelungen empfand.
Was mir noch ein bisschen gefehlt hat, ist ein besserer Einblick auf das Leben in dieser Welt.
denn besonders, das mit der Energie finde ich besonders interessant.
Stellenweise war es für mich auch vorhersehbar. Doch in dem Moment wo ich klar sah, war es trotzdem einfach nur erschreckend. Trotz allem gab es selbst für mich dann noch , die ein oder andere Überraschung, mit der ich nicht gerechnet habe.
Schlussendlich ist hier ein toller Auftakt gelungen der Humor , Liebe und Spannung gekonnt miteinander vereint.
Diese Welt ist berauschend und Emba eine Person, die völlig für sich einnimmt.
Ich bin sehr gespannt darauf, wie sich alles weiterentwickeln wird.

Hierbei erfahren wir die Perspektive von Emba, was ihr mehr Raum und Tiefe schenkt.
Die Nebencharaktere sind gut gezeichnet, ausdrucksstark und nehmen völlig für sich ein.
Ihre Handlungen und Gedankengänge sind gut nachvollziehbar gestaltet.
Die Atmosphäre ist magisch, berauschend und undurchdringlich.
Die einzelnen Kapitel sind normal gehalten.
Der Schreibstil ist fließend und mitreißend gehalten.
Das Cover und der Titel passen gut zum Inhalt des Buches

Fazit:
Ein vielversprechender und faszinierender Dilogie-Auftakt in einer sehr interessanten Wetl, die mich wirklich begeistern konnte.
Es gibt noch kleinere Schwächen, aber ich hoffe diese werden im zweiten Band behoben.
Alles in allem gelungen und absolut fesselnd.
Überraschend, wendungsreich und magisch.
Eine klare Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 17.06.2020

Ein Jugendbuch das hinter die Fassade blickt, mit einem Kriminalfall, der mehr ist, als es zum Anfang scheint

Goldkinder 1
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Zum Anfang hatte ich so meine Bedenken, da wir ja einige Perspektiven erfahren. Ich wusste nicht, ob das nicht zuviel und kompliziert werden würde.
Aber nein, dem war nicht so.
Als erstes zeichnet die ...

Zum Anfang hatte ich so meine Bedenken, da wir ja einige Perspektiven erfahren. Ich wusste nicht, ob das nicht zuviel und kompliziert werden würde.
Aber nein, dem war nicht so.
Als erstes zeichnet die Autorin ein sehr gutes Bild von den Charakteren. Sie zeigt um was es sich im eigentlichen Sinne bei den Goldkindern handelte.
Die Goldkinder sind die sogenannten reichen Kinder. Die als etwas besonderes gelten und zu denen man eigentlich gehören sollte.
Aber soll man dazugehören weil sie besonders toll und angesehen sind oder steckt dahinter ganz normaler Gruppenzwang?
Isabel ist eins dieser Goldkinder. Sie muss auf grausame Art und Weise ihren Bruder verlieren. Behandelt wird es als Selbstmord.
Doch Isabel glaubt nicht daran.
Also was steckt wirklich dahinter?
Und vor allem wer war ihr Bruder eigentlich?
Isabel war mir am Anfang nicht gerade sympathisch, dennoch nahm man schon da ihre Verletzlichkeit wahr, die ihr doch sympathische Züge verliehen haben. Im Laufe des Buches macht sie jedoch eine enorme Entwicklung durch, die mir doch recht gut gefallen hat. Sie erkennt was die wirklichen wichtigen Dinge im Leben sind. Aber sie begreift auch, das sie niemanden wirklich kennt.
Man sieht zwar tagtäglich die Menschen die einen umgeben. Dennoch weiß man eigentlich nicht , wer sie sind und was sie ausmacht.
Dann hätten wir noch Carmen und Emma, zwei Mädchen die ich wirklich gern mochte, vor allem Emma. Sie kommen quasi aus der Unterschicht und sind eher unsichtbar.
Gleich zum Anfang hatten sie für mich so viel mehr vorzuweisen, als die sogenannten Goldkinder. Die beiden sind beste Freundinnen. Aber auch sie müssen erkennen, das sie nicht wirklich viel über den anderen wissen.
Da fragt man sich doch wie kann das sein?
Als Freundinnen hat man doch kein Geheimnis voreinander.
Aber genau darum geht es hier.
Geheimnisse.
Jeder der zentralen Personen hat sie und im Laufe des Buches erfährt man immer mehr darüber. Man ist fasziniert, aber zugleich auch ziemlich erschrocken darüber.
In diesem Buch geht es vor allem um Status und Ansehen.
Schein und Sein.
Wer nicht dazu passt, wird mal gleich ausgeschlossen.
Besonders Jenna, das Oberhaupt der Goldkinder wurde gut gezeichnet. Die Autorin verschafft uns ein recht klares Bild von ihr. Man begreift sie und ist entsetzt und fassungslos über das ganze Ausmaß.
Mit viel Gefühl bringt uns Tatjana Zanot das Leben der Bewohner näher und zieht uns immer mehr in ihren Bann.
Man erkennt ziemlich schnell, daß nicht alles so ist, wie es zum Angfang scheint.
Der Verlauf ist ziemlich komplex und facettenreich gestaltet.
Man fiebert und zittert jedoch in jeder einzelnen Sekunde mit.
Besonders die Ängste, die Verzweiflung, als auch der Gruppenzwang und die Liebe, waren für mich gut spürbar.
Der Kriminalfall geht gut vonstatten und es hat mir gefallen, wie sich die einzelnen Personen da eingebracht haben.
Denn erfahren wir mal eine ganz andere Ermittlungsweise.
Der Verlauf war sehr spannend und ich konnte einfach nicht mehr aufhörren mit lesen.
Obwohl es doch recht vorhersehbar war, hat es die Autorin sehr gut geschafft, noch Wendungen einfließen zu lassen, die ich so nicht erwartet hätte.
Das hat mich dann doch überrascht und mir ein Schauer über den Rücken gejagt.
Gerade den Showdown empfand ich als sehr explosiv und emotionsgeladen.
Der Abschluss lässt in mir die Frage entstehen ob es mit dieser Reihe weitergehen wird.

Die Charaktere wirken klar und authentisch, sie sind sehr liebevoll gestaltet und verfügen über Tiefgründigkeit. Das hat mir wirklich gut gefallen, da man sich so besser in sie hineinversetzen konnte. Man lernte sie lieben und verstehen. Es gab natürlich auch einige die man nicht mochte.
Die Handlung ist gut durchstrukturiert und baut aufeinander auf, am Ende wirkt alles recht schlüssig.
Mich hat vor allem berührt was zwischen den Zeilen stand. Auch am Ende hat es mich doch sehr ergriffen.

Hierbei erfahren wir die Perspektiven von Emma, Carmen, Isabel und Fabienne. Es verschafft ihnen mehr Raum und Tiefgründigkeit. Aber es bleibt auch noch genügend im verborgenen, das man ergründen kann.
Die einzelnen Kapitel sind normal gehalten.
Das Personenverzeichnis fand ich recht hilfreich und hat mir sehr gut gefallen.
Der Schreibstil der Autorin ist fließend und stark einnehmend, aber auch mitreißend und bildgewaltig gestaltet.
Das Cover und Titel passen gut zum Inhalt des Buches.

Fazit:
Ein Jugendbuch das hinter die Fassade blickt, mit einem Kriminalfall, der mehr ist, als es zum Anfang scheint.
Tiefgründigkeit und liebevoll gestaltete Charaktere verleihen dieses Buch viel Spannung und Charme.
Eine klare Leseempfehlung.