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Veröffentlicht am 30.06.2018

Ein Krimi, der oftmals Spannung vermissen ließ

Die Toten von Paris
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Paris 1944: Mitten im Zweiten Weltkrieg beginnt für die junge Pauline die Suche nach einem Gemälde, das ehemals im Besitz ihres Großvaters gewesen ist.
Im Zuge ihrer Suche stößt sie auf den Inspektor ...

Paris 1944: Mitten im Zweiten Weltkrieg beginnt für die junge Pauline die Suche nach einem Gemälde, das ehemals im Besitz ihres Großvaters gewesen ist.
Im Zuge ihrer Suche stößt sie auf den Inspektor Ricolet, der gerade an einem Mordfall ermittelt. Gemeinsam widmen sie sich dem Geheimnis um das Bild.

Ich muss gestehen, dass mich "Die Toten von Paris" stark an "Alles Licht, das wir nicht sehen" von Anthony Doerr erinnert hat. Nicht nur, dass beide Geschichten in Paris und zur Zeit des Zweiten Weltkrieges spielen, sondern auch, dass in beiden Werken Menschen auf der Suche nach einem wertvollen Schatz sind. Im Falle von Anthony Doerr wird ein wertvoller Diamant gesucht, bei "Den Toten von Paris" ein Gemälde. Der Roman von Anthony Doerr übertrifft aber um Längen den von Michelle Cordier.
Anfangs konnte die Geschichte von Michelle Cordier mich mit der Spannung gut mitnehmen, doch leider ließ diese viel zu schnell nach. Spannung kam für mich leider im Zuge der Geschichte nicht mehr wirklich auf. Viele Geschehnisse waren einfach zu vorhersehbar und nicht überraschend. Spannung darf bei einem Krimi meiner Meinung nach nicht fehlen und hat oberste Priorität.
Der Erzählstil hat mir dagegen sehr gut gefallen. Die Sprache war sehr gut gewählt und flüssig zu lesen.
Die kleine Romanze, die sich zwischen Pauline und Ricolet anbahnte, hätte für mich nicht unbedingt sein müssen. Ein packender Krimi mit Mord und Totschlag und guter Ermittlungsarbeit hätte vollkommen ausgereicht.
Positiv zu erwähnen ist das Paris-Feeling, das ich konsequent über das ganze Buch empfunden habe. Bereits das schöne Cover macht einem Lust auf die Stadt und erst Recht die vielen französischen Begriffe, die die Autorin verwendet und Straßen und Gegenden, die sie erwähnt.
Alles in allem, ein Krimi, der an sich ganz nett war, eine angenehme Lektüre für zwischendurch, aber durchaus etwas mehr Spannung vertragen hätte.