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Veröffentlicht am 23.05.2024

Tolles Buch, was mich nicht zu 100% abholen konnte

Funny Story
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3,75 / 5

Ich bin mit der kleinen Hoffnung in dieses Buch gestartet, dass es mich eventuell so abholen könnte, wie Book Lovers es damals getan hat. Das war leider nicht der Fall und das lag an einigen ...

3,75 / 5

Ich bin mit der kleinen Hoffnung in dieses Buch gestartet, dass es mich eventuell so abholen könnte, wie Book Lovers es damals getan hat. Das war leider nicht der Fall und das lag an einigen Punkten.

Wir hätten da einmal Daphne, mit der ich anfangs eher schlecht als recht warm geworden bin und die im Verlauf des Buches mehr einen "ok, sie existiert einfach" Status bei mir angenommen hat. Auch wenn ich natürlich ihre Ängste und Sorgen verstehen konnte.

Miles als männlichen Hauptcharakter fand ich im Großen und Ganzen ganz solide. Ich habe einige englische Rezensionen gesehen, die von ihm weniger begeistert waren, daher war ich einerseits froh, dass es bei mir nicht der Fall war, auch wenn ich diese Meinungen verstehen kann, und bin gleichzeitig überrascht, dass Daphne bei mir diejenige war, die mich nicht komplett überzeugen konnte.

Dann hätten wir die für mich nicht zufriedenstellende Lösung von Daphne und Sadies Freundschaft. Sadie hat Daphne sehr verletzt und ich hätte mir sehr gewünscht, ein Gespräch der beiden dazu zu lesen.
Ähnliches gilt auch für Daphnes Vater und die Beziehung zu ihm. Auch hier verstehe ich vollkommen Daphnes Gefühle und obwohl es hier tatsächlich eine Art Gespräch gab, war dies nicht ganz nach meinen Vorstellungen.
Ein Grund, warum ich mit beiden Situationen nicht komplett zufrieden bin, ist, dass ich der Meinung bin, nicht jede Beziehung (ob romantisch, freundschaftlich, familiär oder andere) braucht ein Happy End oder einen Abschluss in einer Weise. Ich glaube, hier gab es die eine oder andere Möglichkeit, sowas zu schreiben und ich hätte mich gefreut es zu lesen. Aber gut.

Ich glaube mein Favorit und absolutes Highlight war Ashleigh, Daphnes Arbeitskollegin und Freundin! Absolut klasse Charakter! Genauso wie die anderen Bewohner von Waning Bay, die man im Laufe des Buches kennenlernt, als auch der Ort an sich.

Man kommt wirklich schnell durchs Buch. Das Ende knüpft etwas an den Anfang und allgemein an den Buchtitel an, was ich ein nettes Detail finde. Es gab einige Stellen, an denen ich gut geschmunzelt habe. Emotional, auch wenn sowohl Daphnes, als auch Miles Background doch eher traurig sind, konnte es mich nicht ganz abholen, was ich nicht unbedingt tragisch finde.
Alles in allem ein gutes Buch.

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Veröffentlicht am 10.05.2024

Das war nichts..

Wenn der Frost dein Herz berührt
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Nachdem ich mir versichert habe, dass der Name des weiblichen Hauptcharakters wirklich “Starlet” und nicht “Scarlet” ist, ging es mit mir und dem Buch eigentlich nur bergab.
Ja, der Name hat mich so unfassbar ...

Nachdem ich mir versichert habe, dass der Name des weiblichen Hauptcharakters wirklich “Starlet” und nicht “Scarlet” ist, ging es mit mir und dem Buch eigentlich nur bergab.
Ja, der Name hat mich so unfassbar genervt, dass dieses Buch eigentlich nichts mehr retten konnte. Vielleicht hätte ich ab einem Punkt auch einfach abbrechen sollen, aber nun gut.

Dieses Buch ist getränkt in Trauer und Selbstmitleid der Hauptcharaktere und mit welcher Standhaftigkeit die Autorin versucht, den Leser (erfolglos) emotional abzuholen, ist schon eine Klasse für sich.
Ansonsten findet man sehr viele typische Sprüche im Buch, a la “alles wird gut” und ähnliches, die sich wie eine Ansammlung von Instagram Captions lesen (“Trauer interessiert sich nicht dafür, wie alt jemand ist. Sie trifft jeden von uns anders.”).
Wer Zitate mag, wird hier eventuell fündig werden.

Irgendeine Chemie zwischen Starlet bzw. Star und Milo war bis zum Schluss unauffindbar. Es ist schon fast bewundernswert, wie krampfhaft die Autorin mir die Anziehung der beiden zueinander versucht hat zu vermitteln.
Starlet fand Milo heiß, so wie anscheinend alle Mädels (wenn man der Liste auf dem Mädels-Klo in der Schule glauben darf…) und Milo fand irgendwas sehr, sehr besonders an Starlet. Irgendwas in der Art, wie sie ihn anguckt. Was auch immer das war. Vielleicht, weil sie so ein braves Mädchen ist und er der Bad Boy? Denn das ständige Weinen ihrerseits war es bestimmt nicht (“ihre Augen haben mit Tränen geglänzt”).
Sorry, aber wie kann eine Person wirklich bei jeder Aussage weinen ?

Fast alle Gespräche drehen sich im Kreis, besonders aber die Monologe, die den Großteil der Kapitel ausmachen, sind immer wieder dieselben. Viel zu viele Beschreibungen und Ausschweifungen.
Die Dialoge an sich waren auch teilweise ein Hin und Her. Ich weiß nicht, wie viel an dieser Stelle der Übersetzung geschuldet ist.
Viele der Dialoge sind auch schnell in längere Monologe ausgeartet, die entweder voller Trauer oder vermeintlicher Hoffnungen sind.

Der Versuch, die verbotene Schüler-Lehrer-Beziehung zu thematisieren, ist auch eher schlecht als recht gelungen.
Eigentlich ist es gar nicht gelungen.
Das liegt einerseits am nicht vorhandenen Altersunterschied der beiden (2 Jahre), genauso wie an der nicht vorhandenen Machtposition des Lehrers (Starlet ist selber noch Studentin und fungiert an Milos Schule als Lehrerassistenz und Milos Nachhilfelehrerin) und andererseits an der Tatsache, dass Milo zwar 19 ist, sich aber entweder wie ein 15-jähriger oder 35-jähriger benimmt, wobei Starlet mit ihren 21 wie eine 17-jährige rüberkommt.
Über mehrere Kapitel wird die Lehrer-Schüler Fantasie aus der Sicht von Milo beschrieben und wie sehr ihn das anturnt, dass man nur noch die Augen verdrehen konnte.
Genauso, wie wenn er sie “Teach” nennt. Was im amerikanischen Englisch vielleicht funktioniert, funktioniert definitiv nicht im Deutschen.

Ab ca. der Hälfte nimmt die Handlung eine ganze andere Richtung an und es wird auch erst gegen Ende aufgegriffen, womit das Buch gestartet ist. Ob das gut oder schlecht oder nötig war, keine Ahnung.

Dieses Buch konnte mich in keiner Instanz abholen.


Vielen Dank an LYX für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars über NetGalley. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

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Veröffentlicht am 07.05.2024

Selbst die Drachen konnten es nicht retten

Der Orden des geheimen Baumes - Die Magierin
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Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut, und werde auch noch "den Rest", also die zweite Hälfte des Originalwerks lesen, aber ich muss auch sagen, ich bin etwas enttäuscht.

Den Anfang fand ich doch ...

Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut, und werde auch noch "den Rest", also die zweite Hälfte des Originalwerks lesen, aber ich muss auch sagen, ich bin etwas enttäuscht.

Den Anfang fand ich doch eher verwirrend und obwohl es besser wurde, war mein Hauptproblem der Schreibstil. Selbst die verschiedenen POV- und Ortswechsel, die ich sonst wirklich wertschätze in einem Fantasybuch, haben letztendlich, und das auch explizit anfangs, mehr zu meiner Verwirrung beigetragen.

Selbst die Drachen, die ich wirklich toll fand, konnten mich nicht für den Rest des Buches begeistern.

Wirklich schade.

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Veröffentlicht am 26.04.2024

Süß und gemütlich

The Happiness Blueprint
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Was das Buch wahrscheinlich am Besten gemacht hat, ist der Aufbau. Die Kapitel waren abwechselnd aus Klaras und Alex’ Sicht geschrieben und jedes Kapitel hat den aktuellen mentalen und emotionalen Stand ...

Was das Buch wahrscheinlich am Besten gemacht hat, ist der Aufbau. Die Kapitel waren abwechselnd aus Klaras und Alex’ Sicht geschrieben und jedes Kapitel hat den aktuellen mentalen und emotionalen Stand der jeweiligen Person toll dargestellt und somit den Ton für das Kapitel gesetzt. Auch die Persönlichkeit des Charakters ist dank des Schreibstils gut durchgekommen.

Klaras Humor war klasse! Trocken und direkt, aber sehr, sehr passend zu ihrem Charakter.
Insbesondere haben Klara und Alex als Paar toll zueinander gepasst. Er hat sie und ihre Verhaltensweise sofort verstanden und kein bisschen in Frage gestellt.

Als slow burn kann ich die Romance hier nicht beschreiben, aber definitiv als slow. In dieser Hinsicht passiert fast bis zum Schluss wirklich wenig.

Das Tempo wurde in der zweiten Hälfte etwas angezogen, was ich etwas schade fand, verglichen mit der ersten Hälfte, die doch etwas detaillierter beschrieben war.

Was dem Buch, meiner Meinung nach, gefehlt hat, war irgendein Höhepunkt oder eine Tiefpunkt, was nicht bedeutet, dass es nicht die eine oder andere emotionale Situation gab.
Aber vielleicht war das auch Absicht.
Sonst war das Buch ziemlich gemütlich. Und das ist auch ok, denn ich glaube nicht, dass die Autorin auf irgendwas anderes hinaus wollte. Manchmal braucht es auch eine solche Art Buch.

Etwas irritierend fand ich auch, dass der Leser einige wenige Male direkt angesprochen wurde.

Es gab eine Szene, bei der Klara ein Gespräch von ihrem Vater und einem Mitarbeiter mitbekommen hat und dieser Inhalt wurde nie wieder aufgegriffen.

Meine größte Kritik gilt jedoch dem ehrenlosen 3rd-Act-Breakup, auf den letzten 70 Seiten. Was soll das?
Ich weiß nicht mal, ob man das, was Klara und Alex bis dahin hatten, eine Beziehung nennen kann, aber ein Break-Up war es irgendwie doch. Sehr schnell, sehr intensiv, und vor allem sehr ungerecht.

Wie gesagt, es ist ein süßes und gemütliches Buch und wenn man es ohne Erwartung an eine große Geschichte rangeht, wird man auch nicht enttäuscht.

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Veröffentlicht am 21.04.2024

Überzeugender erster Teil!

Trial of the Sun Queen
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Ich kann dem Klappentext/Marketing vom Buch bei folgendem 100% zustimmen: Für Fans von “Das Reich der 7 Höfe” oder “The Serpent & The Wings of Night”.
Dieses Buch hat absolut die gleichen Vibes und wem ...

Ich kann dem Klappentext/Marketing vom Buch bei folgendem 100% zustimmen: Für Fans von “Das Reich der 7 Höfe” oder “The Serpent & The Wings of Night”.
Dieses Buch hat absolut die gleichen Vibes und wem die zwei Bücher gefallen haben, der dürfte mit Trial of the Sun Queen keinen Fehlkauf machen.

Ich würde das Buch als Der Bachelor meets Tribute von Panem mit einem Hauch Takeshi’s Castle beschreiben. Insbesondere während der ersten zwei Prüfungen.

Wo ich hier schon die Prüfungen erwähne: Ich weiß, alles, was mit Prüfungen und Wettkämpfen zu tun hat, ist ein Thema, bei dem sich ein Autor auf dünnem Eis befindet und ein weniger beliebtes Thema & Trope ist.
Ich kann hier nur für mich sprechen und sagen, dass ich zur Tribute von Panem-Generation gehöre und es einfach schwer ist, daran zu kommen.
Aber: Ich finde Trial of the Sun Queen hat das tatsächlich gut gemacht.
Außer die letzte Prüfung. Das war mir etwas zu wild.

Der Einstieg in die Geschichte war super. Sehr einfach, ohne viel Drumrum.
Die Welt an sich ist sehr brutal und das wird dem Leser in den verschiedensten Momenten deutlich gemacht. Habe absolut alles an diesem Aspekt geliebt. Was das über mich aussagt, sei mal dahingestellt.

Lor als Charakter fand ich sehr angenehm. Das ist zwar kein gutes Wort, aber ich konnte sie gut genug leiden. Ihre Reaktionen und ihr Handeln waren der Situation gemäß nachvollziehbar. Das einzige, was mich leicht genervt hat, waren die doch öfter mal wiederholenden Gedanken bzgl. ihren Geschwistern. Es gab einige Szenen/Momente, die man ruhig streichen konnte.
Auch die restlichen Charaktere fand ich toll und sie alle haben ein tolles Gesamtbild ergeben.
Außer Gabriel. Den konnte ich bis zum Ende hin nicht zuordnen. Ich bin gespannt, ob er später noch eine Rolle spielen wird und wenn ja, welche.

Man hat beim Lesen gemerkt, dass das Tempo in der zweiten Hälfte etwas angezogen wurde. Das gilt sowohl für die Prüfungen, als auch für die Zeit dazwischen. Vor allem schade, da man gemerkt hat, dass Lor einiges an Wissen und Zweifel erlangt hat, aber dieser Aspekt nicht erkundet werden konnte.

Wer auf Romance hofft, dem darf ich an dieser Stelle die Hoffnung nehmen: Es gibt keine. Jedenfalls nicht in Band 1.

Ich freue mich sehr auf den nächsten Teil und kann zumindest den ersten Teil sehr empfehlen. Vor allem nach dem vielversprechenden Epilog. Vielleicht auch weil im Vorwort “Die Liebesgeschichte entwickelt sich langsam, die wirklich heißen Szenen kommen in späteren Bänden (versprochen)” steht. JA, das ist ein direktes Zitat. Ich nehme die Autorin beim Wort!!

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