Leicht geschrieben und mit sehr kurzen Kapitel die es mir teilweise schwierig gemacht haben in die Geschichte einzutauchen. Irgendwie hat sich bei mir so überhaupt kein Bild von der Kommissarin aufgebaut.
Es ...
Leicht geschrieben und mit sehr kurzen Kapitel die es mir teilweise schwierig gemacht haben in die Geschichte einzutauchen. Irgendwie hat sich bei mir so überhaupt kein Bild von der Kommissarin aufgebaut.
Es ist für mich das erste Buch das ich aus dieser Reihe lese und bin mir wirklich unsicher ob ich das Buch überhaupt mag . Und doch habe ich es immer wieder aufgenommen , denn was ist der Clodine passiert das sie in einer Nervenklinik landet und vorher nackt am Strand herum läuft? Clodine ist eine Freundin der Kommissarin und da hätte ich tatsächlich mehr Emotionen erwartet. Ziemlich stumpf reagiert die Kommissarin und wird erst empathischer als sich ein zweiter ähnlicher Fall auftut. Das finde ich jedoch sehr unglaubwürdig und schade.
Wie schlimm muss diese Zeit für die Kinder auf der sonst so idyllischen Insel Borkum gewesen sein? Man kann es beim Lesen erahnen und mitfühlen. Allein der Gedanke, dass Vorschulkinder ganz allein in den ...
Wie schlimm muss diese Zeit für die Kinder auf der sonst so idyllischen Insel Borkum gewesen sein? Man kann es beim Lesen erahnen und mitfühlen. Allein der Gedanke, dass Vorschulkinder ganz allein in den Zug gesetzt und quer durch Deutschland geschickt wurden, ist erschütternd.
Hinzu kommen die strengen, fast gefühllosen „Tanten“, die die Kinder betreuten – uniformiert, unnahbar und ohne Verständnis für die Ängste und Bedürfnisse kleiner Kinder. Die Tatsache, dass sie den Kindern nicht einmal erlaubten, ihre eigene Kleidung zu tragen, dass sie sie mit Nummern versahen und ihnen kaum kindgerechtes Essen gaben, ist schwer zu ertragen – und doch leider wahr.
Ich hätte mir gewünscht, dass die Erlebnisse der Kinder selbst noch stärker im Mittelpunkt stehen. Dieses Thema kam mir insgesamt etwas zu kurz und rückte besonders gegen Ende zu sehr in den Hintergrund. Stattdessen nehmen die persönlichen Verstrickungen der Erwachsenen zu viel Raum ein. Auch bin ich mir unsicher, ob die Themen Konzentrationslager und Judentum in dieser Geschichte unbedingt Platz finden mussten – das wirkte auf mich etwas überladen.
Trotzdem hat mich das Buch bewegt, auch wenn ich mir mehr Tiefe in Bezug auf die Erfahrungen der Kinder gewünscht hätte. Ich bin etwas enttäuscht – aber nur ein wenig
Von diesem Roman hatte ich mir im Vorfeld sehr viel versprochen, wurde jedoch letztlich enttäuscht. Die Autorin wählt das Leben der Großmutter als zentrales Thema, was grundsätzlich viel Potenzial birgt. ...
Von diesem Roman hatte ich mir im Vorfeld sehr viel versprochen, wurde jedoch letztlich enttäuscht. Die Autorin wählt das Leben der Großmutter als zentrales Thema, was grundsätzlich viel Potenzial birgt. In der Tat finden sich interessante Passagen, insbesondere jene, die sich mit dem Ort Garmisch-Partenkirchen sowie der Situation der jüdischen Bevölkerung während der NS-Zeit befassen – etwa mit den Deportationen nach Dachau und anderen Lagern.
Auch die Entwicklung des Hauses Amalia von einer privaten Wohnstätte hin zu einem Hotel sowie die Schilderungen besonderer Gäste hätten einen spannenden Erzählrahmen bieten können. Leider fehlte es dem Werk insgesamt an inhaltlicher Tiefe und emotionaler Resonanz. Die einzelnen Kapitel waren oft sehr kurz gehalten; kaum hatte man sich auf eine Geschichte eingelassen, wurde sie abrupt beendet, um gleich durch eine neue abgelöst zu werden – ebenfalls nur flüchtig behandelt.
Was mir besonders fehlte, war die emotionale Dimension: Eine stärkere Auseinandersetzung mit den inneren Empfindungen der Figuren hätte der Erzählung deutlich mehr Ausdruckskraft verliehen. Stattdessen wirkten viele Episoden oberflächlich und wie aneinandergereihte Momentaufnahmen, die es dem Leser schwer machten, sich wirklich einzulassen.
Bedauerlich, denn das erzählerische Potenzial und die historischen Bezüge des Romans sind durchaus vorhanden. Es bleibt der Eindruck, dass hier weit mehr möglich gewesen wäre, hätte man sich mehr Zeit für die Ausarbeitung und emotionale Tiefe genommen.
Positiv hervorzuheben ist hingegen die ansprechende Gestaltung des Covers. Abschließend lässt sich sagen: Was für mich persönlich nicht funktioniert hat, könnte durchaus bei anderen Leserinnen und Lesern auf Begeisterung stoßen – Geschmäcker sind bekanntlich verschieden.
Während eines scheinbar gewöhnlichen Museumsbesuchs verschwindet die kleine Alice spurlos – damit beginnt eine vielschichtige Erzählung. Anfangs wirkt die Geschichte beinahe märchenhaft: Tiere ...
Von anna67
Während eines scheinbar gewöhnlichen Museumsbesuchs verschwindet die kleine Alice spurlos – damit beginnt eine vielschichtige Erzählung. Anfangs wirkt die Geschichte beinahe märchenhaft: Tiere in den Vitrinen scheinen sich zu bewegen, die Realität erscheint instabil. Doch rasch wird deutlich, dass ein Raub geschehen ist – ein Nebenschauplatz, der dennoch eine Zeit lang Raum einnimmt.
Im Mittelpunkt steht jedoch die Suche nach Alice und schließlich die Aufdeckung ihres Todes. Die Geschichte entwickelt sich zunehmend psychologisch und legt familiäre Dynamiken, individuelle Wahrnehmungen und emotionale Distanz offen. Alices auffälliges Verhalten erhält nachträglich eine medizinische Erklärung, die ihr Wesen und ihre Entwicklung in einem anderen Licht erscheinen lässt.
Der Roman bewegt sich zwischen verschiedenen Genres – Kriminalhandlung, psychologische Analyse und erzählerisches Drama vermischen sich. Die Figuren bleiben teils rätselhaft: Das Kindermädchen wird nur angedeutet, der Vater wirkt nach dem Tod des Kindes emotional verschlossen.
Während eines scheinbar gewöhnlichen Museumsbesuchs verschwindet die kleine Alice spurlos – damit beginnt eine vielschichtige Erzählung. Anfangs wirkt die Geschichte beinahe märchenhaft: Tiere in den Vitrinen ...
Während eines scheinbar gewöhnlichen Museumsbesuchs verschwindet die kleine Alice spurlos – damit beginnt eine vielschichtige Erzählung. Anfangs wirkt die Geschichte beinahe märchenhaft: Tiere in den Vitrinen scheinen sich zu bewegen, die Realität erscheint instabil. Doch rasch wird deutlich, dass ein Raub geschehen ist – ein Nebenschauplatz, der dennoch eine Zeit lang Raum einnimmt.
Im Mittelpunkt steht jedoch die Suche nach Alice und schließlich die Aufdeckung ihres Todes. Die Geschichte entwickelt sich zunehmend psychologisch und legt familiäre Dynamiken, individuelle Wahrnehmungen und emotionale Distanz offen. Alices auffälliges Verhalten erhält nachträglich eine medizinische Erklärung, die ihr Wesen und ihre Entwicklung in einem anderen Licht erscheinen lässt.
Der Roman bewegt sich zwischen verschiedenen Genres – Kriminalhandlung, psychologische Analyse und erzählerisches Drama vermischen sich. Die Figuren bleiben teils rätselhaft: Das Kindermädchen wird nur angedeutet, der Vater wirkt nach dem Tod des Kindes emotional verschlossen.