Leider hat mich das Buch nicht so überzeugt, wie ich es mir erhofft hatte. Erwartet hatte ich eine packende Handlung voller Spannung und mitreißendem Lesespaß, doch genau das blieb für mich komplett ...
Leider hat mich das Buch nicht so überzeugt, wie ich es mir erhofft hatte. Erwartet hatte ich eine packende Handlung voller Spannung und mitreißendem Lesespaß, doch genau das blieb für mich komplett aus. Zwar wird in der Beschreibung ein Trauerredner angekündigt, der ermittelt, und tatsächlich übernimmt er auch diese Rolle, doch von der versprochenen Krimi-Atmosphäre war meiner Meinung nach nichts zu spüren. Jegliche Spannung blieb fern, stattdessen plätscherte die Handlung eher gemächlich dahin. Die einzige Figur, die mir ein Schmunzeln entlocken konnte, war die kleine, freche Hundedame, die an den Sarg pullert – sie brachte wenigstens etwas Lebendigkeit in die Geschichte. Alle anderen Charaktere blieben für mich farblos und ohne Tiefe. Vielleicht liegt es daran, dass ich schlicht nicht zur eigentlichen Zielgruppe passe. Für andere Leser mag das Buch durchaus seinen Reiz haben, doch für mich war es leider eine Enttäuschung.
Es geht auf gedankliche Reise nach Sylt- Trotz Mord konnte ich mich auf die Insel träumen. Ich fand das Buch gut, weil er soviele Bilder in meinen Kopf hat entstehen lassen. Ich sah die Dünen, den Feinkostladen ...
Es geht auf gedankliche Reise nach Sylt- Trotz Mord konnte ich mich auf die Insel träumen. Ich fand das Buch gut, weil er soviele Bilder in meinen Kopf hat entstehen lassen. Ich sah die Dünen, den Feinkostladen und die Hochzeittort vor mir. Insgesamt hätte es ein bisschen spannender sein können.
Aber ich kann es sehr empfehlen.
Hier eine sachlichere, nüchtern formulierte Version deines Textes:
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Das Cover hat mir sehr gut gefallen und erinnert an ein Gemälde.
Die Handlung wechselt zwischen verschiedenen Zeitebenen. Besonders ...
Hier eine sachlichere, nüchtern formulierte Version deines Textes:
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Das Cover hat mir sehr gut gefallen und erinnert an ein Gemälde.
Die Handlung wechselt zwischen verschiedenen Zeitebenen. Besonders eindrucksvoll fand ich den Teil, in dem von einem Schiff mit Frauen berichtet wird, die nach Australien deportiert wurden. Auch wenn ihre Vergehen nicht schwerwiegend erscheinen, war diese Art der Bestrafung damals Realität, was ich sehr bedrückend finde. Die Darstellung der beiden Schwestern hat mich emotional stark angesprochen.
Die Passagen in der Gegenwart wirkten auf mich hingegen weniger überzeugend. Die Verbindung zwischen den Leiden der Vergangenheit und deren Einfluss auf das heutige Leben und die Träume empfand ich als etwas konstruiert. Auch die zusätzliche Suche nach der eigenen Identität verstärkte diesen Eindruck.
Insgesamt vergebe ich 4 Sterne, möchte jedoch betonen, dass das Buch lesenswert ist.
*"Zurück in die Vergangenheit" – das ist das zentrale Thema dieses Romans.*
In ruhigem Ton und ohne große Dramatik wird die Ahnenforschung des Historikers Yann erzählt – eingebettet in die eindrucksvolle ...
*"Zurück in die Vergangenheit" – das ist das zentrale Thema dieses Romans.*
In ruhigem Ton und ohne große Dramatik wird die Ahnenforschung des Historikers Yann erzählt – eingebettet in die eindrucksvolle Kulisse der Bretagne. Diese wird sehr atmosphärisch beschrieben: das Rauschen der Wellen, der Rhythmus der Gezeiten, das Salz in der Luft und das Kreischen der Möwen sind beinahe spürbar.
Schon diese landschaftlichen Schilderungen tragen wesentlich zur Wirkung des Buches bei und machen es zu einem besonderen Leseerlebnis. Man kann sich die Bretagne bildhaft vorstellen – beinahe wünscht man sich, selbst dort zu sein.
Ergänzt wird diese Stimmung durch die Familiengeschichte, die weit in die Vergangenheit zurückreicht und das zentrale Motiv des Romans bildet.
Für meinen Geschmack hätte der Roman etwas kürzer und an einigen Stellen spannungsreicher sein dürfen. Ein strafferer Erzählstil und ein wenig mehr Dynamik hätten das Buch für mich zu einem Fünf-Sterne-Titel gemacht. Dennoch vergebe ich vier Sterne – wohlüberlegt, aber verdient. Ausschlaggebend für meinen kleinen Vorbehalt ist letztlich die Länge und die insgesamt sehr ruhige Erzählweise.
In dem literarischen Werk, das an die Ereignisse rund um Tekla aus „Als Großmutter im Regen tanzte“ anschließt, wird der Fokus auf mehrere weibliche Nebenfiguren gelegt, die auf unterschiedliche Weise ...
In dem literarischen Werk, das an die Ereignisse rund um Tekla aus „Als Großmutter im Regen tanzte“ anschließt, wird der Fokus auf mehrere weibliche Nebenfiguren gelegt, die auf unterschiedliche Weise vom Zweiten Weltkrieg und dessen Nachwirkungen geprägt sind. Insbesondere stehen drei Frauen im Mittelpunkt der Erzählung: Birgit, Annelise und später auch Nadia.
Birgit, ursprünglich als Krankenschwester tätig, entscheidet sich nach dem Tod ihres Russischlehrers Ilja Anfang des Jahres 1944 für einen radikalen Neuanfang. Sie verlässt ihre bisherige Umgebung und begibt sich nach Bodø, eine Stadt im Norden Norwegens. Dort sucht sie Distanz zu den traumatischen Erlebnissen ihrer Vergangenheit und eine neue Lebensperspektive. Annelise hingegen trifft eine andere Entscheidung: Sie meldet sich freiwillig zum Dienst als Frontschwester und wird auf den europäischen Kontinent entsendet, wo sie den Krieg aus unmittelbarer Nähe miterlebt.
Im weiteren Verlauf der Handlung tritt Nadia in Erscheinung – eine junge Frau aus der Ukraine, die im Rahmen der nationalsozialistischen Zwangsarbeit nach Norwegen verschleppt wurde. In Bodø muss sie unter entwürdigenden Bedingungen in einer Fischfabrik arbeiten, ihr Schicksal ist eng mit den Themen Ausbeutung und entrechteter Arbeitsmigration verknüpft.
Die norwegische Autorin Trude Teige schildert in diesem Buch die Jahre zwischen 1944 und 1953 in ihrem charakteristisch detailreichen und atmosphärisch dichten Stil. Im Zentrum steht Birgit, deren Kenntnisse der russischen Sprache sie in eine heikle, jedoch bedeutende Rolle innerhalb des norwegischen Widerstands bringen. Sie fungiert als Verbindungsglied zwischen norwegischen Widerstandskämpfern, sowjetischen Zwangsarbeitern und geflohenen Kriegsgefangenen – eine Aufgabe, die nicht nur Mut, sondern auch diplomatisches Geschick erfordert.
Auch nach Kriegsende bleibt Birgits Sprachkompetenz von entscheidender Bedeutung: Ihre berufliche Laufbahn wird maßgeblich davon beeinflusst, und nicht selten gerät sie dadurch in gefährliche Situationen.
Während Birgits Geschichte mit großer Tiefe erzählt wird, bleiben die Lebenswege von Nadia und Annelise eher am Rand der Haupterzählung und erfahren nicht dieselbe narrative Ausarbeitung. Hier hätte eine intensivere Auseinandersetzung mit ihren Schicksalen dem Werk zusätzliche Vielschichtigkeit und emotionale Tiefe verleihen können.