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annamichalea

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.09.2021

Ein episches Zuhause

Die Rückkehr der Zwerge 1
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Endlich wieder ein neues Buch von Markus Heitz in den Händen. Da wurde gleich mit dem Lesen begonnen, egal was sonst noch anstand.
Leider kein Hardcover, denn erstens wird es sicher ein Buch, das nie weggegeben ...

Endlich wieder ein neues Buch von Markus Heitz in den Händen. Da wurde gleich mit dem Lesen begonnen, egal was sonst noch anstand.
Leider kein Hardcover, denn erstens wird es sicher ein Buch, das nie weggegeben wird und Hardcover sehen halt schöner aus, und zweitens warten schon viele Mitleser darauf, dass ich damit durch bin und Taschenbücher zeigen eher Gebrauchsspuren.
Als Fan von Markus Heitz versuchte ich darauf zu achten, ob das Buch auch für Menschen lesbar ist, denen die Welt der Zwerge, Elben, Orks und so weiter unbekannt ist, aber das Unterfangen habe ich gleich wieder aufgegeben, man steigt hier gleich in das Geschehen um den Zwerg Goïmron ein und alles andere wird unwichtig.
Wer als Neueinsteiger sich mit dem Buch anfreundet muss wissen, dass er dann nicht anders kann, als die anderen Bücher von Markus Heitz auch zu lesen.

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Veröffentlicht am 15.09.2021

Bereicherung für Fans der Fantasywelt von Anthony Ryan

Das Schwarze Lied
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Nach einem Jahr endlich ein neuer Band von Anthony Ryan auf Deutsch.
Als der Band Das Lied des Wolfes – Rabenklinge erschien freute ich mich noch auf mindestens eine Trilogie und musste nun mit Bedauern ...

Nach einem Jahr endlich ein neuer Band von Anthony Ryan auf Deutsch.
Als der Band Das Lied des Wolfes – Rabenklinge erschien freute ich mich noch auf mindestens eine Trilogie und musste nun mit Bedauern feststellen, dass es bei zwei Bänden bleibt.
Zumindest das Cover ist optisch schon mal folgerichtig, auch wenn es manchmal langweilig scheint immer die gleiche Stilrichtung auf den Buchdeckeln zu finden, so sind die Bücher von Ryan doch absolute Behaltebücher die auch optisch im Regal was hermachen.
Inhaltlich geht es in gewohnter Ryanmanier weiter wie bisher. Wenn man die Welt um Vaelin al Sorna nicht kennt, also bisher keines der Bücher aus Rabenschatten oder den Vorgänger Das Lied des Wolfes gelesen hat, dann fällt es sicher sehr schwer in das Geschehen hineinzukommen. Es gibt zwar eine Glossar am Ende des Buches, da werden die Personen vorgestellt, aber auch da braucht es Vorkenntnisse die zu Verstehen.
Unbedingt zumindest Rabenklinge 1 lesen, besser noch auch die Rabenschatten Bücher. Wenn man diesen langsamen Einstieg in die Fantasywelt von Anthony Ryan wählt, dann wächst man auch in die Schlachtenbeschreibungen hinein, die ich isoliert von der Geschichte und ohne Hintergrundwissen über die wirklichen Charaktere der Beteiligten als zu blutrünstig wahrnehmen würde.

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Veröffentlicht am 21.08.2021

Mehr als eine Biografie, ein Buch, das ein Freund des Lesers werden soll

Ich hatte nicht immer, was ich wollte, aber alles, was ich brauchte
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Zu diesem Buch hingezogen hat mich ganz besonders das Cover. Auf drei Farben reduziert vermittelt es so schon eine Botschaft. Orange steht im Buddhismus für die höchste Stufe der menschlichen Erleuchtung. ...

Zu diesem Buch hingezogen hat mich ganz besonders das Cover. Auf drei Farben reduziert vermittelt es so schon eine Botschaft. Orange steht im Buddhismus für die höchste Stufe der menschlichen Erleuchtung. Weiß symbolisiert einerseits die Reinheit der Lehre, kann aber auch als Zugeständnis für die Unwissenheit des Menschen verwendet werden.
Der als Silouhette dargestellt Mönch ist erkennbar auf einer Wanderung.
Dieses Bild passt schon haargenau zu der Kurzbiografie Björn Lindeblads auf dem Covertext, wo die radikalen Umbrüche in seinem Leben beschrieben werden. Wirtschaftskarriere, buddhistischer Mönch, von Depressionen geplagter Rückkehrer, der wieder zum inneren Frieden findet, einer schweren unheilbaren progressiven Erkrankung trotzend.

Am meisten hat mich das Nachwort des Autors berührt, der sich darin explizit nicht als den Autoren des Buches bezeichnet und das Buch als Freund anpreist, den man immer brauchen kann in guter und in schlechter Zeit.

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Veröffentlicht am 04.08.2021

Super gemacht, aber etwas Begleitung notwendig.

Wie du die Welt verändern kannst
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Kaum ausgepackt, schon wurde es quasi durchgereicht. Vom Leseanfänger bis zum Senior. Dazu später mehr.
Erst einmal ein erfreulicher "Auftritt" des Buches. Format und Cover Bilder zeigen, hier wirst Du ...

Kaum ausgepackt, schon wurde es quasi durchgereicht. Vom Leseanfänger bis zum Senior. Dazu später mehr.
Erst einmal ein erfreulicher "Auftritt" des Buches. Format und Cover Bilder zeigen, hier wirst Du ernst genommen, es ist kein Bilderbuch für Kinder. Du wirst auch nicht überfordert, Du musst nicht auf dem Gymnasium sein um es zu verstehen.
Auf dem rückseitigen Cover stolperten die jüngsten über das Wort Basiswissen. Das war dann schnell erklärt und solche für Erwachsenen selbstverständlichen Worte mit Erklärungsbedarf gibt es je nach Stand der Kinder einige im Buch, aber nicht so, dass es zu schwer wird.
Bei einigen Worten hätte ich mir eine Erklärung oder nähere Info zu Aussprache gewünscht. Inverlochy Primary School in Schottland. Hier gibt es Grundschüler mit erster Fremdsprache Französisch, die da doch noch mehr Schwierigkeiten sehen.
Auf alle Fälle haben wir eines schnell gemerkt. Ohne Begleitung Erwachsener landet das sehr gut gemachte Buch schnell angelesen im Regal. Wenn eltern mitlesen, es im Rahmen des Unterrichts oder zuhause bei den Hausaufgaben genutzt wird ist es unschlagbar. Vor allem, weil viele Kinder, auch in diesem Alter, sicherer sind im Umgang mit dem PC zur Recherche als darin etwas in einem Buch nachzuschlagen.
Unser "Testsenior" der sich eigentlich auf jedes Sachbuch für Kinder freut, weil er da immer auch noch etwas lernt, war hier leider überfordert.
Fazit, ein Buch, dass mit Begleitung für jedes Kind geeignet ist, wobei man die Tricks, wie man Eltern rumbekommt die Kinder lieber selber lesen lassen sollte.
Innerhalb einer Schulbibliothek und oder als Unterrichtsbegleitung sehr zu empfehlen.


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Veröffentlicht am 19.07.2021

Ungewöhnlich auf alle Fälle.

Wild Card
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Das Cover erinnert nicht nur durch die Farbgebung an einen Western, auch die Perspektive trägt zu diesem Eindruck bei. Erst bei genauerem Hinsehen entdeckt man zum Beispiel ein Auto und Stromleitungen. ...

Das Cover erinnert nicht nur durch die Farbgebung an einen Western, auch die Perspektive trägt zu diesem Eindruck bei. Erst bei genauerem Hinsehen entdeckt man zum Beispiel ein Auto und Stromleitungen. Auch der Titel Wild Card geht gefühlsmässig in Richtung Western.
Schnell entdeckt man, es ist ein Thriller und mit einer aussergewöhnlichen Idee für den Hauptdarsteller.
Schon zu Beginn merkt der Leser, dieser ist ein ängstlicher Mann, der eigentlich überhaupt nicht in Afrika sein will. Überall ist es für ihn unbequem, zu heiss und mit verstörenden Erinnerungen an die Gewalt, wegen der er das Land verlassen hat verbunden. Die ständige Korruption, schon bei der Einreise wird er mehrere Scheinchen los, hat sich in den Jahren die er weg war nicht verändert. Er fühlt sich so unsicher, dass er sich einem ehemaligen Peiniger aus der Jugendzeit gegenüber als Polizist der Mordkommission ausgibt, nur um von ihm verschont zu werden. Diese Notlüge hat fatale Folgen.
Aus dieser Ausgangssituation heraus erwartet man einen spannenden Thriller, vieles scheint möglich. Der Ermittler wider Willen wird aufgerieben zwischen den politischen Fronten des afrikanischen Landes. Hier kann ich als Leser nicht wissen, wie gut sich der Autor mit den politischen und kulturellen Gepflogenheiten eines echtes afrikanischen Landes auskennt. Vieles scheint stimmig, manches zu konstruiert.
Sehr schön haben mir die Textstellen ausserhalb der Action, die manchmal arg brutal schien, gefallen, die Sprache und Vorstellungen in denen Kogis Träume und auch Albträume beschrieben werden.
Das Ende hat den Eindruck eines sich Wiederaufbäumens hinterlassen. Ein Abschluss war doch nicht das Ende. Mehr will ich hinsichtlich dessen nicht verraten.
Ich könnte mir das Buch als Basis einer neuen Serie vorstellen, nur müsste man verschiedene Charaktere besser ausbauen.
Noch zum Titel: Besser hätte man das Original Making Wolf beibehalten.