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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.08.2021

Was soll's, wir hätten beruflich auch Influenzer werden können

Jackie hat Hirn erbrochen – bleibt die jetzt doof?
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Jörg Nießen schreibt sich seine skurrilsten Einsätze als erfahrener Rettungsdienstler und Feuerwehrmann in Form dieses Buches von der Seele. Es ist unglaublich, weswegen unsere Mitbürger den Notruf absetzen. ...

Jörg Nießen schreibt sich seine skurrilsten Einsätze als erfahrener Rettungsdienstler und Feuerwehrmann in Form dieses Buches von der Seele. Es ist unglaublich, weswegen unsere Mitbürger den Notruf absetzen. Diese Einsätze beschreibt der Autor sehr genau, inklusive seiner begleitenden Gefühlswelt. Manches Mal möchte man schreien, fluchen, beschimpfen oder zumindest einfach nur den Kopf schütteln. Aber es hilft ja alles nichts. Die Einsätze scheinen sich immer mehr in diese Richtung zu entwickeln.

Anhand seines fiktiven Kollegen Hein skizziert der Autor, was der Beruf mit dem Individuum macht und zeigt deutlich, warum es kaum jemand in dem Beruf ins Rentenalter schafft.

Bleibt zu hoffen, daß möglichst viele Menschen dieses Buch lesen und daraus lernen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.08.2021

Die mysteriöse Tsukasa rettet Nasas Leben

TONIKAWA - Fly me to the Moon 1
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Mein erster Manga Comic, und ich bin begeistert. Leider ist das Buch in einer Stunde gelesen. Aber so ist das nun mal mit Comics. Ich möchte direkt weiterlesen.
Begeistert hat mich zum einen der Zeichenstil. ...

Mein erster Manga Comic, und ich bin begeistert. Leider ist das Buch in einer Stunde gelesen. Aber so ist das nun mal mit Comics. Ich möchte direkt weiterlesen.
Begeistert hat mich zum einen der Zeichenstil. Die Figuren sind so herzallerliebst süß, daß man sie einfach mögen muss. Diese riesigen Augen und die niedliche Körpersprache bedienen das Kindchenschema. Das findet ja fast jeder süß. Zum anderen sind die beiden Protagonisten so jung, unerfahren, unschuldig, schüchtern. Wer kann da widerstehen? Ich konnte es nicht. Nicht auszuhalten, wenn die Bilder auch noch bunt wären! Ich schätze, da würde rosa dominieren.
Aber die Geschichte ist nicht nur niedlich. Sie ist auch mysteriös. Die Identität von Tsukasa bleibt komplett im Dunklen, während wir weitaus mehr über Nasa erfahren.
Und wie soll ich den Titel „Fly my to the moon“ einordnen? Auch das macht Lust auf weitere Bände.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.08.2021

Toni Morales zweiter Band-Jeder wie er es verdient

Mörderisches Mallorca – Toni Morales und der Lohn der Habgier
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Der zweite Band der Toni Morales-Reihe steht dem ersten in nichts nach. Die Autorin hat wieder äußerst interessante Fälle zusammengestellt. Genau das gefällt mir an der Reihe. Toni ermittelt nie immer ...

Der zweite Band der Toni Morales-Reihe steht dem ersten in nichts nach. Die Autorin hat wieder äußerst interessante Fälle zusammengestellt. Genau das gefällt mir an der Reihe. Toni ermittelt nie immer nur in einem einzigen Fall, sondern immer in mehreren. Teilweise überschneiden die sich mit Mandaten seiner Frau, die Anwältin ist. Somit werden die Fälle oft aus verschiedenen beruflichen Perspektiven beleuchtet. Und dann grätscht immer noch Tonis unkonventionelle Schwiegermutter Adelheid in seine Arbeit. Herrlich!
Ich habe einiges über Hausbesetzungen in Spanien gelernt. Unglaublich, wie sich hier die spanischen von den deutschen Gesetzen unterscheiden.
Man merkt, daß die Autorin auf der Insel lebt. Ganz nebenbei reist man in diesem Roman noch auf diese wunderschöne Insel.
Ein wunderbarer leichter Krimi mit herrlich unperfekten Protagonisten mit gut passendem Titel und sehr gut gewähltem ansprechendem Cover.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.08.2021

Witzig, erfrischend, leidenschaftlich

Man of the Year - Scandal Love
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New Yorks amtierender Bürgermeister Robert Davenport ist zwar sehr attraktiv, reich und aus gutem Hause, aber kein Unsympath, wie so oft in diesem Genre. Im Gegenteil, er ist ehrlich, freundlich und gewissenhaft, ...

New Yorks amtierender Bürgermeister Robert Davenport ist zwar sehr attraktiv, reich und aus gutem Hause, aber kein Unsympath, wie so oft in diesem Genre. Im Gegenteil, er ist ehrlich, freundlich und gewissenhaft, aber auch einsam. Das merkt er allerdings erst, als er sich in die scharfzüngige Eventplanerin Adeline Blake verguckt. Daß sie eine skandalträchtige Vergangenheit hat, weiß er, das ahnt sie aber nicht. Wird es ihn die Kandidatur auf den Gouverneurs-Posten kosten, den ausgerechnet Adelines ungeliebter Vater aktuell inne hat?
Der Konflikt, in dem Robert steckt, seine wachsende Zuneigung zu Adeline und die ständige Angst vor einem Presseskandal sind wichtige Themen im Buch. Adeline muss ebenso vorsichtig sein, will sie doch ebenfalls nicht, daß ihre Vergangenheit wieder an die Öffentlichkeit gezerrt wird. Vor diesem Hintergrund entwickelt sich die Beziehung zwischen Robert und Addie anfangs bissig-witzig, später leidenschaftlich. Der Schlagabtausch der beiden hat mir dabei besonders gut gefallen.
„Sie müssten doch sicher irgendwo anders sein. Bänder durchschneiden, Medaillen verleihen?«
Er lächelte träge. »Verkatert sind Sie besonders scharfzüngig. Das gefällt mir.“
Ich liebe es, wie der Text mir immer wieder ein Schmunzeln entlockt hat. Ich konnte mir die zwei richtig gut vorstellen. Vorne bissig, hinten dahinschmelzend und bloß nichts zugeben bis es nicht mehr zurückzuhalten ist.
Auch gut haben mir die Nebencharaktere gefallen. Da gibt es zum einen Addies beste Freundinnen Jane und Rosalie, die meiner Meinung nach jeweils eigene Bände verdient hätten, sowie Kenny, Roberts Stabschef. Letzterer war im zivilen Leben Sozialkundelehrer auf einer Highschool und schwitzt daher die Politik nicht aus jeder Pore heraus. Er agiert wohl deswegen auch oft als guter Freund.
Sehr dankbar bin ich der Autorin, daß sie das vorhersehbare Drama eher kleingehalten hat und es nicht der Höhepunkt der Geschichte ist. Und daß die Protagonisten miteinander reden. Leider ein seltenes Gut in diesem Genre. Ich darf auch verraten, daß es keine Verwechslungsszene gibt. Für alle, die ebenso von diesen „Stilmitteln“ gelangweilt sind wie ich: Ihr sucht sie hier vergeblich und werdet trotzdem bestens unterhalten! Im Gegenteil, die Geschichte hat mich richtig mitgezogen.
Deswegen vergebe ich sehr gerne die volle Punktzahl und eine absolute Leseempfehlung. Diese gilt auch für andere Werke der Autorin, denn auch „Wolfes of Wallstreet, Ian“ hat mir gut gefallen.

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 01.08.2021

Eine unharmonische Liebesgeschichte

Zuckerfee 2.0
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Eve erbt ein Café samt Grundstück. Als sie gerade am Einrichten ist, taucht Mac plötzlich auf und meldet Ansprüche an der Immobilie an. Es entsteht ein Konflikt, der zunächst unlösbar erscheint. Doch beide ...

Eve erbt ein Café samt Grundstück. Als sie gerade am Einrichten ist, taucht Mac plötzlich auf und meldet Ansprüche an der Immobilie an. Es entsteht ein Konflikt, der zunächst unlösbar erscheint. Doch beide spüren auch eine unwiderstehliche Anziehungskraft.
Die beiden feinden sich an, konkurrieren um die Gunst der Gäste, verfolgen unterschiedliche Ziele, haben jede Menge Geheimnisse, die nach und nach zum Vorschein kommen und jedes Mal in einer Katastrophe ausarten.
Sie bewegen sich auf einem schmalen Grat zwischen Begierde, Mißtrauen und Unsicherheit ob der Beweggründe und Zukunftsabsichten des anderen. Und dann duellieren sie sich auch noch mit Kuchen und Cocktails und mein Leserherz schreit: Tut Euch zusammen, es passt perfekt, sehr Ihr das denn nicht? Leider sehen es die beiden Protagonisten erst sehr spät. Dennoch finden sich hier ein paar witzige Szenen, etwa in der Fantasie, mit der sie Bilder bei Instagram hochladen.
Es handelt sich um eine Liebesgeschichte mit Ecken und Kanten, Höhen und Tiefen. Sie ist weder geradlinig noch harmonisch. Eigentlich passen die beiden überhaupt nicht zusammen, außer auf der sexuellen Ebene. Aber was nicht passt, das wird passend gemacht. Und schließlich raufen sie sich doch zusammen. Als Leser steht man ständig vor dem Scherbenhaufen der Beziehung und fragt sich, wann sie denn endlich offen miteinander reden. Selbst wenn sie es getan hätten: die Geschichte hat genug Drama für mehrere Bände. Hier wäre etwas weniger mehr gewesen.
Mir hat das Buch trotz der Unharmonie und Überfülle gut gefallen, weil mir die Charaktere imponiert haben. Sie wirken echt. Und sie sind gut ausgearbeitet. Dadurch konnte ich sie mir sehr gut bildlich vorstellen. Auch das Café und Macs Wohnung kenne ich jetzt gut. Das ist der Autorin wirklich gut gelungen. Außerdem liest es sich so flüssig, daß ich es vor allem am Ende nicht mehr weglegen konnte.
Von mir gibt es daher eine Leseempfehlung.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere