Mord am Comer See
Tödliche BegegnungMich hat dieser Krimi vor allem wegen des Settings am Comer See angesprochen – und genau das ist auch eine der großen Stärken des Buches. Die Atmosphäre ist sehr stimmungsvoll beschrieben und vermittelt ...
Mich hat dieser Krimi vor allem wegen des Settings am Comer See angesprochen – und genau das ist auch eine der großen Stärken des Buches. Die Atmosphäre ist sehr stimmungsvoll beschrieben und vermittelt echtes Italien-Feeling mit schönen Landschaften und einem Hauch „la dolce vita“.Besonders gut gefallen hat mir die Hauptfigur Giovanna Ruggieri. Sie wirkt angenehm eigenwillig, direkt und gleichzeitig verletzlich. Ihre Hintergrundgeschichte und kleine Details wie ihre Schildkröte Bruno machen sie für mich sehr nahbar und sympathisch. Auch das Zusammenspiel mit Maria di Bartolomeo bringt Spannung in die Handlung, vor allem weil Maria persönlich in den Fall verstrickt ist.Der Fall selbst startet vielversprechend: Ein scheinbar eindeutiger Täter, der jedoch schweigt, und erste Zweifel an seiner Schuld machen neugierig. Im Verlauf wurde es für mich jedoch etwas schwieriger, am Ball zu bleiben. Es tauchen viele Figuren und Nebenstränge auf, wodurch ich öfter den Überblick verloren habe. Einige Wendungen wirkten eher verwirrend als spannend, Die Auflösung fand ich grundsätzlich interessant, gerade durch die Verbindung zu einem Ereignis in der Vergangenheit. Allerdings kam sie mir etwas zu plötzlich und nicht ganz rund aufgebaut vor.Insgesamt ist es für mich ein atmosphärischer Krimi mit einer tollen Hauptfigur und einer guten Grundidee, der aber durch seine Komplexität etwas an Klarheit und Spannung einbüßt. Trotzdem habe ich das Buch gerne gelesen, vor allem wegen des Settings und der Figuren.