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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.09.2025

Was bleibt, wenn die Erinnerung verblasst?

Onigiri
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In Yoku Hahns Roman „Onigiri“ begleitet man Aki auf einer Reise nach Japan, in die Heimat ihrer Mutter.
Was einfach klingt wird zur Herausforderung da Aki‘s Mutter an Demenz erkrankt ist und der Alltag ...

In Yoku Hahns Roman „Onigiri“ begleitet man Aki auf einer Reise nach Japan, in die Heimat ihrer Mutter.
Was einfach klingt wird zur Herausforderung da Aki‘s Mutter an Demenz erkrankt ist und der Alltag sowie die Reise, die die Beiden unternehmen müssen, nach dem Tod ihrer Großmutter. Viele kleine Alltagssituationen versucht Yasuko zu überspielen oder weiß was sie sagen muss um nicht aufzufallen. Es ist sehr schwer vorstellbar, wie die Krankheit Demenz einen Einfluss auf die Angehörigen nimmt, jedoch kann man es sich hiermit wirklich gut vorstellen. Es erinnere mich an manchen Stellen an den Film Honig im Kopf, welcher ebenfalls an Demenz erkrankten Opa spielt.
Der Roman ist eine Komposition der deutschen und japanischen Kultur, die Kuhn wirklich gekonnt widerspiegelt. Der Roman ist
leise, bewegend und tief menschlich. Kuhn schreibt über Herkunft, kulturelle Entwurzelung, Verlust, aber auch das Wiederfinden von Nähe.
Heimat ist nicht nur ein Ort, sondern ein Gefühl.
Dieses Buch ist für alle, die eine leise, bewegende Literatur bevorzugen.

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Veröffentlicht am 03.09.2025

Bretagne ganz hautnah!

Rückkehr nach St. Malo
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Der Roman „Rückkehr nach St. Malo“ erzählt die bewegende Geschichte der Familie Kérambrun, die seit Generationen ein Haus auf der idyllischen Insel Saint-Malo besitzt. Nach dem Tod seines Vaters, der zugleich ...

Der Roman „Rückkehr nach St. Malo“ erzählt die bewegende Geschichte der Familie Kérambrun, die seit Generationen ein Haus auf der idyllischen Insel Saint-Malo besitzt. Nach dem Tod seines Vaters, der zugleich das Familienunternehmen leitete, kehrt Yann in seine bretonische Heimat zurück.
Mit seiner Ankunft erwachen längst vergessene Kindheitserinnerungen zum Leben, während sich Gegenwart und Vergangenheit zu einer stimmungsvollen Erzählung verweben, die von leiser Melancholie und tiefer Verbundenheit mit der Landschaft geprägt ist. Man spürt beim Lesen förmlich die salzige Brise des Meeres, das Kreischen der Möwen. Saint-Malo wird zu einem Ort, den man mit allen Sinnen erlebt.

Die Autorin Hélène Gestern, selbst Literaturwissenschaftlerin in Paris und Lyon, versteht es meisterhaft, die Natur in poetischen Bildern zu beschreiben. Nicht nur Saint-Malo, sondern auch die geheimnisvolle Nachbarinsel Cézembre entfaltet dabei eine besondere Anziehungskraft, der sich Yann kaum entziehen kann.
Es ist ein eindrucksvoller Roman über Heimat, Familie und das Lebensgefühl der Bretagne: so lebendig erzählt, dass man meint, selbst durch die engen Gassen zu schlendern und das Licht auf dem Wasser tanzen zu sehen.

Ein wunderbares Buch für alle, die sich nach einer Lektüre sehnen, die nach Meeresluft, Geborgenheit und echtem Leben schmeckt.

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Veröffentlicht am 02.09.2025

Eine zweite Chance für A.J. Fikry

Das erstaunliche Leben des A.J. Fikry
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A. J. Fikry, Buchhändler, hat nach dem Tod seiner Frau den Bezug zur Realität verloren. Er scheint nur noch zu existieren, aber nicht wirklich zu leben.
Als eines Tages eine Verlagsvertreterin vor ihm ...

A. J. Fikry, Buchhändler, hat nach dem Tod seiner Frau den Bezug zur Realität verloren. Er scheint nur noch zu existieren, aber nicht wirklich zu leben.
Als eines Tages eine Verlagsvertreterin vor ihm steht und ihm die Neuheiten zeigen will, weist er sie forsch ab.
Amelia kann sein Verhalten nicht nachvollziehen und ärgert sich darüber.
A. J. fängt jedoch auf ihre Empfehlung hin an, ihre Bücher zu lesen, und zwischen ihnen entsteht erstmals eine wunderbare Freundschaft.
Als ihm eines Tages eine weitere Überraschung vor der Tür steht, verändert sich sein Leben von Grund auf und er beginnt wieder richtig zu leben.
Fazit:
Als ich erfahren habe, dass Gabrielle Zevin einen neuen Roman verfasst hat, konnte ich kaum glauben, wie toll dieser Roman klingt! Ein Insel-Setting, Buchhändler und der Sinn des Lebens spielen hier eine große Rolle. Sowohl A. J. als auch die anderen Nebencharaktere bekommen ihren Teil der Geschichte, der diesen Roman noch weiter ausschmückt. Ich kann nur sagen, dass dieser Roman einzigartig ist und zu den Schmuckstücken gehört. Besonders gut haben mir die Anekdoten gefallen, die A. J. zu Romanen in seiner Buchhandlung hinterlässt, und wie sich seine Sichtweise im Laufe seines Lebens verändert.
Für alle Fans von: Gabrielle Zevin, Buchhändlergeschichte, die Macht der Veränderung und das Vertrauen darauf, dass das Leben schon weiß, was es tut!

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