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Veröffentlicht am 03.10.2025

Perfekt für den Herbst!

Not in My Book
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Ich muss ehrlich sein, ich konnte mich nicht richtig an die Abschnitte halten, weil ich das Buch einfach in einer Sitzung durchgesuchtet habe, so fesselnd war es! Das war das erste Mal, dass ich wegen ...

Ich muss ehrlich sein, ich konnte mich nicht richtig an die Abschnitte halten, weil ich das Buch einfach in einer Sitzung durchgesuchtet habe, so fesselnd war es! Das war das erste Mal, dass ich wegen eines Buches erst um sechs Uhr morgens ins Bett gegangen bin 😅

Aber nun zu meiner richtigen Rezension:

Darf ich Rosie bitte im echten Leben als Freundin haben? Ich liebe ihren unerschütterlichen Optimismus, der ihre Leidenschaft für Romance antreibt! Sie hat echte Träume, Ideale, aber auch ihre Ängste und Fehler, was sie zu einer sehr sympathischen und nahbaren Protagonistin gemacht hat. Was hier super gelungen ist, ist, dass Aiden in nahezu allen Punkten quasi den perfekten Gegenpol darstellt, sodass auch wirklich ein Fundament für ihre Konflikte bestand und diese somit nicht künstlich wirkten. Es ist ja keine Lüge, dass es durchaus Leute gibt, die auf Romance herabsehen und diese als "einfache" oder "schmutzige" Literatur mit Schema F bezeichnen. Leider. Dadurch entstanden wirklich witzige Dialoge, die meinen Humor genau getroffen haben.
Aber auch die Nebencharaktere bekommen hier genügend Raum, sodass ich Rosies Clique oder ihre Familie (zu Aiden gibt es ja diesbezüglich nicht so viel zu sagen) sofort als vollständige Personen wahrgenommen habe und sie mir deswegen sehr ans Herz gewachsen sind. Mich hat die Liebe in ihrer Familie so gerührt! Auch gut fand ich, dass von Anfang an Aidens "wahre" Gefühle für Rosie immer wieder durchschienen, z.B. wie er in der Menschenmenge seine Hand an ihrem Rücken hat, um sie zu stützen, und und und.
Mir persönlich ging aber der Übergang von Rivalen zu "ja, du bist schon okay" persönlich ein wenig zu abrupt. Sie fangen an das Buch zu schreiben und schon ist ein ziemlicher Wechsel der Gefühle da, der zwar noch nicht Mögen widerspiegelt, aber trotzdem für mich zu groß war. Trotzdem habe ich es geliebt, wie die Kapitel ihres gemeinsamen Buches reale Situationen widerspiegelten und die (ab da dann wieder doch) graduelle (und rührende) Entwicklung der Gefühle von Rosie und Aiden zeigten. Diese Metaebene zu nutzen war für mich persönlich etwas sehr neues, was ich so bisher nicht gelesen hatte.
Die beiden als Paar waren aber echte Couple Goals. Ich saß wirklich wie ein liebeskranker Teenie kichernd mitten in der Nacht im Bett. Aiden taut mit der Zeit echt auf und konnte mein Herz im Sturm erobern. Den Spice fand ich mMn auch gut geschrieben.
Was mich anfangs auch echt überzeugen konnte, war, dass Rosies und Aidens Beziehung nicht so ideal verlief und sie durchaus auch Konflikte lösen mussten, was mMn auch der Realität entspricht und ich sehr erfrischend fand. Sie mussten beide lernen, was Kompromisse bedeuten und wie ihre Vergangenheit da reinfließt.
Und zuletzt noch zum Setting: Bildhaft, bildhaft und nochmal bildhaft. Einfach ein perfektes cozy Buch für die jetzige Jahreszeit!
Zwei Kritikpunkte habe ich jedoch:
1) Ich fand Aidens Grund, dass er nur "ihre Aufmerksamkeit erlangen wollte und nicht wusste wie" bisschen klischeehaft und sollte meiner Meinung nach vielleicht in Teeniefilmen bleiben 😅. Gut, dass es aber noch andere Gründe gab.
2) Mich hat es sehr enttäuscht, dass Aiden im letzten Konflikt eigentlich gefühlt 10 Schritte rückwärts macht. Eigentlich hat er doch eine sehr schöne Entwicklung durchgemacht, was seine Ansichten auf Romance angeht. Und schließlich war dieser Konflikt eigentlich nur eine erweiterte Wiederholung des gleichen Konflikts weiter vorne im Buch. Da habe ich mich ehrlicherweise schon gefragt, ob Aiden nichts anderes kann, außer wütend werden? Vor allem, weil Rosie absolut keine Schuld an der Sache trifft. Der Konflikt wirkte dadurch einfach nur sehr konstruiert und mehr wie Drama um des Dramas willen, wenngleich mich das Ende, wo beide aufeinander zugehen und sich entschuldigen, dann doch wieder positiv gestimmt hat.

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Veröffentlicht am 17.11.2024

Konnte mich trotz Kritikpunkten überzeugen!

House of Marionne
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Im Großen und Ganzen konnte mich House of Marionne wirklich überzeugen. Ich habe Quells Entwicklung gerne verfolgt und fand vor allem das Magiekonzept sehr cool. Zwar hätte ich mir gewünscht, dass die ...

Im Großen und Ganzen konnte mich House of Marionne wirklich überzeugen. Ich habe Quells Entwicklung gerne verfolgt und fand vor allem das Magiekonzept sehr cool. Zwar hätte ich mir gewünscht, dass die Autorin dieses Konzept etwas detaillierter ausgearbeitet hätte, da manche magischen Abläufe schwer nachvollziehbar waren und ich mir unter einigen Magiesträngen nicht viel vorstellen konnte. Dennoch wirkte das System insgesamt innovativ und frisch, was mir gut gefallen hat.

Quell selbst war für mich eine glaubwürdige Protagonistin. Sie hat sich ihrem Alter entsprechend verhalten – mit einer gewissen Naivität (die doch hin und wieder bei mir für Kopfschütteln gesorgt hat) die aber durch ihre Wissbegierde und ihren unermüdlichen Lerneifer ergänzt wurde. Ich konnte ihre Entschlossenheit, ihre in ihren Augen richtige Magie zu beherrschen und mehr darüber zu erfahren, sehr gut nachvollziehen und habe sie dafür sogar ein bisschen beneidet.

Trotz meiner Begeisterung gab es einige Szenen, bei denen mir entscheidende Details gefehlt haben. Ein besonders prägnantes Beispiel war Quells erste Begegnung mit den Dragunen. Ich konnte mir nicht recht vorstellen, wie sie in dieser Szene plötzlich hinter einer Mauer landete und wo diese überhaupt herkam – selbst nach mehrmaligem Lesen wollte sich mir das einfach nicht erschließen. Solche kleinen Lücken haben dem Leseerlebnis stellenweise einen kleinen Dämpfer verpasst..

Die Liebesgeschichte, die im Rahmen des Buches (Vermarktung als Romantasy) stark betont wurde, blieb überraschend subtil – was ich prinzipiell nicht problematisch fand. Allerdings ging mir die Entwicklung der Beziehung zwischen Quell und Jordan teilweise ein bisschen zu schnell. Gerade der Sprung von zaghaften Gefühlen zu „Ich liebe dich“ wirkte ein wenig abrupt, als hätten wichtige Zwischenschritte gefehlt. Mehr Szenen, in denen die beiden etwa über ihre Vergangenheit sprechen oder gemeinsam etwas Bedeutungsvolles erleben, hätten die Beziehung noch glaubhafter gemacht und die emotionale Bindung für mich stärker spürbar werden lassen.

Jordan als männlicher Gegenpart war insgesamt gut geschrieben. Sein klassisch mürrisch-mysteriöser Charakter mit einem weichen Kern hat mir gefallen. Besonders in den Momenten, in denen er sich Quell gegenüber öffnete, fand ich ihn fast schon süß, wie einen großen Teddybären. Allerdings hat mich in einer ganz bestimmte Szene (ihr wisst sicher, welche ich meine) sein Verhalten echt schockiert und wütend gemacht. Da hätte ich echt etwas anderes erwartet/erhofft. In dieser Situation hat Jordan für mich eine Grenze als Prota überschritten, und ich bin gespannt, wie sich seine Figur im nächsten Band weiterentwickeln wird. Hier hat Quell ihm definitiv etwas zu schnell und einfach vergeben.

Trotz einiger Kritikpunkte, wie den beschriebenen Details und Längen in der Mitte des Buches, war die Geschichte insgesamt packend. Der Schreibstil der Autorin hat mich mitgerissen, und spätestens im letzten Drittel konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Die Vielzahl an überraschenden Wendungen hat mich vollkommen gefesselt; ich hätte keinen einzigen dieser Plot-Twists selbst aus 10km Entfernung kommen sehen.

Allerdings blieben am Ende einige Fragen offen, was mich etwas gestört hat. An manchen Stellen hätte es mehr Hintergrundinformationen oder eine klarere Ausarbeitung gebraucht, um bestimmte Zusammenhänge besser zu verstehen.

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Veröffentlicht am 07.04.2023

Fast so gut wie die Geschichten um Sage und Luca

Vergiss uns. Nicht.
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Ich habe das Buch "Vergiss uns nicht" gelesen und es hat mich emotional total berührt. Die Geschichte handelt von April, die sich danach sehnt, endlich jemanden zu lieben und geliebt zu werden, aber den ...

Ich habe das Buch "Vergiss uns nicht" gelesen und es hat mich emotional total berührt. Die Geschichte handelt von April, die sich danach sehnt, endlich jemanden zu lieben und geliebt zu werden, aber den Mann, der ihr Herz als Einziger zum Höherschlagen gebracht hat, einfach nicht vergessen kann.

Die Beziehung zwischen April und Gavin Forster wird von Anfang an sehr intensiv und leidenschaftlich beschrieben. Es ist offensichtlich, dass die beiden eine tiefe Verbindung zueinander haben und es scheint unmöglich zu sein, diese zu ignorieren. Doch dann trennen sich ihre Wege und April ist gezwungen, ihr Leben ohne ihn fortzusetzen.

Als sie ihn Jahre später wiedersieht, ist ihre Beziehung durch Wut und Schmerz geprägt, aber trotzdem kann sie nicht aufhören, an ihn zu denken. Gavin hat seine eigenen Probleme und seine Vergangenheit droht ihn einzuholen. April kann nicht anders, als ihm zu helfen, auch wenn sie dadurch ihr Herz erneut in Gefahr bringt.

Ich konnte die Gefühle von April sehr gut nachvollziehen. Es ist schwer, jemanden zu vergessen, den man wirklich geliebt hat. Besonders wenn dieser Mensch immer noch ein wichtiger Teil des eigenen Lebens ist. Die Beziehung zwischen April und Gavin hat mich wirklich berührt und ich konnte mich in die Charaktere hineinversetzen.

Dabei hat es mich ein bisschen aber gestört, dass hier derselbe Trope wie in der Sage/Luca-Dilogie, nämlich "forced proximity" benutzt wurde. Umgesetzt wurde er natürlich super, aber ab da war dann immer diese unterschwellige Genervtheit bei mit vorhanden.

Toll fand ich es hier aber, dass es nicht vorhersehbar war, welches Päckchen Gavin denn mit sich trägt. Dies herauszufinden war für mich mit sehr viel Spannung verbunden.

Ich muss zugeben, dass ich das Ende des Buches etwas vorhersehbar fand. Ich fand Gavins Erklärung dafür, warum er April abserviert hat, sowieso etwas verdächtig. Meine Vermutung hat sich dann auch bestätigt. Aber trotzdem hat mich die Geschichte emotional mitgenommen und ich konnte nicht aufhören zu lesen. Der Cliffhanger war natürlich super fies und ich möchte am liebsten sofort die Geschichte von Gavin und April weiter ergründen.

Ich denke, dass jeder, der sich für Liebesromane interessiert, "Vergiss uns nicht" lesen sollte. Die Geschichte ist herzzerreißend und voller Emotionen, die einen nicht kalt lassen werden.



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