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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.06.2018

Empfehlung!

Das Mätressenspiel
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Bereits von Beginn an verzaubert die Autorin den Leser und fesselt ihn an eine Geschichte, die mit vielen Emotionen von dem Leben einer Dame im historischen Hannover.

Zwar ist das Buch nicht actiongeladen, ...

Bereits von Beginn an verzaubert die Autorin den Leser und fesselt ihn an eine Geschichte, die mit vielen Emotionen von dem Leben einer Dame im historischen Hannover.

Zwar ist das Buch nicht actiongeladen, aber das heißt keineswegs, dass es keine Spannung gibt. Die Intrigen und ausgefeilten Gefühls- und Machtspielchen heben den Spannungsbogen auf einem hohen Niveau, das stetig gehalten wird. Und doch bekommt der Lese mit freudigen kurzen Szenen kleine Pausen.
Durch die passende Sprache und den bildhaften Schreibstil kann man sich die Zeit, Umgebung und die Charaktere sehr gut vorstellen und ihr Denken und Handeln verfolgen und verstehen. Auch ihre Emotionen und Konflikte werden klar deutlich. Außerdem wirkt er durch altmodische Ausdrucksweisen und Anreden sehr authentisch, keineswegs aber schwerfällig.
Dabei werden historische Persönlichkeiten gekonnt in die Geschichte gemischt, wobei die gute Recherche zur Geltung kommt und man das Gefühl bekommt, dass alles genau einmal geschehen ist.

Zusammenfassend ein wirklich sehr gut gelungener historischer Roman, den ich wärmstens empfehlen kann!

Veröffentlicht am 10.06.2018

Spannender Thriller

Gleis der Vergeltung
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Astrid Kortens Schreibstil ist sehr flüssig und verständlich, wodurch man nur eine kurze Zeit braucht, um sich mit all den Charakteren zurechtzufinden. Diese sind sehr gut ausgearbeitet, auf manche wird ...

Astrid Kortens Schreibstil ist sehr flüssig und verständlich, wodurch man nur eine kurze Zeit braucht, um sich mit all den Charakteren zurechtzufinden. Diese sind sehr gut ausgearbeitet, auf manche wird nur mehr, auf andere weniger eingegangen. Ihre Gedanken, Gefühle und Handlungen lassen sich nachvollziehen und an vielen Stellen fühlt man als Leser mit ihnen mit.

Auch werden dadurch viele Themen angesprochen, wo man dann selbst anfängt darüber nachzudenken und es einen mehr beschäftigt, als man vorher vielleicht angenommen hätte.

Gegen Ende steigt der Spannungsbogen sehr hoch, sodass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen möchte. Aber schon früher hätte ich mir etwas mehr Spannung gewünscht.
Das Ende war sehr überraschend, obwohl ich natürlich die ganze Zeit beim Lesen überlegt habe, wie alles zusammenhängt. Die Autorin versteht es kleinen Details große Bedeutung zu geben und die Geschichte so voranschreiten zu lassen.

Fazit: Ein absolut lesenswerter spannender Psycho-Thriller.

Veröffentlicht am 19.12.2018

Ganz okay

Monsters of Verity - Dieses wilde, wilde Lied
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Wie beschreibe ich meine Gedanken zu dem Buch am besten? Ich denke es ist ganz gut, aber das war es leider auch. Die Grundidee mit den Monstern, die aus den Sünden der Menschen entstehen ist wirklich ausgezeichnet, ...

Wie beschreibe ich meine Gedanken zu dem Buch am besten? Ich denke es ist ganz gut, aber das war es leider auch. Die Grundidee mit den Monstern, die aus den Sünden der Menschen entstehen ist wirklich ausgezeichnet, dass die Waffe der Sunai Musik ist, und dass es kaum Teenagergehabe gibt, Augusts innerer emotionaler Kampf des menschlich seins; all das hat mich sehr angesprochen.
Doch leider bleiben diese Aspekte doch oberflächlich. Ich habe mir mehr emotionale Reaktionen und die Verarbeitung dieser gewünscht, doch am Ende schein jeder eigentlich aufbrausende Situationen einfach so wegzustecken. Und auch die Nebencharaktere sind nur angeleuchtet und verkörpern wenige typische Charakterzüge.
Bei den Hauptcharakteren gibt es zwar einiges mehr, und vorallem interessante Hintergrundgeschichten (!), aber dennoch ist vieles auf einzelne Stereotype reduziert, bspw Kates emotionale und toughe Seite: In dem einen Moment tötet sie ein Monster ohne mit der Wimper zu zucken, um ihrem Vater zu gefallen, wenige Seiten später schaut sie sich in der Schultoilette im Spiegel an und steht kurz vor einem Zusammenbruch. Es gibt kaum etwas dazwischen, nur die Extremen, die zu schnell wechseln.

Aber an sich gibt es einige neue Aspekte in der Geschichte, das Ende hält einige Überraschungen parat und bringt Neugierde auf den nächsten Teil.

Veröffentlicht am 19.12.2018

In passender Atmosphäre

Graue Nächte
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Die Geschichte beginnt mit zwei Handlungssträngen und da fängt das Interessante bereits an: Der erste handelt von zwei ermittelnden Personen, Militär und Polizei, die die Umstände von zwei Toten untersuchen, ...

Die Geschichte beginnt mit zwei Handlungssträngen und da fängt das Interessante bereits an: Der erste handelt von zwei ermittelnden Personen, Militär und Polizei, die die Umstände von zwei Toten untersuchen, und der zweite von einer weiblichen Person, die während des zweiten Weltkrieges auf See Richtung Island ist. Und ihren Namen erfahren wir erst nach einer ganzen Weile, sowie die Namen einiger andere Charaktere der Geschichte, ob Haupt-oder Nebenperson. Auf diese Art und Weise, zusätzlich mit einer zeitlichen Komponente, erfährt der Leser erst nach und nach wichtige Informationen, ohne dass die Ermittelnden Andeutungen machen müssen, aber eigentlich etwas verschweigen. Die Spannung ist in diesem Bereich hoch.
Auch an Aktion gibt es einiges, auch wenn ich mir ein wenig mehr gewünscht habe, aber das ist Geschmacksache und es ist auch verhältnismäßig genug.

Der Schreibstil war für mich ein wenig gewöhnungsbedürftig, da wenig auf die emotionale Perspektive eingegangen wird, sondern das meiste direkt auf den Punkt und direkt. Nach einigen Kapiteln gewöhnt man sich dran und die Geschichte liest sich ohne Probleme, aber dennoch hätte ich mehr beschriebene Gefühle oder Reaktionen als gut befunden.

Ein anderer Aspekt, die der Autor anspricht, ist die historische Ebene: Es werden viele Informationen mit der Geschichte eingeflößt, doch sie sind gut verbunden und wirken nicht zu viel. Dazu kommt die militärische Machtposition und Sexualität zu der Zeit.

Alles in allem ein sehr gutes Buch, das ich nur empfehlen kann. Auch werde ich mir weitere Bücher des Autors ansehen.

Veröffentlicht am 03.11.2018

Zusammenfassung

Mulans Töchter
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Bei diesem Buch bin ich aufgrund vieler Aspekte sehr zwiegespalten.
Aber erst einmal zum Positiven: Das Buch liest sich nicht wie ein einfaches Sachbuch, sondern wie eine Mischung aus diesem und eine Art ...

Bei diesem Buch bin ich aufgrund vieler Aspekte sehr zwiegespalten.
Aber erst einmal zum Positiven: Das Buch liest sich nicht wie ein einfaches Sachbuch, sondern wie eine Mischung aus diesem und eine Art Reisebericht mit persönlichen Anekdoten. Das hat mich gut gefallen, den bei rein analytischen oder informativen Sachbüchern bleiben bei mir wenige Informationen im Kopf. Hier wurde alles sehr nett beschrieben, mit Menschen verknüpft, was alles interessanter machte.

Auch die Unterthemen, mit denen sich die Autorin beschäftigte, fanden bei mir einen guten Anklang (Aufklärung von Frauen und Mädchen, über Sexualität, HIV, Prostitution und Verhütung) und der Leser bekommt einen Einblick in diese.
Doch hier fangen die Probleme an. Zum einen sind all diese Themen sehr kurzgefasst und von den meisten bekommt man nur die Sichtweisen von einer Repräsentantin, was keinesfalls die Gewühlswelt und Situation von mehreren darstellt. Auch hatte ich das Gefühl, dass diese genau das Klischee darstellten. Die Themen wurden hier abrupt abgebrochen und nicht wieder aufgenommen oder vertieft.
Zudem waren diese Personen nur Bewohner Pekings: Wie sieht es mit anderen Teilen Chinas aus? Wie in kleineren Städten oder auch auf dem Land?

Alles in allem würde ich dieses Buch als Zusammenfassung sehen, als eine wirkliche Auseinandersetzung des Themas. Aber diese Zusammenfassung ist dann gut und gibt einen passenden ersten Einblick in die Welt und Geschichte der Chinesischen Frau.