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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.04.2026

Dramenaufbau

Noch fünf Tage
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Innerhalb des Buches ist die Protagonistin aufgrund ihrer Situation stark auf die Uhrzeit fixiert. Dies wird auch visuell sehr gelungen umgesetzt, indem die Zeit zu Beginn jedes Kapitels hervorgehoben ...

Innerhalb des Buches ist die Protagonistin aufgrund ihrer Situation stark auf die Uhrzeit fixiert. Dies wird auch visuell sehr gelungen umgesetzt, indem die Zeit zu Beginn jedes Kapitels hervorgehoben wird oder unbekannte Uhrzeiten mit „??:??“ dargestellt werden. Obwohl sie an ein Krankenhausbett gebunden ist, wird die Suche nach dem Mörder nachvollziehbar und zugleich unterhaltsam dargestellt.

Auch der Aufbau in fünf Tage, angelehnt an die fünf Akte eines Dramas, empfinde ich als literarisch gelungen und spannend gestaltet.

Es gibt zudem einen großen Bezug auf Mode, Parfum etc. und anfangs fande ich dies ein wenig befremdlich, doch zeigt es das Luxusleben solcher Personen leider doch sehr realistisch.

Zu dem Ende/Auflösung des Täters: Dies war überraschend und ein gelungener Twist. Dennoch empfand ich es als etwas konstruiert.

Veröffentlicht am 06.04.2026

Mehr Drama als Krimi

Tödliche Freundinnen
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Zu Anfang muss ich erwähnen, dass ich leider etwas anderes erwartet habe. Aufgrund des Klappentextes, des Titels und des Covers habe ich auf einen Krimi spekuliert und weniger auf ein Drama, eine Liebesgeschichte.

Aufgrunddessen ...

Zu Anfang muss ich erwähnen, dass ich leider etwas anderes erwartet habe. Aufgrund des Klappentextes, des Titels und des Covers habe ich auf einen Krimi spekuliert und weniger auf ein Drama, eine Liebesgeschichte.

Aufgrunddessen empfand ich die Geschichte nicht sonderlich spannend, auch wenn die Idee bzw. Ausgangslange sowie auch die Charaktere eigentlich recht interessant für mich waren.

Doch auch der Schreibstil sagte mir nicht zu. Hier handelt es sich um viel "Tell" und wenig "Show". Also es wird direkt gesagt, wie sich jemand fühlt, anstatt dies mit ausschreibenderen Worten charaktertypisch zu beschreiben.
Auch habe ich das Gefühl, dass man auf Zwang "cool" sein wollte mit Aussagen wie "Das Verrückteste an ihrer PTBS ist, dass sie im Wald normalerweise keine Probleme hat" oder "sie ist stolz darauf, wie gleichmäßig ihr Atem geht".

Insgesamt ist es also leider nicht mein Fall.

Veröffentlicht am 25.03.2026

Intensive Fantasygeschichte

Flut aus schwarzem Stahl
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"Flut aus schwarzem Stahl" ist ein wuchtiger Einstieg in eine neue Fantasy-Reihe, der mich tatsächlich durch seine dichte Atmosphäre und die komplexe, detaillreiche Welt überzeugt hat.

Die Geschichte ...

"Flut aus schwarzem Stahl" ist ein wuchtiger Einstieg in eine neue Fantasy-Reihe, der mich tatsächlich durch seine dichte Atmosphäre und die komplexe, detaillreiche Welt überzeugt hat.

Die Geschichte spielt im Reich Ascarlia, das von geheimnisvollen Schwesterköniginnen regiert wird; allein diesen Aspekt finde ich super.

Besonders spannend fand ich die verschiedenen Perspektiven, die durch die Figuren vermittelt wurden. Anfangs war ich ehrlicherweise überfordert und habe dadurch wahrscheinlich einige Sachen zunächst nicht verstanden, doch so war es mit dem Lied von Eis und Feuer auch. Auch die Konflikte zwischen den Figuren habe ich gerne gesehen, ich liebe es, wenn nicht immer alles nach Plan läuft, sondern menschliches Denken zu Diskussionen führt.

Die düstere Atmosphäre passt übrigens auch sehr gut zu dem dunklen Cover.

Veröffentlicht am 25.03.2026

Angespannte Stimmung

Ultramarin
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Ultramarin hat mich aufgrund unglaublich angespannten Stimmung überzeugt.

Am Anfang wirkt alles mit den drei jungen Menschen im Sommer noch ziemlich leicht, doch mit jeder weiteren Information aus der ...

Ultramarin hat mich aufgrund unglaublich angespannten Stimmung überzeugt.

Am Anfang wirkt alles mit den drei jungen Menschen im Sommer noch ziemlich leicht, doch mit jeder weiteren Information aus der Vergangenheit und jeder weiteren Szene der Gegenwart zieht sich alles immer weiter zusammen, sodass sich die Atmosphäre auf den Leser überträgt und man selbst Unruhe im Herzen verspürt.

Es werden kaum Gefühle direkt benannt und doch ist die Stimmung komplett aufgeladen; der Leser erfährt so viel von dem Innenleben unseres Protagonisten, da auf intensive Art und Weise viel zwischen den Zeilen geschrieben ist. Dadurch wird einerseits einiges offen gelassen, andererseits wird ein konkretes Bild vermittelt.
 

Die beschriebene Abhängigkeit lässt einen schockiert zurück und doch ist man sich während des Lesens bewusst, dass in der heutigen Realität eine große Menge an Menschen so ausgenutzt werden

Veröffentlicht am 06.03.2026

Ein unglaublich dichtes Buch

The Empress of Salt and Fortune: (Die Chroniken von Chih)
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Wie der Titel der Rezension schon verlauten lässt, handelt es sich hierbei um eine Geschichte, die unglaublich dicht ist.

Es ist nicht möglich, eine halbe Seite zu überspringen, ohne dass man wichtige ...

Wie der Titel der Rezension schon verlauten lässt, handelt es sich hierbei um eine Geschichte, die unglaublich dicht ist.

Es ist nicht möglich, eine halbe Seite zu überspringen, ohne dass man wichtige Informationen verpasst. Bei der großen Schrift denkt man zunächst, dass man schnell durch die Geschichte durchliest, die ein wenig wie ein Märchen erzählt wird. Doch dann braucht man doch ein wenig länger, weil man so viele Informationen in einer kurzen Spanne zu lesen bekommt. Dabei sind aber nicht die Sätze überfrachtet, sondern zwischen den Zeilen steht mehr, als man zunächst annimmt.

Auch schafft es die Autorin, dass der Leser die Charaktere innerhalb weniger Seiten lieb gewinnt und ihre Persönlichkeit unglaublich schnell versteht!