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Veröffentlicht am 25.03.2026

Intensive Fantasygeschichte

Flut aus schwarzem Stahl
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"Flut aus schwarzem Stahl" ist ein wuchtiger Einstieg in eine neue Fantasy-Reihe, der mich tatsächlich durch seine dichte Atmosphäre und die komplexe, detaillreiche Welt überzeugt hat.

Die Geschichte ...

"Flut aus schwarzem Stahl" ist ein wuchtiger Einstieg in eine neue Fantasy-Reihe, der mich tatsächlich durch seine dichte Atmosphäre und die komplexe, detaillreiche Welt überzeugt hat.

Die Geschichte spielt im Reich Ascarlia, das von geheimnisvollen Schwesterköniginnen regiert wird; allein diesen Aspekt finde ich super.

Besonders spannend fand ich die verschiedenen Perspektiven, die durch die Figuren vermittelt wurden. Anfangs war ich ehrlicherweise überfordert und habe dadurch wahrscheinlich einige Sachen zunächst nicht verstanden, doch so war es mit dem Lied von Eis und Feuer auch. Auch die Konflikte zwischen den Figuren habe ich gerne gesehen, ich liebe es, wenn nicht immer alles nach Plan läuft, sondern menschliches Denken zu Diskussionen führt.

Die düstere Atmosphäre passt übrigens auch sehr gut zu dem dunklen Cover.

Veröffentlicht am 25.03.2026

Angespannte Stimmung

Ultramarin
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Ultramarin hat mich aufgrund unglaublich angespannten Stimmung überzeugt.

Am Anfang wirkt alles mit den drei jungen Menschen im Sommer noch ziemlich leicht, doch mit jeder weiteren Information aus der ...

Ultramarin hat mich aufgrund unglaublich angespannten Stimmung überzeugt.

Am Anfang wirkt alles mit den drei jungen Menschen im Sommer noch ziemlich leicht, doch mit jeder weiteren Information aus der Vergangenheit und jeder weiteren Szene der Gegenwart zieht sich alles immer weiter zusammen, sodass sich die Atmosphäre auf den Leser überträgt und man selbst Unruhe im Herzen verspürt.

Es werden kaum Gefühle direkt benannt und doch ist die Stimmung komplett aufgeladen; der Leser erfährt so viel von dem Innenleben unseres Protagonisten, da auf intensive Art und Weise viel zwischen den Zeilen geschrieben ist. Dadurch wird einerseits einiges offen gelassen, andererseits wird ein konkretes Bild vermittelt.
 

Die beschriebene Abhängigkeit lässt einen schockiert zurück und doch ist man sich während des Lesens bewusst, dass in der heutigen Realität eine große Menge an Menschen so ausgenutzt werden

Veröffentlicht am 06.03.2026

Ein unglaublich dichtes Buch

The Empress of Salt and Fortune: (Die Chroniken von Chih)
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Wie der Titel der Rezension schon verlauten lässt, handelt es sich hierbei um eine Geschichte, die unglaublich dicht ist.

Es ist nicht möglich, eine halbe Seite zu überspringen, ohne dass man wichtige ...

Wie der Titel der Rezension schon verlauten lässt, handelt es sich hierbei um eine Geschichte, die unglaublich dicht ist.

Es ist nicht möglich, eine halbe Seite zu überspringen, ohne dass man wichtige Informationen verpasst. Bei der großen Schrift denkt man zunächst, dass man schnell durch die Geschichte durchliest, die ein wenig wie ein Märchen erzählt wird. Doch dann braucht man doch ein wenig länger, weil man so viele Informationen in einer kurzen Spanne zu lesen bekommt. Dabei sind aber nicht die Sätze überfrachtet, sondern zwischen den Zeilen steht mehr, als man zunächst annimmt.

Auch schafft es die Autorin, dass der Leser die Charaktere innerhalb weniger Seiten lieb gewinnt und ihre Persönlichkeit unglaublich schnell versteht!

Veröffentlicht am 20.02.2026

Poetische Sprache

Ankica
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Die Geschichte spielt im Ungarn des 19. Jahrhunderts. Anfangs muss man sich erstmal an die altertümliche Sprache gewöhnen. Doch genau das macht es meiner Meinung nach authentisch. Denn sobald unsere Protagonistin ...

Die Geschichte spielt im Ungarn des 19. Jahrhunderts. Anfangs muss man sich erstmal an die altertümliche Sprache gewöhnen. Doch genau das macht es meiner Meinung nach authentisch. Denn sobald unsere Protagonistin in ein anderes Milleu gelangt, ändert sich der Sprachstil, Ankica passt ihre eigene Sprache an. Ankica ist zudem auf ihre Art neugierig und trotzig, aber es passt zu ihrer Art und ihrem Alter.

An ein paar Stellen zieht sich die Handlung etwas, aber insgesamt passt das zur Stimmung und zum historischen Setting

Das Vampirmotiv spielt tatsächlich eine geringere Rolle als gedacht, bzw. auf eine andere Art und Weise als ich es antizipiert hatte. Und das hat mir gefallen. Denn wie man beim Lesen merkt fungiert dies eher als Symbol für verschiedene Aspekte, wie beispielsweise Fremdheit, für das, was Menschen nicht verstehen und deshalb bekämpfen, als ein Schutzschild oder ein Gefängnis, als Grenzen, die von außen gesetzt werden.

Veröffentlicht am 12.02.2026

Fragment

Schleifen
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„Schleifen“ hat mich am Anfang wirklich begeistert. Der Klappentext klang spannend; es ging darum, dass durch die Sprache Krankheiten übertragen werden können. Leider fühlte sich das Buch irgendwann zäh ...

„Schleifen“ hat mich am Anfang wirklich begeistert. Der Klappentext klang spannend; es ging darum, dass durch die Sprache Krankheiten übertragen werden können. Leider fühlte sich das Buch irgendwann zäh an, und vieles wirkte länger, absurder oder sperriger, als ich gehofft hatte.

Man merkt dem Roman an, dass Elias Hirschl ein unglaublich gebildeter Mensch ist. Denn durch den Einbezug und die Kombination von Mathematik, Philosophie, Popkultur und Sprachspielereien fühlten sich an wie ein philosophischer Essay. An anderen Stellen wirkte es wieder wie ein Roman.
Dadurch kann vieles überladen wirken. Ich glaube, so wäre es für mich auch gewesen, hätte ich es nicht in vielen Etappen gelesen. Die spannenden Stellen gingen oft zu schnell vorbein (wie die Kombination von Krankheit und Sprache zu Anfang), während andere Passagen sich gezogen haben.

Die „Handlung“ bleibt also sehr fragmentarisch. Ich hatte selten das Gefühl, einer klaren Geschichte zu folgen. Eher wirkte es wie ein lose zusammenhängendes Sammelsurium aus Ideen, Szenen und sprachlichen Experimenten. Wer einen klassischen Roman erwartet, dürfte hier schnell enttäuscht sein. Wer auf der anderen Seite verschiedene Themengebiete (sowohl gelöst als auch gemischt), ist hier an der richtigen Stelle.