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Veröffentlicht am 07.11.2018

Zwischen Liebe und Krieg: Ein einfühlsames Porträt einer außergewöhnlichen Frau

Hemingway und ich
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Im Jahre 1936 begegnet die junge Schriftstellerin Martha Gellhorn während einer Urlaubsreise nach Florida Ernest Hemingway. Er gilt zu diesem Zeitpunkt bereits als einer der bedeutendsten amerikanischen ...

Im Jahre 1936 begegnet die junge Schriftstellerin Martha Gellhorn während einer Urlaubsreise nach Florida Ernest Hemingway. Er gilt zu diesem Zeitpunkt bereits als einer der bedeutendsten amerikanischen Schriftsteller und wird auch von Martha heimlich verehrt. Diese Begegnung hat weitreichende Folgen: Gellhorn erfährt von Hemingways Absicht, nach Madrid zu reisen, von wo er als Zeitungsreporter über wachsende Unruhen in Spanien berichten will. Seine Mitteilung weckt in der ehrgeizigen jungen Frau, die aufmerksam die politische Lage in Europa beobachtet und gerade ohnehin auf der Suche nach einer sie erfüllenden Aufgabe ist, großes Interesse und den Wunsch, es ihm gleichzutun. Hemingway unterstützt sie und es gelingt ihr tatsächlich, das Vorhaben zu verwirklichen. Martha erlebt in Spanien hautnah die Grausamkeit des Bürgerkrieges und das Leiden des spanischen Volkes und berichtet darüber für eine amerikanische Zeitung. Diese Erlebnisse prägen sie und ihre weitere berufliche Laufbahn nachhaltig. Auch ihr Privatleben bekommt dort eine Wende: Sie und Hemingway werden zum Liebespaar. Doch diese Beziehung ist alles andere als unkompliziert und wird für Martha mit der Zeit zu einer wahren Zerreißprobe...

In ihrem gut recherchierten Roman schildert Paula McLain die Liebesgeschichte zweier herausragender Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts vor dem Hintergrund dramatischer Ereignisse der 30er und 40er Jahre und beweist dabei ein enormes erzählerisches Talent. Zu betonen sind die stimmungsvolle, stellenweise fast schon poetisch anmutende Sprache und die Fähigkeit der Autorin, ihre Protagonisten wunderbar lebendig zu zeichnen. Man hat sie bei der Lektüre förmlich vor Augen. Dadurch, dass die Geschehnisse im Buch fast durchgehend aus Marthas Sicht dargestellt werden, vergisst man zuweilen, dass es sich um einen Roman handelt und hat das Gefühl, Gellhorns Autobiographie zu lesen und die Welt durch ihre Augen zu sehen. Auch Orte und Begebenheiten, wie etwa Straßenkämpfe in Spanien oder die Invasion in der Normandie, werden sehr plastisch beschrieben und riefen zumindest bei mir den „Kopfkino – Effekt“ hervor.

Besonders interessant finde ich den psychologischen Aspekt der Beziehung zwischen Gellhorn und Hemingway, der von der Autorin äußerst einfühlsam behandelt wird. Sie zeigt sehr anschaulich auf, wie schwierig es ist, wenn zwei so starke Individuen und schöpferische Geister aufeinander treffen und ein Zusammenleben versuchen. Der Leser wird Zeuge von Marthas Bemühen, aus Hemingways Schatten hervorzutreten und sich beruflich zu behaupten. Sie versucht einen Spagat zwischen Liebe, die von ihr Zugeständnisse fordert, und dem Bedürfnis nach Eigenständigkeit hinzubekommen. Dass sie sich letztendlich nicht verbiegen lässt, nicht mal für den großen Hemingway, der schon zu Lebzeiten den Status einer Legende genießt, sondern sich selbst treu bleibt und den eigenen Weg geht, macht sie in meinen Augen zu einer beeindruckenden Frau. Besonders großen Respekt verdient sie aus meiner Sicht für ihren Mut, sich trotz drohender Gefahren in Kriegsgebiete zu begeben, um von dort zu berichten. Der Martha, die von Paula McLain im Roman zum Leben erweckt wird, geht es nicht um Nervenkitzel, sondern darum, ihren Lesern die Augen für das Leid der Menschen zu öffnen, ihre Geschichten zu erzählen und sie dadurch zumindest für einen kurzen Moment dem Tod und dem Vergessen zu entreißen. Sie tut dies mit Leidenschaft und Hingabe und ich persönlich finde das bewundernswert.

Unbedingt erwähnen möchte ich noch die sehr gelungene Aufmachung des Buches, die mit dem schönen Bild eines offenbar verliebten Paares die Aufmerksamkeit des Lesers weckt und ihn auf die Handlung einstimmt.

Fazit: Ein toll geschriebener Roman mit spannenden Figuren, einer starken Protagonistin und einem Stück wichtiger Zeitgeschichte dazu – sehr lesenswert, auch wenn man kein Fan von Hemingway ist.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Geschichte
  • Erzähstil
  • Atmosphäre
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.10.2018

Wenn Liebe zum Verhängnis wird

Die Frau, die zu sehr liebte
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Linda ist Mitte vierzig, nach außen eine glücklich verheiratete Frau und Mutter von drei Kindern. Zusammen mit ihrem gut verdienenden Mann Jochen lebt sie ein ruhiges, beschauliches Leben, das ihr aber ...

Linda ist Mitte vierzig, nach außen eine glücklich verheiratete Frau und Mutter von drei Kindern. Zusammen mit ihrem gut verdienenden Mann Jochen lebt sie ein ruhiges, beschauliches Leben, das ihr aber nicht mehr ausreicht. Sie vermisst in ihrer Ehe die Leidenschaft und das Gefühl, als attraktive, begehrenswerte Frau wahrgenommen zu werden. Als sie eines Tages dem smarten Bankdirektor Frank begegnet, ist dieses Gefühl plötzlich wieder da und Linda verliebt sich Hals über Kopf. Frank scheint ihre Gefühle zu erwidern, mehr noch: Er behauptet, sie sei seine Traumfrau. Linda lässt sich daraufhin nur noch von ihrer Liebe leiten und setzt dabei alles aufs Spiel: ihre Ehe, ihre Kinder und Freunde. Frank und sie werden tatsächlich ein Paar, doch der Preis ist sehr hoch und das Glück ist leider nur von kurzer Dauer...

Ich muss gestehen, der Roman hat mich positiv überrascht. Ich kannte bisher keine Bücher von Hera Lind und erwartete einen heiteren Frauenoman und angenehme, aber seichte Unterhaltung. Diesen Eindruck hatte ich noch nach den ersten Seiten des Buches. Doch die Geschichte, die von der Autorin mit Humor und spannend erzählt wird, entwickelt sich nach und nach zu einem Drama und schließlich sogar zu einer Tragödie. Mit viel Empathie schildert Hera Lind das Schicksal einer Frau, die für ihre Liebe kämpft, alles auf eine Karte setzt und den Kampf letztendlich auch verliert. Die Protagonistin Linda wirkt trotz ihrer Verfehlungen sehr sympathisch. Man schüttelt als Leser den Kopf angesichts ihrer Naivität und möchte sie schon fast schütteln, damit sie endlich erwacht und merkt, dass sie ins Unglück rennt. Aber Liebe kann bekanntlich blind machen und Hera Lind gelingt es meisterhaft, dies in ihrem Roman glaubwürdig darzustellen.
Eins ist klar: Nach diesem Buch weiß man seinen eigenen Ehemann mehr zu schätzen

Fazit: Spannende und bewegende Lektüre, heiter und ernst zugleich, sehr zu empfehlen!

Veröffentlicht am 18.10.2018

Ein kleines Meisterwerk

Adressat unbekannt
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Den Juden Max Eisenstein und den Deutschen Martin Schulse verbindet innige Freundschaft. Die beiden Männer sind auch Geschäftspartner: Zusammen leiten sie eine Kunstgalerie in San Francisco. Doch im Jahr ...

Den Juden Max Eisenstein und den Deutschen Martin Schulse verbindet innige Freundschaft. Die beiden Männer sind auch Geschäftspartner: Zusammen leiten sie eine Kunstgalerie in San Francisco. Doch im Jahr 1932 kommt es zur Trennung: Martin kehrt mit seiner Frau und Kindern nach Deutschland zurück, Max bleibt in Amerika und kümmert sich weiter mit Erfolg um gemeinsame Geschäfte. Die Freunde schreiben sich zuerst gefühlvolle Briefe, die von der Zuneigung und Sehnsucht geprägt sind. Schon bald schleicht sich aber ein anderer Ton in ihre Korrespondenz ein. Max ist entsetzt und zutiefst verunsichert, als er von den beunruhigenden Ereignissen in Deutschland hört, wo gerade Nationalsozialisten an die Macht kommen. Martin äußert zwar zunächst Bedenken, fragt sich, ob Hitler „richtig im Kopf ist“ und bezeichnet seine Verfechter als Pöbel, doch dann wird er nach und nach selbst zum glühenden Anhänger der neuen Regierung. Er distanziert sich auch zunehmend von seinem jüdischen Freund und hält schließlich einen weiteren Umgang mit ihm für unangebracht, ja gefährlich. Die Lage spitzt sich zu, als Max Martin um Hilfe für seine Schwester bittet, mit der der Letztere früher eine Beziehung hatte...

Der fiktive Briefwechsel stammt von Kathrine Kressmann Taylor, einer amerikanischen Werbetexterin und wurde bereits 1938 in der New Yorker Zeitschrift "Story Magazine" veröffentlicht. Das Werk sorgte sofort für großes Aufsehen. Heute kennen es aber offenbar nur wenige – zu unrecht, finde ich. Der Autorin gelingt es hier Erstaunliches: Auf nur wenigen Seiten Text berichtet sie mit ungeheurer Intensität von dramatischen Ereignissen in Deutschland zu Beginn der Hitler-Diktatur, erzeugt wirkungsvoll die bedrohliche Stimmung, die im Land herrscht und vermag es sehr deutlich aufzuzeigen, wie gefährlich die Ideologie des Nationalsozialismus ist. Der Protagonist Martin Schulse ist ein Beispiel dafür, was passiert, wenn man sich von ihr leiten lässt: Er wird kaltherzig, überheblich und verrät seine früheren Ideale, selbst die ihm einst so wichtige Freundschaft zu Max tritt er mit den Füßen. Er verliert nach und nach seine Menschlichkeit und seine Würde. Man kann nicht anders als ihn zu verurteilen und zu verachten. Und Max? Er reagiert auf eine ganz spezielle, den Leser verblüffende Art auf den Verrat. Seine Antwort ist ein kleiner Geniestreich und auch wenn sie in moralischer Hinsicht nicht lobenswert ist, so verschafft sie vermutlich den meisten Lesern eine gewisse Genugtuung...

Fazit: Ein kleines Meisterwerk mit einer wichtigen Botschaft und einem frappierendem Ende, absolut lesenswert!

Veröffentlicht am 10.10.2018

Unsere hochmoderne Welt: Schrecklich schön oder ganz schön erschreckend?

NSA - Nationales Sicherheits-Amt
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Wir schreiben das Jahr 1942. Deutschland befindet sich in einem Krieg, den es selbst angezettelt hat. Die Lage spitzt sich zu, denn die Nachrichten von der Ostfront sind alles andere als erfreulich. In ...

Wir schreiben das Jahr 1942. Deutschland befindet sich in einem Krieg, den es selbst angezettelt hat. Die Lage spitzt sich zu, denn die Nachrichten von der Ostfront sind alles andere als erfreulich. In Weimar versuchen Mitarbeiter des mit moderner Technik ausgestatteten Nationalen Sicherheitsamtes ihre Arbeitsplätze zu sichern bzw. dem Dienst an der Front zu entgehen, indem sie die außerordentlich wichtige Rolle des NSA für das Dritte Reich unter Beweis stellen. Mit Hilfe von Computern und speziell dafür geschriebenen Programmen sind sie in der Lage, das deutsche Volk zu überwachen, Gegner des Nazi-Regimes aufzuspüren und sogar internationale Spionage zu betreiben. Als es der jungen Programmiererin Helene bewusst wird, welche Konsequenzen ihre Arbeit in der Praxis hat, bekommt sie Zweifel, ob sie das Richtige tut. Damit ist sie nicht alleine. Doch ist es noch möglich, das ausgeklügelte System zu überlisten und dem Wahnsinn ein Ende zu setzen?

In seinem neuesten Roman „NSA – Nationales Sicherheits-Amt“ nimmt uns Andreas Eschbach auf eine Reise in die deutsche Vergangenheit. In einer faszinierenden Mischung aus geschichtlichen Fakten und Phantasie schildert der Autor bewegende Schicksale seiner Protagonisten vor dem Hintergrund der dramatischen Ereignisse in Deutschland und in Europa der 30er und 40er Jahre. Fassungslos verfolgt der Leser, wie das totalitäre Regime immer mehr an Macht gewinnt, um irgendwann Alles und Jeden unter Kontrolle zu haben. Das Verblüffende dabei: Hitlers Erfolg wird maßgeblich durch den Einsatz moderner Technik unserer Zeit ermöglicht. Diese gewagte Idee, Nazis mit Computern auszustatten und ihnen Zugang zu persönlichen Daten der Bürger zu gewähren, setzt der Autor konsequent und sehr überzeugend um. Ähnlich wie er das bereits in seinem Bestseller „Das Jesus Video“ erfolgreich getan hat – ich sage nur: eine Videokamera in einem uralten Grab - so schafft es Eschbach auch hier, den Leser so mit seiner Geschichte zu fesseln, dass dieser schnell vergisst, wie absurd der Gedanke eigentlich ist. Statt dessen taucht er in die Handlung ein und fiebert mit. Sehr hilfreich dabei ist die lebendige Schilderung der handelnden Personen, besonders von Helene und ihrem Arbeitskollegen Eugen. Es sind interessante, komplexe Charaktere, die man sich gut vorstellen und in die man sich zuweilen auch einfühlen kann. Sie lassen den Leser nicht unbeteiligt, vielmehr lösen sie bei ihm die unterschiedlichsten Emotionen aus – die Palette reicht von Bewunderung bis Abscheu. Der flüssige, abwechslungsreiche Schreibstil, überraschende Wendungen und die kontinuierlich steigende Spannung tragen dazu bei, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann, auch wenn einem bei der Lektüre fast durchgehend der Schreck im Nacken sitzt. Das Beunruhigende: Dieser Schreck lässt nach der letzten Seite nicht wirklich nach. Denn mit Beklemmung wird es dem Leser immer wieder bewusst, dass das grauenhafte Szenario keineswegs nur Fiktion ist. Vieles davon, was der Autor mit der Kraft seiner Phantasie in der Zeit des Nazi-Diktatur geschehen lässt – die Abschaffung des Bargelds, Manipulierung und Überwachung durch Medien, internationale Spionage im Netz, von der zunehmenden Transparenz jedes Einzelnen ganz zu schweigen - ist bereits heute Realität. Es reicht ein Blick nach China, wo gegenwärtig die permanente Überwachung der Gesellschaft erprobt wird. Und dies ist mit großer Wahrscheinlichkeit nur der Gipfel des Eisberges. Droht uns allen am Ende digitaler Totalitarismus? Man fragt sich, was sich die Menschheit da einbrockt und wie das Ganze enden wird...

Mit seinem neuesten Roman beweist Eschbach erneut, dass er nicht nur gut unterhalten, sondern auch zum Nachdenken anregen kann – in diesem Fall zum Nachdenken über den Segen und den Fluch unserer modernen Technik, die uns einerseits nützliche Dienste leistet, uns aber andererseits nach und nach abhängig und zu Marionetten macht – Marionetten in Händen derer, die unser Verhalten steuern wollen, unsere Privatsphäre nicht achten und zuweilen unsere Naivität auf die böseste Art ausnutzen. „NSA“ zeigt so deutlich auf, was passieren kann, wenn die moderne Technologie in die falschen Hände gerät, dass man bei der Lektüre eine Gänsehaut bekommt. Es bleibt zu hoffen, dass möglichst viele Menschen wachgerüttelt und zumindest zu einem vorsichtigeren Umgang mit ihren Privatdaten bewegt werden – das wäre schon mal ein Anfang!

Fazit: Ein hochspannender Thriller, der mit seinem brisanten Thema perfekt den Nerv unserer Zeit trifft. Unbedingt lesen!



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  • Spannung
Veröffentlicht am 09.10.2018

Die Geister der Vergangenheit

Heimweh
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Eigentlich sollte der Kinderarzt Jesse Berg an diesem Abend auf seine Tochter Isa aufpassen, weil seine geschiedene Ehefrau Sandra einen Termin hat. Doch dann sieht er sich plötzlich in einem Alptraum ...

Eigentlich sollte der Kinderarzt Jesse Berg an diesem Abend auf seine Tochter Isa aufpassen, weil seine geschiedene Ehefrau Sandra einen Termin hat. Doch dann sieht er sich plötzlich in einem Alptraum gefangen: Sandra liegt ermordet in ihrer Wohnung und Isa ist verschwunden. An der Wand über ihrem Bett steht geschrieben: Du hast sie nicht verdient. Auf der verzweifelten Suche nach Isa begibt sich Jesse nach Garmisch-Partenkirchen, wo er im Internat Adlershof aufgewachsen ist. Die Reise erweist sich als Horrortrip in seine Vergangenheit, die mehr als ein düsteres Geheimnis in sich birgt...

Es war für mich nach „Schlüssel 17“ das zweite Buch von Marc Raabe und auch diesmal bin ich nicht enttäuscht worden. Dem Autor gelingt mit „Heimweh“ ein packender Psychothriller, der durch einen gut konstruierten Plot, perfekten Spannungsbogen, psychologisch glaubwürdige Darstellung der handelnden Figuren und das fulminante Finale besticht. Es ist eins der Bücher, die bei mir mühelos einen Kinofilm im Kopf ablaufen lassen. Und dieser Film ist definitiv nichts für schwache Nerven...

Erwähnenswert finde ich darüber hinaus den meines Erachtens sehr gelungenen, doppeldeutigen Titel und das Cover selbst, das neugierig macht und mit der „blutigen“ Schrift eine Gänsehaut-Lektüre verspricht.

Fazit: Ein rundum gelungener deutscher Thriller, der es mit amerikanischen Thrillern locker aufnehmen kann – klare Leseempfehlung!