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Veröffentlicht am 09.07.2026

(Un-) Ruhezustand

Die Liebe, später
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Von brianna

Das Cover zum Titel " Die Liebe, später " hätte mich jetzt nicht überzeugen können, die Beschreibung und die ersten Seiten waren allerdings von so einem Sog, ...

Kora und Anselm sind seit ...

Von brianna

Das Cover zum Titel " Die Liebe, später " hätte mich jetzt nicht überzeugen können, die Beschreibung und die ersten Seiten waren allerdings von so einem Sog, ...

Kora und Anselm sind seit vielen Jahren verheiratet, ihr Alltag ist in einem ruhigen Fahrwasser angekommen, sie führen eine glückliche WE-Ehe. Doch seit einer Herzklappen-OP fühlt sich Kora in ihrem Leben nicht mehr "zuhause".

Der Besuch bei ihrer Freundin und Mentorin Gabriella scheint ein Ausweg zu sein.

Die Suche nach der Frau ihres alten Freundes, Felix- obwohl, eher Bekannten, könnte alles verändern und Kora als Journalistin neuen Sinn erfahren. Ihr Arbeitgeber möchte sie nämlich nicht (weiterbeschäftigen).
Ob sie Leonie aufspürt, was der Grund ihres Verschwindens war und ob Kora dadurch neue Stabilität erhält, das waren zu Beginn einige der Fragen.

Kora kam mir in den ersten Seiten mit ihren Gedanken und Überlegungen (gerade die, die Anselm betrafen) sehr nahe.

Allerdings zogen sich diese Fragen und Unsicherheiten durch das gesamte Buch.
Wann entscheidet sich Kora endlich? Warum verletzt sie so viele, liebe Menschen um sich herum? Statt gelassen und dankbar zu sein, will sie plötzlich raus, alles anders machen und "frei" sein. Doch das bedeutet nicht immer, daß man auch glücklich ist.

Fazit:
Ansichten einer (alternden) Ehe.
Anfangs fesselnd, später anstrengend. 3.5 ☆

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Veröffentlicht am 09.07.2026

Karma und mehr

Karma
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Das Cover ist genretypisch gestaltet. Der (Bestseller-)Autor und Yogameister Sadhguru ist allein und ohne visuelle Ablenkung auf dem Cover, dazu ist der thema-erläuternde Titel abgebildet.

Ich bin von ...

Das Cover ist genretypisch gestaltet. Der (Bestseller-)Autor und Yogameister Sadhguru ist allein und ohne visuelle Ablenkung auf dem Cover, dazu ist der thema-erläuternde Titel abgebildet.

Ich bin von Selbsthilfebücher oft abgeschreckt, bei "Karma" war ich mir deshalb nicht sicher, ob dieses auch so auf mich wirkt.

Yoga-Meister Sadhguru erklärt zuerst, daß er kein Guru/ Gelehrter ist und dann, wie unser Handeln und unser Schicksal zusammenhängen.
Denn Karma ist weder Bestrafung noch Schicksal, sondern baut sich durch unsere Handlungen auf/ ab.

Im ersten Teil erhält man Erläuterungen, wie man mit seinem Karma umzugehen lernt. Denn neben unseren Taten wird es auch von der Vergangenheit, unseren Vorfahren, der Natur und auch von der Nahrung beeinflußt, die wir zu uns nehmen. Energie verschwindet nicht- sie transformiert sich nur. So haben auch die Toten noch ihr Karma, sofern sie es nicht vor dem Tod abgebaut haben- diesen Gedanken fand ich zu spirituell.

Im 2. Teil des Buches behandelt er Karma Yoga und den physischen, mentalen und energetischen Körper.

Teil 3 widmet sich dem Persönlichen - in einem Interview gibt Sadhguru
Antworten, die ein Verständnis zu denen doch sehr theoretischen vorherigen 2 Teilen hervorbringen sollen.

Es schließt sich ein Glossar mit den vielen Fachbegriffen an.

Mir gefällt, daß die kleinen Geschichten zwischen den Kapiteln eine Nähe zwischen Leser und Autor herstellen, die zudem äußerst locker und witzig erzählt werden. So hat man nicht das Gefühl, daß nur mit erhobenen Zeigefinger gelehrt wird.

Sadhgurus Erzählstil ist recht langatmig und detailliert- auch mit Fachwörter gefüllt- sodaß man sehr konzentriert lesen muß, um den Faden nicht zu verlieren.
Da ich das Buch im Nachtdienst las', war es oft recht mühselig.
Auch bin ich mir nicht sicher, ob ich die Erkenntnisse 1:1 so übernehmen würde.

Fazit: ein interessantes Buch für Fortgeschrittene, die tiefer in die Thematik eintauchen wollen. Und für Fans- denn Sadhgurus Werbung für seine App, Kurse usw. ist schon z.T. recht aufdringlich.

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Veröffentlicht am 08.06.2026

leichte Sommerlektüre

Au revoir und tschüss
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Das Cover zu " Au revoir und tschüss " von Gudrun Lochte zeigt eine Frau in einem weißen, sich bauschenden Kleid und erinnert mich ein wenig an die Darstellung "Bonjour/ Merci, Agneta"- wenngleich diese ...

Das Cover zu " Au revoir und tschüss " von Gudrun Lochte zeigt eine Frau in einem weißen, sich bauschenden Kleid und erinnert mich ein wenig an die Darstellung "Bonjour/ Merci, Agneta"- wenngleich diese deutlich farbenfroher war. Die Gestaltung des Covers sowie die farbenfrohe, auf transparentem Papier gedruckte, Darstellung Uzès im Inneren erzeugen genau die richtige Sommer-Stimmung, die das Buch leicht wirken lassen.

Ähnlich wie Agneta befreit sich die Protagonistin Caro von ihrem unsäglichen Mann und ihren (Alltags-)Pflichten und lernt sich in Frankreich neu selbst kennen. Dazu benötigt sie nur einen Sprachkurs und einige Impulse von bis dato Fremden.

Erwartet hatte ich einen Sommerroman, einen Hauch französische Dramatik und ein friedvolles Ende.
Die Dramatik blieb aus, die Geschichte bediente einige Klischees und war zu häufig vorhersehbar- immerhin bleibt Caro nach ihrer Affäre nicht in Frankreich, sondern kehrt heim und ändert ihr Leben grundlegend.

Mir war dieser Roman emotional zu oberflächlich, auch den einzelnen Figuren fehlte es an Tiefe. Mich hätte als Kontrast zu Caro auch Holgers Sicht auf ihre Ehe interessiert.

Die Beschreibungen der Landschaft in Südfrankreich, vor allem der Schönheit Uzès, ist der Autorin aber gut gelungen.
Ihr Schreibstil ist einfach und leicht, flüssig zu lesen.

Für große Veränderungen braucht es den ersten Schritt. Allerdings würde ich dieses Buch nicht jemandem empfehlen, der diesen Mut erst aufbringen muß.
Dies hier ist "nur" eine lockere Sommerlektüre.

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Veröffentlicht am 19.05.2026

Abhängigkeit und Macht

Die Liebeshungrigen
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Das Cover zum Buch " Die Liebeshungrigen " zeigt eine Frau, die ihr Gesicht hinter ihrer mit Ringen geschmückten Hand versteckt, neben einem Mann, dessen markantes Gesicht nur hälfig und unterhalb seiner ...

Das Cover zum Buch " Die Liebeshungrigen " zeigt eine Frau, die ihr Gesicht hinter ihrer mit Ringen geschmückten Hand versteckt, neben einem Mann, dessen markantes Gesicht nur hälfig und unterhalb seiner Augen sichtbar ist. Der schwarze Hintergrund scheint rissig, wie bei einer älteren Photographie.

Dan Lehmann, Ex-Präsident, ist Alkoholiker und kein Menschenfreund. Der Hauptprotagonist im neuesten Roman der Autorin Karine Tuil wirkt sehr unsympathisch, suhlt sich in Selbstmitleid und scheint sich aufgegeben zu haben.

Seine deutsche Frau Hilda dagegen hat endlich ihren großen Erfolg, alle reden über sie. Und genau das ist in der heutige Zeit mit Social Media, den Medien allgemein, schon fast wichtiger als reich und schön zu sein. Es bedeutet Macht.

Macht, die ihm abhanden gekommen ist, ebenso wie die Liebe zwischen ihnen.
Wenn es sie denn je gab?
Oder war es nur die Anziehung, die ihn veranlaßte, seine vorherige Frau zu verlassen, die ihm immer loyal zur Seite stand, ihn liebte und ihn unterstützte?

Marianne, nun befreit, wenngleich (von ihr) ungewollt, schafft es, mit ihrem neuen Buch über einen Femizid zu begeistern.
Die Verfilmung steht bevor, der Regisseur ist zwar ein Künstler, zugleich aber auch ein Arschloch, der keinerlei Respekt vor Frauen zeigt. Auch er unsicher, da sein Werk häufig nicht verstanden wird.

Ihre jüngste Tochter verliebt sich in ihn, ebenso wie das Bodydouble für ihre Hauptfigur zuvor und auch ihre Nochfolgerin an Dan's Seite: Hilda.

Allem liegt also die Sehnsucht nach Liebe, und Sichtbarkeit zugrunde.


Der Schreibstil war zu Beginn ansprechend, leicht lesbar und spannend. Später wurde es dann eher zäh, die vielfältigen Themen häufig nur angerissen. Es fehlte an Tiefe, am Verständnis, die Nachvollziehbarkeit der Handlungen und Gedanken der Mitwirkenden verflog. Zudem war mir die Sprache häufig zu derb, vulgär.

Aus Machtverlust, -losigkeit, #meetoo, Patchwork-Familien, Erwachsenwerden, Filmkunst, Verlagswesen, Abhängigkeiten und Politik hätte man durchaus etwas machen können. Hier war es einfach nur zuviel (zusammengepreßt).

Für mich leider kein Höhepunkt in diesem (Lese-) Sommer.

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Veröffentlicht am 19.05.2026

Krimi ad absurdum

Hope Joanna
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Das Cover von Horst Evers' " Hope Joanna " ist ein auffallend schöner und passend zum Inhalt gestalteteter Hingucker. Eine junge Frau in Polizeitrainingsjacke hockend (auf einem Dach?) vor dem Fernsehturm ...

Das Cover von Horst Evers' " Hope Joanna " ist ein auffallend schöner und passend zum Inhalt gestalteteter Hingucker. Eine junge Frau in Polizeitrainingsjacke hockend (auf einem Dach?) vor dem Fernsehturm links, rechts hinter ihr der Mond. Sie scheint auf "dem Sprung" zu sein. Alles in kräftigen Farben- Rot, dunkles Blau und alles ruft: "dit is Berlin".

So wie die Hauptprotagonistin, Hope Joanna. Unfreiwillig Internetstar (Batgirl) und hauptberuflich Kriminalhauptkommissarin schlägt sie sich mit einem neuen Fast-Partner, ihrem Chef, der Oberchefin (Innensenatorin, als Galadriel kostümiert) und 2 Mordopfern herum. Dazu die (üblichen) Verdächtigen, einem Verehrer, einem Geheimorden und einem (vielleicht?) Baron, der mit den Nazis gemeinsame Sache macht und die Union-Fans fast vergiftet.
Dazu wird ihr noch eine Social Media Expertin auf's Auge gedrückt und sie MUSS einen Insta-Account bespielen.

Na, wenn das kein Spaß wird?! ;)

Die Figuren, die der Autor entwirft, sind ebenso adsurd wie die Handlung selbst.
Allerdings sind Joanna, Zecke, der Bautzener und vor allem der Leiter der Spusi alle so sympathisch, daß man vor Spannung kaum aufhören kann, etwas anderes tun zu wollen, als weiterzulesen.

Evers' Humor gefiel mir extrem gut. Er grenzt diesen Krimi sehr deutlich vom übrigen Genre ab, ohne zu albern zu werden.

Allein das Ende.... aber das ist ja ein häufiges Problem. ;)
Gute 4 ☆

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