Todesfall in der Eishölle
Das Ganymed-FragmentDas Cover ist so düster und geheimnisvoll wie die Geschichte selbst und passend zum Inhalt gestaltet. 3 Menschen in Raumanzügen stehen in einer Gesteinshöhle und schauen in eine Art Grube vor ihnen. Womit ...
Das Cover ist so düster und geheimnisvoll wie die Geschichte selbst und passend zum Inhalt gestaltet. 3 Menschen in Raumanzügen stehen in einer Gesteinshöhle und schauen in eine Art Grube vor ihnen. Womit wir schon inmitten der Handlung sind.
Im Jahr 2225, auf der Raumstation Ceres, lebt Alan Bishop, ein abgehalfteter Ermittler, der selbst in dem Dreck haust, in dem er die Verbrechen aufklärt.
Ceres war zuvor ein Glanzlicht der Hoffnung auf der Suche nach Rohstoffen und ist nun zu dem korrupten Ghetto geworden, von dem alle (von) der Erde entfliehen wollten.
Alan erhält den Auftrag, nach Ganymed zu reisen, um dort den Tod eines Minenarbeiter aufzuklären. Dieser starb unter mysteriösen Umständen, die mit einem außerirdischen Artefakt in Zusammenhang stehen.
Den Schreibstil empfand ich bisweilen als schwer zugänglich, da er noch sehr roh und häufig zu technikverliebt war. Auch den Dialogen merkt man deutlich an, daß der Autor noch "neu im Geschäft" ist. Einiges wirkte sehr hölzern, einige Begegnungen oder Handlungen sehr konstruiert.
Den Protagonisten Alan konnte ich mir gut vorstellen, auch seine Art zu denken gefiel mir.
Autor David Reimer kombiniert hier Sci-Fi mit einem eher klassischem Detektivroman und fügt noch einige Thrillerelemente hinzu.
Die politische Themen, Machtmißbrauch, Korruption u.ä. wirken gut durchdacht und geben dem Roman Aktualität.
Die Welt, die er erschuf, ist so durchaus vorstellbar, dennoch braucht man etwas bis man in die Geschichte hineinkommt. Dann ist sie aber durchaus fesselnd. Leider wurde so gar nicht auf die nicht-irdische Technologie des Fundstückes eingegangen. Schade.
Insgesamt war es mir zu überfrachtet, einiges zu konstruiert und unlogisch... und daß es eine Fortsetzung gibt, hätte ich auch gern vorher gewußt.
Gute 3.5 ☆