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Veröffentlicht am 08.03.2020

Gut konstruierter Krimi

Die Engelmacherin (Ein Falck-Hedström-Krimi 8)
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„Die Engelmacherin“ ist jetzt der bereits 8. Teil der Falck-Hedström-Reihe. Auch in diesem Teil bleibt sich die Autorin treu und verbindet eine Geschichte/Krimi aus Vergangenheit und Gegenwart. Dem Leser ...

„Die Engelmacherin“ ist jetzt der bereits 8. Teil der Falck-Hedström-Reihe. Auch in diesem Teil bleibt sich die Autorin treu und verbindet eine Geschichte/Krimi aus Vergangenheit und Gegenwart. Dem Leser wird hier wieder ein gut gemachter und fesselnder Krimi präsentiert, der auch durch die Auftritte der vielen „alten Bekannten“ punkten kann. Für Serienfans natürlich immer das Highlight, wenn dabei diese Figuren weiter an Profil gewinnen und ihre persönlichen Geschichten weiter vertieft werden. Da aber bei dieser Serie der Autorin die Krimihandlungen immer sehr stark mit den Hauptprotagonisten Falck/Hedström verbunden sind, ist es für Neueinsteiger nicht immer leicht dem Erzählten zu folgen. Das ist auch in diesem Band nicht anders. Kreist doch anfänglich viel um persönliche und familiäre Tatsachen. Und wie schon in den Vorgängern gibt es zwei Zeitebenen. Diese sorgen für größere Spannung, rätselt man doch automatisch mit, wie das Geschehene im Zusammenhang steht. Besonders „verselbstständigt“ haben sich dabei in dieser Serie die Alleingänge von Erica Falck, von denen ihr Mann, der Polizist, allerdings nichts wissen darf. Bei diesen Aktionen Ericas ergeben sich stets kleinere Hinweise und neue Denkanstöße für den mitratenden Leser. Als Manko muss ich allerdings sagen, dass für mich der eigentliche Krimi zu spät im Buch beginnt. Durch die weit schweifenden Ausführungen zwischen Vergangenheit und Gegenwart bleibt für die eigentliche Ermittlungsarbeit nicht mehr viel Raum. Das Ende wird dann zwar dank der tollen Erzählkunst der Autorin spannend erzählt und der Fall selbst souverän abgeschlossen. Kurzum: Auch der 8. Teil reiht sich nahtlos in die guten Krimiplots der Vorgänger ein. An manchen Stellen hätte die Autorin zwar etwas straffer erzählen können, aber im großen und ganzen ist ihr ein Roman/Krimi gelungen, der durchaus zu unterhalten vermag. Ich vergebe eine Leseempfehlung und 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 08.03.2020

Weber & Jäger wieder auf Zeitreise

Karfreitagsmord
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Nach Teil 1 „Dreikönigsmord“ hatte ich auf eine Steigerung in diesem 2. Teil „Karfreitagsmord“ von Bea Rauenthal gehofft. Aber mein Wunsch sollte leider nicht in Erfüllung gehen. Diesmal verschlägt es ...

Nach Teil 1 „Dreikönigsmord“ hatte ich auf eine Steigerung in diesem 2. Teil „Karfreitagsmord“ von Bea Rauenthal gehofft. Aber mein Wunsch sollte leider nicht in Erfüllung gehen. Diesmal verschlägt es Weber & Jäger ins ausgehende 19. Jahrhundert. Ist Jäger auch hier ein Polizist bekommt Weber eine denkbar ungünstige um nicht zu sagen absurde Rolle zugewiesen. Sie ist eine 18jährige, ja richtig gelesen 18, junge Frau aus gutem Haus. Also alberner geht es ja wohl kaum noch. Mutiert eine gestandene Kriminalkommissarin aus dem Heute in eine Unmündige – nein das geht echt nicht. Da war bei mir „der Ofen aus“. Ich konnte und wollte diesen Kriminal-?/Zeitreiseroman? nicht mehr zu Ende lesen. Dafür gibt es zu viele gute Bücher mit denen man sich die Zeit versüßen kann. Ob ich mir Neugierde halber den 3. Teil noch antue glaube ich nicht – na mal sehen wie die Kritiken sind. Diesen 2. Teil kann ich nicht weiterempfehlen und vergebe nur einen Stern weil es mindestens einer sein muss um als Rezension gewertet zu werden.

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Veröffentlicht am 08.03.2020

Zeitreise-Krimi

Dreikönigsmord
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„Dreikönigsmord“ ist der 1. Teil einer Zeitreise-Krimi-Trilogie. Die Polizeibeamten Weber & Jäger aus der Gegenwart müssen einen Mord im Mittelalter lösen. Das liest sich ja erst mal ganz vielversprechend. ...

„Dreikönigsmord“ ist der 1. Teil einer Zeitreise-Krimi-Trilogie. Die Polizeibeamten Weber & Jäger aus der Gegenwart müssen einen Mord im Mittelalter lösen. Das liest sich ja erst mal ganz vielversprechend. Doch die Umsetzung fand ich dann alles andere als gelungen. Für einen wirklich guten Krimi war die Reise und Verweildauer im Mittelalter teilweise albern und unlogisch dargestellt. Und die Krimi-Spannung wollte sich bei mir auch nicht richtig einstellen. Ich hatte das Empfinden immer wenn der Spannungsbogen abfiel musste schnell ein neuer Mord her. Auch was sich so im Mittelalter abspielte passte so überhaupt nicht zu historisch Belegtem. Hier ist schon viel schriftstellerische Freiheit am Werk gewesen. Also ich kann diesen Krimi nicht so richtig einordnen. Weder ein richtiger Krimi mit plausibler Ermittlungsarbeit noch ein Zeitreise-Roman mit historischem Flair. Nein aus meiner Sicht leider kein Buch, dass ich weiter empfehlen möchte. Und nur weil mir die Idee durchaus hätte gefallen können gerade noch 2 von 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 08.03.2020

Atmosphärisch dichter HistoKrimi

Der Teufel von New York
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Die Geschichte wird aus der Ich-Erzähler-Perspektive der Hauptfigur des Tim Wilde geschildert. Es umspannt die Anfänge der Polizei im New York des 19. Jahrhunderts. Die Autorin Lyndsay Faye präsentiert ...

Die Geschichte wird aus der Ich-Erzähler-Perspektive der Hauptfigur des Tim Wilde geschildert. Es umspannt die Anfänge der Polizei im New York des 19. Jahrhunderts. Die Autorin Lyndsay Faye präsentiert hier einen gut recherchierten historischen Kriminalroman der zu gleich auch den Auftakt zu einer Serie um den Ermittler Timothy Wilde bildet. Die Handlung beginnt ohne langatmige Einführungskapitel mit einem Feuer. Dadurch lernt Timothy Bird Daly kennen, und findet sich schneller als ihm lieb ist in einem Fall wieder, in dem es um ermordete und unsagbar grausam zugerichtete Kinder geht. Timothys Ermittlungen führen ihn dabei alsbald in die Elendsviertel und die New Yorker Unterwelt. Das dabei skizzierte Alltagsleben und der Überlebenskampf im New York in der Mitte des 19. Jh. ist gut recherchiert und wird detailreich in die Story eingebaut. So erfährt der Leser z. B. etwas über die medizinisch/hygienischen Zustände oder aber auch über die Auseinandersetzungen zwischen den verschiedenen Einwandernationalitäten. Trotz weniger Hinweise zur Lösung kann Timothy dank Beharrlichkeit den Fall dann doch aufklären. Die auftretenden Charaktere sind allesamt liebevoll ausgearbeitet. Sie überzeugen in ihren jeweiligen Rollen. Der Schreibstil ist flüssig zu lesen, sieht man mal von der Gaunersprache „Flash“ ab. Insgesamt betrachtet ist Lyndsay Faye ein wirklich toller HistoThriller gelungen. Er hat mich in allen Belangen – Figuren, Handlung, Historie, Atmosphäre - absolut überzeugt. Ich empfehle dieses Buch gern weiter und vergebe 5 von 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 08.03.2020

Gelungener Auftakt

Mörderische Côte d'Azur
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„Mörderische Cote d'Azur“ ist der Auftaktband der Commissaire Duval-Reihe von Christine Cazon. Kaum aus Paris in Cannes angekommen, muss Leon Duval schon seinen ersten Fall lösen. Eine gehörige Umstellung ...

„Mörderische Cote d'Azur“ ist der Auftaktband der Commissaire Duval-Reihe von Christine Cazon. Kaum aus Paris in Cannes angekommen, muss Leon Duval schon seinen ersten Fall lösen. Eine gehörige Umstellung für den Commissaire. Hat er doch hier weder eine Ahnung von den Gepflogenheiten noch weiß er ein schlagkräftiges Team hinter sich. Doch er hat Glück. Seine Mitarbeiter stellen sich als loyale und fähige Polizisten heraus, sodass ein Ermitteln nicht unmöglich ist. Die Tätersuche und dessen Motivation dabei bleibt lange offen. Dadurch schafft es die Autorin die Spannung gut zu halten. Wie in Frankreich-Krimis üblich, wird auch in diesem viel mit dem Lokalkolorit kokettiert. Die handelnden Personen werden gekonnt in Szene gesetzt und überzeugen in ihren jeweiligen Rollen, allen voran natürlich Commissaire Duval, von dem man nach und nach so einiges erfährt. Insgesamt kann man sagen hat die Autorin einen guten unaufgeregten aber deshalb nicht weniger spannenden Serienstart für Leon Duval hingelegt. Mich hat der Krimi gut unterhalten und ich vergebe dafür 4 von 5 Sterne.

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