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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.02.2020

Frauenschicksale in den 1920er Jahren

Die Frauen von Richmond Castle
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Tracy Rees hat einen unterhaltsamen aber auch gleichzeitig gesellschaftskritischen historischen Roman geschrieben, der den Leser in das vergangene Jahrhundert entführt. Hier werden durch das Verlagern ...

Tracy Rees hat einen unterhaltsamen aber auch gleichzeitig gesellschaftskritischen historischen Roman geschrieben, der den Leser in das vergangene Jahrhundert entführt. Hier werden durch das Verlagern der Perspektiven die Geschichten von Blue, Delphine und Midge erzählt.
In dem Roman wird von Frauen erzählt, die zwar aus unterschiedlichen Verhältnissen kommen, doch das gleiche Ziel verfolgen. Sie wollen und müssen gegen die Allmacht der Männer kämpfen um sich ein Stück vom Glück des Lebens zu sichern. Das alles passiert in den 1920er Jahren, einer Zeit, in der doch viele Veränderungen und Umbrüche stattfanden. So skizziert die Autorin anhand der Frauenschicksale diese Zeitepoche in bildhafter Sprache. Die Themen häusliche Gewalt, das Unterlegen sein gegenüber Männern, das Träumen von einem selbstbestimmten Leben wird hier spannend erzählt.
Die Geschichte wirkt durchaus lebensnah geschildert, ich konnte mich gut hineindenken. OK, die Geschichte an sich ist nicht ganz neu, aber der Schreibstil war flüssig und mitreißend, so dass ich das Buch trotz der über 500 Seiten schnell durch hatte. Mich hat der Roman gut unterhalten. Dafür gibt es von mir eine Leseempfehlung und 4 von 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 24.02.2020

Spannender Roman

Das Gerücht
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„Das Gerücht“ ist ein unglaublich spannender Roman in dem aufgezeigt wird, wie schnell in Umlauf gebrachte unbestätigte Informationen (positiver oder auch negativer Art) sich verselbstständigen können ...

„Das Gerücht“ ist ein unglaublich spannender Roman in dem aufgezeigt wird, wie schnell in Umlauf gebrachte unbestätigte Informationen (positiver oder auch negativer Art) sich verselbstständigen können und was daraus entstehen kann. Worum geht es: Joanna zieht mit ihrem Sohn in eine Kleinstadt. Um sich bei den neuen Nachbarn beliebt zu machen streut sie ein Gerücht, was alsbald Ereignisse in Gang setzt, die sie selbst nicht mehr aufhalten kann.
Die Autorin hat einen interessanten und fesselnden Roman geschrieben der die Spannung allmählich aufbaut. Die auftretenden Personen wirken echt und ihr Handeln einleuchtend. Mein einziger kleiner Kritikpunkt wäre, dass der Roman die eine oder andere Passage hat in der die Handlung nicht richtig flüssig vorankommt. Ansonsten ist der Schreibstil geradlinig und flüssig zu lesen. Einmal angefangen hatte ich Mühe das Buch erst einmal wieder aus der Hand zu legen.
Kurzum: Ein durchaus gelungener Roman mit einem interessanten Plot, der zu fesseln versteht. Ich empfehle den Roman gern weiter und vergebe 4 von 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 24.02.2020

Nach wahren Begebenheiten

Die Spionin
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„Die Spionin“ ist eine Anerkennung der Leistungen von Nancy Wake im 2. Weltkrieg. Fesselnd wie ein Thriller, ist dieses Buch eine Mixtur aus tatsächlichen Begebenheiten und schriftstellerischer Freiheit. ...

„Die Spionin“ ist eine Anerkennung der Leistungen von Nancy Wake im 2. Weltkrieg. Fesselnd wie ein Thriller, ist dieses Buch eine Mixtur aus tatsächlichen Begebenheiten und schriftstellerischer Freiheit. Doch worum geht es: Unter ihrem Spitznamen „Weisse Maus“ hilft Nancy von den Nazis verfolgten Franzosen das Land zu verlassen. Als sie selbst gezwungen ist nach England zu fliehen ist man dort schon auf sie aufmerksam geworden. Sie wird zur Agentin ausgebildet mit dem Ziel in der Resistance mitzuarbeiten.
Der Roman war für mich ein echter Pageturner. Die vielen handelnden Personen wirken durch ihre jeweilig geschilderten Charaktere lebendig und überzeugend. Was wiederum der Geschichte zugute kommt, da sie nachvollziehbar und glaubwürdig wird und das Thema Krieg in all seinen Facetten ernsthaft darstellt. Der Schreibstil ist geradlinig und flüssig zu lesen. Durch die geschilderten Aktionen wird auch immer wieder die Spannung angehoben, so dass die Geschichte nicht an Impulskraft verliert und man gern weiterliest.
Kurz gesagt: Ein toller Roman, der die Gräuel einer schlimmen Zeit erzählt, aber auch über Mut, Hoffnung und Liebe. Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Ich spreche eine Leseempfehlung aus und vergebe 5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 23.02.2020

Knallharter Krimi mit extremen Hauptfiguren

Blutiger Winter
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Der Autor lässt in seiner neue Serie seinen Inspektor Akyl Borubaew in der kirgisische Hauptstadt Bischkek auf Verbrecherjagd gehen.
Eine junge Frau, die zuvor noch nie schwanger war, wird in Bischkek ...

Der Autor lässt in seiner neue Serie seinen Inspektor Akyl Borubaew in der kirgisische Hauptstadt Bischkek auf Verbrecherjagd gehen.
Eine junge Frau, die zuvor noch nie schwanger war, wird in Bischkek mit aufgeschlitztem Unterleib gefunden. In ihrer freigelegten Gebärmutter ein Fötus eines Jungen. Zeitnah verschwindet im Grenzland zu China eine Schwangere. Das kann doch kein Zufall sein? Als sich herausstellt, wessen Tochter hier tot aufgefunden wurde, ahnt Borubaew, dass die Ermittlungen alles andere als leicht werden. Prompt gerät er in ein dunkles und undurchdringliches Geflecht aus Intrigen, Unmenschlichkeit und Machtmissbrauch. Seine Ermittlungen führen ihn direkt in das schmutzige Herz der Stadt, wo Drogenhandel, Prostitution, Gewalt und Tod an der Tagesordnung sind. Und er muss jedesmal, sollte er die falschen Fragen stellten um sein eigenes Leben fürchten. Also wem kann er eigentlich noch trauen?
„Blutiger Winter“ ist wahrlich nichts für schwache Nerven. Die Beschreibungen der Schwierigkeiten die Akyl Borubaew wegen der politischen Machthaber und ihrer Art der Durchsetzung ihrer Interessen hat, ist wortgewaltig und genial erzählt. Auch die Szenen in der „Unterwelt“ mit ihren anstößigen und schmutzigen Aktionen passen absolut in diese Krimihandlung. Wer sich von soviel „Unschönem“ nicht abschrecken lässt, wird ein wirklich gelungenen Debütroman vorfinden, den es in dieser Art noch nicht so oft gegeben hat.
Für mich ein gelungener, wenn auch extrem anders angelegter Krimi. 5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 23.02.2020

Tödliches Frankfurt

Siebenschön
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In diesem Thriller stoßen zwei Ermittlerinnen auf einander, die unterschiedlicher nicht sein könnten.
Emilia, die ermittelnde Kommissarin muss sich erst einmal mit ihrer neuen Mitstreiterin, Mai Zhou, ...

In diesem Thriller stoßen zwei Ermittlerinnen auf einander, die unterschiedlicher nicht sein könnten.
Emilia, die ermittelnde Kommissarin muss sich erst einmal mit ihrer neuen Mitstreiterin, Mai Zhou, arrangieren. Diese ist nicht nur ehrgeizig und intelligent, nein sie ist auch noch so bescheiden. Was für ein Schlamassel. Zu allem Überfluss kommt da auch noch eine Mordserie rein. Ein berechnender und besonders akribisch agierender Mörder inszeniert seine abscheulichen Morde geradezu. Während die beiden Ermittlerinnen so ihre Anlaufschwierigkeiten miteinander haben, müssen sie feststellen, dass der Mörder ihnen immer wieder einige Schritte voraus ist.
Die Darstellung der beiden Hauptprotagonistinnen und die Krimihandlung ergeben einen hervorragenden Thriller, der von der ersten bis zur letzten Seite den Leser zu fesseln versteht.
Die einzelnen Handlungsabläufe verbinden sich allmählich fast wie von selbst zu einem überzeugenden Ganzen. Die Sprache ist flüssig und schnörkellos und durch die geschickt eingelassen Wendungen, weiß man auch nicht zu früh wer der unheimliche Mörder ist.
Von mir erhält dieser Thriller eine uneingeschränkte Leseempfehlung und 5 von 5 Sternen.

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