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Veröffentlicht am 22.10.2020

Ein toller Reihenauftakt

Ashes and Souls - Schwingen aus Rauch und Gold
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Von “Ashes and Souls - Schwingen aus Rauch und Gold” habe ich schon so viel Gutes gehört, dass ich mir unbedingt eine eigene Meinung bilden wollte. Da ich ein großer Fantasyliebhaber bin war ich natürlich ...

Von “Ashes and Souls - Schwingen aus Rauch und Gold” habe ich schon so viel Gutes gehört, dass ich mir unbedingt eine eigene Meinung bilden wollte. Da ich ein großer Fantasyliebhaber bin war ich natürlich nochmal um einiges neugieriger und da ich den Schreibstil von Ava Reed sehr gerne mag wusste ich, dass mich das Buch bestimmt nicht enttäuschen würde. Schon wie bei ihren anderen Büchern auch finde ich das Cover von diesem Buch und auch vom zweiten Teil einfach wunderschön. Die Farbkombination aus Schwarz und Goldtönen im Zusammenspiel mit der Silhouette und dem großen Flügel auf der rechten Seite ist einfach ein Traum. Außerdem passt das Cover super zum zweiten Teil, da dort der Flügel auf der linken Seite ist und man nun ein komplettes Flügelpaar hat, wenn man die beiden Bücher nebeneinander stellt. Außerdem passt das Cover natürlich auch wunderbar zur Geschichte.
Avas Schreibstil konnte mich wie immer überzeugen. Er lässt sich super flüssig lesen und Ava Reed schafft es, die Schauplätze und Geschehnisse so zu beschreiben, dass ich sie mir bildlich vorstellen konnte. Ich fand es toll, dass sie die Prager Sehenswürdigkeiten noch ein bisschen erklärt hat, da ich noch nie in Prag war und sie mir so viel besser vorstellen konnte. Sie schafft es nicht nur Orte lebendig werden zu lassen, sondern auch der Geschichte viele Gefühle und Emotionen zu verleihen, sodass diese einen nicht mehr loslässt.
Ich habe mich sehr auf die Story gefreut, aber zu Beginn konnte sie mich nicht direkt abholen. Ich bin zwar sehr gut in die Geschichte reingekommen, allerdings hat sich dann alles sehr langsam entwickelt und ich hatte das Gefühl, als würde nicht so richtig viel passieren. Der Plot des Buches hat mir sehr gefallen. Die Idee mit Milas Gabe und ihrer Suche nach Antworten in ihrer Heimatstadt Prag klang sehr spannend. Auch das Aufeinandertreffen der hellen und dunklen Welt, der endlichen und der unendlichen, fand ich wirklich toll. Allerdings dauerte es etwas bis mich das Buch fesseln konnte. Zu Beginn kommt Mila in Prag an, sucht nach Antworten, lässt sich aber sehr schnell von Asher und Tariel ablenken. Nachdem ich dann aber so richtig in das Buch hineingefunden hatte, konnte es mich sehr gut mitreißen. Es war sehr spannend zu erfahren, welche Kräfte Mila tatsächlich besitzt und auch der Aspekt, dass Asher sie vor Tariel und seinen Freunden versteckt hat dem Ganzen eine Grundspannung gegeben.
Die Geschichte wird aus der Sicht von Mila, Tariel und Asher erzählt. Durch die Dreiteilung erhält man einen sehr umfassenden Blick über die Handlung und die Gefühle der drei Protagonisten. Mila mochte ich sehr gerne. Sie ist eine sehr liebenswerte Person, die allerdings stark darunter leidet, dass sie seit dem Tod ihrer Mutter sehr einsam ist und durch ihre Gabe kaum Freunde hat. Ich fand es toll, dass sie im Laufe der Geschichte Freunde finden konnte, auch wenn manche davon nicht die Freunde waren die sie sich vorgestellt hat. Mila ist außerdem sehr mutig und besitzt einen eigenen Willen, der sie manchmal relativ stur wirken lassen kann. Das fand ich aber gar nicht schlimm, das hat sie umso interessanter gemacht.
Die beiden männlichen Protagonisten Asher und Tariel könnten unterschiedlicher nicht sein. Asher gehört als dunkler Ewiger zur dunklen Sphäre. Aber dass dunkel nicht gleich böse bedeutet erfährt man in diesem Buch ganz besonders. Asher ist mir schnell ans Herz gewachsen und ich fand es toll, dass man eine sehr starke Entwicklung bei ihm feststellen konnte. Er braucht eine ganze Weile um sich von der Verbissenheit die Welt zusammenhalten zu wollen zu trennen und sich seinen Gefühlen stellt.
Tariel, Micael und Ezechiel gehören zu den hellen Ewigen. Tariel war für mich kein von grund auf schlechter Charakter. Man merkt ihm an, dass er sehr verbissen ist und alles dafür tut um eine Aufgabe zu erfüllen. Man kann feststellen, dass er immer mehr mit sich selbst und seinen Prinzipien kämpft. Micael und Ezechiel sind mir sehr ans Herz gewachsen, besonders Mic. Sie sind beide super sympathische Charaktere und Mics selbstlose Aktion zum Ende hin hat mich komplett davon überzeugt, dass er mein absoluter Lieblingscharakter in diesem Buch ist. Aber auch Ashers Bruder Ceto und dessen Freundin Reia haben einen tollen Beitrag zur Geschichte geliefert.
Super spannend fand ich auch noch die Beschreibungen der Welt der Lichten und der Dunklen. Die verschiedenen Sphären können durch Portale erreicht werden und individuell von den Ewigen gestaltet werden. An manchen Stellen hätte ich mir aber gerne etwas “mehr” gewünscht. Es ging mir manchmal einfach zu schnell und mir hat etwas die Tiefe gefühlt. Ich hatte auch erwartet, dass Mila sich vor der ihr doch sehr fremden Welt etwas sträubt. Ein kleines Zögern hätte mich gefreut. Ich mochte das Buch aber trotzdem sehr gerne und dank des fiesen Cliffhangers muss ich bald unbedingt Band 2 lesen. Das Buch bekommt von mir 4 von 5 Sternen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.10.2020

Spannender erster Teil

Ein Traum vom Glück
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“Ein Traum vom Glück“ von Eva Völler hat mich durch die Gestaltung des Covers sofort auf die Geschichte neugierig gemacht. Die Gestaltung der Personen in Farbe und die Häuser und Zechenlandschaft in Schwarz-Weiß ...

“Ein Traum vom Glück“ von Eva Völler hat mich durch die Gestaltung des Covers sofort auf die Geschichte neugierig gemacht. Die Gestaltung der Personen in Farbe und die Häuser und Zechenlandschaft in Schwarz-Weiß stimmt, ohne einen Blick in das Buch zu werfen, den Leser bereits in das Geschehen und Leben der damaligen Zeit ein. Kohlenstaub nicht nur in der Grube sondern auch in der Luft. Ärmliche Verhältnisse der Nachkriegszeit und doch Menschen, die Ihre Zukunft in die Hand nehmen und für ein besseres Leben kämpfen.
Ich habe diese Zeit aufgrund meines Alters nicht miterlebt. Mein Großvater und Urgroßvater haben jedoch auf der Zeche gearbeitet. Mein Urgroßvater war Hauer und mein Großvater hat Untertage Zug gefahren. Somit verbindet meine Familie und mich die Geschichte dieser Zeit ganz besonders.
Vor “Ein Traum vom Glück” habe ich noch kein Buch von Eva Völler gelesen. Und ich kann sagen, Eva Völler hat mich mit diesem Buch überzeugen können. Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen. Er ist sehr authentisch und gefühlvoll und man wurde durch ihn einfach in den Bann gezogen. Durch die Beschreibung der Hauptcharaktere Katharina und Johannes kann man sich super in die beiden Figuren hineinversetzen. Man hat das Gefühl als würde man einen tiefen Einblick in die Welt der beiden bekommen, sodass man auch ihre Handlungen und Gefühle nachvollziehen kann.
Katharina findet nach der Flucht aus der Kriegshölle Berlin bei Ihrer Schwiegermutter einen Unterschlupf für sich und Ihre beiden Töchter. Das Leben in einfachen Verhältnissen fällt Katharina schwer und sie träumt von einem Leben ohne Entbehrungen. Für diesen Traum arbeitet sie hart. Sie näht unermüdlich für ihre Kundschaft und träumt von einem eigenen Modestudio. Dann tritt Johannes in ihr Leben. Er ist ein traumatisierter Kriegsheimkehrer der auch im Haushalt Ihrer Schwiegermutter aufgenommen wird. Johannes ist der Enkel Ihrer Schwiegermutter und somit der Neffe von Katharina. Gemeinsam arbeiten Katharina und Johannes ihre eigenen Kriegserlebnisse auf und kommen sich in all ihrer Verletzlichkeit und Einsamkeit näher. Johannes trägt mit seiner Arbeit auf der Zeche nun zum Unterhalt der gesamten Familie bei und unterstützt auch mit seinem Einsatz in Haus und Garten wo er nur kann. Zu der Beziehung von Katharina und Johannes möchte ich an dieser Stelle nicht mehr verraten, da ansonsten zu viel vorweggenommen wird.
Da Karl, der Ehemann von Katharina, noch im Krieg vermisst wird, hat sie es schwer sich mit den Töchtern im Zusammenleben mit ihrer Schwiegermutter ein neues Leben aufzubauen. Für Ihre Schwiegermutter ist auch nach einigen Jahren völlig klar, dass ihr Sohn auf jeden Fall noch lebt. Die Rückkehr von Karl ist für Sie nur Frage der Zeit. Schließlich ist auch Johannes aus dem Krieg zurückgekehrt. Ein Neuanfang für Ihre Schwiegertochter ist für sie somit völlig ausgeschlossen. Auch die Nachbarn haben Katharina und ihren „Lebenswandel“ ständig im Blick.
Mit Ihrer Freundin Hanna und deren Bruder Stan beginnt für Katharina und Johannes langsam wieder ein Leben mit Zuversicht. Besuch von Kirmes, Tanzveranstaltungen sind Unternehmungen, die sie langsam wieder ins Leben zurückbringen. Die Töchter Inge und Bärbel stehen bei Katharina jedoch immer an erster Stelle und somit stellt sie Ihr Leben ganz in den Schatten ihrer Töchter.
Gut gefallen hat mir auch die Beschreibung der Nebencharaktere. Schwiegermutter Mine hat mir besonders gut gefallen, da sie sich um die gesamte Familie kümmert jedoch ganz genau weiß, dass sie alle in einem engen Abhängigkeitsverhältnis leben. Auch sie ist mit der Bewirtschaftung ihres Gartens und aller anfallenden Arbeiten auf den Rest der Familie angewiesen. Jedoch geraten Katharina und Mine immer wieder aneinander, da Mine ihre Schwiegertochter immer wieder in ihre Schranken weist und klar macht, wer das Sagen hat. Die Töchter Inge und Bärbel werden groß in einer Welt der Entbehrungen aber einer liebevollen Beziehung zu ihrer Mutter Katharina und auch einem Silberstreif am Horizont auf eine spannende Zukunft ihres noch jungen Lebens.
Zum Ende des ersten Teils dieser Familiensaga überschlagen sich jedoch die Ereignisse, die auf mich etwas zu konstruiert wirken. Ich bin jedoch gespannt auf die Fortsetzung der Geschichte. Das Buch bekommt von mir 4 von 5 Sternen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.10.2020

Ein neues Jahreshighlight

Hunting The Prince
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Auf “Hunting the Prince” bin ich durch den Klappentext und das tolle Cover aufmerksam geworden. Ich finde, dass das Cover mit dem Mann und den Tattoos einfach perfekt zum Buch passt und den Mafiahintergrund ...

Auf “Hunting the Prince” bin ich durch den Klappentext und das tolle Cover aufmerksam geworden. Ich finde, dass das Cover mit dem Mann und den Tattoos einfach perfekt zum Buch passt und den Mafiahintergrund schön hervorhebt. Auch die ausgewählten Farben passen einfach perfekt und lassen einen schon ein bisschen was zum Hintergrund erahnen.
“Hunting the Prince” ist das erste Buch, welches ich von Miranda J. Fox gelesen habe und ich habe mich direkt in den Schreibstil der Autorin verliebt. Miranda J. Fox schreibt sehr flüssig und schnelllebig, sodass man am Anfang sehr schnell in die Geschichte reinkommt und direkt von der Handlung mitgerissen wird. Durch die vielen Wendungen kommt es zu keinen langwierigen Parts in der Geschichte, was mir sehr gut gefallen hat.
Alle Charaktere, ob Nebencharaktere oder Protagonisten, waren so gut und detailliert beschrieben, dass ich nicht nur die Protagonisten in mein Herz geschlossen habe, sondern auch viele der Nebencharaktere. Vor allem die Mitglieder des Spezialteams des Nachtprinzen, dem Anführer der Neros, waren mir sehr sympathisch. Besonders gerne mochte ich Samuele und Diego, aber auch Vincent und Sophia.
Die beiden Protagonisten, Allegra und Silvan, sind der Autorin sehr gut gelungen. Allegra wird als Spionin beim verfeindeten Mafiaclan der Corvi eingeschleust, den Neros. Da sie sich in den Strukturen der Clans auskennt, weiß sie sofort, wer sie bei der inszenierten Entführung “rettet”. Sie steht der rechten Hand des Nachtprinzen, Silvan, gegenüber. Allegra ist mir direkt ans Herz gewachsen. Man merkt direkt, dass sie eine sehr starke und mutige Frau ist, die alles für ihre Familie und ihre Freunde tun würde. Mir hat es sehr gut gefallen, dass Allegra nicht so leicht aufgibt wenn sie sich etwas in den Kopf gesetzt hat. Sie hat keine Angst auch verbotene Dinge zu tun und scheut kein Risiko. Außerdem lässt sie nichts und niemanden ihren Auftrag vereiteln. Ihre Aufgabe ist es, den Nachtprinzen zu identifizieren und ihn anschließend zu töten, um ihren kleinen Bruder aus den Fängen der Corvi zu befreien. Dass das keine leichte Aufgabe werden wird, war mir schon zu Beginn klar. Ihr wurden immer mehr Steine in den Weg gelegt und sie hat sich immer weiter in die Sache verstrickt, sodass es zum Schluss nochmal sehr spannend wurde. Es war sehr spannend während des Lesens zu rätseln, wer der Nachtprinz in Wirklichkeit ist und ich habe wirklich jeden verdächtigt. Auf die Lösung wäre ich allerdings nicht gekommen, das fand ich super.
Aber auch Silvan war mir direkt sympatisch. Obwohl er wegen seinem Job nach außen hin stark wirken muss und dies auch ist, hat er trotzdem immer ein Ohr für Allegra. Ich habe seinen herzlichen und hilfsbereiten Charakter sehr geschätzt, genau wie Allegra. Natürlich hat auch Silvan seine Kanten, was ihn ausmacht und für die Geschichte wichtig ist. Seine Vergangenheit spielt auch in der Gegenwart noch eine sehr große Rolle und überrascht einen immer wieder. Auch zu ihm habe ich eine Bindung aufgebaut und ich fand es toll, dass er sich für Allegra in Gefahr begeben hat.
Die Charaktere waren alle sehr natürlich, sympathisch und einfach echt. Sie haben mir super gut gefallen. Ich habe mit ihnen mitgefühlt und sie taten mir an manchen Stellen schon fast etwas leid. Trotz, oder gerade wegen des fiesen Cliffhangers hat mir das Buch sehr gut gefallen. Man wird von Allegras und Silvans Geschichte mitgerissen und ich bin so gespannt auf den zweiten Teil. Hoffentlich dauert es nicht mehr so lange bis dieser erscheint. Das Buch bekommt von mir 5 von 5 Sternen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.10.2020

Was für eine tolle Dystopie

Blue Sky Black. Ohne Dunkelheit keine Sterne
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“Blue Sky Black” ist das erste Buch, das ich von Johanna Danninger gelesen habe. Aus diesem Grund war ich echt neugierig, weil ich gar keine Idee hatte, was mich in diesem Buch erwarten wird. Ich war vom ...

“Blue Sky Black” ist das erste Buch, das ich von Johanna Danninger gelesen habe. Aus diesem Grund war ich echt neugierig, weil ich gar keine Idee hatte, was mich in diesem Buch erwarten wird. Ich war vom ersten Moment an sehr überrascht von ihrem tollen flüssigen und beschreibendem Schreibstil. Es wird dem Leser sehr leicht gemacht in die Geschichte und in die Welt hineinzufinden und man möchte das Buch am liebsten nicht mehr aus der Hand legen. Ich habe das Buch innerhalb von 2 Tagen durchgesuchtet, da ich immer wissen wollte wie es weitergeht und was mit unseren handelnden Personen geschieht. Ich lese eigentlich eher ungerne Bücher aus der Er-Sie-Perspektive, da es mir immer schwer fällt bei der Art der Perspektive Gefühle und Emotionen aufzubauen. Johanna Danninger hat es aber geschafft, dass es mich bei “Blue Sky Black” überhaupt nicht gestört hat. Ich finde sogar, dass der Schreibstil und das dystopische Setting super harmonieren und perfekt zueinander passen.
Die Geschichte wird aus der Sicht mehrerer Personen geschildert. Daran bin ich am Anfang ein wenig verzweifelt, weil ich nicht genau wusste wer wer ist und immer nochmal nachdenken musste, aber das hat sich relativ schnell gelegt. Durch diese Art der Schilderung bekommt man allerdings einen sehr umfassenden Einblick in die Geschehnisse, was ich grandios fand. Der Plottwist hat mir wirklich sehr gut gefallen. Ich hätte damit im Leben nicht gerechnet und durch ihn wurde die Geschichte noch spannender und fesselnder als sie ohnehin schon war.
Die Geschichte beginnt in der heutigen Zeit an der Grenze der USA zu Kanada. Der Einstieg wird aus der Sicht von Mila erzählt. Die Welt wird von Naturkatastrophen heimgesucht, welche das Leben der Menschen um 180 Grad wendet und nichts mehr so ist wie vorher. Die Naturkatastrophen kosten viele Menschen das Leben, genau wie der Familie von Mila, mit der sie auf dem Weg zu ihrem Großvater nach Kanada war. Mila konnte mich von Beginn an begeistern. Ich fand es toll zu sehen, wie sie mit ihren knapp 20 Jahren es schafft sich von ihrem alten komfortablen Leben abzuschotten und nun mit den knappen Ressourcen und dem simplen Leben umgeht. Da die Geschichte relativ gut - nicht so ausgeprägt natürlich - mit unserem heutigen Leben zu vergleichen ist hat mich die Geschichte und das Schicksal der Menschen von Anfang an berührt. Mila kam von Anfang an als eine sehr mutige und starke junge Frau rüber, aber die Verwandlung die sie durchmacht ist einfach herausragend. Sie wird zu einer richtigen Kämpferin und auch als ihr Leben und alles auf das sie bis jetzt vertraut hat auf den Kopf gestellt wird gibt sie nicht auf und kämpft für die Gerechtigkeit.
Auch Logan mochte ich von Anfang an. Ich fand ihn super interessant, da er am Anfang noch ein wenig undurchschaubar und geheimnisvoll erschien. Je mehr man allerdings über ihn erfahren hat konnte man erkennen, dass er unglaublich klug und loyal ist, sowie sehr verantwortungsbewusst. Außerdem hat er enorme Führungsqualitäten, was in dieser Welt sehr nützlich sein kann. Man konnte ihm anmerken, dass er, egal wie aussichtslos und schwer die Situation auch erscheinen mag, immer die Ruhe bewahrt hat. Ich habe ihn sehr in mein Herz geschlossen, was bestimmt auch an seinem Charme gelegen hat ;). Ihre Liebesgeschichte fand ich einfach toll. Sie stand hier nicht im Vordergrund, was bei dem Buch auch überhaupt nicht notwendig war, aber sie hat der Geschichte noch das gewisse Etwas gegeben.
Meine liebsten Nebencharaktere waren Ricco, Milas Waschbär, einfach weil er so unglaublich süß war und Doris. Doris war am Anfang ein sehr unscheinbarer Charakter, aber sie hat sich im Verlauf des Buches zu einem der wichtigsten Charaktere gewandelt. Das hat mir sehr gut gefallen. Das Buch bekommt von mir 5 von 5 Sternen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.10.2020

Mandy Baggot hat mich wieder verzaubert

Winterzauber in Mayfair
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Ich weiß was ihr sagen werdet: Wie, es ist doch erst Oktober und du stellst schon ein Weihnachtsbuch vor? Und wisst ihr was? Ich habe es schon im September gelesen :D Aber ich habe mich so sehr auf dieses ...

Ich weiß was ihr sagen werdet: Wie, es ist doch erst Oktober und du stellst schon ein Weihnachtsbuch vor? Und wisst ihr was? Ich habe es schon im September gelesen :D Aber ich habe mich so sehr auf dieses Buch gefreut, da ich die Weihnachtsbücher von Mandy Baggot so sehr liebe und sie absolute Wohlfühlbücher sind. Ich liebe winterliche Geschichten und auch “Winterzauber in Mayfair” ist nicht unbedingt ein Weihnachtsbuch, sondern eher eine tolle Liebesgeschichte, die im Winter spielt und somit eine total gemütliche Atmosphäre schafft, in der man sich direkt wohlfühlt. Außerdem kann ich das Buch so im Dezember einfach nochmal lesen :D Von allen Büchern die Mandy Baggot bis jetzt herausgebracht hat und die ich gelesen habe ist das Cover von “Winterzauber in Mayfair” mein allerliebstes. Ich liebe den lila/ rosanen Touch und die Skyline von London. Und das Buch glitzert! Es glitzert, das heißt ich muss es einfach lieben -
Der Schreibstil der Autorin ist ganz bezaubernd und absolut passend für die Weihnachtszeit. Sie schafft es humorvolle und witzige Momente mit traurigen und ernsten Momenten zu kombinieren und einem zu zeigen, dass auch in der vorweihnachtszeit nicht immer alles glatt läuft und man alles schaffen kann, wenn man sich nur bemüht. Mandy Baggot schreibt sehr authentisch, flüssig und humorvoll. Man kann super mit den Charakteren mitfühlen, sodass man sich für sie freut, sich mit ihnen zusammen mit einer Tasse heißer Schokolade einkuscheln würde und einen ganzen Abend nur quatschen möchte und sie manchmal in schwierigen Situationen auch einfach nur in den Arm nehmen möchte. Einige der Botschaften des Buches sind es nicht aufzugeben, auch wenn die Situation aussichtslos scheint, genauso wie ohne Vorurteile auf eine andere Person zugehen und sich seine eigene Meinung zu bilden.
Wir verfolgen in “Winterzauber in Mayfair” Emily und Ray. Emily ist Grundschullehrerin an einer Grundschule in Mayfair. Emily hat eine sehr schwierige Vergangenheit, die mich wirklich berührt hat. Sie tat mir unglaublich leid und ich finde, dass sie eine mutige und starke junge Frau ist. Emily war mir von der ersten Seite an super sympathisch und sie ist mir direkt ans Herz gewachsen. Sie ist eine super liebevolle Person, die für ihre Freunde und Bekannten alles tun würde, auch wenn es für sie bedeuten würde zurück zu stecken. Ich habe mir für sie ein wirklich tolles Weihnachtsfest gewünscht. Sie soll sich in der Schule dieses Jahr um das Weihnachtsmusical kümmern, obwohl sie vollkommen unmusikalisch ist. Aber zum Glück findet sie eine Lösung und die heißt Ray. Ray Stone ist ein Popstar, dessen Karriere im Moment nicht sehr rosig aussieht. Als er auf Emily trifft hilft sie ihm aus einer blöden Situation und so beginnt ihre tolle Liebesgeschichte. Ray hat sich im Laufe des Buches super toll entwickelt. Als Leser sieht man ihn mit ganz anderen Augen als die handelnden Personen und leidet so mit ihm mit.
Auch die Nebencharaktere, insbesondere Emilys bester Freund Jonah und sein Partner Allan fand ich super toll, da sie einen tollen Humor haben und Emily immer zur Seite gestanden haben.
Das Ende hat mir super gut gefallen und es war sehr passend. Es passte zu Emily und Ray wie die Faust aufs Auge und ich fand toll, dass auch die Kinder noch einen Gastauftritt hatten. Das Buch hat für mich die perfekte Mischung aus Romantik und Tiefe getroffen und das Weihnachtsfest stand nicht wirklich im Vordergrund, weshalb man das Buch auch jetzt schon lesen kann. Das Buch bekommt von mir 5 von 5 Sternen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere