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Veröffentlicht am 03.08.2020

Viel viel mehr als der Klappentext verspricht

Deine Worte in meiner Seele
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Der Klappentext von “Deine Worte in meiner Seele” kann die Handlung gar nicht richtig beschreiben. Die Handlung ist so viel mehr als der Klappentext verrät. Es keine einfach Lehrer-Schüler-Beziehung, es ...

Der Klappentext von “Deine Worte in meiner Seele” kann die Handlung gar nicht richtig beschreiben. Die Handlung ist so viel mehr als der Klappentext verrät. Es keine einfach Lehrer-Schüler-Beziehung, es geht auch noch um viel mehr Themen, welchen an Tiefgründigkeit nichts fehlt. Das Buch ist das erste Buch was ich von Brittany C. Cherry gelesen habe und ich war positiv überrascht. Ich habe allein vom Klappentext nicht so ein tolles Buch erwartet. Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen. Das Buch lässt sich flüssig und schnell lesen, aber man wird definitiv emotional abgeholt und an manchen Stellen auch überrumpelt. Besonders gut gefallen haben mir die Songtexte am Anfang jedes Kapitels, welche von der Band des Protagonisten stammen.
Als Ashlyn nach einem großen Schicksalsschlag ihre Heimatstadt verlässt und zu ihrem Vater zieht, trifft sie auf der Fahrt einen Jungen Mann mit strahlend blauen Augen. Sie wird direkt in seinen Bann gezogen und geht am ersten Abend in der neuen Stadt direkt auf eins seiner Konzerte. Sie verbringen eine wunderschöne Nacht miteinander, aber was sie nicht wissen ist, dass Daniel Ashlyns neuer Englischlehrer ist. An dieser Stelle war ich sehr verwirrt. Ashlyn ist 19 und Daniel 22. Ich habe nicht ganz verstanden, wie er mit 22 schon fertiger Lehrer sein konnte, aber vielleicht läuft das in der USA anders. Das ganze tut der Geschichte aber keinen Abbruch. Ashlyn muss noch ihre Vergangenheit und den schweren Schicksalsschlag verarbeiten, weshalb sie zu beginn auch nicht wirklich gut drauf ist. Man merkt aber direkt, dass die ein sehr großes Herz hat und sehr emotional ist. Auch Daniels leben ist nicht ohne Schicksalsschläge ausgekommen, welche er noch nicht ganz verarbeitet hat. Er stürzt sich zur Verarbeitung gerne in die Arbeit und in die Liebe zur Musik und verarbeitet seine Gefühle in den Liedtexten, welche an Shakespeare angelehnt sind. Ich mochte beide Charaktere sehr gerne, obwohl mir Ashlyn manchmal ein wenig zu “kindisch” reagiert hat. Vor allem die Beziehung zwischen Ashlyn und ihren Stiefgeschwistern hat mir sehr gut gefallen, da aus den anfänglichen Abneigungen eine wunderschöne Freundschaft entstand. Obwohl die Handlung so düster und emotional ist, hat die Autorin hier eine schöne Balance finden können, sodass das Buch einen zwar emotional aufgewühlt hat, aber einen trotzdem mit schönen Szenen aufgeheitert hat. Es geht um viele Themen, wie beispielsweise Tod und Trauer, Selbstzweifel, Drogen und Krankheiten, aber auch um die Familie, Freundschaften und die Liebe. Das Buch hat auch eine schöne Message nämlich, dass es immer Aspekte gibt warum das Leben lebenswert ist. Das Ende kam mir leider zu schnell. Es passierte sehr viel in einer sehr kurzen Zeit und es wurde alles irgendwie nur abgehandelt. Mir kam das Ende zu leicht und zu plötzlich, allerdings war das Ende sehr emotional und hat mich mit einem relativ guten Gefühl zurückgelassen, obwohl ich kurz vorher noch mit den Tränen kämpfen musste. Das Buch bekommt von mir 4,5 von 5 Sternen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.08.2020

Ein Roman voller Überraschungen

Herzmalerei: Liebesroman
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Als ich mit “Herzmalerei” begonnen habe, habe ich ein völlig anderes Buch erwartet. Ich hatte einen “normalen” Liebesroman erwartet, aber was ich bekommen habe, war viel vielschichtiger und super spannend. ...

Als ich mit “Herzmalerei” begonnen habe, habe ich ein völlig anderes Buch erwartet. Ich hatte einen “normalen” Liebesroman erwartet, aber was ich bekommen habe, war viel vielschichtiger und super spannend. Das Buch spielt nicht wie von mir erwartet in der heutigen Zeit, sondern im 22. Jahrhundert. Ich bin ein großer Fan von Büchern, die in der Zukunft spielen und auch hier fand ich besonders das beschriebene Leben mit all der neuartigen Technik faszinierend. Der Schreibstil war sehr angenehm, sodass ich durch das Buch geflogen bin und es nicht mehr aus der Hand legen konnte, da ich wissen wollte wie es weiter geht.
Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt. Man erhält die Sichtweisen der Protagonisten Zenia und Nael. Beide Personen waren mir sehr sympathisch, auch wenn ich manche ihrer Handlungen nicht ganz nachvollziehen konnte. Zenia gibt ihre alte Stelle auf, nachdem sie von ihrer Arbeitskollegin Mia schreckliche Informationen über den Arbeitsablauf bei der Firma erhält. Sie wechselt zu “preVita”, einer Firma, die sich auf Seelenwanderungen und Rückführungen spezialisiert hat. Dabei geht es darum, dass Menschen erfahren können, wer sie in früheren Leben waren, da ihre Seele nicht stirbt, sondern in eine neue Person übergeht. Nael dagegen sitzt im Gefängnis, da er den gewalttätigen Freund seiner Schwester fast umgebracht hätte. Er wird von einer Stiftung aus dem Gefängnis geholt und soll als Proband für Zenias Arbeitgeber arbeiten. Natürlich muss er eine Gegenleistung erbringen, die Nael lange Zeit nicht wirklich durchschaut. Ich konnte nicht ganz nachvollziehen, warum weder Nael noch Zenia verstanden haben was die Gegenleistung sein soll. Bei den gestellten Fragen war es für mich sehr offensichtlich und ich hätte gedacht, dass die beiden da sehr schnell drauf kommen würden. Ein Punkt der mich, bevor ich das Buch beendet hatte, ein wenig gestört hat war die Beziehung der beiden. Meiner Meinung nach passen die beiden nicht wirklich zueinander. Versteht mich nicht falsch, ich mochte beide Personen gerne und sie waren auch ganz süß zusammen, aber ihre Lebenssituationen passten für mich nicht und mir hat die Tiefe in der Beziehung gefehlt. Jeder der das Ende kennt versteht mich wenn ich sage, dass am Ende eine Erklärung für die fehlende Tiefe gegeben wird.
Auch die Nebencharaktere passten sehr gut zur Geschichte und haben ihr einen gewissen Touch gegeben. Besonders Zenias beste Freundin Amrex habe ich in mein Herz geschlossen. Sie ist so eine herzensgute Personen und würde für ihre Freunde alles tun.
Die Geschichte der vorhin angesprochenen Arbeitskollegin Mia kam mir allerdings leider zu wenig vor. Sie war wichtig für die Handlung, aber meiner Meinung nach hätte sie gerne noch ein wenig öfter vorkommen können. Damit wären vielleicht manche Wendungen auch klarer gewesen.
Ein weiterer toller Punkt waren für mich die Rückführungen in denen die Personen stellenweise ihre früheren Leben sehen konnten wie in einem Film. Durch diese Rückführungen wurden auch manche Verhaltensweisen klarer und man hat richtig mitgefiebert. Das Thema: „2 Seelen, die sich so sehr lieben, dass sie immer wieder zueinander finden“ finde ich als Ausgangspunkt wirklich toll. Es kam besonders in den Rückführungen zur Schau, hat mir aber leider in der Gegenwart gefehlt. Mir wurde am Ende zwar klar warum, es war für mich aber irgendwie etwas zu spät, deswegen hoffe ich auch auf einen zweiten Teil :)
Das Buch bekommt von mir 4 von 5 Sternen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.08.2020

Sehr schwer nachzuvollziehen

Red Rising: Das dunkle Zeitalter - Teil 1
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Kann Spoiler zu den Vorgängern enthalten!

Das Buch ist nur die erste Hälfte des fünften Bandes der "Red Rising"-Reihe, was ich allerdings vor Beginn des Lesens nicht wusste. Da es 10 Jahre nach dem letzten ...

Kann Spoiler zu den Vorgängern enthalten!

Das Buch ist nur die erste Hälfte des fünften Bandes der "Red Rising"-Reihe, was ich allerdings vor Beginn des Lesens nicht wusste. Da es 10 Jahre nach dem letzten Band spielt habe ich vermutet, dass man auch als Neueinsteiger relativ gut in die Geschichte reinkommen könnte. Dem war aber leider nicht so. Die Geschichte ist super komplex und es gibt haufenweise Charaktere, die ich nicht wirklich auseinanderhalten konnte. Zwar gibt es am Anfang des Buches eine Auflistung aller Charaktere, aber die konnte ich mir nicht alle merken. Ich habe auch bis zum Schluss nicht alle auseinanderhalten können, aber die wichtigsten Personen konnte ich erkennen und habe verstanden, was sie als Person ausmacht.
Die Geschichte beginnt mit einer großen Schlacht auf dem Merkur, die fast die Hälfte des Buches einnimmt. Der Kampf an sich ist durchaus spannend, aber auch unglaublich lang, weshalb ich immer froh war, wenn mal etwas anderes passierte. Den Hauptcharakter Darrow erwarten (anscheinend wieder) sehr viele schwierige Entscheidungen. Er sieht sich gezwungen zwischen dem Planeten Merkur und seinen Bewohnern und der hoffnungslosen Lage zu entscheiden. Er hat unfassbar viel Verantwortung zu tragen und das kam durch den spannenden Schreibstil auch sehr gut raus. Man konnte mit Darrow mitfühlen und konnte seine Entscheidungen nachvollziehen. Dann gab es noch Lysander, welcher nach seiner Abwesenheit (was der Grund dafür war, weiß ich allerdings nicht) sich erst einmal vor seinen Leuten beweisen musste und sein Leben neu aufbauen musste. Lysander und Darrow stehen sich in diesem Buch als Feinde gegenüber, obwohl ich fand, dass ihre Absichten gar nicht so unterschiedlich waren. Sie hätten auch gut zusammenarbeiten können. Darrows Frau Virginia hat als Oberhaupt auch ihre eigenen Auftritte im Buch. Ihre Sicht hat mir sehr gut gefallen und es war spannend zu sehen, dass auch ein Oberhaupt weniger Macht haben kann als erwartet. Das Buch endet nicht mit einem Happy End, welches aber bestimmt im folgenden Teil kommen wird. Das Buch war spannend, aber auch etwas langatmig, da ich nicht die Hintergrundinformationen hatte um vieles zu verstehen. Das Buch bekommt von mir 3,5 von 5 Sternen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.08.2020

Ein ganz großes Highlight

Royal Blue
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“Royal Blue” ist einer meiner absoluten Favoriten in diesem Monat. Die Autorin hat mit jedem Wort, mit jedem Satz ein Stückchen mehr von meinem Herzen erobert. Ich habe die Protagonisten so sehr in mein ...

“Royal Blue” ist einer meiner absoluten Favoriten in diesem Monat. Die Autorin hat mit jedem Wort, mit jedem Satz ein Stückchen mehr von meinem Herzen erobert. Ich habe die Protagonisten so sehr in mein Herz geschlossen, sodass ich das Buch am liebsten gar nicht beendet hätte. Das Buch wird aus Alex Perspektive erzählt. Ich habe schon öfter gehört, dass einige der Schreibstil gestört hätte (3. Person), mir ist es allerdings gar nicht so richtig aufgefallen. Die Protagonisten habe ich richtig in mein Herz geschlossen. Alex auf der einen Seite ist super facettenreich. Er ist nicht nur super humorvoll, liebenswürdig und kümmert sich um seine Freunde und Familie mehr als um sich selbst. Auf der anderen Seite ist er aber auch ein kleiner Workaholic und gibt für seinen Job 200%. Henry ist auch sehr humorvoll und baut im Laufe der Geschichte immer mehr an Selbstvertrauen auf. Henrys Schwester hat es mit der Aussage, dass er einer der liebenswürdigsten, hilfsbereitesten und selbstlosesten Menschen sei auf den Kopf getroffen. Die Liebesgeschichte zwischen Alex und Henry hat mich restlos begeistert, da sie einfach fesselnd und mitreißend ist und doch sehr realistisch. Die Beziehung der beiden hat sich sehr natürlich entwickelt und die Mails der beiden waren einfach zuckersüß. Auch die Nebencharaktere haben es mir angetan. June und Nora sind einfach nur der Hammer. Zusammen mit Alex bilden sie das “Trio Infernale” der Amerikanischen Präsidentschaftsfamilie. Henrys bester Freund Pez ist so ein bunter Vogel, aber mega cool. Henrys Schwester Bea ist super ehrlich und macht nur das, was sie für richtig erachtet und nicht das was man ihr vorschreibt. Außerdem fand ich die Geschwisterliebe zwischen Henry und Bea wahnsinnig schön. Zwei weitere wahnsinnig gute Charaktere waren die beiden Mütter. Alex Mutter Ellen (die Präsidentin der USA) hatte für mich von Anfang an eine super Mischung aus Liebe zur Familie und Liebe zum Job. Henrys Mutter Catherine habe ich besonders am Ende richtig gefeiert. Ich fand es toll wie sie ihrer Mutter, der Queen, den Kopf hingehalten hat und sich für ihren Sohn eingesetzt hat. Ich habe lange nicht mehr ein Buch mit so authentischen Personen gelesen. Die Geschichte rund um Henry und Alex war berührend, humorvoll und voller wichtiger Themen. Es werden beispielsweise Homosexualität, Rassismus und das Leben in der Öffentlichkeit sehr realistisch dargestellt. Dieses Buch macht nicht nur die Liebesgeschichte aus, sondern auch, dass die Autorin wichtige Themen auf eine tolle Art und Weise verpackt und darauf aufmerksam macht. Das Buch bekommt von mir 5 von 5 Sternen.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.08.2020

War mir zu viel

All of Me
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"All of me" ist der Auftakt einer Dilogie. Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen, er war super flüssig und hat die unterschiedlichen Sichtweisen von Willow und Shaw gut herausstellen können. ...

"All of me" ist der Auftakt einer Dilogie. Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen, er war super flüssig und hat die unterschiedlichen Sichtweisen von Willow und Shaw gut herausstellen können. Beide Sichtweisen kommen im Buch zum Ausdruck, da die Kapitel jeweils aus einer der beiden Sichtweisen erzählt werden.
Die Protagonisten waren mir beide sehr sympathisch. Willow tat mir mit ihrer Vergangenheit echt sehr leid und ich fand es auch tragisch zu sehen, was man alles tun muss, um mit der Situation klar zu kommen. Ich fand es schön zu sehen, dass sie trotzdem nicht ihren Lebensgeist und ihren Humor verloren hat und ihr Leben weiter lebt. Man konnte sich auch sehr gut in sie hineinversetzen und ihre Gefühle mit ihr teilen und sie nachvollziehen. Shaw fand ich auch super und sein Humor war klasse. Es war spannend zu sehen, wie sich seine Gefühle zu Willow verändert haben und ich fand es schön, wie ehrlich die beiden im Laufe der Geschichte zueinander wurden. Ich fand es schön, wie er sein ganzes Leben auf den Kopf gestellt hat, nur um seiner Familie zu helfen. Außerdem fand ich es super süß, wie er Willow vor manchen Leuten beschützt hat. Mir haben auch die Nebencharaktere Noah und Sierra gut gefallen und ich fand, dass Noah ein sehr guter Freund für Shaw ist, auch wenn ich manche Szenen einfach zu viel fand.
Mein größter Kritikpunkt ist leider, dass die Storyline zwischen sehr sehr vielen erotischen Handlungen einfach untergegangen ist und mir Shaws Art mit Willow zu reden einfach viel zu viel war. Ich fand das leider auch nicht sexy und das hat für mich leider vieles kaputt gemacht. Auch wenn nicht wirklich viel passiert ist, gab es ein wenig Handlung und die hat mir dann auch sehr gut gefallen. Bei den Szenen bin ich durch die Geschichte geflogen und es hat mich mitgerissen. Die Grundidee fand ich auch sehr spannend und was das anging wurde es von der Autorin auch sehr gut umgesetzt. Leider konnte mich das Buch aufgrund des zu hohen Erotik-Anteils nicht richtig überzeugen und ich weiß nicht, ob ich den zweiten Teil noch lesen werde. Das Buch bekommt von mir 3 von 5 Sternen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere