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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.08.2024

Spannendes Finale der Trilogie

Nachtwasser
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Im Finale der Trilogie arbeiten Mina und Vincent wieder zusammen, um den Fall angehäufter Knochen aufzuklären. Die beiden müssen sich auch ihren eigenen Dämonen stellen, um den Fall zu lösen.

Wer die ...

Im Finale der Trilogie arbeiten Mina und Vincent wieder zusammen, um den Fall angehäufter Knochen aufzuklären. Die beiden müssen sich auch ihren eigenen Dämonen stellen, um den Fall zu lösen.

Wer die anderen Bücher von Camilla Läckberg kennt, wird auch in dieser Reihe ihren eingängigen und klaren Stil herauslesen. Der Fall hält immer neue Wendungen bereit, verfügt aber über einen klaren roten Faden. Die Charakterisierung von Mina als Protagonistin hat mir durch alle Bände hindurch gut gefallen, da ihre Figur zeigt, dass man als Mensch mehr ist als seine Probleme. Sie hat Zwangsgedanken und mental health issues und ist dennoch durch die Liebe zu ihrem Job brilliant, obwohl sie immer wieder zu kämpfen hat. Die Autoren haben es geschafft, ihre Figuren auf vielschichtige und differenzierte Weise darzustellen, nicht in schwarz-weiß.
Das Ende hat mir richtig gut gefallen, ohne Spoiler würde aber eine ausführliche Erklärung schwierig werden. Ich würde die Reihe jedem Krimifan empfehlen!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.08.2024

Sommerkrimi für den Urlaub

Blutrote Provence
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Albin und sein Mops Tyson sind wieder auf Spurensuche, dieses Mal wurden gleich drei Leichen gefunden. Gemeinsam mit der Polizistin Cat versuchen sie, den Fall zu lösen. Schon bald wird klar, dass auch ...

Albin und sein Mops Tyson sind wieder auf Spurensuche, dieses Mal wurden gleich drei Leichen gefunden. Gemeinsam mit der Polizistin Cat versuchen sie, den Fall zu lösen. Schon bald wird klar, dass auch Cat sich ihrer Vergangenheit stellen muss..
Nachdem im ersten Band der Reihe um den ehemaligen Commissaire Albin Leclerc die Nebenhandlungen ein ausuferndes Ausmaß an der Geschichte eingenommen haben, ist es in diesem Band zum Glück mehr auf den Punkt gebracht. Dennoch nehmen auch hier die Details zur Natur, dem Essen und den lokalen Gegebenheiten einen großen Anteil ein, was natürlich auch den Charme dieser Art von Sommer-Lokalkolorit-Krimis ausmacht. Ein gutes Buch für den Frankreich-Urlaub, ich bin gespannt, wie sich die Reihe weiterentwickelt.

Veröffentlicht am 20.08.2024

Nicht mein Fall

Die Anomalie
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Ich weiß nicht ob ich das Buch absolut schwachsinnig oder genial konstruiert finde. In einer doch recht dystopisch anmutenden Situation werden immer wieder auch philosophische Überlegungen angestellt, ...

Ich weiß nicht ob ich das Buch absolut schwachsinnig oder genial konstruiert finde. In einer doch recht dystopisch anmutenden Situation werden immer wieder auch philosophische Überlegungen angestellt, manchmal verliert sich der Autor aber auch darin. Die Charakterisierungen der Personen werden nur angeschnitten, wodurch man alle ein wenig, aber niemanden so richtig kennt. Das Ende habe ich gar nicht verstanden, oder vielleicht doch aber dann war es jedenfalls lahm. Trotzdem waren einzelne Gedanken recht spannend, wie jede kleine Entscheidung den Weg des eigenen Lebens verändern kann beispielsweise. Auch die verschiedenen Blickwinkel in religiöser, wissenschaftlicher, philosophischer und ganz lebenspraktischer Hinsicht (beispw. wer von beiden bekommt die erarbeiteten Rentenansprüche) waren interessant. Weiterempfehlen würde ich es jedoch nicht.

Veröffentlicht am 20.08.2024

Mord auf einer mystischen Insel

Bretonische Sehnsucht
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Im 13. Band der Reihe um Kommissar Dupin steht die etwas mystische Île d‘Ouessant im Mittelpunkt und besonders die bretonische Musikkultur. Man erfährt wie immer vieles zu lokalen Besonderheiten, Traditionen ...

Im 13. Band der Reihe um Kommissar Dupin steht die etwas mystische Île d‘Ouessant im Mittelpunkt und besonders die bretonische Musikkultur. Man erfährt wie immer vieles zu lokalen Besonderheiten, Traditionen und Gegebenheiten, in denen die Bretonen die ersten oder die besten sind.
Dupin muss diesmal ohne seine rechte Hand Nolwenn auskommen, da sie im Urlaub ist. Dafür entdeckt er das E-Bike für sich und rast damit über die geheimnisvolle Insel. Deren Bewohner sind eine eingeschworene Gemeinschaft, umso mehr stellt sich die Frage, wer hier mordet. Ein unterhaltsamer, spannender und durchaus mysteriöser Fall und daher passend zur ganzen Reihe.

Veröffentlicht am 19.08.2024

Was unter der Oberfläche schlummert

Genau so, wie es immer war
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Auf den ersten Blick führt Julia ein glückliches Leben: eine liebevolle Ehe, zwei tolle Kinder, Partys in ihrem Freundeskreis, ein stabiler Job. Ihr Sicherheitsgefühl wird durch ein Wiedersehen durcheinander ...

Auf den ersten Blick führt Julia ein glückliches Leben: eine liebevolle Ehe, zwei tolle Kinder, Partys in ihrem Freundeskreis, ein stabiler Job. Ihr Sicherheitsgefühl wird durch ein Wiedersehen durcheinander gebracht und es geschehen immer mehr Dinge, die sie dazu zwingen, sich mit ihrer Vergangenheit auseinanderzusetzen und hinter die Fassade der heilen Welt zu blicken.
Mit der Erzählung gräbt man so tief in Julias Gedanken und Erinnerungen, dass es auf ganz rohe und emotionale Weise intim ist. Während ihrer Kindheit ist das Verhältnis zu ihrer engsten Bezugsperson sehr ambivalent, was die Protagonistin prägt und sie ihr Leben lang begleitet. Die Autorin schafft es, diese tief verwurzelten Muster in allen Facetten ihrer Charaktere unterzubringen. Sie zeigt, wie wir Menschen uns über die Jahrzehnte verändern und wie einige Dinge doch genau gleich bleiben; wie wir Fehler machen und verzeihen, nachtragend sind und verletzt, liebevoll und herzlich, aber auch gemein und egoistisch. Die ganze Bandbreite der Gefühle also - und das, ohne wertend zu sein, denn wer tut schon immer nur das Richtige? Trotzdem hat es auch immer einen traurigen Unterton, eine gewisse Sentimentalität, durch all die Gefühle, die unter der Oberfläche schlummern.
Durch die über 700 Seiten hat man Zeit, die Protagonistin wirklich gut kennenzulernen, was durch die vielen Rückblicke auch zu einem nuancierten Bild wird. Man sollte sich jedoch Zeit nehmen für das Buch, um richtig eintauchen zu können, ein Kapitel am Tag wird hier nicht ausreichen.
Empfehlen würde ich es Leser*innen, die gerne tiefgründige und emotionale Geschichten lesen, wobei es im Großen und ganzen vor allem um dysfunktionale Familien geht. Mir hat der Stil von Claire Lombardo richtig gut gefallen und ich werde mir ihr erstes Buch auch anschauen.