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Veröffentlicht am 18.08.2019

Vampire, die sich auch wie Vampire benehmen

Die Erben der Nacht - Nosferas
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Inhalt:

Da die verfeindeten Vampir-Clane feststellen müssen, dass sie vom Aussterben bedroht sind, müssen sie eine Lösung finden und beschließen, dass ihre Erben eine gemeinsame Ausbildung machen sollen, ...

Inhalt:

Da die verfeindeten Vampir-Clane feststellen müssen, dass sie vom Aussterben bedroht sind, müssen sie eine Lösung finden und beschließen, dass ihre Erben eine gemeinsame Ausbildung machen sollen, um die Kenntnisse jedes Clans zu erlangen.

Das erste Jahr dieser Ausbildung findet in Rom bei den Nosferas statt, dort sollen die jungen Vampire lernen, ihre Abwehrkräfte gegen Kirchenkräfte jeglicher Art zu stärken. Doch bald gilt es ganz andere Abenteuer zu bestehen, da in Rom immer mehr Vampire des italienischen Clans verschwinden bzw ermordet werden.

Meinung:

Ein wirklich guter Auftakt der Vampir-Reihe. Wir lernen die verschiedenen Clans kennen und die verschiedenen Charaktere werden sehr gut beschrieben. Zwischen manchen der Jugendlichen kriselt es etwas, was ja nicht verwunderlich ist, nachdem ihnen jahrelang eingetrichtert wurde, dass alle außer dem eigenen Clan minderwertig, gemein und nichts wert sind. Trotzdem werden schnell Freundschaften geschlossen. Und das habe ich auch recht realistisch gefunden, Kinder sind zum Glück nicht so nachtragend bzw können leichter über Dinge hinwegsehen als Erwachsene.

Die verschiedenen Charaktere hatten ihrem Clan entsprechend Namen. Sehr witzig fand ich den Namen für einen der Wiener Vampire Franz Leopold. Habt ihr schon jemals von einem Vampir gelesen, der Franz Leopold hieß? Aber genau das habe ich auch an dem Buch besonders gefunden. Die Namen kommen aus dem Land aus dem auch der Clan kommt.

Auch die Umgebung der Vampire wird immer wieder gut beschrieben und man kann sie sich so richtig vorstellen. Die Handlung spielt fast ausschließlich nachts - hier gibt es keinen Tageslichtring oder ähnliches, untertags schlafen die Vampire. Meistens wird aus der Sicht der deutschen Vampirin Alisa in der dritten Person erzählt, es kommt aber auch vor, dass kurz zu einem anderen Charakter abgeschwenkt wird.

Bei Vampirbüchern hat man ja die Qual der Wahl, es gibt sehr viele auf dem Markt. Bei den Erben der Nacht habe ich aber das Gefühl, dass noch von "richtigen" Vampiren geschrieben wird. Vampire, die eben nur bei Nacht munter sein können, die gewisse Kräfte haben, die nur Blut trinken (manchmal mit etwas Alkohol verfeinert) usw Nicht falsch verstehen, ich habe zb Vampire Diaries geliebt (die Serie, nicht die Bücher) oder auch House of Night. Aber es ist mal eine gewisse Abwechslung.

Fazit:

Ein guter Auftakt zu der Buchreihe. Endlich einmal Vampire, die sich auch wie Vampire benehmen.

Veröffentlicht am 14.08.2019

Bildgewaltige Erzählung

Der Geschmack von Schmerz
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Inhalt:

1763: Isabeau soll heiraten - ausgerechnet den Mann, der ihre Freundin geschwängert und dann sitzen gelassen hat. Als sie sich weigert, wird sie von ihren Eltern nach Paris zu ihrer Tante geschickt, ...

Inhalt:

1763: Isabeau soll heiraten - ausgerechnet den Mann, der ihre Freundin geschwängert und dann sitzen gelassen hat. Als sie sich weigert, wird sie von ihren Eltern nach Paris zu ihrer Tante geschickt, um dort endlich damenhaftes Benehmen zu erlernen.

Einerseits ist die Tante sehr streng und nicht zu Späßen aufgelegt. Andererseits ist das Leben in Paris schon auch aufregend. Ihr Onkel lädt sie zu einem Tarotabend ein, sie besucht die Oper und außerdem lernt sie den Marquis de Sade kennen, der eine gewisse Anziehung auf sie ausübt.

Doch in Paris hält eine Mordwelle an jungen Frauen die Stadt in Atem. Und ausgerechnet der Marquis de Sade ist der Hauptverdächtige. Schließlich muss auch Isabeau um ihren Ruf und ihr Leben fürchten.

Meinung:

Isabeau ist für ihre Zeit eine recht eigensinnige junge Frau. Viel lieber wäre sie ja ein Junge, dann könnte sie das Unternehmen ihres Vaters übernehmen, was ihr viel mehr Spaß machen würde. Zu ihrer Freundin Anna pflegt sie eine sehr tiefe Freundschaft und als diese verzweifelt vor ihrer Tür steht, weil sie geschwängert und dann sitzen gelassen wurde, versucht Isabeau ihr zu helfen. Doch dann erklären ihr die Eltern, dass sie ausgerechnet jenen Mann, der ihrer Freundin das angetan hat, heiraten soll. Für Isabeau bricht eine Welt zusammen. Nie hätte sie gedacht, dass ihre Eltern sie zu so etwas zwingen würden, dass sie kein Mitspracherecht hätte, dass sie einfach gehorchen muss. Um sie besser zu erziehen, wird Isabeau nach Paris geschickt.

In Paris angekommen, lernt sie den Marquis de Sade kennen. Dieser übt von Anfang an eine gewisse Anziehung auf sie auf und auch er ist hingerissen von der jungen Frau. Ihre Wege kreuzen sich immer wieder und Isabeau verstrickt sich immer weiter in seinen Fängen.

Die Autorin erzählt recht bildgewaltig von einer jungen Frau und dem Marquis des Sade. Sie fasst gewisse Lebensereignisse in dessen Leben etwas zusammen, da der Roman die Zeitspanne von nur einem Jahr umfasst. Die einen werden wohl fasziniert sein von diesem Mann und die anderen werden abgestoßen sein. Wobei man ihn doch auch für seine Einstellung und auch seinem Leben danach bewundern kann. In der damaligen Zeit begab er sich dadurch immer wieder in Lebensgefahr und musste einige Jahre im Gefängnis verbüßen.

In der heutigen Zeit ist es ja auch unvorstellbar, was eine ungewollte Schwangerschaft mit dem Leben einer jungen Frau anrichtet. Die Familie verliert Ruf und Ansehen, die junge Frau wird als gefallenes Mädchen betrachtet. Kein anständiger junger Mann würde sie mehr heiraten. Kein Wunder, dass viele versucht haben, das Kind abzutreiben - entweder durch Gift oder indem sie in sich selbst herumgestochert haben. Sehr viele mussten diese Versuche mit dem Leben bezahlen. Andere wiederum haben sich gleich selbst das Leben genommen. Wie verzweifelt muss eine junge Frau damals gewesen sein, die Männer haben sich ja oft die Hände abgeputzt und wollten nichts damit zu tun haben. Auch dieses Thema wird in dem Buch behandelt.

Fazit:

Ich habe das Buch recht spannend gefunden, wobei es schon auch ein paar Längen hat. Doch das Weiterlesen lohnt sich.

Veröffentlicht am 13.08.2019

Hinreißennd!

Show me the Stars
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Inhalt:

Liv schreibt nach ihrem Journalistik-Studium kleine Klatschartikel als freie Mitarbeiterin bei einer Zeitschrift. Durch ein tolles Interview erhofft sie sich eine feste Anstellung. Doch als damit ...

Inhalt:

Liv schreibt nach ihrem Journalistik-Studium kleine Klatschartikel als freie Mitarbeiterin bei einer Zeitschrift. Durch ein tolles Interview erhofft sie sich eine feste Anstellung. Doch als damit etwas schief geht, verliert sie ihren Job ganz und weiß nun nicht, wie es weitergehen soll. Beim Durchforsten der Stellenanzeigen findet sie eine Anzeige AUSZEIT. Sie bewirbt sich und nur ein paar Tage später zieht sie für 6 Monate auf eine kleine Insel vor Irland und passt auf einen Leuchtturm auf. Dort ist sie nicht nur von der schönen Landschaft begeistert sondern auch von Kjer, der ihr jede Woche die Vorräte auffüllt.

Meinung:

Ich habe das Buch total schön gefunden. Es ist so flüssig und leicht zu lesen und trotzdem ist der Inhalt nicht oberflächlich. Liv ist eine sehr sympathische Protagonistin, sehr gut beschrieben und ihre Begeisterung für die schöne Landschaft Irlands ist erfrischend. Die Auszeit kommt für sie genau richtig. Sie war immer sehr zielstrebig und hat sich kaum je eine Pause gegönnt. Allein in dem Leuchtturm kann sie endlich mal überlegen, was sie eigentlich wirklich will. Ich fand es bewundernswert, dass sie sich auch wirklich hinsetzt und arbeitet. Dafür braucht man auch Motivation und Überwindung.

Natürlich wird sie auch von Kjer etwas abgelenkt. Auch Kjer wird nicht so oberflächlich dargestellt,, wie es sonst oft in Liebesromanen üblich ist. Zuerst sieht man ihn nur als gut aussehenden Frauenheld, doch nach und nach kommt man drauf, was mit ihm los ist. Und wie sollte es anders sein, Liv verliebt sich Hals über Kopf. Dass das zu Komplikationen und Herzschmerz führt, ist auch klar.

Aber es gibt auch noch andere liebenswerte und auch weniger liebenswerte Charaktere in dem Buch. Endlich erfährt Liv auch, wie schön es ist, Freunde zu haben.

Fazit:

Ich fand die Geschichte rund um Liv und Kjer hinreißend und würde jetzt auch gern für ein paar Wochen auf eine kleine Insel mit Leuchtturm ziehen.

Veröffentlicht am 08.08.2019

Nette Idee, aber man hätte mehr daraus machen können

Das Glück hat viele Seiten
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Inhalt:

Hannah, die in einer PR-Agentur Karriere machen will, erbt überraschend den Buchladen von ihrer Tante Marlies in einem kleinen Dorf in der Eifel. Eigentlich will sie damit nichts zu tun haben ...

Inhalt:

Hannah, die in einer PR-Agentur Karriere machen will, erbt überraschend den Buchladen von ihrer Tante Marlies in einem kleinen Dorf in der Eifel. Eigentlich will sie damit nichts zu tun haben und will den Laden so schnell wie möglich verkaufen. Sie war schon ewig nicht mehr in Kempenich und hat auch schon jahrelang keine Bücher mehr gelesen. Beides birgt einfach zu viel Erinnerungen. In Ben hat sie auch schnell einen Käufer gefunden und er weckt auch Gefühle in ihr. Doch als sie herausfindet, was er wirklich mit dem Buchladen vor hat, versucht sie alles, um den Verkauf doch noch rückgängig zu machen.

Meinung:

Eine junge Frau, ein gut aussehender, charmanter Mann und der Buchladen. Hannah geht die ganze Sache viel zu naiv an. Sie lässt sich von Ben beschwatzen, überprüft seine Angaben nicht, glaubt ihm alles, entwickelt auch noch Gefühle für ihn und verkauft ihm sofort den Buchladen. Keine zweite Meinung, kein zweites Angebot, sie sieht sich den Buchladen nicht einmal vorher an.

Natürlich ist dann das Entsetzen und die Entrüstung groß, als sie feststellt, dass nicht alles stimmt, was Ben ihr erzählt hat und dass er eigentlich etwas ganz anderes mit dem Buchladen vor hat. Nun beginnt sie um den Buchladen zu kämpfen - und das Ganze geht sie auch wieder relativ naiv an, dafür aber mit Engagement und mit Unterstützung der Freundinnen von ihrer Tante, die auch für sie da sind, als sie von Erinnerungen und Schuldgefühlen überwältigt wird.

Die ganze Geschichte war ein bisschen seicht und und etwas langatmig. Was mich manchmal ziemlich genervt hat, waren diese widersprüchlichen Gefühle, die Ben und Hannah fast durch das ganze Buch ständig geäußert bzw gedacht haben. Natürlich verständlich, dass man in einer solchen Situation zwiegespalten sein kann, aber das immer und immer wieder in mehr oder weniger dem gleichen Wortlaut zu lesen, nervt dann doch mit der Zeit.

Fazit:
Nette Idee, man hätte aber mehr daraus machen können.

Veröffentlicht am 07.08.2019

Ein geruhsames Wohlfühlbuch mit schön beschriebenen Charakteren

Im Freibad
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Inhalt:

Rosemary schwimmt seit 80 Jahrem im Brockwell-Freibad in Brixton, einem Stadtteil von London. Nun soll jenes aber an eine Immobilienfirma verkauft werden, die daraus einen exklusiven Fitnessclub ...

Inhalt:

Rosemary schwimmt seit 80 Jahrem im Brockwell-Freibad in Brixton, einem Stadtteil von London. Nun soll jenes aber an eine Immobilienfirma verkauft werden, die daraus einen exklusiven Fitnessclub machen wollen. Rosemary beginnt für das Freibad zu kämpfen. Dadurch lernt sie Kate kennen, die für die Lokalzeitung einen Bericht zu der Schließung schreiben soll. Kate ist nach London gezogen, um sich zu verwirklichen. Doch in Wirklichkeit ist sie hier einsam und hat Panikattacken. Die zwei Frauen freunden sich an und beschließen, das Freibad gemeinsam zu retten.

Meinung:

Zuerst einmal zum Cover: selten sieht man so ein gelungenes Cover, das so perfekt zum Inhalt des Buches passt. Allein beim dessen Anblick bekommt man schon Lust, schwimmen zu gehen.

Für mich war es ein Genuss dieses Buch zu lesen. Ich habe es mir auf der Terrasse neben unserem Pool gemütlich gemacht und bin in die Geschichte versunken. Es ist ein sehr geruhsames Buch. Die Charaktere sind wunderschön entwickelt und auch die Gegend kann man sich super vorstellen durch die ausgiebigen Erklärungen. Das Buch hatte für mich einen gewissen Wohlfühlfaktor und war richtig entspannend.

Das Hauptthema ist natürlich der Kampf um die Erhaltung des Freibads. Am Anfang hat nur Rosemary gekämpft, dann kam Kate dazu und nach und nach war dann plötzlich das ganze Viertel engagiert und half mit. Da entstand eine Hilfsgemeinschaft und es wurden auch viele Freundschaften geschlossen. Es wäre schön, wenn es das hier bei uns auch gäbe. Meistens kennt man hier nicht einmal seine Nachbarn.

Rosemary und Kate lernen wir besonders gut kennen. Durch Rückblenden erfahren wir mehr von Rosemarys Leben, ihrer großen Liebe und den vielen Erinnerungen, die sie mit dem Freibad verbindet. Das Viertel hat sich sowieso schon sehr verändert, auch die Bibliothek, in der Rosemary gearbeitet hat, wurde geschlossen und auch sonst wurde vieles abgerissen, umgebaut, verändert. Das Freibad ist sozusagen ihr letzter Anker und den möchte sie auf keinen Fall verlieren.

Kate ist nach London gezogen, um sich in der großen Stadt zu verwirklichen. Doch stattdessen schreibt sie Tieranzeigen in der Lokalzeitung, wohnt in einer WG, wo sie nicht einmal ihre Mitbewohner kennt, ist einsam und hat auch noch Panikattacken. Die Story über das Freibad ist der erste größere Artikel, den sie schreiben darf. So lernt sie Rosemary kennen, die ihr sagt, dass sie zuerst schwimmen muss, bevor sie ihr ein Interview gibt. Rosemary hätte es nicht besser machen können! Kate geht zum ersten Mal seit Langem wieder schwimmen und merkt, wie es ihr gut tut. Schnell wird es ihr zur Gewohnheit, jeden Tag schwimmen zu gehen und sie verändert sich immer mehr. Was natürlich nicht nur an der regelmäßigen Bewegung liegt, sondern auch daran, dass sie endlich wieder Freunde findet und auch Freude am Leben hat.

Fazit:
Ein geruhsames Wohlfühlbuch mit schön beschriebenen Charakteren.