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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.11.2019

Zuviel Drama und Hin und Her

Everything I Didn't Say
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Inhalt:

Jamie hat gerade ihr Praktikum als Dramaturgieassistentin angetreten als sie Carter zum ersten Mal über den Weg läuft. Carter ist einer der Schauspieler der Serie, die im Studio gedreht wird. ...

Inhalt:

Jamie hat gerade ihr Praktikum als Dramaturgieassistentin angetreten als sie Carter zum ersten Mal über den Weg läuft. Carter ist einer der Schauspieler der Serie, die im Studio gedreht wird. Sofort sprühen zwischen ihnen die Funken. Sie wissen aber beide, dass sie besser die Finger voneinander lassen sollten. Jamie will ihr Praktikum nicht gefährden und Carter hat in seinem Vertrag eine Klausel, die ihm Beziehungen untersagt. Doch die Anziehung ist so stark, dass sie ihr irgendwann doch nachgeben - mit fatalen Folgen.

Meinung:

Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut. Der Klappentext klang gut und das Cover hat mich auch magisch angezogen. Leider wurden meine Erwartungen ziemlich enttäuscht.

Das Buch beginnt richtig gut. Es wird sehr schön erzählt, wie sich Jamie und Carter kennenlernen, man lernt auch ein bisschen die Arbeit am Set der Serie kennen. Ich fand es auch gut, dass Carter nicht der Star der Serie war, sondern erst am Beginn seiner Karriere. Man kann die Anziehung zwischen den beiden spüren und kann mit ihnen mitleben, da auch die Gefühle gut beschrieben wurden.

Leider wurde die Lesefreude ab ungefähr der Mitte des Buches ziemlich gebremst. Es gab soviel Drama und Hin und Her, dass ich eigentlich nur noch genervt war. Immer wieder dachte ich, das sind zwei erwachsene Menschen, da müsste es doch eigentlich möglich sein, sich an einen Tisch zu setzen und zu reden. Aber nein, entweder es wurde gar nicht geredet oder die Gespräche wurden abgebrochen. Teilweise dachte ich, ich habe es hier mit trotzigen Kindern und nicht mit Erwachsenen zu tun. Und dann gab es noch mehr Drama usw ... Manchmal war es sogar so, dass man das neue Drama schon vorhersehen konnte und sich dachte, nein, bitte nicht, das darf jetzt nicht auch noch sein.


Also muss ich zugeben, dass ich dann nur noch froh war, als das Buch zu Ende war. Selbst das Ende war nicht wirklich befriedigend. Es war zwar logisch, dass es so ausgehen muss, aber nach dem ganzen Drama im Buch war es mir dann fast zu undramatisch.


Bei dem ganzen Hin und Her kam ich auch mit den Gefühlen der Protagonisten nicht mehr nach. Einen Tag hasst Jamie Carter und am nächsten Tag liebt sie ihn...

Es tut mir wahnsinnig leid, ich hätte das Buch so gern lieber gemocht.


Fazit:

Zuerst eine schöne Geschichte, dann aber zuviel Drama und Hin und Her. Den zweiten Band werde ich eher nicht lesen.

Veröffentlicht am 14.11.2019

Cinderella am Maskenball

Unmasked - Jetzt gehörst du mir
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Inhalt:

Lainey hat einen neuen Job in London angenommen, um aus Melbourne rauszukommen und ihr altes Leben hinter sich zu lassen. Bevor sie aber nach London fährt, hat sie sich ein Ziel gesetzt: sie möchte ...

Inhalt:

Lainey hat einen neuen Job in London angenommen, um aus Melbourne rauszukommen und ihr altes Leben hinter sich zu lassen. Bevor sie aber nach London fährt, hat sie sich ein Ziel gesetzt: sie möchte eine Nacht mit Damian verbringen. Damian ist der Bruder ihrer besten Freundin und seit Jahren ihre große unerfüllte Liebe. Als sie sich mit ihrer Freundin auf einen Maskenball einschleicht, sieht sie ihre große Chance gekommen.

Meinung:

Wir haben es in diesem Buch sicher mit keinen neuen Ideen zu tun: Eine junge Frau, verliebt in den Bruder der Freundin, Beziehungsangst und Cinderella-Thema. Aber es ist wahnsinnig gut umgesetzt.

Zuerst einmal finde ich, dass die Charaktere sehr gut beschrieben wurden und sich auch im Laufe des Buches weiterentwickeln. Lainey kommt mir zuerst ziemlich naiv vor, unter anderem, weil sie glaubt, dass sie einfach vor ihrem alten Leben und ihrer unerfüllten Liebe davonlaufen kann. Im Laufe des Buches entwickelt sie sich aber zu einer starken Frau, die weiß, was sie will. Damian wurde in seiner letzten Beziehung sehr verletzt und hat daher Angst, wieder verletzt zu werden. Deshalb möchte er auch auf keinen Fall eine neue Beziehung anfangen. Doch auch er entwickelt sich weiter.

Während des Buches kommt es immer wieder zu gut geschriebenen und prickelnden Sex-Szenen, die gut in die Geschichte eingebunden sind. Es geht also nicht nur um Sex, sondern es ist viel tiefgehender. Die Gefühle der Protagonisten sind ein großes Thema und ich konnte mich gut mit Lainey identifizieren.

Fazit:

Eine erotische Geschichte, die Tiefgang beweist.

Veröffentlicht am 06.11.2019

Solide Familiensaga über mehrere Generationen

Die Frau des Kaffeehändlers
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Inhalt:

Hamburg 1896: Der ehrgeizige Kaufmann Paul Friedrich Magnussen willigt ein, Amalia zu heiraten, die Tochter von Ferdinand Claasen. Dafür bekommt Paul einen Kredit, um sein Unternehmen zu vergrößern. ...

Inhalt:

Hamburg 1896: Der ehrgeizige Kaufmann Paul Friedrich Magnussen willigt ein, Amalia zu heiraten, die Tochter von Ferdinand Claasen. Dafür bekommt Paul einen Kredit, um sein Unternehmen zu vergrößern. Gemeinsam mit seiner klugen Frau gelingt es Paul, seinen Kaffeehandel zu einem florierenden Unternehmen auszubauen. Allerdings weiß Amalia nichts von dem Handel zwischen Paul und ihrem Vater und dass Paul sich von Anfang an zu ihrer schönen Schwester Helene hingezogen fühlt.

Über ein Jahrhundert später stößt Melina auf einen großen Ordner ihrer verstorbenen Großmutter, in der alles über die Familie Magnussen gesammelt wurde. Melina wird neugierig und zufällig bekommt sie auch die Stelle als Assistentin von Leonard Magnussen. So erfährt sie immer mehr über die Familie, auch wenn sie noch nicht ahnt, dass ihr Schicksal noch mehr mit dieser Familie verwoben ist.

Meinung:

Das Buch wird in zwei Zeitebenen erzählt. Erst einmal lernen wir Melina kennen, kurz nachdem ihre geliebte Großmutter gestorben ist. In der zweiten Ebene erfahren wir, wie Paul um Amalia wirbt und sie heiratet, sowie den weiteren Verlauf dieser Ehe. Später wird auch einiges über deren Kinder erzählt. Es handelt sich also mehr oder weniger um eine Familiensaga, die mehrere Generationen umfasst.

Die Autorin schreibt sehr angenehm und man kann das Buch relativ schnell durchlesen. Von Anfang an herrscht ein Spannungsbogen - allein durch den Handel zwischen Paul und Amalias Vater. Aber auch sonst gibt es einige Geheimnisse, die aufgeklärt werden und man so das Buch kaum aus der Hand legen will.

Melina ist eine kluge und liebenswerte junge Frau, die man gerne auf ihrem Weg begleitet. Sowohl bei ihrer Arbeit als auch beim Durchsehen dieses ominösen Ordners und beim Herausfinden, was dieser zu bedeuten hat. Auch Leonard Magnussen mochte ich gern. Er ist gutaussehend und trotzdem nicht so arrogant, wie man es sonst von solchen Schönlingen gewöhnt ist.

Auch in der anderen Zeitebene mochte ich die Charaktere wirklich gern. Obwohl ich den Handel zwischen Paul und Amalias Vater natürlich nicht gutheißen konnte, ist Paul ein Mann, den man trotzdem gern hat. Und Amalia ist sowieso eine Frau, mit der man sich identifizieren kann. Klug, etwas widerspenstig und liebenswert.

Fazit:

Kurz zusammengefasst: ich habe alle diese Charaktere gerne durch das Buch begleitet. Eine solide Familiensaga über mehrere Generationen.

Veröffentlicht am 03.11.2019

Gelungens Finale der Reihe

Sinful Royalty
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Inhalt:

Temperance Ransom hat alles verloren. Ihren Bruder und den Mann, den sie liebte. Sie ist vollkommen verzweifelt und Selbstvorwürfe zerfressen sie. Wochenlang trauert sie und verkriecht sich in ...

Inhalt:

Temperance Ransom hat alles verloren. Ihren Bruder und den Mann, den sie liebte. Sie ist vollkommen verzweifelt und Selbstvorwürfe zerfressen sie. Wochenlang trauert sie und verkriecht sich in ihrer Wohnung. Doch irgendwann stellt sie fest, dass es nicht so weitergehen kann und sie wieder leben muss.

Meinung:

Der dritte Teil der Reihe hat es in sich und ich möchte hier nicht zu viel zum Inhalt verraten, um nicht zu spoilern. Es gibt einige unvorhergesehene Wendungen in der Geschichte und diese sollen euch genauso überraschen, wie mich auch.

Diese Reihe war insgesamt sehr emotional und wirklich gut geschrieben. Temperance ist so eine tolle Protagonistin, mit der man von Beginn an mitfiebern, mitleiden und sich mitfreuen kann. Gerade im letzten Teil macht sie einiges durch. Wie muss es wohl sein, die zwei wichtigsten Menschen in ihrem Leben auf einen Streich zu verlieren und sich dann auch noch die Schuld daran zu geben. So etwas muss einen Menschen doch zerbrechen. Und trotzdem rappelt sie sich nach ein paar Wochen auf und sagt sich selbst, dass es weitergehen muss.

Leider kann und will ich nicht mehr zu dem Buch schreiben, da ich sonst spoilern müßte. Ich kann nur soviel dazu sagen:

Fazit:

Eine absolute Leseempfehlung, wenn ihr eine emotioniale Geschichte mit etwas BDSM mögt.

Veröffentlicht am 26.10.2019

Tolle Geschichte und tolle Charaktere

Die Farbe von Glas
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Inhalt:


Island 1686: Rósa und ihre Mutter leiden unter bitterer Armut nachdem der Vater gestorben ist. Aus dieser Not heraus nimmt die junge Frau den Antrag des reichen Händlers Jón an, der eine Frau ...

Inhalt:


Island 1686: Rósa und ihre Mutter leiden unter bitterer Armut nachdem der Vater gestorben ist. Aus dieser Not heraus nimmt die junge Frau den Antrag des reichen Händlers Jón an, der eine Frau für Haus und Hof sucht. Im Gegenzug verspricht er, ihrer Mutter Lebensmittel usw zukommen zu lassen. Rósa folgt ihrem Gemahl in dessen Dorf, wo sie bei den Dorfbewohnern auf eine Mauer von Ablehnung stößt. Um Jón ranken sich diverse Gerüchte, unter anderem soll er seine erste Frau umgebracht haben. Jón äußert sich zu diesen Vorwürfen jedoch nicht und ist auch sonst relativ unnahbar. Einziger Trost für die junge Frau ist die kleine Glasfigur, die ihr Jón zur Hochzeit geschenkt hat und die so zart sie auch ist, unzerbrechlich erscheint. Doch das Böse kommt immer näher und während eines Schneesturms, der das ganze Dorf zuschneit, kommt die Bedrohung immer näher.


Meinung:


Ehrlich gesagt habe ich sehr lange gebraucht, um in die Geschichte hineinzukommen. Irgendwie habe ich das halbe Buch lang gewartet, dass irgendetwas passiert. Es ist zwar nicht so, dass gar nichts passiert, aber die Handlung plätschert nur so dahin. Aber ca bei der Mitte des Buches geht es dafür so richtig los und es wird richtig spannend.


Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet und man kann vor allem bei Rósa eine gewaltige Entwicklung sehen. Auch die Welt um sie herum – also Island im 17. Jahrhundert – wird gut beschrieben und man kann sich das Dorf und das Gehöft gut vorstellen, genauso wie die Armut, die damals so viele Menschen betroffen hat.


Rósa ist eine tolle Protagonistin und ich konnte mich sofort in sie einfühlen. Ihr geht es vor allem darum, dass ihre Mutter den Winter überlebt und von ihrem schweren Husten geheilt wird. Deshalb nimmt sie auch den Antrag von Jón an, obwohl ihr der Mann nicht ganz geheuer ist.


Lange kann man sich auf Jón keinen Reim machen. Manchmal ist er unnahbar, dann wird er wieder fast zärtlich, später ist er wieder grob oder geht ohne Erklärung bzw lässt Rósa allein. Auch verbietet er ihr, mit den Dorfbewohnern Kontakt aufzunehmen und die Gerüchte, die sich um ihn ranken, machen es auch nicht besser. Erst später wird im Rahmen der Handlung dieses und andere Geheimnisse gelüftet.


Fazit:


Eine tolle Geschichte und wunderbare Charaktere, leider ein Punkt Abzug, da die Handlung am Anfang recht träge vor sich hinplätschert und erst gegen Mitte des Buches wirklich spannend wird.