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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.08.2023

Spannend, nervenaufreibend, beklemmend

Blutige Stufen (Ein Hunter-und-Garcia-Thriller 12)
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Auch dieser mittlerweile 12. Einsatz für Hunter & Garcia konnte mich wieder absolut unterhalten. Der Thriller ist von der ersten Seite an wieder beklemmend, düster und mitreißend. Dass der Autor einen ...

Auch dieser mittlerweile 12. Einsatz für Hunter & Garcia konnte mich wieder absolut unterhalten. Der Thriller ist von der ersten Seite an wieder beklemmend, düster und mitreißend. Dass der Autor einen kriminalpsychologischer Hintergrund hat, ist offensichtlich und sorgt für die nötige Detailgenauigkeit bei den Verbrechen, den Schauplätzen und natürlich beim Täter. Das Setting ist wie immer bei Chris Carter sehr blutlastig. Aber als Fan dieser Reihe/des Autors weiß ich aber inzwischen auf was ich mich da einlasse. Und ja, ich möchte es bei dieser Serie auch gar nicht anders. Das alles verpackt in einer Story, der durch den schnörkellosen Schreib- und Erzählstil, dem hohen Tempo und einem ansteigenden Spannungsbogen das Lesen für mich wieder zu einem Erlebnis gemacht hat. Die Morde sind grausam, die Wendungen schockieren, und die Hauptprotagonisten können auch diesmal wieder überzeugen. Chris Carter ist es auch hier wieder gelungen, die Geschichte so zu gestalten, dass sie mich in eine dunkle und düstere Gedankenwelt eintauchen und das Buch nur schwer aus der Hand legen ließ.

Fazit: Wer düstere, nervenaufreibende und fesselnde Thriller mit sadistischem Serientäter mag und auch vor ausführlichen Tatortbeschreibungen nicht zurückschreckt, dem kann ich diesen Thriller absolut empfehlen und bewerte ihn mit vollen 5 Sternen.

Veröffentlicht am 29.08.2023

Bodenständig, geradlinig, packend

Der Rosenkiller
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In ihrem zweiten Fall müssen Kommissarin Alexandra Brückner und ihr Team gleich mehreren Tötungsdelikten nachgehen. Im Erfurter Steigerwald werden mehrere Tote gefunden, die alle eines gemeinsam haben, ...

In ihrem zweiten Fall müssen Kommissarin Alexandra Brückner und ihr Team gleich mehreren Tötungsdelikten nachgehen. Im Erfurter Steigerwald werden mehrere Tote gefunden, die alle eines gemeinsam haben, eine Rose als Grabbeigabe. Für die Kommissarin soll es eine anstrengende Zeit werden, muss sie sich noch immer gegenüber missgünstigen Kollegen beweisen und auch bei ihr zuhause geschieht Merkwürdiges, was sie um den Schlaf bringt.

Auch in diesem zweiten Band bleibt die Autorin ihrem schnörkellosen und bodenständigen Schreib- und Erzählstil treu. Der Plot ist stimmig und lädt den Leser dazu ein sich eigene Gedanken über Täter und Motiv zu machen. Allerdings ist das dank der zahlreichen Hinweise und Fährten kein einfaches Unterfangen. Man muss schon genau und konzentriert lesen, möchte man schon vor der Kommissarin den/die richtigen Täter ermitteln. Somit bleibt die Lösung des Falls lange offen und die Spannung auch bis zum Schluss auf einem guten konstanten Level.

Fazit: Mit „Der Rosenkiller“ gibt es endlich wieder einen Krimi, der Thüringen auf die Krimilandkarte zurückbringt. Neben dem gesamten Ermittlerteam, was sehr authentisch wirkt, der spannenden Mörderjagd und dem/der Überraschungstäter blitzt hier und da auch Thüringer Lokalkolorit auf. Mir hat das Buch gut gefallen und ich empfehle es folglich hiermit auch gern weiter.

Veröffentlicht am 29.08.2023

Temporeicher Thriller, dem es an Tiefe fehlt

Plagiat
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Der Klappentext verspricht einen interessanten und spannenden Thriller. Doch das Plagiat, welches zum Aufhänger für all die tödlichen Machenschaften werden soll, wird in seiner Konsequenz dann leider nicht ...

Der Klappentext verspricht einen interessanten und spannenden Thriller. Doch das Plagiat, welches zum Aufhänger für all die tödlichen Machenschaften werden soll, wird in seiner Konsequenz dann leider nicht näher beleuchtet. So erfährt man eigentlich nichts über mögliche Auswirkungen auf die Arbeit des „Internationalen Komitee für Wirtschaft, Technologie und Fortschritt“ oder der Verursacherin selbst. Hier hätte der Autor mehr in die Tiefe gehen und die Beweggründe deutlicher herausstellen müssen. So verfolgen wir letztlich nur Carla bei ihrer Suche nach dem Wer und Warum zum Tod ihres Bruders. Diese Passagen sind dann zwar temporeich erzählt, wirken aber auf mich auch nicht immer authentisch. In jeder noch so prekären Lage findet Carla Unterstützer und uneigennützige Helfer, so dass sie im Vergleich zu anderen, immer wieder fast ungeschoren davon kommt. Und so verwundert es auch nicht, dass es für Carla ein zufriedenstellendes Ende gibt. Was mir als Leser jedoch vorenthalten wird, denn auch hier bleibt der Autor zu schwammig und oberflächlich bei der Auseinandersetzung mit der abgewendeten Bedrohungslage und dem Verbleib einiger Protagonisten.

Fazit: Dank der zahlreichen Handlungsorte, entwickelt sich zwar eine temporeiche Geschichte, die es aber leider nicht schaffte mich absolut mitzureißen. Als Politthriller bot er gerade bei den politisch relevanten Passagen von Beginn an zu wenig Hintergrundinformationen und die Figuren waren mir auch zu stereotyp. Ich muss gestehen ich schwanke zwischen 2 oder 3 Sternen und bewerte „Plagiat“ letztlich mit aufgerundeten 3 von 5 Sternen, weil ich trotz aller Vorhersehbarkeit doch bis zum Ende durchgehalten habe, was ja vielleicht auch an der akzeptablen Erzählweise lag.

Veröffentlicht am 29.08.2023

Akzeptabler Serienauftakt

Unter falscher Flagge
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Da der Serienstart um die Polizeitaucherin Svea Roth mit nur 320 Seiten nicht gerade üppig bemessen ist, geht es ohne großartiges Vorgeplänkel hinein in die Geschichte, was ich persönlich allerdings nicht ...

Da der Serienstart um die Polizeitaucherin Svea Roth mit nur 320 Seiten nicht gerade üppig bemessen ist, geht es ohne großartiges Vorgeplänkel hinein in die Geschichte, was ich persönlich allerdings nicht als Nachteil empfinde.
Es entwickelt sich ein Krimi, in dem Ökoaktivisten, Geschäftemacher und Menschen, die ihre Traumata erst noch bewältigen müssen, aufeinandertreffen. Der Fall selbst ist gut erdacht und wird von Svea und dem Team Stück für Stück ermittelt. Dabei bleiben auch wie es sich in diesem Fall gehört, die Tauchszenen nicht aus. Diese sind gut in die Handlung eingepasst und sind entgegen den üblichen Ermittlungen in den gängigen Krimis mal eine angenehme Abwechslung. Auch wenn mir die Ökoaktivisten zu stereotyp dargestellt sind und auch die privaten Umstände Sveas immer wieder in Anspielungen Erwähnung finden, ist dieser 1. Band ein unterhaltsamer, wenn auch kurzweiliger Krimi. Dass Motiv und Täter gefunden werden versteht sich natürlich. Wer allerdings eine befriedigende Antwort zu dem immer wieder angerissenen Schicksalsschlag aus der Vergangenheit Sveas haben will, wird wohl den nächsten Band abwarten müssen, in dem dies dann hoffentlich abschließend geklärt werden wird.
Alles in allem ist „Unter falscher Flagge“ ein akzeptabler Serienauftakt, der allerdings bei den Beschreibungen der Polizeiarbeit und beim Punkt durchgängige Spannung noch Luft nach oben hat. Trotz dieser kleinen Kritikpunkte liest sich der Krimi aber zügig und leicht und weiß zu unterhalten. Eine Leseempfehlung spreche ich somit gern aus und vergebe gute 3 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 29.08.2023

Fesselnd, informativ, gefühlvoll

Bergleuchten
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Der Bau des Gotthard-Tunnel bildet hier den Ausgangspunkt für diesen historischen (Liebes-)Roman. Die Autorin beschreibt dabei die beschwerlichen Arbeits- und Lebensbedingungen für die italienischstämmigen ...

Der Bau des Gotthard-Tunnel bildet hier den Ausgangspunkt für diesen historischen (Liebes-)Roman. Die Autorin beschreibt dabei die beschwerlichen Arbeits- und Lebensbedingungen für die italienischstämmigen Arbeiter, die sich auch noch den Vorurteilen der einheimischen Bevölkerung stellen müssen. Mit sehr authentisch wirkenden Beschreibungen der damaligen Zu- und Umstände beim Tunnelbau, verbindet Karin Seemayer eine schmerzlich schöne Liebesgeschichte, die dieser historischen Begebenheit Atmosphäre verleiht. Am Schicksal von Helene, Piero und dem Tunnel fühlte ich mich in die Zeit zurückversetzt und wurde fast ein Teil dieses epischen Projekts. Auch wenn ich schon geahnt habe, wie die Geschichte von Helene und Piero endet wird, so beeindruckte mich aber die Geschichte als Gesamtpaket aus historisch Belegtem und der Liebesgeschichte. Sowohl die Charakterisierung der Figuren als auch die teils sehr detaillierten geschichtlichen Hintergrundinformationen ergeben diese perfekte Lektüre. Ich kann diesen fesselnden, informativen, gefühlvollen Roman absolut weiterempfehlen und vergebe gern volle 5 Sterne.