Profilbild von clara25

clara25

Lesejury Star
offline

clara25 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit clara25 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.12.2024

Der erste Fall für Holmes und Watson

Eine Studie in Scharlachrot
0




Holmes und Watson treffen hier nun das erste mal aufeinander und beschließen eine Wohngemeinschaft zu bilden, in der Baker Street 221b. Immer wenn Holmes Aufträge durch die Polizei oder von Privatpersonen ...




Holmes und Watson treffen hier nun das erste mal aufeinander und beschließen eine Wohngemeinschaft zu bilden, in der Baker Street 221b. Immer wenn Holmes Aufträge durch die Polizei oder von Privatpersonen erhält, denen er nachgeht, wird in von nun an Dr. Watson begleiten. Ein Detektiv-Duo ist geboren und ermittelt gemeinsam im März 1881 zum rätselhaften Mord an Enoch J. Drebber der, vergiftet und mit dem in Blut getränkten deutschen Wort Rache an der Wand, in einem Haus gefunden wird.

Neben der Krimi-Handlung, die das viktorianische London wunderbar in die Handlung einbezieht, lernen der Leser auch die beiden Hauptfiguren Holmes und Watson etwas näher kennen. Holmes wird als arroganter, gefühlskalter Mann der mit zwischenmenschlichen Beziehungen so seine Probleme hat, dargestellt. Watson ist das ganze Gegenteil und erdet durch seine ruhige und besonnene Art auch Holmes immer wieder. Natürlich schafft es Holmes dank seiner deduktiven Fähigkeiten den Fall zu lösen.

Auch wenn der Erzählstil für diesen ersten Holmes-Krimi noch ein wenig holprig wirkt legt er aber hier einen guten Grundstein für weitere Geschichten.


Veröffentlicht am 11.12.2024

Fesselnde Detektivgeschichte

Das Zeichen der Vier
0




Als Mary Morstan Sherlock Holmes und damit natürlich auch Dr. Watson bittet sie zu einer Verabredung zu begleiten, können sie noch nicht ahnen welch ein Abenteuer ihnen bevorstehen soll.

Nicht nur ...




Als Mary Morstan Sherlock Holmes und damit natürlich auch Dr. Watson bittet sie zu einer Verabredung zu begleiten, können sie noch nicht ahnen welch ein Abenteuer ihnen bevorstehen soll.

Nicht nur die deduktiven Fähigkeiten Sherlocks, auch Ausdauer und körperlicher Einsatz sind diesmal gefragt, wenn es zum Beispiel gilt den Bösewicht auf einer Jagd quer durch London zu verfolgen. Neben den so typischen Ermittlungsergüssen Sherlock Holmes' bekommt der Leser hier einen wunderbare Eindrücke über das viktorianische London, was Hauptschauplatz während der Verfolgungsjagd ist. Dass selbstredend die Polizei im Vergleich zu Holmes und Watson keinen Stich bei den Ermittlungen machen ist fast schon Programm, lässt aber das Lesevergnügen darunter nicht leiden, hat doch Holmes so seine Art seine Erkenntnisse zu offenbaren.

„Das Zeichen der Vier“ ist ein temporeicher Detektivroman mit überzeugenden Figuren, einer komplexen Handlung und einem atmosphärisch toll in Szenen gesetzten Schauplatz, den ich gern weiterempfehle.


Veröffentlicht am 11.12.2024

Geglückter Abschlussband

Juliregen
0




Nach „Dezembersturm“ und „Aprilgewitter“ nun der Abschlussband „Juliregen“. Nach den Vorkommnissen in Band 2 ist die Harmonie zwischen den Eheleuten, die nun auch Elten zweier Kinder sind, wieder hergestellt. ...




Nach „Dezembersturm“ und „Aprilgewitter“ nun der Abschlussband „Juliregen“. Nach den Vorkommnissen in Band 2 ist die Harmonie zwischen den Eheleuten, die nun auch Elten zweier Kinder sind, wieder hergestellt. Doch das soll sich alsbald ändern, denn es gibt Menschen, die ihnen ihr Glück neiden.

Im Gegensatz zu den beiden Vorgängern plätschert die Handlung leider spannungsarm und wenig mitreißend dahin. Es gibt auch hier wieder die Bösen, die das Bösesein auch ausleben dürfen und dem langatmig erzählten Plot die ein oder andere Wendung geben. Dem gegenüber stehen die Guten, die alles daran setzen, dass das Böse nicht gewinnt, also wie stets bei Iny Lorentz auch hier die typischen Stereotypen.

Alles in allem jedoch ein geglückter Abschlussband, dem zwar die Spannung fehlt, der aber zu unterhalten vermag.


Veröffentlicht am 11.12.2024

Unterhaltsame Fortsetzung

Aprilgewitter
0




Der zweite Teil der Ostpreußen-Saga setzt fünf Jahre nach „Dezembersturm“ ein, also im Jahre 1881. Lore ist mit ihrem Ehemann Fridolin von Stettin von Bremen nach Berlin gezogen. Lore eröffnet einen ...




Der zweite Teil der Ostpreußen-Saga setzt fünf Jahre nach „Dezembersturm“ ein, also im Jahre 1881. Lore ist mit ihrem Ehemann Fridolin von Stettin von Bremen nach Berlin gezogen. Lore eröffnet einen Modesalon und Fridolin bekommt eine gute Anstellung in einem renommierten Bankhaus. Alles könnte so schön sein, doch dunkle Wolken ziehen auf bringen die Harmonie zwischen den Eheleuten ins Wanken.

Der mittlerweile so typische Iny-Lorentz-Erzählstil nimmt den Leser schnell wieder gefangen und lässt ihn am Leben der beiden teilhaben. Dabei werden die gesellschaftlichen Konventionen geschickt in die Handlung eingewoben. Eine nicht unwesentliche Anzahl an Nebenfiguren bereichern die Szenen und verleihen der Handlung Leben und Aktion und auch das Thema Sex nimmt diesmal einen großen Raum ein, da ein Bordell eine gewichtige Rolle spielt. Auch für Spannung ist gesorgt, heißt es doch einen Doppelmord aufzuklären.

Also es ist wieder für genügend Handlung und Unterhaltung gesorgt, die nach Beenden des Buches schon Neugierde auf den dritten Band weckt.


Veröffentlicht am 11.12.2024

Solider HistoRoman

Flammen des Himmels
0




Iny Lorentz entführt den Leser hier nach Westfalen im Jahr 1534, der Zeit der Wiedertäufer. Ein neues Jerusalem, mit Einzug in das Himmelreich und dem aller Sorgen ledig sein, wurde den Gläubigern damals ...




Iny Lorentz entführt den Leser hier nach Westfalen im Jahr 1534, der Zeit der Wiedertäufer. Ein neues Jerusalem, mit Einzug in das Himmelreich und dem aller Sorgen ledig sein, wurde den Gläubigern damals versprochen. Wie die Wiedertäufer dabei mit der Unwissenheit der einfachen Leute spielten um ihre Vorteile zu erlangen, dass erzählt das Autorenehepaar anhand der Familie Hinrichs, wobei auch hier wieder eine Frau, nämlich Frauke, im Fokus der Geschichte steht.

Teils barbarische Einblicke in das münsteraner Leben jener Zeit ergänzen die fiktive Geschichte um die Hinrichs und erwecken hier eine Epoche zum Leben die von Anfeindungen und Brutalität gezeichnet war. Der historische Handlungsrahmen gibt interessante Fakten vor und macht den Roman spannend und mitreißend, nur leider mangelt es den Figuren an Tiefe und Facettenreichtum, so dass dadurch der Gesamteindruck geschmälert wird. Mehr Ecken und Kanten bei den Hauptprotagonisten hätten dem Roman gut getan und eine höhere Bewertung ermöglicht. So ist es zwar ein unterhaltsamer Schmöker, den ich aber nur mit knappen 3 von 5 Sternen bewerte.