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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.09.2025

Insel der Seligen

Eden
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Der Roman beginnt fröhlich, mit Alltagsgeschichten, direkt aus dem Leben einer Familie aus Vater, Mutter und Tochter Sofie. Aus einer schönen Überraschung, wird leider der schlimmste Tag überhaupt und ...

Der Roman beginnt fröhlich, mit Alltagsgeschichten, direkt aus dem Leben einer Familie aus Vater, Mutter und Tochter Sofie. Aus einer schönen Überraschung, wird leider der schlimmste Tag überhaupt und nach dem Tod von Sofie ist nichts mehr, wie es einmal war. Jede/r geht mit der Trauerbewältigung anders um, Schuldzuweisungen werden ausgesprochen bzw. empfunden, die Suche nach dem Warum und ob man den Täter nicht hätte erkennen müssen, stellen weitere zentrale Themen dar. Sofies Oma ist an Demenz erkrankt und bekommt von alldem nichts mit, sie lebt weiterhin in einer heilen Welt, auf einer Insel der Seligen. Dieser starke Kontrast ist emotional ergreifend und schwierig zu überwinden. Ein paar Szenen, wie ausschweifende Diskussionen von Philips Vater und seinen Kumpanen hätte ich nicht benötigt, sie haben eher meinen Lesefluss gestört.

Veröffentlicht am 31.08.2025

distanzierte Erzählweise

Zwischen zwei Leben
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Der Roman hat ein ansprechendes Cover und machte mich mit seinem Titel aufmerksam. Über das Leben von Jenny, wie es vorher war und wie es sich nach der Trennung von ihrem Mann, verändern würde und wie ...

Der Roman hat ein ansprechendes Cover und machte mich mit seinem Titel aufmerksam. Über das Leben von Jenny, wie es vorher war und wie es sich nach der Trennung von ihrem Mann, verändern würde und wie sie wieder zu sich selbst findet, hätte ich gerne mehr gelesen. Der Schreibstil konnte mich allerdings nicht überzeugen. Schon zu Beginn war die Geschichte sprunghaft, gespickt mit Märchenfiguren und die Erzählperspektive kalt und distanziert. Als Leserin konnte ich zur Ich-Erzählerin Jenny keinen emotionalen Bezug aufbauen. Es fehlt mir auch ein Höhepunkt oder aufrechter Spannungsbogen, die Lebensgeschichte plätschert so dahin und obwohl die Themen an sich spannend sind, wurden sie nicht spannend erzählt. Schade, ich hatte mir mehr erwartet.

Veröffentlicht am 30.08.2025

liest sich wie eine gute Freundin

Die Hummerfrauen
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Der Roman macht zuallererst mit dem wunderschönen, äußerst ästhetisch gestalteten Cover auf sich aufmerksam. Danach fällt der angenehme Schreibstil auf, man hat als Leserin das Gefühl, wie mit einer Freundin ...

Der Roman macht zuallererst mit dem wunderschönen, äußerst ästhetisch gestalteten Cover auf sich aufmerksam. Danach fällt der angenehme Schreibstil auf, man hat als Leserin das Gefühl, wie mit einer Freundin über die anderen Personen zu sprechen oder auch Teil der Gesellschaft zu sein, da es persönlich und direkt formuliert ist. Mir haben die Lebensgeschichten der drei unterschiedlichen Frauen, die zufällig aufeinandertreffen und die dann doch mehr verbindet als zuvor angenommen, sehr beeindruckt. Vor allem das Fischereigeschäft, das eigentlich eine Männerdomäne ist, ist keine leichte Aufgabe für Frauen. Der Zusammenhalt und die gegenseitige Unterstützung, egal bei welchen Problemen, ohne groß zu fragen oder zu verurteilen, finde ich bewundernswert. Die Charaktere werden sehr gut beschrieben, vor allem auch aufgrund des Umfanges des Romanes ist dies gut möglich, sodass sie vielschichtig und authentisch dargestellt werden, mit all ihren Stärken und Schwächen. Mir hat auch der Bezug in zur Vergangenheit sehr gut gefallen, so sind gewisse Reaktionen und Handlungsweisen verständlicher und auch die Diskrepanz zwischen den Inselbewohnerinnen und den Sommergästen ist aus der jeweiligen Sichtweise verständlich.

Veröffentlicht am 29.08.2025

Wendepunkte im Leben

Wedding People (deutsche Ausgabe)
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Der Roman hat mich zuerst aufgrund des farbenfrohen und erfrischenden Covers angesprochen und auch stilistisch ist er sehr gut und einfach zu lesen, mit einer gewissen Ironie, aber teilweise auch mit ernsteren ...

Der Roman hat mich zuerst aufgrund des farbenfrohen und erfrischenden Covers angesprochen und auch stilistisch ist er sehr gut und einfach zu lesen, mit einer gewissen Ironie, aber teilweise auch mit ernsteren Passagen. Er handelt von zwei komplett unterschiedlichen Frauen, die sich an verschiedenen Wendepunkten in ihrem Leben befinden und deren Leben sich durch eine schicksalhafte Begegnung miteinander verknüpfen. Phoebe reist in das schicke Hotel, um ihr Leben zu beenden und crasht mitten in Lilas Hochzeitsfeier, die ihren schönsten Tag im Leben perfekt geplant hat. Mir gefällt es, dass die Hauptcharaktere sehr tiefgründig und vielschichtig beschrieben werden, dies ist aufgrund des Umfangs des Buches und des Handlungsradius auch sehr gut möglich. Es ist viel Platz für Gefühle und Gedanken und tiefgreifende Gespräche, aber trotzdem kommt auch der Humor nicht zu kurz.

Veröffentlicht am 29.08.2025

es fehlt ein Höhepunkt

Ja, nein, vielleicht
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Der Roman beschreibt das Älterwerden von Frauen und die Selbstzufriedenheit mit der Selbstbestimmung im Alter, ohne die Verantwortung für kleine Kinder und ohne sich an einen Mann anzupassen. Auf der einen ...

Der Roman beschreibt das Älterwerden von Frauen und die Selbstzufriedenheit mit der Selbstbestimmung im Alter, ohne die Verantwortung für kleine Kinder und ohne sich an einen Mann anzupassen. Auf der einen Seite bedeutet es für die Ich-Erzählerin Freiheit, aber in gewissen gesellschaftlichen Situationen sehnt sie sich dennoch nach einem Mann an ihrer Seite. Mir hat die Dramatik gut gefallen, die mit einem kaputten Zahn und Parodontose beginnt und sich dann hochschaukelt. Das Thema der anstehenden Hochzeit ihrer besten Freundin beschäftigt die Ich-Erzählerin auch stark und vor allem stellt sie sich selbst die Frage, nachdem sie ihre alte Jugendliebe wieder trifft, ob sie sich noch einmal auf eine Beziehung einlassen möchte, mit all ihren Vorteilen, aber auch negativen Aspekten und Anpassungen. Nicht ganz überzeugen konnte mich der Schreibstil, an manchen Stellen war es mir zu wenig frisch, sondern langatmig und es fehlte mir ein spannender Höhepunkt, auf den alles hinausläuft, somit plätscherte die Erzählung geradlinig dahin. Auch die Verallgemeinerung, dass nahezu alle Männer gleich wären, und hauptsächlich negativ besetzt, nach allen vorrätigen Klischees, hat mir nicht so zugesagt. Am Ende ist der Zusammenhalt und die Beziehung zu Freunden und Nachbarn im Fokus, somit ein runder Abschluss, aber insgesamt hat mir etwas gefehlt, Spannung wollte nicht so richtig aufkommen.