Profilbild von coffee2go

coffee2go

Lesejury Star
offline

coffee2go ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit coffee2go über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.07.2025

Italien abseits vom Urlaubsflair

Der dunkle Sommer
0

Ein Haus in Italien für nur einen Euro – Tilda gönnt sich dieses Abenteuer und möchte damit vor ihren Alpträumen und ihrer gewohnten Umgebung mit den ständigen Erinnerungen fliehen. Schon bald wird allerdings ...

Ein Haus in Italien für nur einen Euro – Tilda gönnt sich dieses Abenteuer und möchte damit vor ihren Alpträumen und ihrer gewohnten Umgebung mit den ständigen Erinnerungen fliehen. Schon bald wird allerdings klar, dass es auch in Italien Probleme gibt, wenn auch andere und dass eine mysteriöse Geisterstadt ohne Handyempfang nicht ganz so romantisch ist, wie erwartet. Tilda verausgabt sich in der Renovierung des Hauses und gleichzeitig beschäftigt sie sich intensiv mit der Geschichte des Dorfes und seinen ehemaligen Bewohner*innen. Beim Lesen hat man, gleich wie Tilda, das Gefühl, nicht allein zu sein und dass man beobachtet wird. Es gibt nur wenige Charaktere, aber dafür haben diese Platz sich zu entfalten und ihre Geschichten intensiv und detailliert zu erzählen, finde ich gelungen. Die Hintergrundgeschichte selbst hat mich erstaunt und da sie teilwiese auch auf wahren Begebenheiten beruht, sehr überrascht. Die Atmosphäre ist düster und unheilvoll, keinesfalls eine harmonische Urlaubsgeschichte, aber mir hat es so sehr gut gefallen.

Veröffentlicht am 21.07.2025

Mit Geld kann man alles kaufen, oder?

The Island - Auf der Flucht
0

Zuallererst ist mir das frische Cover aufgefallen, das sofort Urlaubsfeeling versprüht, aber es lässt auch schon erkennen, dass die Idylle trügerisch sein kann. Hauptcharakter Lola flüchtet von Hongkong ...

Zuallererst ist mir das frische Cover aufgefallen, das sofort Urlaubsfeeling versprüht, aber es lässt auch schon erkennen, dass die Idylle trügerisch sein kann. Hauptcharakter Lola flüchtet von Hongkong auf eine einsame Insel, auf der es nur ein riesiges Hotelareal für sehr reiche Kund*innen gibt. Dort schlägt sie sich als Hotelmanagerin mit den ungewöhnlichen Wünschen der Gäste die Tage und vor allem Nächte um die Ohren. Noch legendärer sind die Partys, auf denen Gäste und Personal gleichermaßen feiern und Gas geben, und wo auch zwielichtige Dinge passieren, die unter den Teppich des Schweigens gekehrt werden. Mit Geld lässt sich alles kaufen, oder nicht? Die Geschichte liest sich spannend, aber ist nicht immer ganz realistisch geschrieben, zudem kommen Wiederholungen vor, die mich teilweise gestört haben. Lola ist sehr umgänglich und vertrauensseelig und vertraut häufig den falschen Personen, da hat sie ein Händchen dafür. Nach dem ersten Todesfall ermittelt sie selbst mit einfachen Mitteln und bringt sich dadurch in Gefahr. Das Ende ist mit der Zeit schon vorhersehbar und hat mir persönlich nicht ganz so gut gefallen, aber mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten.

Veröffentlicht am 21.07.2025

Fachexpertise, entstanden aus der Praxis

Die neue Menopause
0

Die Autorin versucht mit ihrem Buch die Menopause, sowie die Zeitabschnitte davor und danach ganzheitlich zu betrachten. Zu Beginn stellt sie Begrifflichkeiten klar und gibt einen Überblick, wobei ich ...

Die Autorin versucht mit ihrem Buch die Menopause, sowie die Zeitabschnitte davor und danach ganzheitlich zu betrachten. Zu Beginn stellt sie Begrifflichkeiten klar und gibt einen Überblick, wobei ich hier die Diskussionen und unterschiedlichen Studienergebnisse über die Hormontherapie spannend gefunden habe. Ganz klare Message ist, dass man nicht leiden muss, sondern sich fachgerechte Hilfe holen soll und dies zum schnellstmöglichen Zeitpunkt. Wenn man keine zufriedenstellenden Behandlungsmöglichkeiten bekommt, soll man sich Ärzt*innen suchen, die Erfahrung und Kompetenz in diesem Fachbereich haben. Leichter gesagt als gefunden, vor allem in ländlichen Gegenden ist dies nicht immer so gut möglich und auch häufig noch ein gewisser Schamfaktor vorhanden. Abschließend gibt es einen relativ umfangreichen Katalog an möglichen Begleiterscheinungen und was man dagegen unternehmen kann bzw. ausprobieren kann. Teilweise war es wiederholend, teilweise Allgemeinwissen, ein paar wenige gute Anregungen sind auch dabei, also für Jede etwas. Gut gefallen haben mir auch die persönlichen Erfahrungsgeschichten, hiervon hätte ich sehr gerne noch mehr gelesen.

Veröffentlicht am 17.07.2025

traurige Aura

Noch fünfzig Sommer mehr
0

Der Roman beginnt erzählend und langsam, aber für mich auch etwas verwirrend, da teilweise innerhalb der Kapitel Zeitsprünge vorkamen, sodass ich mich erst inhaltlich einlesen und einfinden musste. Eleni ...

Der Roman beginnt erzählend und langsam, aber für mich auch etwas verwirrend, da teilweise innerhalb der Kapitel Zeitsprünge vorkamen, sodass ich mich erst inhaltlich einlesen und einfinden musste. Eleni verströmt eine traurige, einsame, depressive Aura, sogar in der Zeit, als sie mit Theo glücklich war, wenn auch nur sehr kurz, hat sie nicht die glückliche Verliebtheit versprüht, sondern war immer sehr ernst und in sich zurückgezogen, danach dann noch mehr. Ihr Kaninchen und ihre Blumen bleiben für eine gewisse Zeit, ihre einzige Lebensaufgabe und Motivation. Die Rückblenden in Elenis Kindheit haben mir sehr gut gefallen, und lassen auch nachvollziehen, warum sie sich so schwer auf neue Beziehungen einlassen möchte. Etwa ab dem Drittel des Buches passiert eine Wende, die einen neuen Abschnitt ankündigt, von da an war für mich dann leider schon der restliche Teil vorhersehbar und nicht mehr so spannend. Für mich absolut kein Sommerroman, dafür war mir die Stimmung zu dunkel.

Veröffentlicht am 17.07.2025

viele Fragen, überraschende Antworten

Himmelerdenblau
0

Die Autorin spielt durchgehend mit den Leserinnen, das macht in diesem Thriller die Leseatmosphäre aus und hält den Spannungsbogen hoch, bis zum Schluss. Zwischenzeitlich habe ich mir die Fragen gestellt: ...

Die Autorin spielt durchgehend mit den Leserinnen, das macht in diesem Thriller die Leseatmosphäre aus und hält den Spannungsbogen hoch, bis zum Schluss. Zwischenzeitlich habe ich mir die Fragen gestellt: „Was verheimlicht Daniel im verschlossenen Zimmer seiner verstorbenen Mutter? – Ist Theo dement oder verdrängt er dadurch eine grausame Tat, über die er nicht einmal nachdenken möchte? Ist Julie wie durch ein Wunder vielleicht doch noch am Leben nach der langen Zeit?“ Mir gefällt es, wenn zu Beginn viele Fragen aufgeworfen werden und man als Leserin zum eigenständigen Mitdenken animiert wird und Antworten auf meine Fragen habe ich am Ende der vollständig erhalten. Dadurch, dass es eine überschaubare Anzahl an Charakteren gibt, werden diese vielschichtig dargestellt, auch ihre Gedanken, Emotionen und Interessen haben Platz. Besonders gut gefallen hat mir die Idee mit dem Podcast, dies hat zusätzlich eine gewisse Leichtigkeit, aber auch Motivation hineingebracht und etwas überrascht hat mich das Ende, aber mehr möchte ich an dieser Stelle dazu nicht verraten.