Profilbild von cozyreadingdays

cozyreadingdays

Lesejury Star
online

cozyreadingdays ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit cozyreadingdays über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.04.2026

Gute Idee, aber mit Luft nach oben

REM
0

Nach Erscheinen des Buches habe ich leider viele negative Rezensionen gelesen und gehört, weshalb ich mir anfangs nicht sicher war, ob ich „REM“ überhaupt lesen soll. Am Ende war ich dann aber doch zu ...

Nach Erscheinen des Buches habe ich leider viele negative Rezensionen gelesen und gehört, weshalb ich mir anfangs nicht sicher war, ob ich „REM“ überhaupt lesen soll. Am Ende war ich dann aber doch zu neugierig. Da ich mit eher niedrigen Erwartungen an das Buch herangegangen bin, hat es mir insgesamt doch ganz gut gefallen.

Alysee musste vor vielen Jahren den Tod ihres Vaters mit eigenen Augen miterleben. Seine letzten Worte an sie waren „Du darfst nicht einschlafen!“ Doch genau das passiert, und kurz darauf ist ihr Vater tot. Da auch ihre Mutter schon früh verstorben ist, wächst Alysee als Vollwaise in einer Pflegefamilie auf, wo sie auch ihren „Bruder“ und besten Freund Nico kennenlernt. Die beiden sind bis heute unzertrennlich.

Geblieben ist allerdings auch ihre Angst vor dem Einschlafen, denn Alysee wird von Albträumen geplagt. Als sie erfährt, dass ihr Vater ihr ein Hotel vererbt hat, kommt das eigentlich ganz gelegen, schließlich wurde sie gerade von ihrer Mitbewohnerin vor die Tür gesetzt. Doch schnell stellt sich die Frage „Was verbirgt dieses Hotel wirklich? Und war es die richtige Entscheidung, das Erbe anzunehmen?“

Was mir direkt aufgefallen ist, ist, dass ich bin nur so durch die Seiten geflogen bin. Das lag vor allem am sehr einfachen und flüssigen Schreibstil. Ich hätte mir hier teilweise etwas mehr Anspruch bzw. einen etwas ausgefeilteren Stil gewünscht. Gleichzeitig sorgt genau das aber auch dafür, dass sich das Buch extrem schnell lesen lässt. Ich habe es tatsächlich innerhalb eines Tages beendet.

Die Story an sich fand ich ganz interessant, auch wenn ich mir an einigen Stellen mehr Tiefe gewünscht hätte. Gerade im Hinblick auf die Horror-Elemente hätte es für mich ruhig noch etwas mehr sein dürfen. So richtig gruselig wurde es leider nicht.

Mit den Charakteren bin ich nicht ganz warm geworden, wobei mir Alysee noch am besten gefallen hat. Sie wirkte auf mich stark und nicht ganz so naiv wie ihr Freund Nico.

Trotzdem muss ich sagen, für ein schnelles Buch zwischendurch war es wirklich nicht schlecht. Und sollte es noch einmal eine Zusammenarbeit von Annika Strauss und Sebastian Fitzek geben, würde ich definitiv wieder dazu greifen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.04.2026

Nostalgie, erste Liebe und ein Sommer, der alles verändert

Little Hollywood
0

„Little Hollywood“ hatte mich eigentlich schon nach den ersten Seiten. 90er Jahre, Abitur, baden im See, Vorfreude auf das Leben. Genau diese Stimmung hat mich direkt abgeholt.
In der Geschichte geht es ...

„Little Hollywood“ hatte mich eigentlich schon nach den ersten Seiten. 90er Jahre, Abitur, baden im See, Vorfreude auf das Leben. Genau diese Stimmung hat mich direkt abgeholt.
In der Geschichte geht es um Leo, die gerade ihr Abitur hinter sich gebracht hat und sich einfach nur noch auf ihre neue Freiheit freut. Doch natürlich kommt alles anders als gedacht. Olli, der sie vor Kurzem noch geküsst hat, lässt sie plötzlich sitzen, mit ihrer Mutter gibt es ständig Stress und irgendwie läuft nichts so, wie sie es sich vorgestellt hat.
Einen kleinen Lichtblick gibt es aber. Das „Little Hollywood“, eine Videothek, in der Jo arbeitet und mit dem sie jedes Mal Wahrheit oder Pflicht spielen muss, selbst wenn sie sich nur einen Film ausleihen will. Dieser Sommer entwickelt sich für Leo zu einem echten Auf und Ab der Gefühle.
Mir hat dieses Buch richtig gut gefallen. Gerade wenn man die 90er Jahre selbst erlebt hat, kann man sich total gut in die Geschichte hineinfühlen. Es tauchen immer wieder Filme und Musik aus dieser Zeit auf, es gibt noch keine Handys und man muss ganz klassisch vom Festnetztelefon aus anrufen. Das hat bei mir sofort Nostalgie ausgelöst.
Auch die Charaktere fand ich sehr authentisch und ich konnte mich gut in sie hineinversetzen. Der Schreibstil ist angenehm ruhig und lässt sich schön lesen, auch wenn sich die Geschichte an manchen Stellen etwas gezogen hat.
Trotzdem bin ich am Ende sehr zufrieden aus der Geschichte gegangen und habe das Buch wirklich gerne gelesen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.03.2026

Raus aus dem Alltag, rein ins Abenteuer

Statt aus dem Fenster zu schauen
0

Als ich den Klappentext von „Statt aus dem Fenster zu schauen“ von Anna Katharina Scheidemantel gelesen habe, war ich wirklich neugierig auf dieses Buch, konnte mir aber nicht so richtig viel darunter ...

Als ich den Klappentext von „Statt aus dem Fenster zu schauen“ von Anna Katharina Scheidemantel gelesen habe, war ich wirklich neugierig auf dieses Buch, konnte mir aber nicht so richtig viel darunter vorstellen. Dass sich dahinter so eine großartige Geschichte verbirgt, damit habe ich wirklich nicht gerechnet, obwohl auch die wunderschöne Covergestaltung das eigentlich schon vermuten ließ.
Aber worum geht’s überhaupt?
Wir lernen Sophie kennen, die super schlau ist, gerade ein Praktikum macht und von der man sagt, dass „aus ihr bestimmt mal etwas ganz Großes wird“. Doch das Praktikum ist langweilig und so klickt sie sich durch Kleinanzeigen und kauft Hals über Kopf ein Haus für 3100 €, irgendwo im Nirgendwo.
Dort angekommen erwartet sie mehr oder weniger eine Ruine. Nach einigen Tagen, in denen sie das Gefühl hat, einen ziemlich großen Fehler gemacht zu haben, fängt sie dann doch mit kleinen Renovierungsarbeiten an. Und so langsam beginnt ihr neues Leben auf dem Dorf… oder?
Hach, diese Geschichte… Ich habe wirklich nicht viel erwartet und wurde komplett überrascht. Schon nach den ersten Seiten wollte ich am liebsten selbst nach einem günstigen Haus auf Kleinanzeigen schauen und alles von Grund auf renovieren. Doch dann hat die Vernunft gesiegt und ich habe einfach weitergelesen :D
Ich mochte Sophie richtig gerne. Eigentlich lebt sie genau das Leben, das sich viele wünschen: weg vom Handy und dem ständigen „Erreichbarsein“, raus in die Natur und etwas mit den eigenen Händen schaffen. Ich würde sofort mit ihr tauschen, wenn da nicht immer dieses kleine Stimmchen im Kopf wäre, das sagt: „Das ist unvernünftig.“ Denn Sophie ist einfach los, hat niemandem Bescheid gesagt, ihren Chef geghostet und sich voll in diese Idee gestürzt.
Der Schreibstil von Anna Katharina Scheidemantel hat mir richtig gut gefallen. Zu keiner Zeit wurde mir das Buch langweilig und ich habe mich immer wieder gefreut, weiterzulesen. Auch wenn die Geschichte eher ruhig verläuft, war ich die ganze Zeit bei Sophie, konnte mich gut in sie hineinversetzen und mochte ihre Art, Dinge anzugehen.
Ein wirklich richtig tolles Buch, das ich nur weiterempfehlen kann!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.03.2026

Skurril, ehrlich und einfach gut

Es ist immer so schön mit dir
0

„Es ist immer so schön mit dir“ stand seit seinem Erscheinen auf meiner Wunschliste. Allein schon wegen des Covers, dass ich einfach nur schön finde.
Von Heinz Strunk habe ich bereits einige Bücher gelesen ...

„Es ist immer so schön mit dir“ stand seit seinem Erscheinen auf meiner Wunschliste. Allein schon wegen des Covers, dass ich einfach nur schön finde.
Von Heinz Strunk habe ich bereits einige Bücher gelesen und war deshalb umso gespannter, ob mich auch dieses wieder überzeugen kann. Und das hat es auf jeden Fall.
In der Geschichte geht es um Beziehungen und die oft etwas schrägen, aber gleichzeitig sehr menschlichen Seiten des Alltags. Wie man es von Strunk kennt, ist vieles ein bisschen unangenehm und manchmal auch skurril, aber genau das finde ich daran so toll.
Ich mochte das Buch wirklich richtig gerne. Der Schreibstil ist wie gewohnt besonders und sorgt dafür, dass man immer weiterlesen möchte.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.03.2026

Kurzgeschichten, die mich nicht ganz erreicht haben

Erste Person Singular
0

„Erste Person Singular“ war mein erstes Buch von Haruki Murakami und ich war wirklich gespannt, ob mir sein Schreibstil gefallen würde. Im Nachhinein bin ich mir allerdings nicht ganz sicher, ob das die ...

„Erste Person Singular“ war mein erstes Buch von Haruki Murakami und ich war wirklich gespannt, ob mir sein Schreibstil gefallen würde. Im Nachhinein bin ich mir allerdings nicht ganz sicher, ob das die beste Wahl für den Einstieg war.
In diesem Buch erwarten einen mehrere Kurzgeschichten. Dabei geht es um Erinnerungen, Begegnungen und alltägliche, aber auch teilweise etwas ungewöhnliche Situationen.
Der Schreibstil hat mir grundsätzlich gut gefallen. Er ist ruhig, klar und lässt sich angenehm lesen. Trotzdem konnten mich die einzelnen Geschichten nicht ganz überzeugen. Einige waren interessant, andere haben mich eher ratlos zurückgelassen.
Insgesamt war es für mich ein solides Buch, aber keines, das mich wirklich gepackt hat oder lange in Erinnerung bleiben wird.
Ich kann mir gut vorstellen, dass mir ein anderer Roman von Murakami besser gefallen würde und werde ihm auf jeden Fall noch eine Chance geben.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung