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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.02.2025

Das gefährliche Abenteuer beginnt

Magic Island - Ruf der Seelentiere. Eine magische Insel und sprechende Seelentiere: Fantasy-Buchreihe ab 11 Jahren (Magic Island, Bd. 1)
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Julian lebt mit seinen Eltern in Berlin, wo er in seiner Freizeit in einer Tierrettung hilft, da er vor allem Hunde liebt. Regeln sind dagegen nicht unbedingt etwas, an das Julian sich immer hält. Und ...

Julian lebt mit seinen Eltern in Berlin, wo er in seiner Freizeit in einer Tierrettung hilft, da er vor allem Hunde liebt. Regeln sind dagegen nicht unbedingt etwas, an das Julian sich immer hält. Und seine Wut hat er auch nicht immer unter Kontrolle, weshalb es auch schon richtig Ärger gab. Als eines Abends ein Amulett in seinem Zimmer auftaucht, und Julian am nächsten Morgen auf dem Weg zur Schue durch ein magisches Portal in eine fremde Welt gezogen wird, beginnt ein großes, aber auch gefährliches Abenteuer für ihn. Doch dieses muss Julian nicht alleine meistern, denn ihm stehen neben drei anderen Jugendlichen auch Seelentiere zur Seite.

Das Cover gefällt mir sehr gut. Man erkennzt Julian und im Hintergrund die anderen Jugendlichen. Das ganze ist quasi im Kof eines Huskys eingebettet. Eine tolle Darstellung. Die Karte im Buchinneren ist eine gute Hilfe, um den Weg der Helden nachvollziehen zu können. Der Steckbrief von Julian ist ganz nett, aber recht kurz. Vermutlich wird es in den Folgebänden dann immer einen Steckbrief zu einem der vier Helden und Heldinnen geben, worauf zu schließen ist, dass es wohl mindestens 4 Teile geben wird.

Bisher habe ich noch kein Buch des Autors gelesen, doch mir gefällt sein Schreibstil sehr gut. Die Geschichte nimmt schnell an Fahrt auf, und wird immer spannender. Die Sätze sind flüssig, und genau wie die Kapitel haben sie eine angenehme Länge. Das einizge was mir nicht so gut gefallen hat, war die Sprache der Charaktere an manchen Stellen. Einige Ausdrücke sollen vermutlich cool klingen, oder die jungen Leser ansprechen. Mir waren sie allerdings nicht bekannt, und meiner Tochter auf Nachfrage auch nicht bzw. hier werden solche Ausdrücke (noch) nicht benutzt. Dazu gehört zb. "Sie ist echt cute", oder "nice".

Die Idee mit den Seelentieren und den magischen Artefakten ist sehr interessant. Die Charaktere der Menschenkinder, aber auch ihre jeweiligen Seelentiere sind sehr unterschiedlich, aber auch gut vorstellbar. Sie wirken recht authentisch und die Leser/innen können sich bestimmt mit dem ein oder anderen gut identifizieren.

Das Buch endet mit einer unvorhersehbaren Wendung und lässt den Leser mit einem richtigen Cliffhanger und einem großen Fragezeichen zurück. Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie es weitergeht, hoffe allerdings, dass dies nicht eine Reihe mit zu vielen Folgebänden wird.

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Veröffentlicht am 13.12.2024

Mit B-OB die Welt entdecken

Das Geheimnis der vier Tempel
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Als die wertvollen Kunstwerke mit den vier heiligen Tieren Vietnams gestohlen werden, steht es für Wohnmobil B-OB, Line und Benni sofort fest, dass sie B-OBs Freund, dem Zug Phong und dem Mädchen Nga helfen, ...

Als die wertvollen Kunstwerke mit den vier heiligen Tieren Vietnams gestohlen werden, steht es für Wohnmobil B-OB, Line und Benni sofort fest, dass sie B-OBs Freund, dem Zug Phong und dem Mädchen Nga helfen, den Dieb zu finden. Ihre Suche führt die Gruppe durch verschiedene Regionen Vietnams. Sie erleben unterwegs jede Menge Abenteuer und lernen dabei viel über Land und Leute.

Es ist immer wieder schön zu lesen, wie die Familie des Autors seine Reisen in tollen und spannenden Geschichten verarbeitet. Neben einer spannenden Geschichte erfahren nicht nur Kinder jede Menge interessante Informationen über Land und Leute. Dieses Mal nehmen sie uns mit nach Vietnam, und bringen uns eine faszinierende Kultur und beeindruckende Landschaften näher.

Das Cover ist sehr gut gestaltet, es versprüht direkt eine Prise Abenteuerlust und Gefahr.

Der Schreibstil ist wieder sehr locker, lebhaft und humorvoll. Die vielen tollen, detailverliebten und teilweise auch sehr großen Illustrationen ergänzen die Handlung gut und machen die Geschichte für junge Leser greifbar. Zudem sind alle Illsutrationen bunt gedruckt, was auch nicht selbstverständlich ist. Die Figuren sind lebendig und sympathisch dargestellt.

Die Geschichte ist wieder spannend und ist als Vorlesebuch genauso geeignet, wie zum Selberlesen für erfahrenere Leser.

Mit seiner besonderen Art schafft es der Autor neben einer spannenden Geschichte auch kulturelles Wissen zu vermitteln. Er weckt die Lust die Welt zu bereisen, und Land, Leute und Kulturen kennenzulernen. Und das ganz ohne belehrend zu wirken. Man merkt, dass er selbst Vater von jüngeren Kindern ist.

Bei uns wecken die Geschichten auf jeden Fall immer wieder das Fernweh, und wir überlegen, welches Ziel der Bücher wir vielleicht irgendwann auch mal bereisen möchten.

  • Einzelne Kategorien
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  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.12.2024

Wishkeeper

Wishkeeper, Band 1 - Das Land der verborgenen Wünsche
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Lexi und Milo gehören zu den wenigen Menschen, die Inklinge sehen können. Das sind kleine Wesen, ähnlich wie Schmetterlinge, die die unerfüllten Wünsche von uns Menschen sind. Als sie ihnen folgen, landen ...

Lexi und Milo gehören zu den wenigen Menschen, die Inklinge sehen können. Das sind kleine Wesen, ähnlich wie Schmetterlinge, die die unerfüllten Wünsche von uns Menschen sind. Als sie ihnen folgen, landen sie in Everwish, einer Welt, in der diese Schmetterlinge zu Wunschwesen werden. Dort erfahren die beiden, dass sie zu den sogenannten Wishkeepern gehören, die die Wunschwesen in ihre jeweiligen Reiche in Everwish begleiten und sich dort um sie kümmern sollen. Es beginnt ein besonderes Abenteuer für die beiden, bis plötzlich ganz Everwish in Gefahr ist.

Das Cover hat uns direkt angesprochen und neugierig gemacht. Die Innengestaltung des Buches ist besonders gut gelungen. Das schöne farbige Bild auf der Innenseite und die Karte am Ende des Buches sind gut gelungen. Auch die kleinen Illustrationen im Buch sind liebevoll gestaltet. Uns fehlt allerdings eine Übersicht der wichtigsten Wesen im Buch, mit einer kurzen Erklärung. Das wäre zum Nachschlagen hilfreich.

Der Schreibstil des Buches ist etwas anspruchsvoll. Meine 9 jährige Tochter hätte es nicht ganz alleine lesen und verstehen können. Die Geschichte baut von Anfang an Spannung auf. Man begleitet die anfangs so unterschiedlich wirkenden Kinder in eine fantastische und geheimnisvolle Welt. Einige Orte haben hier deutsche, andere englische Namen. Die Idee der Geschichte mit den unerfüllten Wünschen, die zu Wunschwesen werden, und später wieder in unsere Welt zurückkehren, ist wirklich schön. Manche Handlungen und Geschehnisse im Buch kann man aber nicht ganz so gut nachvollziehen, da fehlen manchmal ein paar tiefere Erklärungen. Daher würde ich das empfohlene Lesealter eher höher ansetzen.

Die Lumix, Fireflashs, Neverlinge und Crimsons zu begleiten, und ihre Entwicklung mitzuerleben, hat uns gut gefallen. Hope und Sirabelle waren hier die Lieblinge.

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Veröffentlicht am 26.11.2024

Spannender Auftakt

Dynasty of Hunters, Band 1 - Von dir verraten
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Bei der jährlichen Jagd, bei der adelige Jugendliche die Bürgerlichen jagen, geht es für die Adeligen in erster Linie darum, in die Gesellschaft aufgenommen zu werden. Doch die Bürgerlichen droht eine ...

Bei der jährlichen Jagd, bei der adelige Jugendliche die Bürgerlichen jagen, geht es für die Adeligen in erster Linie darum, in die Gesellschaft aufgenommen zu werden. Doch die Bürgerlichen droht eine schlimme Zukunft. Denn wenn sie von ihrem Jäger bzw. ihrer Jägerin gefunden werden, werden sie von diesen gezeichnet und verlieren ihren freien Willen, ihre Erinnerungen und müssen sich ihrem Jäger lebenslang unterwerfen. Als die adelige Fürstentochter Laelia de Bleu ihr Los für die diesjährige Jagd zieht, passiert etwas unvorstellbares und nie dargewesenes: Laelia zieht das Los einer Gejagte – und ihre große Liebe, Laurent de Vert, hat das Gegenstück gezogen und ist ihr Jäger. Laelia stellt sich ihrem Schicksal und versucht ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen.

Die Gestaltung des Covers hat mich sehr angesprochen, es wirkt sehr edel und hochwertig. Auch der Farbschnitt ist passend gestaltet und macht das Buch zum Hingucker. Auch die Übersicht der Wappen auf der Innenseite des Buchdeckels hat mir sehr gut gefallen.
Der Schreibstil ist passend für die Zielgruppe flüssig und leicht gehalten. Die Autorin schafft es die Spannung während der Zeit immer weiter aufzubauen. Natürlich muss anfangs viel erklärt werden, aber das schadet der Geschichte nicht. Die hier erschaffene Welt klingt einerseits spannend, aber auch grauenhaft. Vor allem die Insel mit ihren Pflanzen und Tiere ist interessant. Vieles entpuppt sich als ganz anders, als man es vielleicht kannte, oder sich vorgestellt hat. Ich würde defintiv nicht mit den Charakteren tauschen wollen.
Insgesamt bietet die Geschichte einen guten Mix aus Action, Fantasie und Romantik.
Die Charaktere wurden gut beschrieben und auch das Setting kann man sich gut vorstellen.
Auch wenn die Geschichte ein wenig an "Die Tribute von Panem" erinnert, bietet sie viele eigene und spannende Elemente und hat mir gut gefallen. Ich bin auf jeden Fall auf den zweiten Teil gespannt und hoffe, das wir nicht allzu lange darauf warten müssen.

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Veröffentlicht am 11.11.2024

Nordisches Wintermärchen

Die Winterschwestern
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Der 10 jährige Waisenjunge Alfred lebt bei seiner Großmutter und dem Onkel in Nebeldorf, einem Dorf im hohen Norden. Seit dem die Große und die Kleine Winterschwester, die stets für einen guten Ausgleich ...

Der 10 jährige Waisenjunge Alfred lebt bei seiner Großmutter und dem Onkel in Nebeldorf, einem Dorf im hohen Norden. Seit dem die Große und die Kleine Winterschwester, die stets für einen guten Ausgleich im Winter gesorgt haben, voneinander getrennt wurden, herrscht tiefer Winter in der Gegend. Die Große Winterschwester ist auf der Suche nach ihrer kleinen Schwester und lässt die Menschen ihren Kummer und Frust spüren. Alfred liebt es den anderen Dorfbewohnern kleine, aber lustige Streiche zu spielen. Diese verletzen aber nie jemanden und am Ende lachen alle darüber. Alfreds Vorbild ist der Gott Loki. Als im Dorf immer mehr geliebte Gegenstände verschwinden, wird zunächst Alfred verdächtigt. Doch seine Großmutter erklärt, dass dies nur die Trolle gewesen sein können, die sonst nur das Feuerholz gestohlen haben. Alfreds Onkel Ragnar wird auf die Suche nach den Trollen geschickt. Die Seherin Frid schickt ihm heimlich Alfred hinterher, damit Ragnar nicht für immer verschwindet. Damit beginnt für Alfred nicht nur ein großes, sondern auch gefährliches Abenteuer.

Das wunderschön gestaltete Cover hat mich direkt angesprochen und meine Neugierde geweckt. Es gibt so viel darauf zu entdecken. Neben den kleinen llustrationen am Kapitelanfang gibt es noch einige tolle und detaillreiche Illustrationen im Buch. Auch wenn diese nicht immer zu 100% passen, haben sie mir gut gefallen. Sehr positiv finde ich, dass diese farbig gestaltet sind. Die Landkarte am Anfang des Buches lädt immer wieder zum Betrachten ein. Insgesamz ist das Buch sehr hochwertig, die Seiten sind sehr dick und stabil; wodurch man sich das Buch auch gut mit jüngeren Kindern anschauen kann.

Der Prolog am Anfang bietet einen guten Einstieg in die Geschichte und ist farblich anders gestaltet, was ihn hervorhebt. Die Kapitel haben eine angenehme Länge, und überfordern auch jüngere Leser bzw. Zuhörer nicht. Der Schreibstil ist recht einfach und flüssig gehalten. Doch an manchen Stellen wird die Handlung etwas verworren und unlogisch, bzw. es fehlen weitere Erklärungen. Daher bin ich mir nicht ganz sicher, ob das angegebene Lesealter so richtig passt. Ich denke zum Vorlesen oder gemeinsamen Lesen passt es schon, aber nicht ganz zum Selberlesen. Da würde ich das Alter etwas anheben. Ansonsten ist "Die Winterschwestern" auch ein schönes mystisches und nordisches Märchen für alle Erwachsenen.

Die verschiedenen Charaktere im Buch werden sehr gut beschrieben, und man kann sie sich gut vorstellen. Mir haben die kleinen Trolle am besten gefallen. Sie sind lustig und wie man im Laufe der Geschichte erfährt auch sehr hilfsbereit. Die Hintergründe zu Alfreds Onkle Ragnar hätten für meinen Geschmack nicht sein müssen, sie spielen eigentlich auch keine wirkliche Rolle für die Geschichte. Aber das hat wohl mit persönlichen Gründe des Autors zu tun.

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