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Veröffentlicht am 20.07.2020

„Game on - Mein Herz will dich“ von Kristen Callihan

Game on - Mein Herz will dich
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Ehrlich gesagt fiel es mir sehr schwer, meine Gedanken über das Buch zu sammeln und zu einer Rezension zu bündeln. Auch bis jetzt bin ich mir immer noch nicht so ganz sicher, ob ich es jetzt gut oder schlecht ...

Ehrlich gesagt fiel es mir sehr schwer, meine Gedanken über das Buch zu sammeln und zu einer Rezension zu bündeln. Auch bis jetzt bin ich mir immer noch nicht so ganz sicher, ob ich es jetzt gut oder schlecht finden soll. Und warum dieser Zwiespalt besteht, wird hoffentlich aus dem folgenden Text herauszulesen sein.

Der Klappentext und das Cover haben mich extrem angesprochen, weshalb ich mich auch für die Leserunde beworben habe. Ich lese solche Collegegeschichten extrem gerne und habe mich deshalb auch sehr gefreut, dass ich ein Teil der Leserunde sein durfte.

Das Buch wurde während der Leserunde in drei Abschnitte unterteilt, die auch auch für meine Rezension nutzen möchte.
Abschnitt 1, Seite 1 bis 167, inkl. Kapitel 11
Abschnitt 2, Seite 168 bis 344, inkl. Kapitel 26
Abschnitt 3, Seite 345 bis Ende

Und als wir endlich anfangen durften zu lesen, habe ich den ersten Abschnitt auch sofort in einem Rutsch gelesen.

Schreibstil. Der flüssige und leichte Schreibstil der Autorin machte es einem einfach, in die Geschichte und ihre Handlung reinzukommen. An der einen oder anderen Stelle waren manche Ausdrücke vielleicht ein bisschen zu umgangssprachlich, aber es passte doch immer irgendwie zu der Szene und den Charakteren.

Hauptcharaktere. Die beiden Hauptcharaktere, Drew und Anna, haben mir zu Beginn wirklich gut gefallen. Drew, der heiße, beliebte Footballspieler und Anna, dass auf den ersten Blick unscheinbare Mädchen. Drew ist ein unfassbar süßer, fürsorglicher und liebenswerter Charakter, der das auch das ganze Buch über bleibt. Ich habe ihn und seine Art sofort liebgewonnen und er war eindeutig einer meiner Favoriten. Anna hingegen wurde für mich im Laufe des Buches leider weniger verständlich. Warum sie dies oder jenes tat habe ich selbst nach den dafür im Buches aufgeführten Gründen immer noch nicht so wirklich ganz verstanden.

Entwicklung der Beziehung. Von Anfang an war eine extreme Anziehungskraft zwischen den beiden vorhanden, weshalb es auch die eine oder andere pikante Szene gab, aber da war noch so viel mehr. Es ist einfach unglaublich, wie zärtlich, vor allem Drew mit Anna umgeht, aber auch umgekehrt. Mich haben die Szenen wirklich berührt, wenn sie so ehrlich miteinander geredet haben. Die Momente, in denen sie einfach füreinander da waren.
Deshalb hatte ich auch auf viel mehr von ihnen während des Buches gehofft, wurde aber leider ein bisschen enttäuscht. Was viel häufiger vorkam, waren Sexszenen, für meinen Geschmack ein paar zu viel. Sie waren zwar gut beschrieben und detailliert ausgeführt, aber für mich wirkte es einfach so, als würden sie versuchen, ihre Diskussion und Streitpunkte. durch Sex zu überspielen und sie so zu klären. Ich hatte einfach auf weniger Sexszenen und mehr echte Gespräche gehofft.
Trotzdem mochte ich den Entwicklungsgang der Beziehung an sich, wie sie sich immer näher kennenlernen, etc. Aber durch die fehlenden Konversationen ging es mir manchmal auch einfach zu schnell und ich habe nicht verstanden, warum sie gleich diesen Schritt wagen ( besonders am Ende).

Nebencharaktere. Als Nebencharaktere haben wir Freunde von Drew, die ich alle sehr mochte und die besten Freunde von Anna George und Iris und Iri‘s Freund Henry. Wie gesagt, fand ich die Freunde von Drew sehr sympathisch und auch George war ein wirklicher Schatz. Iris hingegen, ich weiß gar nicht, was ich zu ihr sagen soll. Ich habe sie schon fast gehasst, ihr unverschämtes Verhalten und ihre Unfreundlichkeit gegen über der Protagonistin. Ich konnte das null nachvollziehen, obwohl ich es wirklich versucht habe. Für mich war sie in keiner einzigen Szene eine beste Freundin, sondern immer nur eine eifersüchtige Zicke. Es wirkte so, als wollte sie Anna‘s Beziehungen runtermachen, um ihre eigene zu rechtfertigen.

Entwicklung der Handlung. Abschnitt 1 und Abschnitt 2 konnte ich von der Handlung noch ganz gut nachvollziehen. Eins zwei Abstriche muss ich leider machen, weil nicht immer alles rund für mich war, aber insgesamt haben sie mir gut gefallen.Mit was ich aber leider nicht klar kam, war Abschnitt 3, besonders der Schluss, der dem Buch nicht wirklich gut getan hat. Der Schluss wirkt einfach ein bisschen abrupt und abgehackt. Der Höhepunkt, welcher zu erwarten, aber trotzdem überraschend war, kommt und man ist erstmal in Schockstarre. Allerdings geht mir alles danach zu schnell und zu platonisch von statten. Ich hätte mir dort einfach gewünscht, dass auf manche sehr wichtige Themen mehr eingegangen worden wäre. Auch das Verhalten der beiden Hauptcharaktere und ihr Umgang werden für mich zu wenig erläutert.

Außerdem verschwinden zum Schluss ihre besten Freunde im Prinzip komplett. Man erfährt nichts mehr über sie und, wie es ihnen ergangen ist.

Fazit:

Wie ihr sehen könnt, hat sich das Buch für mich beim Lesen immer ein bisschen mehr „verschlechtert“. Drew fand ich eigentlich immer total süß, Anna hingegen konnte ich immer weniger nachvollziehen. Und wer mich wirklich nervte, war Iris, ich konnte die Stellen teilweise kaum lesen.

Alles in allem, war das Buch vom Ansatz her jedoch nicht schlecht, denn die Grundgeschichte der beiden war süß und hat mir gefallen. Allerdings bleiben für mich einfach gerade am Ende zu viele Fragen offen, weshalb ich nur 3/5 Sternen geben kann.

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl