Indien ... ein Land der Gegensätze, damals wie heute ...
PfauenprinzessinDank einer Lesechallenge durfte ich mal wieder ein Uralt-Schätzchen von meinem Stapel ungelesener Bücher befreien. Und so tauchte ich tief ein ins Indien vor guten vierhundert Jahren. Schnell merkt man, ...
Dank einer Lesechallenge durfte ich mal wieder ein Uralt-Schätzchen von meinem Stapel ungelesener Bücher befreien. Und so tauchte ich tief ein ins Indien vor guten vierhundert Jahren. Schnell merkt man, dass es zwei Welten gibt, die der Reichen und noch Reicheren und die der Armen, die aus lauter Not heraus genötigt sind, ihr neugeborenes Baby am Straßenrand abzulegen in der Hoffnung, dass sich jemand erbarmt. So geschehen war es in Mehrunnisas Familie, in der der Vater nicht mehr wusste, wie er die Familie ernähren sollte. Während ihrer Flucht aus Persien verlor er auch noch den Rest seines Geldes und seiner Würde und so war dieser Schritt unabdingbar. Doch das Glück war auf der Seite des kleinen unschuldigen Mädchens und so konnte sie nicht nur überleben, nein auch mit der gesamten Familie ging es stetig bergauf. Mehrunnisa wächst zu einer wunderschönen jungen Frau heran und verliebt sich ausgerechnet in den einen Mann, den sie nicht haben kann, den Kronprinzen Jahangir. Auch er findet Gefallen an ihr, doch diese Liebe darf nicht sein. Und so beginnt Mehrunnisas langer Weg in einer vorbestimmten Ehe mit einem Mann, der sie weder achtet noch liebt und einem Körper, der ihr keine Kinder schenken kann und will …
„Pfauenprinzessin“ ist der erste Band einer Trilogie rund um Mehrunnisa und Jahangir, der seine Leserschaft ins ferne Indien entführt und versucht, uns als Leser im hier und jetzt diese uns doch sehr fremde Kultur näher zu bringen. Ich fühlte mich zu Anfang auch gleich mitgerissen und klebte an den Seiten des Romans. Je tiefer ich jedoch eintauchte, umso mehr musste ich dann aber feststellen, dass es mir schwerfiel, die vielen fremdländischen Namen auseinander halten zu können. Während ich zuerst noch dachte, auf jeden Fall alle Teile der Trilogie lesen zu wollen, habe ich mich entschlossen, davon Abstand zu nehmen. Die Geschichte ist sehr interessant, aber andere Bücher auf meinem SuB rufen einfach ein wenig lauter. Von mir bekommt das Buch von 3,5 auf 4 gerundete Sterne verbunden mit einer Leseempfehlung an alle, die auch ein wenig mehr von der indischen Kultur kennenlernen wollen.