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Veröffentlicht am 27.01.2026

Wenn mal wieder Unruhe in der Kajüte herrscht ... ;)

Mr. Saitos reisendes Kino
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Fabiola, eine Tango tanzende, Schuh verrückte junge Mutter hat ihre Heimat in Buenos Aires, wo sie – manchmal mehr schlecht als recht - ihre kleine Tochter Carmelita großzieht. Sie hat ein großes Herz, ...

Fabiola, eine Tango tanzende, Schuh verrückte junge Mutter hat ihre Heimat in Buenos Aires, wo sie – manchmal mehr schlecht als recht - ihre kleine Tochter Carmelita großzieht. Sie hat ein großes Herz, aber irgendwie ist sie mit ihren 17 Jahren selbst noch ein Kind. Umstände, die nicht mehr in ihrer Hand liegen, zwingen sie eines Tages dazu, die Heimat zu verlassen und so begeben sich Fabiola und ihre kleine Lita auf eine Fahrt ins Ungewisse. Das Schicksal spült sie an Land der kleinen Insel Upper Puffin vor der kanadischen Küste, wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen. Außer Fischern und ihren Familien gibt es nicht viel und so finden die beiden Aufnahme in einem Heim für gestrandete Seeleute, wo sie zwar neugierig beäugt, aber dennoch herzlich aufgenommen werden. Die skurrilen Inselbewohner bestimmen von nun an ihr Leben, doch das Highlight eines jeden Jahres ist der Besuch von Mr. Saito, der mit allerlei Neuigkeiten und vor allem neuen Filmen auf Upper Puffin aufschlägt. Die Jahre ziehen ins Land und irgendwann stellen Mutter und Tochter fest, dass sie in Kanada eine neue Heimat gefunden haben und Teil geworden sind von dieser eingeschworenen Gesellschaft …

Die magische Geschichte rund um Lita, ihre Freundin Oona, ihre Mutter und natürlich Mr. Saito hat mich von Anfang an in den Bann gezogen und regelrecht verzaubert. Schon lange war ich nicht mehr so traurig, ein Buch beendet zu haben, für mich hätte die Geschichte immer weiter gehen können. Lita hat mir mehr als einmal beim Lesen die Augen geöffnet und mich gelehrt, glücklich durchs Leben zu gehen, auch wenn dasselbe mal wieder Zitronen verteilt. Ganz klar gibt es von mir zauberhafte und sehr verdiente fünf funkelnde Sterne verbunden mit einer uneingeschränkten Leseempfehlung an alle Menschen da draußen, die mal wieder ein wenig Märchenhaftes gebrauchen können.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.01.2026

"Wake up, little Anna, wake up ..."

Anna O.
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Meet Anna O., die seit vier Jahre ihre Augen nicht mehr geöffnet hat und seitdem für die Mörderin ihrer damals besten Freunde gehalten wird. Gut, man hat sie damals blutverschmiert mit der Tatwaffe in ...

Meet Anna O., die seit vier Jahre ihre Augen nicht mehr geöffnet hat und seitdem für die Mörderin ihrer damals besten Freunde gehalten wird. Gut, man hat sie damals blutverschmiert mit der Tatwaffe in der Hand gefunden, da liegt diese Vermutung durchaus nah. Doch ist sie wirklich schuldig? Dr. Benedict Prince, Ben, ein Koryphäe auf dem Gebiet der Schlafforschung will versuchen sie zu wecken und vielleicht sogar ihre Unschuld zu beweisen. Aber er hat weder Zeit noch die nötige Ruhe und Unterstützung von außerhalb, um dieses Vorhaben in die Tat umzusetzen, denn er wird von allen Seiten beobachtet …

Man muss sich einlassen auf diese eher ungewöhnliche Geschichte, die immer mal wieder aus unterschiedlichen Blickwinkeln erzählt wird. Verschiedene Charaktere wie „Patient X“ und Ben’s Exfrau, dies seinerzeit als Mitglied der Polizei vor Ort war, kommen zu Wort und geben der Story immer wieder neue und unerwartete Wendungen. „Anna O.“ ist kein Buch, das man mal soeben nebenher weghören kann, aber es war so spannend, dass ich einfach nicht aufhören konnte. Ein überraschendes Ende konnte mich letztendlich davon überzeugen, dass ich hier sehr gerne mit fünf Sternen die volle Punktzahl vergeben möchte. Gut gemacht, lieber Matthew, mich hast du absolut abgeholt!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
Veröffentlicht am 23.01.2026

Die schillernde Welt der Influencerinnen ...

Belladonnas
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Beides – Cover und Klappentext – hatten mich neugierig gemacht auf diese etwas andere Geschichte. Die Idee eine der Schwestern die Identität der anderen stehlen zu lassen, hat was, denn beide führten doch ...

Beides – Cover und Klappentext – hatten mich neugierig gemacht auf diese etwas andere Geschichte. Die Idee eine der Schwestern die Identität der anderen stehlen zu lassen, hat was, denn beide führten doch ein sehr unterschiedliches Leben. So lerne ich also im Laufe der Geschichte Julie kennen, die sich recht schnell in Chloe verwandelt und damit alle – außer ihrer bösartigen Tante – zu überzeugen scheint. Bald schon ist Julie selbst ganz fasziniert von dem glamourösen Leben, das ihre Schwester wohl führte, und wird eingesaugt in die Welt der Influencerinnen und ihren Followern, in der es um Geld, mehr Geld und Schönheit geht. Während sich die Story anfangs ganz gut zu entwickeln schien, ging alles rapide bergab, als die „Belladonnas“ ihre Auszeit auf der Insel antraten. Seltsame, teilweise grausam anmutende Rituale nahmen das Gros der Handlung ein und das Gehabe der Frauen wurde immer nerviger. Da ich auf jeden Fall noch den Schluss erfahren wollte, habe ich durchgehalten, aber gegen Ende wollte ich eigentlich nur noch fertig werden. Für die Idee und einen Blick hinter die Kulissen mit starkem Buchanfang vergebe ich vier Sterne, der Rest bekommt leider nur noch zwei, womit ich bei gut gemeinten drei Sternen für die endgültige Beurteilung lande. Schade, hier sehe ich viel verschenktes Potential.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
Veröffentlicht am 23.01.2026

Von wegen "Lückenbüßer" ...

Lückenbüßer (Ein Kluftinger-Krimi 13)
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Ausgerechnet bei der Anti-Terrorübung „Alpenglühen“, die unter der Leitung unseres Herrn Kluftinger – seines Zeichens Interims-Polizeipräsident – durchgeführt wird, kommt ein beteiligter Polizist ums Leben. ...

Ausgerechnet bei der Anti-Terrorübung „Alpenglühen“, die unter der Leitung unseres Herrn Kluftinger – seines Zeichens Interims-Polizeipräsident – durchgeführt wird, kommt ein beteiligter Polizist ums Leben. Ja, mei, könnt’s vielleicht an Kluftis nicht ganz regelkonformen Führungsstil liegen? Hoffentlich nicht, denn eigentlich hat der Kommissar im Moment so gar keine Zeit für Ermittlungsarbeiten, wo er doch mitten im Wahlkampf der Lokalpolitik steckt. Wie soll er beide „Projekte“ auf die Reihe kriegen? Welcher Fall hat mehr Gewicht? Gemeinsam mit Richie Maier arbeitet versucht er den Todesfall aufzuklären, doch in allen anderen Fragen steht ihm diesmal seine liebe Erika mit Rat und Tat zur Seite … da kann ja alles nur schief gehen, äh, ich mein natürlich gut werden! Dummerweise entpuppt sich der liebe Nachbar Herr Dr. Langhammer diesmal als sein größter Konkurrent. Wer wird wohl den Sieg erringen?
Für mich als absoluten Kluftinger Fan – ja, bis hin zu den Kuhfell Clogs – war natürlich auch dieser tatsächlich inzwischen schon 13. Teil der Reihe ein absolutes Muss. Diesmal liegt der Fokus definitiv nicht auf dem Mordfall, sondern auf dem Kampf um einen Platz als Gemeinderat in Altusried im Allgäu, der Heimatstadt der Familie Kluftinger. Was für den Herrn Kommissar zunächst als eine Art „Lückenbüßer“ Rolle begann, entwickelt sich bald zu einem erbitternden Kampf mit allen Mitteln. Mal wieder ist Klufti besonders mit den modernen Medien und der Social Media Präsenz restlos überfordert, aber genau das macht ihn ja so liebenswert. Das Buch selbst schließt mit einer Art offenem Ende und lässt mich natürlich auf einen weiteren Fall hoffen, der dann sicher wieder grandios von den Autoren in Form eines unterhaltsamen Buchs und Hörbuchs umgesetzt werden wird. Aber zunächst einmal gibt es von mir mit fünf Sternen die Höchstnote und eine Empfehlung an alle Kluftinger Fans und diejenigen, die es werden möchten. Altusried und Präsident Kluftinger, here we come!

Veröffentlicht am 22.01.2026

Eine ganz zauberhafte Geschichte ...

Das Honigmädchen
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Mitten im kalten Dezember war ich einfach noch nicht bereit, den Sommer aus meinem Leben zu verbannen und so griff ich zu „Das Honigmädchen“ der Autorin Claudia Winter, die mich direkt wieder in eben diesen ...

Mitten im kalten Dezember war ich einfach noch nicht bereit, den Sommer aus meinem Leben zu verbannen und so griff ich zu „Das Honigmädchen“ der Autorin Claudia Winter, die mich direkt wieder in eben diesen zurück katapultierte. Ich durfte mit Camilla, ihrer Tochter Marie und „surprise, surprise“, dem von Camilla als äußerst penetrant empfundenen Nachbarn Tobias eine Reise in die Provence antreten. Dort befindet sich der Honiglieferant, der den kleinen Delikatessenladen in Deutschland beliefert, der von Camilla unter den Argusaugen ihres Vaters geleitet wird. Doch schon bei der Ankunft treten Probleme auf. Die Unterkunft gestaltet sich als äußerst primitiv, Tochter Marie zeigt ihrer Mutter, dass sie auf diesen Urlaub „sowas von keinen Bock“ hat, der Nachbar wird seltsam anhänglich und die Verhandlungen mit dem König der Bienen als zäh zu bezeichnen, wäre die Untertreibung des Jahrhunderts. Wenn auch mit viel Überwindung, beißt Camilla die Zähne zusammen. Sie will sich nicht unterkriegen lassen, das wäre ja wohl gelacht …

Was hat kitschige Liebesgeschichte hätte enden können, entpuppt sich beim Hören tatsächlich als eine zauberhafte Liebeserklärung an das Leben an sich. Der Fokus liegt, neben mehr als einer Problemlösung, auf dem Leben an sich mit all seinen kleinen und großen Freuden. Hier rücken Sommer, Sonne, gutes Essen und natürlich die Bienen und ihr leckerer Honig schnell in den Vordergrund und machen den Roman zu einem lebendigen Erlebnis. Ich habe das Hörbuch genossen und meinte dabei fast die Bienen summen zu hören. Von mir gibt es deshalb sehr verdiente vier honigsüße Sterne gepaart mit einer Hör- bzw. Leseempfehlung an alle, die wie ich das Leben lieben. Das haben Sie wirklich gut gemacht, liebe Frau Winter!