Profilbild von evafl

evafl

Lesejury Star
offline

evafl ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit evafl über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.11.2016

Cry me a river... - oder: Raum, der die Verbindung zur Welt ist.

Das Wunder von Treviso
0

Treviso, ein kleiner Ort in Norditalien ist so spektakulär wie nur sonst was. Es ist nichts los. Selbst der Nachbarort hat mehr zu bieten, so dass Don Antonio, der Pfarrer von Treviso kurzerhand ein Wunder ...

Treviso, ein kleiner Ort in Norditalien ist so spektakulär wie nur sonst was. Es ist nichts los. Selbst der Nachbarort hat mehr zu bieten, so dass Don Antonio, der Pfarrer von Treviso kurzerhand ein Wunder "herauf beschwört". Die Madonnenstatue wird präpariert - und siehe da, sie weint blutrote Tränen. Auf einmal blüht dem Ort ein Aufschwung, doch nicht nur Touristen und Pilger machen den Ort unsicher, auch Maria, die Schwester von Don Antonio kommt in den Ort, um ihren Bruder zu unterstützen. Nebenbei verliebt sie sich noch in Luigi, den ortsansässigen Friseur... Ihr Glück kann sie jedoch nicht so ganz genießen, denn auf einmal steht ein Besuch eines Gesandten des Vatikans an, der das Wunder mal überprüfen soll...

Meines Wissens nach wurde die Geschichte des Buches inzwischen auch verfilmt und dürfte im letzten (oder gar vorletzten?) Jahr im Kino zu sehen gewesen sein - allerdings weiß ich nicht, unter welchem Titel dann. Entsprechend war mir aber die grundsätzliche Geschichte und ein Teil der Handlung schon bekannt - allein durch den Trailer. (Den Film habe ich bislang nicht gesehen.) Und an sich klang die Geschichte doch durchaus amüsant und wirklich unterhaltsam, von daher hab ich mich aufs Lesen wirklich sehr gefreut.

Und wurde dabei auch nicht enttäuscht. Die Geschichte hat mich gleich in ihren Bann gezogen, das Buch ist spannend geschrieben, man möchte immer und immer wieder weiterlesen, wird dabei aber auch äußerst gut unterhalten, ich habe sehr oft gelacht. (s. Leseprobe!!!) Der Schreibstil der Autorin hat mir gut gefallen, eine locker, leichte Lektüre, die ohne großartige Fremdwörter und Verschachtelungen auskommt, wirklich sehr angenehm zu lesen. Auch durch die Einteilung in eher kurze Kapitel war es angenehm zu lesen, so konnte man jederzeit das Buch mal unterbrechen. (Muss man ja leider manchmal, obwohl man gerne weiterlesen würde...)

Die Geschichte hat mir gut gefallen, sie nimmt immer mal wieder andere Wendungen, als man vielleicht vermutet und ist außerdem so ein bißchen "Heile-Welt-Liebesroman", was ich toll fand. Für mich hat sich das Lesen hier absolut gelohnt, ich wurde sehr gut unterhalten, die Geschichte war wirklich gut und nett geschrieben, ich spreche eine Empfehlung aus und vergebe 5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 17.11.2016

Mein zweites eBook.

Das Lesebühnen-eBook
0

Im Buch sind verschiedene Geschichten enthalten, so ist von Marc-Uwe Kling beispielsweise die Geschichte "Lost" enthalten, Marc-Uwe Klingt ist mir durch die Känguru-Chroniken ein Begriff. Außerdem sind ...

Im Buch sind verschiedene Geschichten enthalten, so ist von Marc-Uwe Kling beispielsweise die Geschichte "Lost" enthalten, Marc-Uwe Klingt ist mir durch die Känguru-Chroniken ein Begriff. Außerdem sind auch noch zwei Texte von Julius Fischer dabei, ihn habe ich schon mehrfach bei Poetry Slams erleben dürfen, dadurch kenne ich die Texte "Ich hasse Menschen - Heute: Heath Ledger" sowie "Der Outdoor-Autor" auch "live". Gerade wegen ihm hab ich dieses eBook lesen wollen. Die Handlungen der Geschichten sind völlig verschieden.

Ich habe dieses eBook natürlich runtergeladen (ich weiß gar nicht mehr, von wo ich es bezogen habe, es gibt das eBook bei eBook.de, bei buecher.de und sicher noch weiteren anbietern) und auf den Reader geladen. Zu Poetry Slams gehe ich ja öfter mal um mir die verschiedensten Texte und Vorträge anzuhören, mich unterhalten zu lassen. Genau das hatte ich mir bei diesem Buch auch erwartet. Die Texte von Julius Fischer waren mir zwar bereits vom Slam her bekannt, jedoch ist es immer nochmal schön, sie nach einiger Zeit nochmal nachlesen zu können. Auch Marc-Uwe Kling war mir bereits bekannt, ebenso hatte ich zumindest den Namen Volker Strübing schon mal gehört. Die Texte der anderen Künstler waren mir also komplett neu - genauso wie die Künstler auch.

Und es stellt sich auch heraus, dass da Texte dabei waren, die mir absolut nicht gefallen haben. So beispielsweise die Geschichte "Marburg, Milch und Moritaten" von Micha Ebeling, die war mir einfach zu abstrus, zu blöd. Dagegen habe ich mich bei Volker Strübings Fleischsalat wirklich sehr gut amüsiert. ("Ich hasse Fleischsalat. Fleischsalat schmeckt nicht. Fleischsalat sieht nicht gut aus. Und was ist das überhaupt für eine Wortkombination? "Fleisch" und "Salat", das passt doch genauso wenig zusammen wie "Tofu" und "Würstchen" - Fleischsalat! ...... "Hier Schatz, Fleischsalat!")

Manche Geschichten kommen auch einfach noch viel besser rüber, wenn man sie vorgetragen bekommt bzw. wenn man sie so kennt. Gerade Julius Fischer kann so dermaßen genial betonen, ich hatte dies regelrecht im Ohr, als ich seine Geschichten gelesen habe. Hier nur eine kleine Kostprobe aus "Der Outdoor-Autor":

"Damit du uns nicht fortwehst,
wenn du auf den Fjord gehst,
kleide dich in North Face,
weil du auf Komfort stehst. "

Nein, die Geschichte ist nicht komplett in diesem Stil, dennoch wollte ich euch diesen möglichen Werbezeiler nicht vorenthalten.

Alles in allem ist dieses kostenlose (!) eBook eine tolle Möglichkeit einen Einblick in Poetry Slam-Texte zu erhalten, gut unterhalten zu werden, mal eben nur schnell eine Geschichte zu lesen. Gerade in Bus und Bahn (Kurzstrecken) finde ich es manchmal besser eine abgeschlossene kurze Geschichte lesen zu können, hier war das eBook echt optimal.

Ansonsten ist es wohl wie bei jedem Buch mit verschiedenen Geschichten und diversen Autoren sonst auch - es sind Geschichten drin, die gefallen und andere hingegen eben nicht. Ist so.

Ich vergebe hier 4 von 5 Sterne, ganz und gar konnte es mich eben nicht überzeugen (weil mir eben Geschichten nicht gefallen haben), eine Empfehlung spreche ich dennoch aus.

Veröffentlicht am 17.11.2016

"Wörter sind wie Schachteln, in die man seine Gedanken ...

Das Labyrinth der Wörter
0

... einsortiert, um sie den anderen besser präsentieren und verkaufen zu können." (Seite 21) Germain, Mitte Vierzig, hatte es nie leicht im Leben. Von der Mutter eher mit Kopfnüssen als mit lieben Worten ...

... einsortiert, um sie den anderen besser präsentieren und verkaufen zu können." (Seite 21) Germain, Mitte Vierzig, hatte es nie leicht im Leben. Von der Mutter eher mit Kopfnüssen als mit lieben Worten groß gezogen und von Lehrern als Dummkopf abgestempelt lebt er so vor sich dahin - und wohnt im Garten des Elternhauses in einem Wohnwagen. Eines Tages trifft er im Park auf Margueritte, eine ältere, zierliche Dame, die dort auch die Tauben zählt. Unterschiedlicher könnten die beiden nicht sein - und doch lernen sich die beiden näher kennen und die lebenskluge Dame, eine passionierte Leserin, schafft es, dass sich für Germain eine völlig neue Welt eröffnet...

Hach ja, war das mal wieder schöne Literatur. Ich wusste ja nun in etwa was mich vom Schreibstil her erwartet, war dennoch voller Vorfreude und Neugier wie ein kleines Kind. Die Geschichte kannte ich ja bislang auch noch nicht, entsprechend war ich gespannt wie sich Germain und Margueritte kennen lernen etc.

Der Schreibstil hat mir wieder unheimlich gut gefallen, denn Marie-Sabine Rogers (bzw. die deutsche Übersetzerin) schaffen es, dass man einerseits solch wunderbaren Sätze wie den des Berichtstitels liest, die so schön poetisch und aussagekräftig sind, im nächsten Satz kommt es dann aber auch wieder zu solch einer Aussage wie in der Leseprobe. Es wechselt sich sehr ab, mal gibt es eher nachdenkliche Sätze, mal wieder etwas amüsantes, ich musste beim Lesen oft Schmunzeln. Manchmal muss man einen Satz auch mehrfach lesen, weil man so wunderbar darüber nachdenken kann, will, ja regelrecht muss, finde ich. Und eben, weil manche Aussagen einfach so schön sind. Fragt man mich nach schöner Literatur - dann war es das hier! Die Geschichte ist so schön verrückt, dass sie schon wieder ein Stück weit glaubwürdig ist, außerdem ist es toll zu lesen wie dieses verrückte Freundespaar "zusammen findet", welche Lektionen vom Leben Margueritte dem jungen Germain geben kann.

Dieses Buch zeigt, warum Sprache so schön sein kann, finde ich. Allein von der Geschichte her wird dies so schön vermittelt - wenn immer wieder auch mal manche Worte kurz erklärt werden, als würde man sie im Wörterbuch nachschlagen.

Die Geschichte hat sich wirklich gut lesen lassen, vielleicht nicht allzu schnell, aber das dann einfach, weil ich das Buch sehr bewusst lesen wollte, quasi "aufgesaugt" habe. Es war sehr unterhaltsam, poetisch, durchaus auch lustig und amüsant, hat mich aber auch dennoch berührt.

Mir hat dieses Buch absolut gefallen, ich mag die Art und Weise wie Marie-Sabine Rogers ihre Geschichten erzählt und werde sicher wieder etwas von ihr lesen.

"Das Labyrinth der Wörter" erhält von mir 5 von 5 Sternen sowie natürlich eine Empfehlung.

Veröffentlicht am 17.11.2016

Von Nancy The Fancy - oder: Fünf Tampons für Fred vom Jupiter

Dann press doch selber, Frau Dokta!
0

Dr. Josephine Chaos schildert im Buch ihren durchaus abwechslungsreichen, teilweise stressigen und aber auch amüsanten Alltag in ihrem Beruf als Frauenärztin an einer Klinik sowie als Mutter von drei Kindern ...

Dr. Josephine Chaos schildert im Buch ihren durchaus abwechslungsreichen, teilweise stressigen und aber auch amüsanten Alltag in ihrem Beruf als Frauenärztin an einer Klinik sowie als Mutter von drei Kindern - und bald eines vierten Kindes. In ihrem Klinikalltag begegnen ihr die unterschiedlichsten Patientinnen, Kolleginnen und Kollegen, was sie sehr gut zu Papier bringt.

Und ja, auch hier war ich auf die Umsetzung gespannt, wie Frau Dr. Chaos ihren Berufsalltag so schildert. Und ich wurde durchaus positiv überrascht, denn das Buch lässt sich sehr gut und schnell lesen, der Schreibstil der Autorin gefällt mir sehr gut, es ist alles soweit gut nachvollziehbar, gelegentlich erklärt sie es ein wenig, für spezielle Begriffe gibt es noch das Glossar, wobei hier auch die meisten Begriffe für mich durchaus klar und mir schon bekannt waren.

Die optische Gestaltung des Buches gefällt mir ziemlich gut, auch die Buchinnenseite, in der schon einmal kurz einige der vorkommenden Personen "dargestellt" sind, spricht mich durchaus an.

Vom Stil her ist es durchaus ausschmückend geschrieben, auf keinen Fall jedoch plump, sondern durchaus mit einem gewissen Anspruch. Manche Situationen sind einfach nur zum Lachen, manchmal wird es aber auch kritisch (gerade wenn es um Neugeborene geht), was mich durchaus auch berührt hat. Auch die persönliche Situation der bis dato dreifach Mama wird immer wieder mal geschildert, was zwar mehr am Rande geschieht, denn das Hauptaugenmerk liegt schon auf dem beruflichen Alltag. Dennoch sind es interessante Einblicke die man hier so erhält, oftmals wirklich sehr zum Kopfschütteln, teilweise echt zum Haare raufen.

Ich habe mich beim Lesen wirklich gut amüsiert, wobei auch die Einblicke in den Beruf nicht zu kurz kamen. Generell dient dieses Buch jedoch nicht zur Aufklärung, sondern um einen interessanten, unterhaltsamen Einblick in den frauenärztlichen Klinikalltag zu erhalten. Ob man das Buch als Schwangere lesen sollte kann ich selbst nicht beurteilen, das muss jede Frau für sich selbst entscheiden. Für mich war es eine nette, locker-leichte Lektüre, die aber dennoch emotional war.

Von mir gibt es dafür 5 von 5 Sternen sowie eine Empfehlung.

Veröffentlicht am 17.11.2016

Die kleine Sushi macht dem Opa die Hölle heiß...

Dampfnudelblues
0

An das Haus des Schulrektors Höpfl hat jemand in roter Schrift "Stirb, du Sau" hingeschrieben. Franz Eberhofer, der Dorfpolizist in Niederkaltenkirchen soll nun klären, wer dies gemacht hat. Doch während ...

An das Haus des Schulrektors Höpfl hat jemand in roter Schrift "Stirb, du Sau" hingeschrieben. Franz Eberhofer, der Dorfpolizist in Niederkaltenkirchen soll nun klären, wer dies gemacht hat. Doch während er ein wenig ermittelt und vielmehr dem Alltag als Dorfpolizisten nachgeht, wird auf einmal ein Toter aufgefunden...

Die Geschichte des Buches habe ich mir vorm Lesen des Buches gar nicht wirklich durchgelesen, d.h. ich wusste nicht, worauf ich mich hier einlasse, lediglich, dass es wohl ein Bayern-Krimi ist... Und gleich zu Beginn des Buches wusste ich, dass es mir gefällt, denn der Schreibstil der Autorin gefällt mir sehr gut. Sehr leicht zu lesen, sehr unterhaltsam, bayrisch, wie ich finde, was mir sehr gut gefällt.

Durchs Sehen eines Filmtrailers hatte ich nun schon ein bißel ein Bild im Kopf, was aber nicht wirklich schlecht war, denn Franz Eberhofer wird im Film von Sebastian Bezzel gespielt,den ich als Schauspieler sehr sympathisch finde. (So ist mein Film, der beim Lesen im Kopf abläuft, ein bißel durch die "Realität" beeinflusst worden.)

Dennoch fand ich die Story einfach grandios, die Geschichte ist sehr gut geschrieben, ist gut nachvollziehbar, wenn auch nicht unbedingt einfach, was aber bei Krimis öfter mal der Fall ist, man muss ja verschiedenen Spuren nachgehen. Durch die Geschichte von Franz Eberhofer als Dorfpolizist, sein Privatleben, seine Besuche bei Polizeikollegen etc. kommt einiges an Abwechslung ins Buch. Der Schreibstil gefällt mir echt gut, auch dass das Buch so lustig geschrieben ist, teilweise ist manches natürlich auch übertrieben dargestellt, was es aber eben sehr lustig macht.

Mir hat dieses eBook sehr gut gefallen, ich kann es einfach nur empfehlen, auch die im Buch im Anschluss enthaltenen Rezepte finde ich toll, hier ist das Rezept für Dampfnudeln enthalten, außerdem auch weitere bayrische Rezepte von Oma. Den Anhang mit dem Glossar finde ich auch gut gemacht, hier sind ja sämtliche bayrische Begriffe nochmal ausführlicher erklärt, weiterhin mit viel Humor.

Ich vergebe hier 5 von 5 Sternen.