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Veröffentlicht am 13.06.2019

Hamburg – wunderbare Stadt an der Alster.

Baedeker Reiseführer Hamburg
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Dieser praktische Reiseführer enthält einiges an Wissen über Hamburg, beispielsweise die Sturmflut von 1962, aber auch etwas über die dort ansässige Luftfahrtindustrie (Airbus vs. Boeing). Außerdem enthält ...

Dieser praktische Reiseführer enthält einiges an Wissen über Hamburg, beispielsweise die Sturmflut von 1962, aber auch etwas über die dort ansässige Luftfahrtindustrie (Airbus vs. Boeing). Außerdem enthält der randvoll mit Informationen versehene Reiseführer auch einen großen Cityplan.

Vor Reisen bereite ich mich grundsätzlich gerne schon einmal auf das entsprechende Reiseziel vor und lese mich gerne in Reiseführer ein. Dieser von Baedeker war sehr praktisch und nun möchte ich ihn mal vorstellen.

Hinter der Klappbroschur vorne findet man direkt „Baedeker Wissen“ aufgeführt, eine Übersicht, angefangen bei den Werften und Docks bis hin zum „Fischmarkt um fünf“ und zur Sturmflut 1962. Dabei findet sich direkt die Seitenangabe, auf der man dann ausführliche Berichte darüber findet. Weiter findet man eine Übersicht über Top-Sehenswertes, schließlich dann erst einmal Hintergrundwissen von und über Hamburg, Zahlen, Fakten, berühmte Persönlichkeiten. Weiter geht es mit dem „Erleben & Genießen“, von Abendlokalitäten über Essen & Trinken bis hin zu Festen kann man hier einiges erfahren. Natürlich dürfen auch Ausflugtipps nicht fehlen, die für Kinder geeignet sind, ebenso darf Kunst und Kultur nicht zu kurz kommen, aber natürlich auch das Shoppen wird nicht vergessen. Selbstverständlich gibt es noch Übernachtungsmöglichkeiten aufgeführt, bevor dann anschließend verschiedene Touren zu finden sind.

Den Touren schließen sich Sehenswürdigkeiten von A bis Z (Fast, W wie „Willkommhöft“ an, darauf folgen praktische Informationen (rund um die Anreise, Preise, etc.) Hinten im Buch findet man dann in einer praktischen Plastikhülle einen entnehmbaren Stadtplan, unter der Klappbroschur den Plan für den ÖPNV abgedruckt.

Dieser eher mächtige Reiseführer (über 300 Seiten) ist vollgepackt mit sämtlichen Informationen und viel Wissen, das hat mir gut gefallen. Vor allem in Vorbereitung auf den Kurztrip nach Hamburg war er sehr hilfreich und auch interessant. Handlich ist er in gewisser Weise auch, aber unterwegs möchte ich ihn aufgrund seiner Wuchtigkeit eher nicht ständig dabei haben – aber das muss ja auch nicht.

Sehr hilfreich habe ich auch sämtliche Rundum-Informationen empfunden, über verschiedenste Museen, Restaurants, etc. – hier bekommt man direkt die Angaben, die man benötigt. (Lage, ggf. Preisklasse, etc.). Insofern war dieser Reiseführer für mich sehr praktisch, ich habe einiges neues über Hamburg erfahren, der entnehmbare Stadtplan war auch sehr praktisch und es ist hinsichtlich des Wissens ein wirklich toller „Informant“. Von mir gibt es hier 5 von 5 Sternen und eine Empfehlung.

Veröffentlicht am 12.06.2019

Dankbarkeit sollte jeder verinnerlicht haben.

Das kleine Hör-Buch der Dankbarkeit
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Dankbarkeit ist enorm wichtig – und doch auch eigentlich so einfach. Mit diesem Hörbuch erhält man Anleitung sowie Übungen und Tipps um zu Lernen, wie man das Gute erkennen kann und sich dankbar dafür ...

Dankbarkeit ist enorm wichtig – und doch auch eigentlich so einfach. Mit diesem Hörbuch erhält man Anleitung sowie Übungen und Tipps um zu Lernen, wie man das Gute erkennen kann und sich dankbar dafür zeigen kann. Gesprochen wurde das Hörbuch von Daniela Hoffmann, deren Stimme einem recht bekannt vorkommen dürfte, denn sie ist die deutsche Stimme von Julia Roberts.

Der Einstieg in dieses Hörbuch gelingt durch die wunderbare Stimme von Daniela Hoffmann relativ gut – ihre angenehme, sympathische und warme Stimme gibt ein sehr angenehmes Gefühl. Die Anleitungen und Übungen sind von der Wortwahl her gut verständlich, jedoch hat man hier eine teilweise sehr altbackene Sprache gewählt, Formulierungen, die man im normalen heutigen Sprachgebrauch einfach eher nicht verwendet. Ob dies im Original (der Autor ist Amerikaner) auch so ist, kann ich nicht sagen, aber ich fand diese Formulierungen einfach übertrieben und sie haben mir nicht wirklich gut gefallen.

Das Hörbuch schafft durchaus Bewusstsein für Dankbarkeit – das hat mir soweit gut gefallen. Ob die Übungen nun für jeden Menschen geeignet sind, kann man so pauschal nicht sagen – sicher ist es sinnvoll, sich über vergangenes Gutes im Klaren zu sein und das auch lieber aufzunotieren als es nur im Kopf zu behalten. Für mich waren hier manche Ansätze ein bißchen übertrieben. Spannend war es hingegen zu hören, dass allein die Formulierung über die Dankbarkeit mehr Bewusstsein schaffen kann. So ist ein „Ich bin Dir dankbar für…“ doch „besser“ als lediglich ein „Danke“. (Ich finde ja jedes echt gemeinte „Danke“ schon gut…) Sagt man es so ausführlich, dann verinnerlicht man die Dankbarkeit wohl besser. Solche Informationen haben wir gut gefallen. Weniger gut fand ich aber eben die Ausdrucksweise und auch manche überzogenen Formulierungen. Das wirkte einfach „typisch amerikanisch“, anders kann ich es nicht ausdrücken…

Für mich war das Hörbuch leider nicht ganz überzeugend. Sicher ist es möglich, dass manch einer Dankbarkeit lernen kann – und dass man hier auch an sich selbst arbeiten kann. So gibt’s im Leben aber auch Situationen, in denen man eher das Gefühl hat, dass einem selbst auch keiner dankbar ist, das Leben nichts für einen tut. Gefühlt gibt es solche Situationen beim Autoren nicht – und sowas als Thema nicht „mitzubehandeln“ ist einfach schade.

Dank der Sprecherin war das Hörbuch sehr angenehm anzuhören, sprachlich leider eher altbacken formuliert. (Gehabt Euch wohl hat grade noch gefehlt…) von mir gibt es leider nur 2 von 5 Sternen und aus meiner Sicht keine Empfehlung. Für mich war es einfach zu „amerikanisch“, gar künstlich.

Veröffentlicht am 09.06.2019

Manches hält Mann eben im Kopf nicht aus.

Mörder
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Veikko Bartel schildert in diesem Buch die Fälle von Mördern, die er als Strafverteidiger vertreten hat. Vom betrogenen Ehemann bis über das absolute Genie, das aber menschlich sehr schlecht behandelt ...

Veikko Bartel schildert in diesem Buch die Fälle von Mördern, die er als Strafverteidiger vertreten hat. Vom betrogenen Ehemann bis über das absolute Genie, das aber menschlich sehr schlecht behandelt wurde und deshalb zum Mörder wurde – diese und weitere Fälle hat er hier zusammengetragen.

Da mir bereits „Mörderinnen“ vom Autoren „gut gefallen“ (schwierige Formulierung bei einem Buch mit einer solchen Thematik), war ich auch auf „Mörder“ mehr als gespannt. Der Schreibstil hat mir auch in diesem Buch gut gefallen, in einer sachlich, klaren Art und Weise wird gut verständlich wiedergegeben, wie die verschiedensten Männer getötet haben. Außerdem erfährt man, was sie dazu brachte, bekommt Informationen über familiäre oder auch berufliche Hintergründe. Inhaltlich war das für mich alles gut zu verstehen, Fremdwörter oder Fachbegriffe kommen, wenn in einem verständlichen Maß vor.

Die Schilderungen sind so geschrieben, dass die Seiten nur so dahin fliegen. Ich habe es als unheimlich spannend empfunden, wie sich hier ein Puzzleteil dem anderen fügt – und sich so die gesamte Geschichte um die jeweilige Tat ergibt. Quasi rückblickend. Die Fälle schildert er eher nüchtern und sachlich, wobei man selbst vielleicht doch auch Emotionen dabei empfindet – von einer gewissen Trauer, vielleicht gar auch Wut bis hin zum Mitleid. Man sollte also einfach nicht unbedingt pauschal urteilen, wie es sonst viel zu oft getan wird.

Für mich war „Mörder“ ein wirklich interessantes, spannendes und unterhaltsames Buch. Ich finde es spannend mehr über menschliche Abgründe zu erfahren, denn manchmal sieht man manches ja so überhaupt nicht, hat keine Ahnung vom familiären bzw. persönlichen Geschehen. Entsprechend vergebe ich hier 5 von 5 Sternen und spreche eine Empfehlung aus.

Veröffentlicht am 06.06.2019

Lenny geht die landschaftlich schönste Route.

Meistens kommt es anders, wenn man denkt
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Gerade erst ist Nele in eine neue PR-Agentur in Hamburg gewechselt, weil sie eine neue Herausforderung sucht, in der bisherigen Agentur ihrem ehemaligen Freund aber auch nicht mehr begegnen will. Doch ...

Gerade erst ist Nele in eine neue PR-Agentur in Hamburg gewechselt, weil sie eine neue Herausforderung sucht, in der bisherigen Agentur ihrem ehemaligen Freund aber auch nicht mehr begegnen will. Doch sie will sich so schnell nicht wieder verlieben, denn von Männern hat sie die Nase gestrichen voll. In der neuen Agentur geht es arbeitstechnisch gleich drunter und drüber, eine neue Kampagne betrifft den Politiker Rüdiger Hofmann-Klasing, dessen Werte im Keller sind. Also muss sein Image aufpoliert werden. Leider ist RHK, wie er dann in der Agentur abgekürzt wird, kein wirklich einfacher Mensch und es wird eine größere Herausforderung. Und dann ist da noch Claas, Nele’s neuer Chef. Der doch irgendwie ganz süß ist, merkt Nele. Und auch Lenny, ihr Bruder mit Down-Syndrom, braucht Nele’s Hilfe, denn er möchte endlich eine eigene Wohnung und auch eine Ausbildung zum Tierpfleger machen. Es geht also turbulent zu bei Nele.

Bücher von Petra Hülsmann haben mir in der Vergangenheit schon unheimlich gut gefallen, entsprechend hab ich mich sehr gefreut mal ein Hörbuch von ihr zu hören. Gesprochen wurde das Buch von Nana Spier, die eine sehr sympathische und auch wandelbare Stimme hat. Das hat es leicht gemacht, hier gut unterscheiden zu können, welche Personen sie gerade spricht, denn sie hat die Stimme immer wieder entsprechend verstellt. Natürlich ergab sich auch anhand der Begegnungen, welche Personen gerade sprechen. Aber stimmlich ist es eben doch auch toll, wenn man das auseinander halten kann.

Die Geschichte hat mir ziemlich gut gefallen. Auf gesamt sechs CDs, die alle gut eine Stunde Spieldauer haben, wird man wirklich gut unterhalten. Vielleicht hat man gelegentlich schon mal eine knappe Vorahnung was als nächstes wie passieren könnte, man sollte aber nicht zu fest der Überzeugung sein, dass dem auch so ist. Ich fand es richtig toll, dass man die Geschichte wirklich nicht so vorhersehen konnte, dass es tolle und ungeplante Überraschungen gab. Dennoch war die Geschichte sehr liebenswert und zuhörenswert. Auch gab es tolle und emotionale Momente. Gerade wenn Lenny etwas zum Besten gibt. Menschen mit Down-Syndrom sind oftmals so viel ehrlicher und Es waren kleine Aussagen, an denen man doch immer wieder merkt, wie wichtig manche Sachen im Leben sind.

Die Zeit des Hörbuch-Hörens verging für mich wie im Flug. Ich habe mich immer wieder schon gefreut, wenn ich wusste, dass ich die nächste CD anhören kann. Die Geschichte war sehr unterhaltsam, lustig und emotional. Hatte tolle „hach“-Momente, wenn man als Frau eben auch mal ein bißchen mit-seufzt und sich für Nele freut. Was mir auch noch super gefallen hat, war das Erscheinen der Personen im Buch. Denn Nele wohnt mit Anni in einer WG – und Anni kennt man schon aus dem Buch „Wenn’s einfach wär, würd’s jeder machen“. Das fand ich echt toll, dass man die Personen hier schon teilweise kannte. Für mich war das ein schöner Effekt.

Von mir gibt es für diese wunderbare Geschichte von Petra Hülsmann natürlich 5 von 5 Sternen und eine absolute Empfehlung. Für mich ein sehr gelungenes Hörbuch – auch dank der tollen Sprecherin Nana Spier.

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Veröffentlicht am 06.06.2019

Wenn der Pfarrer ermittelt…

Was die Gottlosen planen
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Laurenz Broich ist Pfarrer und mit seiner Stelle als Gefängnispfarrer auch eigentlich ganz zufrieden. Dort hat er einen geregelten Tagesablauf, wird nicht unangenehm gestört, lebt weitestgehend fast anonym. ...

Laurenz Broich ist Pfarrer und mit seiner Stelle als Gefängnispfarrer auch eigentlich ganz zufrieden. Dort hat er einen geregelten Tagesablauf, wird nicht unangenehm gestört, lebt weitestgehend fast anonym. Doch dann soll er versetzt werden – nach St. Magdalena, dort, wo er aufgewachsen ist und seine Schwester das elterliche Detektivbüro leitet. Dort angekommen überschlagen sich dann aber die Ereignisse, bis sogar ein Mord passiert…

Die Geschichte des Buches klang nach einem sehr unterhaltsamen Krimi der etwas anderen Art, auf den ich folglich gespannt war. Der Schreibstil hat mir ganz gut gefallen, das Buch liest sich leicht und gut, ich hab hier keine Schwierigkeiten beim Verstehen etc. gehabt. Meiner Ansicht nach kommen keine großartigen Fremdwörter oder Fachbegriffe vor. Gelegentlich hat mir ein bisschen das gewisse Etwas gefehlt, einfach damit das Buch noch spannender, pfiffiger etc. ist – vom Schreibstil her.

Von der Geschichte und dem Ablauf her ist das Buch schlüssig und verständlich, durchaus spannend und unterhaltsam geschrieben. Oftmals gibt es auch Szenen, die einen zum Schmunzeln bringen, keine Frage. Auch ist es spannend, wie sogar der Opa noch ein wenig ermittelt und seine Haushaltshilfen immer wieder vergrault. Doch irgendwie hätte ich mir hier noch ein bisschen mehr erwartet, die Geschichte war in Ordnung, phasenweise sehr spannend und auch mal lustig. Aber für mich hat hier noch das gewisse Etwas gefehlt, wie ich es beispielsweise von Ermittlern wie bei Rita Falk oder ähnlichen Büchern kenne. Vielleicht war diese Stilrichtung auch einfach etwas, was ich hier erwartet habe – eben weil es für mich so gut gepasst hätte. Ein Pfarrer, der witzig und gewieft mit-ermittelt und sich trotzdem um seine Schäfchen kümmert. Das Buch war abwechslungsreich, mal hat es mir besser, mal schlechter gefallen. Die Grundidee fand ich wirklich gut. Sicher ist es auch dann vor allem lesenswert, wenn man selbst in Köln oder Umgebung wohnt, denn dort spielt die Geschichte. Und da war die Schilderung bestimmt auch sehr zutreffend, wie die Leute dort so sind. (Ich kenne Köln, glaube aber nicht, dass ich das einschätzen kann, wie gut das passt.)

Letztlich hat mich das Buch auch ein wenig unzufrieden zurückgelassen. Die Geschichte klang vielversprechend, war zwar angenehm und leicht zu lesen, hat mich zeitweise gut unterhalten, hätte aber einfach noch eine Spur interessanter und besser geschrieben für mich sein können. Das war einfach mein Empfinden beim Lesen des Buches. Von mir gibt es hier 3 von 5 Sternen für einen unterhaltsamen und durchaus spannenden Krimi, hinsichtlich einer Empfehlung bin ich unentschlossen.