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Veröffentlicht am 15.11.2019

Es gibt Rösti mit Rösti.

Tod unter Lametta 2
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Dank einem Gewinnspiel verreist Hobbydetektiv Alfons Friedrichsberg kurz vor Weihnachten mit seinen beiden Freunden in den verschneiten Schwarzwald. Doch kaum dort angekommen, geht es drunter und drüber. ...

Dank einem Gewinnspiel verreist Hobbydetektiv Alfons Friedrichsberg kurz vor Weihnachten mit seinen beiden Freunden in den verschneiten Schwarzwald. Doch kaum dort angekommen, geht es drunter und drüber. Denn da wird ein Yeti gesichtet und Leute aus dem Luxushotel sind plötzlich spurlos verschwunden. Aber natürlich mischt Friedrichsberg wieder mit und greift tief in seine kriminalistische Trickkiste.

Nachdem ich im vergangenen Jahr schon „Tod unter Lametta“ angehört hatte, war ich auf „Tod unter Lametta 2“ durchaus gespannt, denn die Geschichte damals war schon sehr kurios, unterhaltsam und amüsant.

Gesprochen wurde dieser weihnachtliche Krimi-Spaß von Annette Frier, Jochen Malmsheimer, Bastian Pastewka und Kai Magnus Sting. Generell kann man alles gut verstehen, da es teilweise aber sehr turbulent zugeht überhört man durchaus die ein oder andere Aussage. Was nicht unbedingt schlimm ist, beim zweiten Hören nimmt man dann sicher alles „Überhörte“ war. Die Geschichte ist mit den verschiedensten Geräuschen immer wieder untermalt bzw. ausgeschmückt, was das Ganze wirklich sehr lebhaft macht.

Die Geschichte ist denkbar kurios und abstrus, aber wirklich sehr unterhaltsam. Die gemächliche Art der drei Herren ist immer wieder sehr lustig, wenngleich es aber eben sehr turbulent zugeht, langweilig wird es hier nie. Auch sind sämtliche Sprecher (männlich wie weiblich) in mehreren Rollen unterwegs, da werden dann eben mal schnell Dialekte eingearbeitet oder die Stimme verstellt. Das finde ich sehr gelungen, macht es aber auch ein klein wenig unübersichtlich, aber eben auch sehr unterhaltsam.

Alles in allem hat mir „Tod unter Lametta 2“ echt gut gefallen, ich wurde super unterhalten, es war spannend und lustig – mir aber teilweise eine Spur zu übertrieben. Manchmal war es mir einfach zu viel Witz auf einen Schlag und dadurch dann etwas undeutlich. Das macht aber nur einen kleinen Teil meiner gesamten Wertung aus. Generell kann ich das Hörspiel wirklich empfehlen und vergebe hier 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 14.11.2019

Wenn eine kurze Nacht doch so lang wird.

Genau richtig
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Mit einer schrecklichen Diagnose beschäftigt sich Albert, als er in die einsam gelegene Hütte der Familie fährt. Dort, mitten im Wald, an einem See, macht er sich Gedanken darüber, was ihm seine Ärztin ...

Mit einer schrecklichen Diagnose beschäftigt sich Albert, als er in die einsam gelegene Hütte der Familie fährt. Dort, mitten im Wald, an einem See, macht er sich Gedanken darüber, was ihm seine Ärztin und ehemalige Geliebte mitgeteilt hat. Und lässt sein Leben Revue passieren, denn er möchte mit sich ins Reine kommen und schreibt alles nieder, was ihn beschäftigt.

Die Geschichte von „Genau richtig“ klang für mich sehr interessant und nachdenklich, durchaus philosophisch. Dementsprechend war ich auf die nähere Ausführung neugierig.

Gelesen wurde die gesamte Buchvorlage hier von Thomas Loibl gelesen, der eine angenehme, ruhige, aber dennoch eingängige Stimme hat. Entsprechend bedacht liest er dies auch, für mich hat die Stimme hier durchaus zur Geschichte gepasst, ich habe alles akustisch gut verstanden, hatte keine Probleme.

Die Geschichte ist inhaltlich definitiv kein leichter Stoff, denn man merkt dabei, wie sehr Albert die Diagnose bewegt. Wie er sein gesamtes Leben aufführt, wie er seine Frau kennengelernt hat, etc. Was mir ein bisschen schwer gefallen ist, war die Familiensituation. Diese ging für mich nicht deutlich hervor, wer hier nun wie dazu gehört. Das hätte ich mir vielleicht ein bisschen deutlicher gewünscht fürs Verständnis, damit man besser mitkommt.

Seine grundsätzlichen Überlegungen sind durchaus philosophischer Natur, er grübelt und überlegt, wie es nun weiter geht, schottet sich aber grundsätzlich von seiner Familie ab. Näher möchte ich hier nichts zur Geschichte erläutern, um nicht zuviel zu verraten.

Es war für mich ein Ausflug in eine eher schwere Literatur, wenngleich ich diese angenehm vorgelesen bekam, dank dem Hörbuch. Die Gedankengänge sind durchaus nachvollziehbar, es ist aber eben keine einfache, gar schnelle Unterhaltungskost, sondern durchaus eine Geschichte zum Innehalten, die selbst zum Nachdenken anregt. Die Lesung selbst umfasst knapp 2 Stunden 50 Minuten, so dass man hier durchaus Zeit mit den Gedanken von Albert verbringt, diese nicht nur kurz abgehandelt werden.

Für mich war die Geschichte interessant und durchaus mit interessanten Gedanken bzw. Ansätzen verbunden, lässt mich aber nicht in Jubel ausbrechen – um das mal so auszudrücken. Wer sich gerne und viel mit Philosophie beschäftigt, für den ist es sicher eine gute Art und Weise, dies erneut zu tun. Für mich war es in Ordnung, erneut würde ich die Geschichte aber nicht nochmal hören, einmal tut es auch. Entsprechend vergebe ich hier 3 von 5 Sternen, bleibe hinsichtlich einer Empfehlung unentschlossen.

Veröffentlicht am 13.11.2019

Wenn Mastermind Echolot Butterbot bei Kill Bambi Videoinstallationen ausstellt.

Willow – Eine Außerirdische in England
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Willow ist ein Außerirdischer, getarnt im Körper eines Mannes. So verbringt er, klug und geistreich wie er ist, ein Jahr in Deutschland. Nach einem Jahr nun zieht es ihn nach England und dort ist er nun, ...

Willow ist ein Außerirdischer, getarnt im Körper eines Mannes. So verbringt er, klug und geistreich wie er ist, ein Jahr in Deutschland. Nach einem Jahr nun zieht es ihn nach England und dort ist er nun, Tarnung sei Dank – im Körper einer Frau. Nun gilt es also, sich in Brighton erst einmal zurecht zu finden – und sich dann noch an das Dasein als Frau zu gewöhnen. Alles nicht so einfach, für einen Außerirdischen!

Auf dieses Buch habe ich mich echt gefreut, denn die Vorgängergeschichte von „Willow in Deutschland“ kannte ich schon, wenngleich „nur“ als Hörbuch. (Sehr unterhaltsam gelesen von Christian Ulmen.)

Der Schreibstil des Buches hat mir unheimlich gut gefallen, es sind quasi Tagebucheinträge bzw. Notizen über das an den verschiedenen Tagen erlebte. Von kurzen Einträgen bis hin zu ausführlichen Gedanken und Erlebnissen hat man hier einen guten Einblick in den Alltag von Willow. Für mich war es soweit gut verständlich, ich hatte hier keine Probleme beim Lesen. Gelegentlich kommen manchmal Begriffe oder eben auch im Speziellen Serien bzw. Filme vor, die für den ein oder anderen „Insiderwitz“ sorgen, hier habe ich sicher auch manches nicht so verstanden wie andere Leser – damit kann ich aber durchaus leben.

Die Geschichte ist so genial geschrieben, wunderbar komisch und abstrus und doch wieder so ehrlich. Willow nimmt nun als Frau alles natürlich ganz anders wahr, muss sich erst einmal zurechtfinden, einen Job ergattern und auch mit ihrem Körper zurechtkommen. („O mein Gott! Ich sterbe! Warum stirbt dieser Körper denn jetzt? Blut, überall Blut!“ -Seite 19). Dinge, die für uns alle so alltäglich, ja gar „normal“ sind, sind es für Willow eben nicht – und das macht sie so liebenswert, auf ihre ganz eigene Art und Weise. Auch ihre Kollegen (männlich wie weiblich) sind alles wunderbare Charaktere, allen voran Eddie. Diese Figur ist so gelungen und zeigt auf, wie auch jemand mit einer Behinderung gut in diese spezielle Truppe passt.

Der Humor im Buch ist durchaus schon speziell, mir hat er unheimlich gefallen. Ich habe so gelacht beim Lesen des Buches, es ist einfach so kurios und gut.

Ich kann dieses Buch wirklich nur empfehlen. Beim Lesen hatte ich immer mal wieder Christian Ulmen im Kopf, der ja das Vorgänger-Buch als Hörbuch gelesen hat. Auch manche Begriffe „verbinde“ ich entsprechend mit ihm, gerade wenn so etwas wie „Voll schöni!“ im Buch vorkam. Von mit gibt es 5 von 5 Sternen und eine absolute Empfehlung für dieses total unterhaltsame und lustige Buch.

Veröffentlicht am 13.11.2019

Ratgeber eines Vaters für seine Kinder.

Fische, die auf Bäume klettern
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Sebastian Fitzek hat sich als dreifacher Familienvater Gedanken darüber gemacht, was wäre, wenn er plötzlich nicht mehr da wäre und seinen Kindern aber so viele Dinge noch nicht gesagt hätte. Diese Sachen ...

Sebastian Fitzek hat sich als dreifacher Familienvater Gedanken darüber gemacht, was wäre, wenn er plötzlich nicht mehr da wäre und seinen Kindern aber so viele Dinge noch nicht gesagt hätte. Diese Sachen hat er sich dann entsprechend notiert – und dabei kam dieses Buch heraus, welches er anschließend selbst (vor)gelesen hat.

Vom Buch selbst hatte ich schon einiges gehört und auch die Ankündigung von Sebastian Fitzek dazu mitbekommen. Ein wenig neugierig war ich also schon und habe mich auf die Autorenlesung dann gefreut. Bislang kannte ich Fitzek eher als Thriller-Autor, so dass dies ja in gewisser Weise Neuland war. Die Thematik fand ich grundsätzlich interessant und spannend, muss aber gleich mal erwähnen, dass ich leider enttäuscht wurde.

Gelesen wird das Buch hier vom Autor selbst, es ist ja eine Autorenlesung. Sebastian Fitzek liest dies mit sehr angenehmer und verständlicher Stimme, betont gekonnt, wenngleich ich manches als ein bisschen übertrieben empfunden habe. Dennoch – generell ist es wirklich verständlich. Auch vom Inhalt her ist es so, eine verständliche Sprache, die mir keinerlei Probleme bereitet hat, keine großartigen Fremdwörter oder Fachbegriffe.

Vom grundsätzlichen Inhalt her ist es ein durchaus lebensbejahendes Buch voller hilfreicher Tipps und vor allem Ratschläge, die für mich aber beim Hören leider nicht sonderlich einprägsam waren. Leider hatte ich immer wieder den Eindruck, dass manches eher leere Phrasen waren, Aussagen ohne großartigen Inhalt, Dinge die selbstverständlich sind. Vielleicht mag mir manches auch nur so vorgekommen sein, weil es eine Lesung war, d.h. weil man es nicht zusätzlich zum Nachblättern noch einmal vor Augen hat, was hier beim Buch definitiv der große Vorteil ist. Generell war es aber für mich so, dass ich den Eindruck hatte, dass manches sicher angenehme und sinnvolle Ratschläge sind, manches aber eben auch ein bisschen überzogen dargestellt wurde.

Natürlich waren hier Anregungen dabei, die definitiv zum Nachdenken anregen, man macht sich so seine ganz eigenen Gedanken beim Hören. Man merkt auch, wie Sebastian Fitzek hier sein Privatleben ein bisschen öffnet und weitere Einblicke gibt, selten auch Anekdoten einfließen lässt. Mich konnte das aber in Form der Lesung nicht begeistern, ich glaube, dass solch ein Inhalt einfach nur etwas für ein Buch ist – damit man es selbst immer und immer wieder lesen kann, sich vielleicht selbst eigene Gedanken dazu notieren kann. Wobei ich auch manche Aussagen einfach eher als grundsätzliche Aussagen und leider inhaltlich etwas leer empfunden habe. Leider.

Ich hatte mir vom Buch einige schöne und inhaltlich tiefgehenden Anregungen erhofft und wurde hier aber leider enttäuscht, zumindest kommt es in vorgelesener Form nicht so herüber, wie es das wohl sollte. Meiner Meinung nach gab es hier immer wieder eher leere Worte und in gewisser Weise ist das Hörbuch auch ein bisschen unglaubwürdig geworden, was ein Stück weit an der persönlichen Veränderung von Sebastian Fitzek liegt. (Das beschreibt nur mein Empfinden, ich möchte damit nicht darüber urteilen.) Gelegentlich gab es im Text gelungene Ansätze, aber leider eben nicht im gesamten Werk. Entsprechend kann ich diese Lesung leider nicht empfehlen und vergebe 2 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 11.11.2019

Da bin i, deshalb brauchen’s doch net so plärrn!

Ich bin so knallvergnügt erwacht
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Diese unterhaltsame Zusammenstellung enthält die verschiedensten Geschichten und Gedichte, von Wilhelm Busch, Joachim Ringelnatz über Karl Valentin bis hin zu Jan Weiler. Vorgelesen bzw. Vorgetragen werden ...

Diese unterhaltsame Zusammenstellung enthält die verschiedensten Geschichten und Gedichte, von Wilhelm Busch, Joachim Ringelnatz über Karl Valentin bis hin zu Jan Weiler. Vorgelesen bzw. Vorgetragen werden diese u.a. von Jürgen von der Lippe, Nina Weiler, Gert Heidenreich, Gisela Schneeberger oder auch Axel Milberg.

Gerade unterwegs finde ich lustige Unterhaltung für die Ohren gut, vor allem weil ich beim Laufen gerne unterhalten werde – egal ob ich hier nun mit Musik laufe (nein, nicht joggen!) oder mit Hörbuch – die Strecke erscheint einem dann doch immer wieder kürzer. So kam ich also zu diesem Hörbuch, dessen Titel mir auch schon etwas sagte, denn gleichnamiges Buch habe ich auch.

Diese Zusammenstellungen von den unterschiedlichsten Gedichten und Geschichten verschiedenster berühmter Verfasser wird von durchaus ebenso bekannten Personen vorgetragen. Man merkt schon, dass dies wirklich gekonnt ist, die Betonung absolut passt. Die Gedichte sind generell gut verständlich, manche sind leichter zu verstehen inhaltlich, manche haben tieferen Sinn, regen zum Nachdenken an.

Natürlich merkt man auch, dass sich die Zeiten inzwischen etwas geändert haben, dennoch ist es unheimlich toll dem zu lauschen. Beispielsweise wird „Der Postsekretär im Himmel“ von Ludwig Thomas hier dann von Gisela Schneeberger gesprochen. Mit ihrer unvergleichlichen Art und dem bayrischen Dialekt war das für mich sehr unterhaltsam. „Die Schrecken der deutschen Sprache“ darf man hingegen von Christoph Maria Herbst hören – auch hier ist die Wahl des Sprechers der Rede von Mark Twain sehr gelungen. In seiner unverkennbaren Art zeigt Christoph Maria Herbst hier auf, welche Probleme bei der deutschen Sprache so vorherrschen.

Die Geschichten und Gedichte habe ich jetzt nicht so auf dem Schirm gehabt, für mich waren es keine absolut gängigen Gedichte, aber das ist ja für jede Person anders. Für mich war es eine tolle, amüsante Unterhaltung, die ich sowohl akustisch als auch inhaltlich gut verstanden habe. Die Sprecher sind toll ausgewählt, ebenso wie die verschiedenen Erzählungen. Die Zeit von gut zweieinhalb Stunden verging förmlich wie im Flug, so gut unterhalten wurde ich. Von mir gibt es hier 5 von 5 Sternen und eine Empfehlung.