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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.11.2025

Musikalische Magie

Magic Music, Band 1 - Der rätselhafte Rückwärtszauber
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Tristan Bach mit seiner Mutter macht in einem kleinen Örtchen an der irischen Küste Urlaub. Auf dem Weg ins Hotel kommen sie an einem "Törtchenladen" vorbei und wollen sich einige gönnen. Diese Törtchen ...

Tristan Bach mit seiner Mutter macht in einem kleinen Örtchen an der irischen Küste Urlaub. Auf dem Weg ins Hotel kommen sie an einem "Törtchenladen" vorbei und wollen sich einige gönnen. Diese Törtchen sind jedoch besonders. Im Hotel angekommen erfahren sie von der Rezeptionsfrau, welche die Ehefrau des Inhabers ist, dass ihr Sohn Conor beim bevorstehenden Musikfestival mit einer teuren Stradivari auftreten wird. Tristans Mutter arbeitet entgegen ihres Versprechens im Urlaub weiter. So geht Tristan alleine auf Entdeckungstour im Ort. Dort lernt er Mel kennen, die dringend einen Gitarristen für ihre Band sucht. Sie überredet Tristan mitzumachen. Ein musikalisches und magisches Abenteuer beginnt....
Die Handlung ist sehr kindgerecht umgesetzt. Sie ist eine Mischung aus Magie, Musik und Abenteuer. Die Geschichte wird sehr schön und einfühlsam erzählt. Die Charakteren der Protagonisten werden gut dargestellt. Die Handlung ist lustig, verwoben mit musikalischer Magie der Instrumente.
Die Geschichte ist in kleine Kapitel eingeteilt, so dass ein kindgerechtes Lesen möglich ist. Die Texte werden immer wieder mit schwarz-weißen Illustrationen passend zur Handlung ergänzt. Die Illustrationen sind schön gestaltet und man kann in ihnen einiges entdecken und Fantasie entwickeln. Das Buchcover ist farbig und lustig gestaltet, so dass das Buch den Kindern auffällt und deren Neugierde weckt. Es handelt sich um den ersten Band einer Reihe, welche auch fortgesetzt wird.
Ein schönes Kinderbuch voller Magie, lustigen Ereignissen und etwas Spannung. Sehr gut gemacht.

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Veröffentlicht am 04.11.2025

Sehr spannend und durchaus realistisch

Die Atompriester
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"Die Atompriester" von Autor Rolf Sakulowski ist eine sehr spannende Handlung hinsichtlich der Endlagerung von Atommüll und die Gefahr für künftige Generationen. Die Handlung beginnt mit dem Prolog im ...

"Die Atompriester" von Autor Rolf Sakulowski ist eine sehr spannende Handlung hinsichtlich der Endlagerung von Atommüll und die Gefahr für künftige Generationen. Die Handlung beginnt mit dem Prolog im Jahre 4037. Ein Abt wandelt durch die tiefen Höhlen eines Berges....
Wirr wechseln dann in die Gegenwart und die Handlung beginnt mit Elias, einem jungen Mann, der einen heftigen selbstverschuldeten Schicksalsschlag ereilte. In seinem Stammkaffee sitzend, fällt ihm eine junge Frau auf, die ihn in seinen Bann zieht. Er verliert sie jedoch aus den Augen, bis sie eines Tages neben ihm sitzt. Im Verlaufe des Gespräches teilt sie ihm mit, dass sie ihn für eine Mitarbeit in einer Organisation gewinnen möchte. Nach einigem Nachdenken und einem Gespräch mit den Verantwortlichen entschließt sich Elias dieser Organisation beizutreten und reist zum Kloster nach Spanien. Dort muss er sich an die strengen Regeln des Klosterlebens gewöhnen und wird Atompriester. Er bleibt jedoch misstrauisch und kommt einem großen Geheimnis auf die Spur. Für ihn und seinem Bekanntenkreis beginnt ein gefahrvolles Leben....
Rolf Sakulowski versteht es von Beginn an, mit seiner spannenden und geheimnisvollen Schreibweise den Leser zu fesseln. Der Spannungsbogen ist hoch und steigert sich zum Ende hin weiter. Die Charaktere und Protagonisten sind gut beschrieben und durchaus realistisch dargestellt. Der Schreibstil lässt den Leser sehr schnell tief in die Handlung eintauchen, Wenngleich dieser Thriller zur Unterhaltung verfasst wurde, ist die Handlung in weiten Teilen gar nicht so unrealistisch und regt zum Nachdenken an. Wie wirkt sich die Lagerung von Atommüll in künftigen Generationen aus und wie kann man diese schützen oder gar warnen?
Dieser Thriller ist durchgehend sehr spannend und mitreißend. Er zieht den Leser in den Bann. De Handlung ist in Teilen durchaus realistisch. Spannend ist es von der ersten bis zur letzten Seite. Überrascht wird der Leser von von immer wieder auftretenden Wendungen. Dieses Buch ist absolut empfehlenswert.

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Veröffentlicht am 29.10.2025

Veränderungen

Der Scherbenpalast
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Lou ist verständlicherweise rebellisch und sauer, als sie mitgeteilt bekommt, dass sie von Hamburg nach Mannheim ziehen werden. Sie wurde nicht gefragt und vor vollendete Tatsachen gestellt. Sie ist aufgebracht ...

Lou ist verständlicherweise rebellisch und sauer, als sie mitgeteilt bekommt, dass sie von Hamburg nach Mannheim ziehen werden. Sie wurde nicht gefragt und vor vollendete Tatsachen gestellt. Sie ist aufgebracht und das bekommen die Eltern nach dem Umzug nach Mannheim auch zu spüren. Dort lernt sie aber Sari und Tikey kennen. Diesen gelingt es, dass sich Lou nach und nach öffnet. Besonders ist aber auch die Nachbarin Freya, eine verschrobene ältere und merkwürdige Dame. Zu dieser findet Lou direkt zu Beginn ein gewisses Vertrauen. Dennoch vermisst sie ihre "große Liebe" Damian und ihre beste Freundin Nel aus Hamburg.
In Mannheim beobachtet sie Freya, wie sie an ihrem Haus "aus kaputtem etwas neues" gestaltet. Sie kommt mir ihr ins Gespräch und erfährt einige Episoden aus ihrem Leben aber auch von denen, mit denen Lou in Mannheim zu tun hat. All das verändert das Leben von Lou...
Die Autorin Annette Mierswa versteht es sehr gut, den Leser immer weiter in die Handlung hineinzuziehen. Mal ist ihr Schreibstil angenehm einfühlsam, manchmal spannend verfasst. Sie zeigt deutlich die Lebensumstände der jungen Lou auf, die in einer völlig neuen Umgebung aufwachsen muss, neue Freunde finden will und sich in der Stadt zurecht finden soll. Zug um Zug werden insgesamt die Probleme deutlicher, aber auch Lösungen, um das Leben zu meistern.
Die Charakteren sind sehr gut beschrieben und authentisch dargestellt. Die Handlung ist durchaus realistisch. Ein Buch, welches nachdenklich macht und die Probleme der Veränderungen und des Erwachsenwerdens gut erzählt.

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Veröffentlicht am 27.10.2025

Ein ganz besonderes Buch

Birk
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Birk ist ein 16-jähriger Junge. Er lebt als Teenager bei seinen Eltern. In seiner Kindheit hatte er das Problem, dass er nachts sein Bett eingenässt hat. Das hatte sich im Laufe der Jahre gelegt und kam ...

Birk ist ein 16-jähriger Junge. Er lebt als Teenager bei seinen Eltern. In seiner Kindheit hatte er das Problem, dass er nachts sein Bett eingenässt hat. Das hatte sich im Laufe der Jahre gelegt und kam nicht mehr vor. Ansonsten hate er Freunde und mag ein Mädchen aus seiner Schule sehr. Seine Erlebnisse veröffentlicht er in einem Blog.
Eines Tages war es wieder, nachdem er fünf Jahre keine Probleme mehr damit hatte, erneut geschehen - er hat nachts eingenässt. Für Birk bricht eine Welt zusammen. Erinnerungen werden wach, als er in seiner Kindheit als "Pissbaby" bezeichnet wurde oder die Tage, die er eingenässt das Bett verließ, der Kalender mit roten Smileys versehen wurde, und das waren viele. In seinem Blog beschreibt er seine Probleme. Eines Tages lädt ihn sein Schwarm aus der Schule, Kathy, zu sich nach Hause zum Übernachten ein. Sie kommen sich näher, aber dann ist da bei Birk wieder das Problem... Er verlässt fluchtartig die Wohnung von Kathy. Ein Leben voller Probleme nimmt rasant an Fahrt auf...
Die Autorin Liv K. Schlett hat diese Handlung in Form eines Blogs verfasst. Die Sprache ist typisch jugendlich, so dass der Leser sich sehr gut in die Gefühlswelt von Birk hineinversetzen kann. Die Handlung spiegelt die Probleme von Birk einfühlsam und deutlich wider. Sie geht auf die Probleme des Geheimhaltens des Problems von Birk in klarer Sprache ein. Die Steigerung ist der Verlust von Freundschaften bis hin zum Mobbing in seinem gesamten Umfeld. Birk steht am Abgrund, zieht sich zurück, löscht seinen Blog, schreibt einen Neuen und fühlt sich allein gelassen. Der Blog hat zwar nicht viele Leser, aber es gibt einige Wenige, die mit Birk fühlen und zu ihm halten. Die Autorin versteht es, geschickt, genau diese kleinen Hoffnungsschimmer gut in Szene zu setzen, was dann dazu führt, das Birk den Mut fasst, sein Leben in den Griff zu bekommen und den Mut aufzubringen, seine Probleme zu bewältigen. Sie hat einen weiteren Spannungsbogen eingebaut, der eine weitere Eskalationsstufe hervorbringt...
Die Handlung ist sehr nahe an der Realität und offenbart dem Leser, welche Folgen Ausgrenzung, Mobbing oder gesundheitliche Probleme bei Jugendlichen haben können. Die Autorin versteht es, alles sinnvoll miteinander zu verbinden und zu erzählen. Spannend, nachdenklich und hoffnungsvoll erzählt, kann dieses Buch und diese Handlung Mut machen. Ein hervorragendes Buch, welches absolut zu empfehlen ist.

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Veröffentlicht am 24.10.2025

Düster

Evermind. Sie kennt dich
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Die Handlung spielt im Jahre 2044. MAM ist eine künstliche Intelligenz und hat das Leben für die Bewohner berechnet. Die Erdoberfläche ist laut MAM unbewohnbar. Deshalb leben die Bewohner unter der Erde ...

Die Handlung spielt im Jahre 2044. MAM ist eine künstliche Intelligenz und hat das Leben für die Bewohner berechnet. Die Erdoberfläche ist laut MAM unbewohnbar. Deshalb leben die Bewohner unter der Erde in verschiedenen Ebenen und Levels der City. MAM steuert alles, von der Berufswahl bis zur Freizeitgestaltung und sogenannten Sims, wie auch die Ernährung, den Schlaf und die Gesundheitsüberwachung. Livia ist eine von ihnen und 16 Jahre alt. In der City lernt sie weitere Gleichaltrige kennen. Sie trifft auch Anouk, welche sie aber nicht erkennt und jetzt Kiana heißt. Vieles in der City und auch an MAM machen Livia nachdenklich. Im weiteren Verlauf der Handlung bestätigen sich ihre Zweifel. Was oder wer ist real, was ist Fiction?

Die Autorin Melissa C. Hill entführt den Leser in eine Welt, die vollständig von MAM einer künstlichen Intelligenz dominiert wird. In beklemmender Weise werden die negativen Seiten der KI immer wieder aufgelistet. Das gesamte Leben wird von ihr bestimmt. Freiräume gibt es so gut wie keine. Im Verlauf der Handlung erfahren wir, dass Bewohner, die nicht ins System passen, degradiert werden. Andere, wie behinderte oder nicht mehr leistungsfähige Bewohner verschwinden einfach.

Umfangreich beschreibt die Autorin das Leben in der City. Wir bewegen uns über verschiedene Ebenen, die jede für sich eine besondere Bedeutung hat. Eine große Anzahl von Protagonisten steht im Mittelpunkt, welche unterschiedlichen Levels angehören.

Die gesamte Handlung ist dystopisch und beklemmend. Der Schreibstil ist in weiten Teilen spannend, manchmal auch etwas langatmig. Die Story aber sehr spannend. Sie entwickelt sich weiter und am Ende des Buches überschlagen sich die Ereignisse. Einige Fragen bleiben dennoch offen, was Rau für eine Fortsetzung gibt.

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