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Veröffentlicht am 24.10.2019

Inhaltlich kommen beide Geschichten jedoch nicht an die der ersten Urmel-Bände heran.

Das fünfte dicke Urmel-Buch
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Der Sammelband enthält zwei Urmel-Bücher:

"Urmel wird ein Star":

Jetzt wo Urmel berühmt ist, wird es höchste Zeit, seine Memojahren (Memoiren) niederzuschreiben.

Oder warum nicht gleich einen Film drehen?

Das ...

Der Sammelband enthält zwei Urmel-Bücher:

"Urmel wird ein Star":

Jetzt wo Urmel berühmt ist, wird es höchste Zeit, seine Memojahren (Memoiren) niederzuschreiben.

Oder warum nicht gleich einen Film drehen?

Das Urmel soll zum großen Filmstar werden und nun sind alle aus dem Häuschen, denn auch die anderen sprechenden Tiere sollen mitspielen.

Nur der Professor Habakuk Tibatong sorgt sich darüber, dass hierbei bald das Paradies auf der Insel Titiwu für immer zerstört wird.


"Urmel fährt Ballon":

Was wäre, gebe es einen Planeten, der fast genauso aussehe wie die Erde?

Die Inselbewohner reisen mit einem Raumschiff zum Planeten Igeste.

Ganz so wie auf der Erde sieht es allerdings nicht aus, denn es gibt dort keine Tiere, erst Recht keine, die sprechen und sogar fliegen können.



Illustrationen:

schwarz-weiß Illustrationen von Erich Hölle


Altersempfehlung laut Verlag:

ab 8 Jahre



Mein Eindruck:

Die einzelnen Kapitel sind jeweils nur ein paar Seiten lang und eignen sich gut zum Vor- oder Selberlesen. Man kann sich prima einteilen, wie viel vorgelesen wird.

Das besondere bei den einzelnen Kapiteln (nur in der ersten Geschichte) sind die langen Überschriften, die gleichzeitig etwas über die kommenden Ereignisse verrät: z. B. "drittes Kapitel in dem das Urmel berichtet, was für großartige Pläne Wutz entwickelt und wie Onkel Pitsch den unsichtbaren Fisch vorstellt".

In der zweiten Geschichte gibt es nur kurze Überschriften ohne Nennung der Kapitelzahl, z.B. "Urmels großes Geheimnis".

Werden Kapitelüberschriften (sofern überhaupt vorhanden) gerne überlesen, so sollte man hier beim Lesen/Vorlesen einen Blick mehr riskieren.

Sprechende Tiere sind schon spannend genug und wenn sie dann auch noch einen lustigen Sprachfehler haben (beim Lesen/Vorlesen manchmal eine Herausforderung) wird es gleich doppelt so lustig.

Das Urmel mit seiner vorlauten Art und Abenteuerlust - hin und wieder auch mit einem Dickkopf, wie er im Buche steht - ist trotz allem liebenswert und man kann nicht lange böse sein (erinnert vielleicht an die eigenen Kinder).

Überhaupt sind die Charaktere liebenswert:

Wutz mit ihrer Güte und ihrem Putzfimmel ist ebenso zauberhaft wie der ewig traurige Seele-Fant.

Auch die ewige "Streiterei" zwischen dem Waran Wawa und dem Pinguin Ping um die Muschel kehrt immer wieder und wird trotzdem nie langweilig.


Die Geschichte "Urmel wird ein Star" ist mit knapp 160 Seiten die längere in diesem Band und stellenweise auch die langatmigere von beiden.

Das Abenteuer ist komplett aus Urmels Sicht erzählt, was (wenn ich mich recht erinnere) in all den vorherigen Büchern nie der Fall war.

Auch wenn die Idee, Urmel zum Filmstar zu machen, mir sehr gut gefallen hat, konnte mich die Umsetzung nicht ganz überzeugen.


Die Geschichte "Urmel fährt Ballon" beginnt philosophisch und ihr Titel hat mich zunächst in die Irre geführt: Warum fährt Urmel Ballon, wo doch (fast) alle Bewohner Titiwus mit einem Raumschiff durchs All fliegen?

Zum Glück löst sich das Rätsel im Laufe der Geschichte.

Auf dem Planeten Igeste ist es niemandem möglich, zu fliegen, und doch ist dies ein Herzenswunsch des Königs.

Und er wäre kein König, wenn er dem Professor Tibatong nicht befehlen könnte, ihn fliegen zu lassen.

Die Sprache der Igester kann einen beim Vorlesen in den Wahnsinn treiben, noch dazu weil der tierische Gegenpart mit Sprachfehlern kämpft.

Einzig und allein der Professor spricht "normal". Uns hat dies beim Vorlesen und Zuhören viel Konzentration gekostet. Die Altersempfehlung des Verlages (ab 8 Jahre) hat also ihren Grund.

Die Idee dahinter gefällt mir jedoch sehr gut.


Abgesehen von manchen Stolperstellen aufgrund der Sprachfehler der Tiere/der Sprache der Igester und einiger langatmiger Passagen, lesen sich beide Geschichten gut und der Humor hat uns ebenfalls gefallen.

Inhaltlich kommen beide Geschichten jedoch nicht an die der ersten Urmel-Bände heran. Vielleicht fehlt mir hier sie Sentimentalität, denn mit den ersten Abenteuern (in Buchform und als Puppenspiel der Augsburger Puppenkiste) bin ich selbst groß geworden.


Fazit:

Ein toller Kinderbuchklassiker (zwei Geschichten in einem Band) zum Vorlesen etwa ab 6 Jahren oder zum Selbstlesen ab 8 Jahren.



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Rezensiertes Buch: „Das fünfte dicke Urmel Buch" aus dem Jahr 2015

Veröffentlicht am 24.10.2019

Ein ganz besonderer Kater und eine chaotische Familie. Humorvoll und kurzweiliges Abenteuer mit tollen farbigen Illustrationen.

Immer dieser Kater!
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Inhalt:

Der Kater Aristoteles lebt bei Anna und deren Eltern. Bis zu dem Tag an dem Annas Oma einzieht scheint die Welt in Ordnung zu sein.


Des Katers Mühe, sich bei Oma beliebt zu machen, scheint vergeblich, ...

Inhalt:

Der Kater Aristoteles lebt bei Anna und deren Eltern. Bis zu dem Tag an dem Annas Oma einzieht scheint die Welt in Ordnung zu sein.


Des Katers Mühe, sich bei Oma beliebt zu machen, scheint vergeblich, denn sie kann Katzen nicht leiden.


Da Anna mit ihren Eltern in den Urlaub fährt, soll Oma auf Aristoteles aufpassen. Der ist jedoch nicht sicher, ob das gut geht, und daher beschließt er kurzerhand, Anna hinterherzureisen.


Covergestaltung und Illustrationen:

Bereits das Cover zeigt den grauen Kater mit Augenzwinkern und Schleckermaul in Bodybuilder-Pose.

Er wirkt freundlich und frech und hat etwas verschmitztes an sich.

Der Hintergrund ist unauffällig gehalten in hellblau mit kleinen weißen Punkten.

Die farbigen Illustrationen erstrecken sich alle paar Doppelseiten über knapp eine halbe Seite.

Die Gestaltung der Tiere, insbesondere des frechen Katers, gefällt mir sehr gut.

Auch die Mimik und Gestik ist sehr gelungen. Sowohl bei den Tieren wie auch den Menschen.


Altersempfehlung:

ab 7 Jahre bzw. für geübte Leser, denn die Schrift ist nicht allzu groß und auf jeder Seite entsprechend viel Text


Mein Eindruck:

Dies ist Band zwei der Reihe "Kater Aristoteles". Man muss jedoch den ersten Teil nicht zwingend gelesen haben, um der Handlung dieses Abenteuers folgen zu können, denn Aristoteles stellt sich zu Beginn ganz brav selbst vor.
Dass er darauf besteht als "Kater" erkannt zu werden, zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte.

Schon zu Beginn liest sich die Beschreibung seines Heims und der Familie bei der er lebt herrlich komisch:

Anna ist das mittlere Kind und hat neben ihrem großen Bruder Olli, der sie ständig aufzieht, eine kleine Schwester Linda. Bei fünf Personen im Haushalt herrscht nie Ruhe, besonders da zu Weihnachten eine Flöte für Linda und ein Schlagzeug für Olli unterm Weihnachtsbaum lagen.

Das alltägliche Chaos ist so lustig beschrieben, dass man den Tumult direkt vor Augen hat.

Mit dem armen Kater bekommt man immer wieder Mitleid, da er in dem Kuddelmuddel oft komplett untergeht.

Dass nun auch noch Oma einziehen soll, setzt dem ganzen natürlich die Krone auf.

Dummerweise mag die Oma keine Katzen. Aristoteles' Annäherungsversuche sind urkomisch und liebenswert.
Und als diese nicht zünden, bekommt er tatkräftige Unterstützung von Anna.
Jedoch nützt alles nichts: Oma kann Katzen nicht leiden!

Aristoteles übrigens verdient seinen Namen zurecht, den wie ein großer Philosoph hinterfragt er alles, grübelt den lieben langen Tag und beobachtet und analysiert seine Menschen ganz genau.

Dass er sich, als die Familie in den Winterurlaub aufbrechen möchte und er mit Oma allein zu Hause bleiben soll, sich zunächst in Annas Reisetasche versteckt, ist zwar vorhersehbar aber endet in einer lustigen Situation.

Bevor Aristoteles Oma sei Dank im Tierheim landet, reißt er lieber aus.
Gemeinsam mit Nachbarskatze Lilly und "Schisshase", dem Hund des Briefträgers, schlittert er in das nächste Abenteuer.

Locker und leicht und mit jeder Menge Humor liest sich das zweite Abenteuer, obgleich es zum Ende hin ein wenig melodramatisch wird und wir sind gespannt, ob weitere zu erwarten sind.



Fazit:
Ein ganz besonderer Kater und eine chaotische Familie. Humorvoll und kurzweiliges Abenteuer mit tollen farbigen Illustrationen.


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Rezensiertes Buch: „Immer dieser Kater!" aus dem Jahr 2019

Veröffentlicht am 24.10.2019

Ein weiteres spannendes und wundervoll illustriertes Kokosnuss-Abenteuer. Nicht nur für Dinosaurier-Fans.

Der kleine Drache Kokosnuss bei den Dinosauriern
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Inhalt:

Wer ist das furchtbarste Raubtier der Erde?

Während der kleine Drache Kokosnuss mit seinen Freunden dem Stachelschwein Matilda und dem Fressdrachen Oskar am Lagerfeuer sitzen und Stockbrot ...



Inhalt:

Wer ist das furchtbarste Raubtier der Erde?

Während der kleine Drache Kokosnuss mit seinen Freunden dem Stachelschwein Matilda und dem Fressdrachen Oskar am Lagerfeuer sitzen und Stockbrot rösten, überlegen sie fieberhaft, wer den das gefährlichste Tier sein könnte:

Ganz klar! Der Tyrannosaurus Rex!

Vor dem hat Oskar allerdings gar keine Angst. "Wetten, dass ich einen Tyrannosaurus verjagen kann!"

Die Wette gilt und mit Hilfe des Laserphasers reisen die drei Freunde in die Vergangenheit.

Das Abenteuer im Zeitalter der Urzeitriesen kann beginnen ...


Illustrationen:

Auf jeder Doppelseite findet sich mindestens eine farbenfrohe Illustration (teils halb- sowie ganzseitig), um die Handlung aufzugreifen ohne sie jedoch vorwegzunehmen.

Kokosnuss und seine Freundin das Stachelschwein Matilda sowie der Fressdrache Oskar sind ebenso zeichnerisch gut getroffen wie die Dinosaurier.

Altersempfehlung:

ab 5 Jahre für Erstleser

Die Reihe "Erst ich ein Stück, dann du" vom cbj Verlag ist ausgerichtet auf das Vorlesen des erfahrenen Lesers abwechselnd mit dem Leseanfänger. Die Passagen für Letzgenannten sind fett und größer gedruckt und konzipiert für die ersten Leseversuche.

Im Moment nutzen wir die Bücher noch zum Vorlesen.

Das Buch ist in sieben Kapitel unterteilt, so dass (meist an der spannendsten Stelle) eine (Vor-)Lesepause eingelegt werden kann.

Mein Eindruck:

Wir haben bereits einige Kokosnuss-Bücher gelesen und sind mit den Hauptcharakteren Kokosnuss, Matilda und Oskar vertraut.

Mit welchem der Bücher man beginnt oder ob man schon welche gelesen hat, ist ganz gleich, denn die Geschichten sind unabhängig voneinander. Sollte doch einmal eine vorherige Handlung aufgegriffen werden, z.B. stammt der Laserphaser aus einem anderen Abenteuer, so wird dies in einer Fußnote kurz erläutert. Auch Fremdwörter und die verschiedenen Zeitalter werden erklärt.

Das Abenteuer ist flüssig und spannend erzählt. Eine Zeitreise ist natürlich etwas ganz besonderes, denn so können die drei Freunde die Dinosaurier live miterleben.

Ein guter Schuss Sachwissen (Warum heißt die Kreidezeit "Kreidezeit"?) ist auch mit dabei und wird spielerisch in die Handlung eingebaut.

Die Wette zwischen Kokosnuss und Oskar wird mit viel Humor weitergesponnen und jedes Mal wenn ein Dinosaurier auftaucht, fragt man sich, ob Oskar nicht doch kneift und schreiend davon rennt oder sich winselnd im Gebüsch versteckt.

Dass er ausgerechnet an den T-Rex gerät, der als einziger seiner Rasse Vegetarier ist, kann er selbst kaum glauben.

Die Verwirrungen und Ablenkungsmanöver, die aus diesem Vegetarismus folgen, sind humorvoll und kurzweilig erzählt.

Auch der Abschluss der Geschichte ist gelungen und das große Fest der Tyrannos (auf das während der Geschichte immer wieder hingearbeitet wird) rundet die Handlung ab.

Hinweis für kleine Dinosaurier-Forscher: neben dem T-Rex und dem Triceratops sind der Alamosaurus zu sehen und über den Deinosuchus zu lesen.

Für meinen Dino-Experten eindeutig viel zu wenig Dinosaurier.


Fazit:


Ein weiteres spannendes und wundervoll illustriertes Kokosnuss-Abenteuer. Nicht nur für Dinosaurier-Fans.


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Rezensiertes Buch "Erst ich ein Stück, dann du - Der kleine Drache Kokosnuss bei den Dinosauriern" dem Jahr 2016

Veröffentlicht am 23.10.2019

Ein weiteres spannendes und wundervoll illustriertes Kokosnuss-Abenteuer. Nicht nur für Ägypten- und Mumien-Fans.

Der kleine Drache Kokosnuss und das Geheimnis der Mumie
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Inhalt:

Der berühmte Professor Champion landet mit seinem Doppeldecker auf der Dracheninsel. Er ist auf der Suche nach Hinweisen, die ihn zur sagenumwobenen goldenen Maske führen sollen.

Der kleine Drache ...

Inhalt:

Der berühmte Professor Champion landet mit seinem Doppeldecker auf der Dracheninsel. Er ist auf der Suche nach Hinweisen, die ihn zur sagenumwobenen goldenen Maske führen sollen.

Der kleine Drache Kokosnuss und seine Freunde Matilda und Oskar sind natürlich gleich zur Stelle, um bei der Schatzsuche zu helfen.

Die Hinweise führen sie nach Ägypten.

Doch nicht nur der Professor und seine drei Helfer suchen die geheime Grabkammer. Zwei finstere Räuber sind ebenfalls hinter dem Schatz her.


Illustrationen:

Auf jeder Doppelseite findet sich mindestens eine farbenfrohe Illustration (teils halb- sowie ganzseitig), um die Handlung aufzugreifen ohne sie jedoch vorwegzunehmen.

Kokosnuss und seine Freundin das Stachelschwein Matilda sowie der Fressdrache Oskar sind ebenso zeichnerisch gut getroffen wie die Kamele und die beiden Schurken.

Altersempfehlung:

ab 5 Jahre für Erstleser

Die Reihe "Erst ich ein Stück, dann du" vom cbj Verlag ist ausgerichtet auf das Vorlesen des erfahrenen Lesers abwechselnd mit dem Leseanfänger. Die Passagen für Letzgenannten sind fett und größer gedruckt und konzipiert für die ersten Leseversuche.

In diesem Fall waren jedoch im Selbstleseteil recht schwierige Wörter z.B. "Champion". Gerade für den Teil der Leseanfänger sollte darauf geachtet werden, dass es kürzere und einfache Wörter sind, damit der Spaß beim Lesen nicht verloren geht.

Auch Oskars Abzählreim "Pampelmusenhampelmann" ist eine kleine Herausforderung.

Im Moment nutzen wir die Bücher noch zum Vorlesen.

Das Buch ist in sieben Kapitel unterteilt, so dass (meist an der spannendsten Stelle) eine (Vor-)Lesepause eingelegt werden kann.

Mein Eindruck:

Wir haben bereits einige Kokosnuss-Bücher gelesen und sind mit den Hauptcharakteren Kokosnuss, Matilda und Oskar vertraut.

Mit welchem der Bücher man beginnt oder ob man schon welche gelesen hat, ist ganz gleich, denn die Geschichten sind unabhängig voneinander. Sollte doch einmal eine vorherige Handlung aufgegriffen werden, so wird dies in einer Fußnote kurz erläutert. Auch Fremdwörter wie Sarkophag und Skarabäus werden erklärt.

Das Abenteuer um das Geheimnis der Mumie ist flüssig und spannend erzählt.

Ein guter Schuss Sachwissen (Wie entsteht eine Mumie?) ist auch mit dabei.

Der etwas schusselige Professor wird entführt und muss von Kokosnuss und seinen Freunde gerettet werden. Die Suche führt die drei direkt in eine Pyramide und dort durch ein Labyrinth.

Die Rettung gestaltet sich spannend und Kokosnuss und Matilda müssen ihr Wissen nutzen, um z. B. dem Labyrinth und den dort versteckten giftigen Pfeilen zu entkommen.

Der Zusammenhalt der drei ist etwas ganz besonderes und da jeder von ihnen mit einer ihm selbst eigenen Fähigkeit glänzt, kommen sie schlussendlich an das gewünschte Ziel.

Bemängelt wurde nur, dass zu wenig Mumien vorkommen und die Geschichte gar nicht so gruselig ist wie gedacht.


Fazit:


Ein weiteres spannendes und wundervoll illustriertes Kokosnuss-Abenteuer. Nicht nur für Ägypten- und Mumien-Fans.


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Rezensiertes Buch "Erst ich ein Stück, dann du - Der kleine Drache Kokosnuss und das Geheimnis der Mumie" dem Jahr 2012

Veröffentlicht am 23.10.2019

Ein ganz besonderer Kater, der sein Schicksal in die eigene Hand nimmt. Mutig, abenteuerlustig und philosophisch.

Wer fragt schon einen Kater?
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Inhalt:





Kater Aristoteles lebt bei Anna und ihrer Familie.






Sein friedliches Katerleben wird jedoch auf den Kopf gestellt als sich Anna einen Hund wünscht. Ausgerechnet! Und ohne ihn vorher zu ...

Inhalt:





Kater Aristoteles lebt bei Anna und ihrer Familie.






Sein friedliches Katerleben wird jedoch auf den Kopf gestellt als sich Anna einen Hund wünscht. Ausgerechnet! Und ohne ihn vorher zu fragen.


Dabei hatte er gehofft nach dem Malern und Umräumen von Annas Zimmer endlich dort einziehen zu dürfen.






Kurzerhand nimmt Aristoteles reißaus. Lieber lebt er als Streuner auf der Straße als sein gemütliches Heim mit einem kläffenden Köter zu teilen!






Doch das Leben als Straßenkater ist kein Zuckerschlecken.









Covergestaltung und Illustrationen:

Bereits das Cover zeigt den grauen Kater mit vorwurfsvollem Blick nach oben (zum Buchtitel "Wer fragt schon einen Kater?" in seiner Gedankenblase) und vor der Brust verschränkten Armen.

Der Hintergrund ist unauffällig gehalten in rot mit kleinen weißen Punkten.

Die farbigen Illustrationen erstrecken sich alle paar Doppelseiten über knapp eine halbe Seite.

Die Gestaltung der Tiere, insbesondere des frechen Katers, gefällt mir sehr gut.

Auch dessen Mimik und Gestik ist sehr gelungen.


Altersempfehlung:

ab 5 Jahre (zum Vorlesen)
oder für geübte Leser, denn die Schrift ist nicht allzu groß und auf jeder Seite entsprechend viel Text



Mein Eindruck:

Aristoteles' Abenteuer ist aus seiner Sicht geschrieben und voller Anmerkungen zu "Verrücktheiten" seiner Menschenfamilie.

Die Geschichte in der Geschichte wie Aristoteles den Weg aus dem Tierheim zu Anna gefunden hat und warum er wie ein Philosoph heißt, hat mir sehr gut gefallen.

Auch die Zankerei zwischen den Geschwistern liest sich herrlich lustig. Anna ist das mittlere Kind und hat neben ihrem großen Bruder Olli, der sie ständig aufzieht, eine kleine Schwester Linda.

Für Lacher hat auch die chaotische Renovier-/Umräumaktion in Annas Zimmer gesorgt.

Mit dem armen Kater bekommt man regelrecht Mitleid, da er in dem Chaos komplett untergeht und am Ende sogar versehentlich mit dem ausrangierten Spielzeug in einer Kiste im Keller landet.

Dass Anna in seiner Gegenwart auch noch zugibt, lieber einen Hund haben zu wollen, gibt ihm den Rest.

Aristoteles verdient seinen Namen zurecht, den wie ein großer Philosoph fragt er sich was Liebe ist, ob Anna ihn jemals geliebt hat und ob er bei jemandem bleiben kann, der ihn nicht liebt. Und auch bei anderen Gelegenheiten philosophiert er fleißig vor sich hin.

Hin und wieder zerreißt es einen fast das Herz wie menschlich der kleine Kater doch ist und wie mutig und tapfer.

Das Leben auf der Straße ist turbulent und abenteuerlich. Aristoteles rettet unter anderem einem streunenden Hund das Leben und freundet sich mit ihm an. Was er natürlich nie zugeben würde, doch "Schisser" schleicht sich in sein Herz und folgt ihm nun auf Schritt und Tritt.

Es endet mit Spannung, einer Heldentat, ein wenig Drama und großen Gefühlen.

Denn natürlich hat Anna ihren Kater vermisst und sogar Vermisst-Plakate aufgehängt.

"Warum muss man erst verschwunden sei, bevor man so etwas erfährt?"



Inzwischen ist bereits das zweite Aristoteles-Abenteuer erschienen.

Wir sind schon gespannt, wie es mit Aristoteles weitergeht.



Fazit:

Ein ganz besonderer Kater, der sein Schicksal in die eigene Hand nimmt. Mutig, abenteuerlustig und philosophisch.

Ein zauberhaft und spannend erzähltes Katzenabenteuer!

Wir freuen uns schon auf Band 2!


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Rezensiertes Buch: „Wer fragt schon einen Kater?" aus dem Jahr 2017