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Veröffentlicht am 09.02.2022

Eine lustige und lehrreiche Geschichte mit liebenswerten Charakteren, reichlich Wortwitz und wunderschönen, farbenfrohen Illustrationen.

Dachs und Rakete. Ab in die Stadt!
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Inhalt:

Herr Dachs und die Schnecke Rakete sind beste Freunde. Sie haben sich rund um eine alte Rotbuche herum ein wunderbares Heim geschaffen mit Gemüsebeeten und Himbeersträuchern. Die beiden genießen ...

Inhalt:

Herr Dachs und die Schnecke Rakete sind beste Freunde. Sie haben sich rund um eine alte Rotbuche herum ein wunderbares Heim geschaffen mit Gemüsebeeten und Himbeersträuchern. Die beiden genießen das Leben und jeden Abend beobachten sie, wie die Sonne hinter dem Horizont verschwindet.

Doch die Idylle wird bedroht, denn plötzlich steckt ein halber Bagger im Dachsbau und ein Räumungsbefehl flattert ins Haus. Ihr Zuhause soll einem Freizeitpark weichen. Widerspruch und Protest zwecklos.

Da bleibt den beiden nur noch ein Umzug in die Stadt ...



Altersempfehlung:

ab 5 Jahre (zum Vorlesen)

oder für geübte Leser ab 8 Jahren



Covergestaltung/Illustrationen:

Vor- und Rückseite des Buches ergeben ein Gesamtbild: Dachs und Rakete sausen vollbeladen und voller Hoffnung den Hügel hinunter und mitten hinein in ein großes Abenteuer.

Zahlreiche Illustrationen ergänzen das Abenteuer. Einige nehmen sogar ganze Doppelseiten für sich ein und spiegeln so die Handlung wider. Detailliert und farbenfroh wie sie sind, kann man darin viele Kleinigkeiten entdecken.

Die Gestaltung der Charaktere ist Kai Schüttler hervorragend gelungen. Ganz besonders die Mimik der Figuren ist herrlich lustig anzuschauen und lässt Leser:innen immer wieder schmunzeln.



Mein Eindruck:

Das große Abenteuer von Dachs und seiner Freundin Rakete wird so lebendig und herrlich witzig geschildert, dass man sofort in die Geschichte hineingezogen wird. Dank der kurzen Kapitel eignet sich das Buch sowohl zum Vorlesen wie auch zum Selberlesen etwa ab 8 Jahren.

Die Liebe zum Wort erkennt man bereits in den Kapitelüberschriften:

"Wer kein Brett vorm Kopf hat, muss es suchen" (vgl. S. 79)

"Wer früher aufwacht, kann länger liegen bleiben" (vgl. S. 120)

und viele weitere lustige wie lehrreiche Weisheiten, die zur jeweils folgenden Handlung passen.

Auch das Abenteuer ist gespickt mit Dachs Liedern und Weisheiten seiner Eltern:

"Mach dir nicht so viele Sorgen, was heut nicht klappt, passiert halt morgen." (vgl. S. 17)

Neben Humor, Ironie und Wortwitz punktet das rasante Abenteuer mit sympathischen Protagonisten:

Herr Dachs ist ein Tüftler und seine Lieblingsbeschäftigung ist das Werkeln an neuen Maschinen. Die Schnecke Rakete weicht nicht von seiner Seite und muntert ihn immer wieder auf. Die Freunde sind aufgeschlossen und herzensgut. Kein Wunder also, dass kleine wie große Leser:innen die zwei sofort ins Herz schließen.

Bei ihrer ereignisreichen Reise verlieren Dachs und Rakete nie den Mut und lassen sich auch von kleinen Rückschlägen und Pannen nicht von ihrem Plan abbringen.

Zwischen den Zeilen finden sich wertvolle Botschaften, die zum Nachdenken bringen. Was ist wirklich wichtig? Vom zunächst bergeweise aufgetürmten Reisegepäck bleibt am Ende nur das Nötigste übrig. Wo man lebt ist am Ende egal, solange man einen Freund an seiner Seite hat.

In der Stadt erleben Dachs und Rakete - sehr zur Erheiterung der Lesenden - einen Kulturschock nach dem anderen. Woher sollen sie auch wissen, dass die Uhren dort anders laufen. Sie werden mit anderen Lebensgewohnheiten und fremden Tieren konfrontiert und müssen lernen, wie man Geld verdient und damit umgeht.

Doch irgendwie ist das Glück immer auf ihrer Seite und durch Zufall finden sie nicht nur ein neues Zuhause sondern auch neue Freunde.

Am Ende bleibt die Hoffnung auf eine Fortsetzung, denn Spielraum für weitere Dachs und Rakete Abenteuer in der großen Stadt gibt es genug.Von

Herzen gern vergeben wir volle fünf von fünf Sternchen sowie eine (Vor-)Leseempfehlung!



Fazit:

Ein turbulentes und lustiges Abenteuer über Freundschaft und Heimatgefühl. Mit reichlich Humor und Liebe zum Wort erzählt punktet es zudem durch liebenswerte Charaktere.

Zahlreiche, farbenfrohe Illustrationen ergänzen die Handlung und erwecken die Figuren zum Leben.

Eine Leseempfehlung für Jungen wie Mädchen, für Jung und Alt!



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Rezensiertes Buch: "Dachs und Rakete - Ab in die Stadt!" aus dem Jahr 2022

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.02.2022

Eine emotionale und außergewöhnlich berührende Achterbahnfahrt: ernst und traurig, aber auch voller Hoffnung.

Allein auf dem Meer
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Inhalt:

Bill ist Teil der Crew auf dem Segelschiff Pandora und trainiert an der kanarischen Küste für einen Wettbewerb.

Doch ein ein plötzlicher Sturm bringt das Schiff zum kentern und trennt den 15-Jährigen ...

Inhalt:

Bill ist Teil der Crew auf dem Segelschiff Pandora und trainiert an der kanarischen Küste für einen Wettbewerb.

Doch ein ein plötzlicher Sturm bringt das Schiff zum kentern und trennt den 15-Jährigen von der restlichen Mannschaft.

Allein in einem kleinen Holzboot ist er der tosenden See hilflos ausgeliefert. Als sich der Ozean beruhigt, entdeckt Bill ein junges Mädchen, das in einer Tonne auf dem Meer treibt. Aya ist ebenfalls einem großen Unglück entkommen.

Die beiden schließen sich zusammen. Verschiedene Sprachen, unterschiedliche Kulturen und doch verbindet sie eines: die Hoffnung!



Altersempfehlung:

ab 12 Jahre



Mein Eindruck:

Die Geschichte von Bill wird erzählt. Diese Perspektive und sein authentischer und ehrlicher Stil lassen den Leser rasch mit dem Protagonisten mitfühlen und die Ereignisse hautnah miterleben.

Schrecken und Schönheit des Meeres liegen so dicht beieinander. Auch werden die sprachlichen und kulturellen Barrieren - ohne zu werten - anschaulich dargestellt und nach und nach aus dem Weg geräumt. Sowohl Aya wie auch Bill wachsen aufgrund der Konfrontation mit dem Tod über sich hinaus.

Die gnadenlose Sonne, der tägliche Kampf um das Überleben werden so realistisch und oftmals schonungslos geschildert und dennoch bleibt immer ein Funke Hoffnung. Die kühleren und ruhigen Nächte bilden den perfekten Gegenpart und hier verfällt man - trotz der schier ausweglosen Situation - ins Träumen: Bill und Aya blicken in den Sternenhimmel und das Mädchen erzählt wie Scheherazade Geschichten aus tausendundeiner Nacht.

Die Märchen lenken die Kinder ab und sorgen immer wieder für Auflockerung.

Über sich selbst erzählt das Berbermädchen wenig. Nach und nach kommt immer mehr Licht ins Dunkel und die Kinder verbindet nicht mehr nur der Überlebenswille, sondern auch eine tiefe Freundschaft.

Über den Fortgang der Ereignisse möchte ich gar nicht zu viel verraten. Auf Leser:innen warten sowohl überraschende Wendungen wie auch ein Ende, mit dem man vielleicht nicht gerechnet hat.

Eine emotionale Achterbahnfahrt und ein berührendes und tiefgründiges Abenteuer bei dem die Spannung bis zur letzten Seite anhält.



Fazit:

Eine einfühlsam erzählte Geschichte über ausweglose Situationen und den unglaublichen Willen, zu überleben.

Trotz der ernsten Lage bleiben Humor und Hoffnung nicht auf der Strecke: Märchen aus tausendundeiner Nacht sowie die tiefe Freundschaft zwischen Bill und Aya sorgen für Abwechslung.



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Rezensiertes Buch: "Allein auf dem Meer" aus dem Jahr 2022

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.02.2022

Ein weiteres, lustiges Abenteuer auf dem Blümchenhof: unterhaltsam und kurzweilig mit sympathischen Charakteren und farbenfrohen Illustrationen. 

Die Haferhorde - Gans schön gefährlich!
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Inhalt:

Mitten in der Nacht schreckt das Pony Schoko aus den schönsten Träumen. Irgendetwas Weißes ist an ihm vorbeigeflattert. Spukt es etwa doch auf dem Blümchenhof?

Das "Gespenst" entpuppt sich als ...

Inhalt:

Mitten in der Nacht schreckt das Pony Schoko aus den schönsten Träumen. Irgendetwas Weißes ist an ihm vorbeigeflattert. Spukt es etwa doch auf dem Blümchenhof?

Das "Gespenst" entpuppt sich als flatterhafter Gänserich. Und eben dieser stellt das bisher idyllische Leben auf dem Hof ganz schön auf den Kopf. Hugo der Schöne - so nennt sich das quirlige Kerlchen - ist auf der Flucht vor Zweibeinern. Um auf dem Hof bleiben zu dürfen, versucht er sich, als Bewacher nützlich zu machen. Dabei hat Wachhund Bruno jedoch auch ein Wörtchen mitzureden.

Zerstörte Blumenbeete, erschreckte Briefträger ... Wo soll das bloß enden?

Ein neues Zuhause für Hugo muss her.



Altersempfehlung:

ab 6 Jahre (zum Vorlesen)

oder zum Selberlesen für geübte Leser etwa ab 8 Jahre (normale Schriftgröße, Blocksatz)



Illustrationen:

Viele kleine und mittelgroße, farbenfrohe Illustrationen ergänzen und unterstreichen und ergänzen die Handlung und lassen Charaktere und Geschichte lebendig werden.

Der Zeichenstil von Nina Dullek gefällt sehr und die lustige Mimik der Tiere ist wie immer großartig gestaltet und herrlich lustig anzusehen.

Dieses Mal fliegen dank Gänserich Hugo reichlich Federn.



Mein Eindruck:

Die Haferhorde-Reihe rund um die Shetlandponys Schoko und Keks umfasst mittlerweile 19 Bände. Wir haben mit dem ersten Abenteuer begonnen, anschließend aber bunt durcheinander weitergelesen. Verständnisprobleme gab es nie, da die Geschichten in sich abgeschlossen sind und die tierischen Hauptakteure zu Beginn mit Bild vorgestellt werden.

Bei Familie Blümlein auf dem Blümchenhof leben neben Schoko und Keks auch der Wallach Ole, der gemütliche (und verfressene) Haflinger Toni sowie die etwas hochnäsige Stute "Gräfin". Weitere tierische Familienmitglieder sind Hund Bruno, Katze Amalie und die Hühner-Damen Grün, Gelb und Blau. Jedes der Tiere hat seine Eigenarten, Ecken und Kanten und dennoch bilden sie zusammen eine wunderbare Einheit, sind hilfsbereit und herzensgut.

Die Figur des Gänserichs Hugo ist neu in diesem Band und basiert auf einer Fan-Idee. Der freche Kerl bringt reichlich Chaos in das sonst so gemütliche Hofleben. Zudem sorgen Irrungen und Wirrungen für großartige Lesestunden. Zu viel möchte ich an dieser Stelle nicht verraten, um die Überraschungen nicht vorwegzunehmen.

Das Besondere bei dieser Reihe ist neben den vielseitig gestalteten und liebenswerten Charakteren die Liebe zu Wort- und Sprachspielen: jeder Buchtitel befasst sich mit einem abgewandelten Sprichwort oder Wortspiel, welches sich dann auch im Laufe des Abenteuers wiederfindet.

Auch innerhalb der Geschichte finden sich in den lustigen oftmals schrägen Dialogen und Neckereien viele sprachliche Feinheiten. Dank des witzigen Erzählstils aus Pony-Sicht vergeht das Abenteuer wie immer wie im Flug

Ein Pony, welches beim Vorlesen für viele Lacher und verknotete Zungen sorgt, ist Toni. Zum Glück gibt es auf der Verlagsseite "Tonis Wörterbuch" als kleine Übersetzungshilfe

Wer übrigens denkt, Pony-Geschichten sind nur etwas für Mädchen, irrt sich gewaltig. Im Fokus stehen geschlechtsneutrale Themen wie Freundschaft und Familie.

"Das mag schon sein, aber dann muss man darüber reden", schnaubte Schoko. "Wenn beste Freunde nicht mehr miteinander reden, ist das oberpferdeäppelmistig blöd." (vgl. S. 150)

Diese Kinderbuchreihe punktet mit viel Humor und Wortwitz und bietet ein unterhaltsames (Vor-)Lesevergnügen für Jung und Alt.



Fazit:

Ein kurzweiliges und spannendes Abenteuer aus Pony-Sicht, mit sympathischen Charakteren, witzigen Situationen und Verwechslungen und vielen farbenfrohen Illustrationen.

Ein lustiger und herrlich schräger Lesespaß für Mädchen wie Jungen!

Dies ist das 19. Abenteuer der Haferhorde und wir hoffen, dass noch viele weitere folgen.

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Rezensiertes Buch: "Band 19 - Die Haferhorde - Gans schön gefährlich !" aus dem Jahr 2022

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.02.2022

Ein herrlich schräges und lustiges "Grusel"-Abenteuer mit liebenswerten Figuren.

Rosa und Louis 1
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Inhalt:

Die Geschwister Rosa und Louis ziehen mit ihren Eltern in das Schloss der Großmutter. Beim Anblick des gigantischen Gebäudes sind "krass" und "supercool" die ersten Worte, die den Kindern über ...

Inhalt:

Die Geschwister Rosa und Louis ziehen mit ihren Eltern in das Schloss der Großmutter. Beim Anblick des gigantischen Gebäudes sind "krass" und "supercool" die ersten Worte, die den Kindern über die Lippen kommen.

Dabei haben sie das Beste noch gar nicht entdeckt: Im Innern wimmelt es nur so von Geistern, vom kauzigen General bis hin zum Prinzen.

Da jedoch nur Kinder die Geister sehen können, sind Chaos und Verwirrung vorprogrammiert ...



Altersempfehlung:

etwa ab 7 Jahre



Mein Eindruck:

Wir haben die beiden Comic-Sammelbände rund um den kleinen Außerirdischen Q-R-T verschlungen und sind anschließend auf Rosa und Louis aufmerksam geworden. Auch diese Kindercomics sind zunächst im Kindernachrichtenmagazin "Dein Spiegel" erschienen. Sie wurden geschrieben und gezeichnet von Ferdinand Lutz, der unter anderem das Comic-Magazin POLLE für Kinder herausbringt.

Die Abenteuer von Rosa und Louis kommen in einem kleinen, handlichen Büchlein im Querformat daher und sind mit viel Liebe und Herz gestaltet.

Die humorvollen Dialoge und die detaillierten und farbenfrohen Zeichnungen ergänzen sich perfekt. Die Köpfe der Erwachsenen verschwinden hinter den Sprechblasen. Lediglich die Kinder und Geister sind vollständig zu sehen. Die Großmutter (durch ihre Demenz selbst wieder wie ein Kind) bildet im Verlauf der Episoden eine Ausnahme. Zu Beginn selbst noch (teilweise) verdeckt, ist ihr Gesicht am Ende vollständig zu sehen.

Auch die Liebe zum Wort wird immer wieder deutlich. Beispielsweise nutzen die Geister auch altmodische Worte und die Kinder nehmen sie in ihren Sprachgebrauch auf. Formidabel! Imposant! Apart! Meschugge!

Die kurzen Abenteuer bestechen neben Wortwitz und Situationskomik ganz besonders durch die skurrilen Figuren. Der Prinz lebt lieber in der Besenkammer (schön übersichtlich) und wer hätte gedacht, dass auch Gespenster gerne fernsehen oder Angst vor Gewitter haben.

Es gibt einen Zauberer, der mit Rosa (selbst durchgehend im Zauberinnen-Kostüm unterwegs) Kartentricks testet. Das Mädchen wiederum zeigt dem Ritter, der sich dafür schämt, nicht lesen zu können, die Comic-Sammlung ihres älteren Bruders. Sequentielle Bildergeschichten

Auch in weiteren Episoden ergänzen sich Kinder und Gespenster perfekt. Wer wenn nicht ein Jahrhunderte alter Geist könnte Louis bei seinem Referat über Shakespeare helfen?!

Neben lustigen und amüsanten Szenen fließen auch ernste Themen ein. Da die Großmutter nicht mehr alleine leben kann, zieht die Familie zu ihr. Doch als Oma ihre Rosa nicht mehr erkennt, ist der Schreck groß. Zum Glück erklärt der Ritter dem Mädchen, was es mit der Vergesslichkeit auf sich hat und dass Rosas Großmutter krank ist. Die Achtjährige zieht hieraus Konsequenzen: jetzt ist jetzt und sie möchte ihre Oma zum Lachen bringen. Wenn sie alle schönen Erinnerungen vergisst, macht sich das Mädchen halt im Hier und Jetzt für sie zum Clown. Berührend und ehrlich!

Eine Leseempfehlung für alle Jungen und Mädchen, die schräge und witzige Abenteuer lieben!



Fazit:

Eine abwechslungsreiche Sammlung herrlich schräger Abenteuer, die durch alltägliche wie irrwitzige Situationen, Humor und charmante Figuren punkten.

Aufgrund der geringen Textmenge ist "Rosa und Louis" auch für Lesemuffel sehr zu empfehlen.

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Rezensiertes Buch: "Rosa und Louis - Geisterstunde" aus dem Jahr 2017

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.02.2022

Lustige und verrückte Kurzgeschichten mit liebenswerten wie herrlich schrägen Figuren.

Rosa und Louis 2
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Inhalt:

Die Geschwister Rosa und Louis leben mit ihren Eltern im Schloss der Großmutter.

Zusätzlich wohnen dort Geister, die allerdings nur für Kinder sichtbar sind.

Rosa hat sich inzwischen dazu entschlossen, ...

Inhalt:

Die Geschwister Rosa und Louis leben mit ihren Eltern im Schloss der Großmutter.

Zusätzlich wohnen dort Geister, die allerdings nur für Kinder sichtbar sind.

Rosa hat sich inzwischen dazu entschlossen, Detektivin zu werden. Fehlt nur noch ein spannender Fall ...



Altersempfehlung:

etwa ab 7 Jahre



Mein Eindruck:

Wir haben die beiden Comic-Sammelbände rund um den kleinen Außerirdischen Q-R-T verschlungen und sind anschließend auf Rosa und Louis aufmerksam geworden. Auch diese Kindercomics sind zunächst im Kindernachrichtenmagazin "Dein Spiegel" erschienen. Sie wurden geschrieben und gezeichnet von Ferdinand Lutz, der unter anderem das Comic-Magazin POLLE für Kinder herausbringt.

Dies ist der zweite Band. Die Abenteuer von Rosa und Louis kommen abermals in einem kleinen, handlichen Büchlein im Querformat daher und sind mit viel Liebe und Herz gestaltet. Auch ohne Vorkenntnisse kommt man hier gut zurecht.

Die kurzen, aufeinander aufbauenden Abenteuer rund um alltägliche Themen bestechen neben Wortwitz und Situationskomik ganz besonders durch die skurrilen Figuren. Entgegen dem Titel "Geisterdetektive" ist das Detektivspielen nur eine Nebensache in zwei Episoden. Rosa ist so ein quirliger Wirbelwind, dass es uns gewundert hätte, wenn sich die Achtjährige auf Ermittlungen beschränkt hätte. Dem Zaubern bleibt sie treu (mit Hilfe der Geister zeigt sie beeindruckende Tricks) und hat auch sonst viel Unsinn im Kopf.

Das Zusammenleben der Geister und der Kinder wird mit viel Charme und Humor erzählt. Wer hätte gedacht, dass Gespenster ganz verrückt nach Comics sind.

Die herrlich schrägen Dialoge und die farbenfrohen Zeichnungen ergänzen sich perfekt. Das Besondere: Die Köpfe der Erwachsenen verschwinden hinter den Sprechblasen. Lediglich die Kinder und Geister sind vollständig zu sehen. Die Großmutter bildet als einzige Erwachsene eine Ausnahme. Aufgrund ihrer Demenz ist sie selbst wieder wie ein Kind und kann die Geister ebenfalls sehen.

Eine Leseempfehlung für alle Jungen und Mädchen, die schräge und witzige Abenteuer lieben!



Fazit:

Eine abwechslungsreiche Sammlung lustiger und kurzweiliger Abenteuer: alltägliche Situationen, die mit einem gewissen Kniff und viel Humor punkten.

Aufgrund der geringen Textmenge ist "Rosa und Louis" auch für Lesemuffel sehr zu empfehlen.



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Rezensiertes Buch: "Rosa und Louis - Geisterdetektive" aus dem Jahr 2018

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  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere