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Veröffentlicht am 27.04.2021

Eine außergewöhnliche, berührende wie lustige Geschichte. Ein spannender Kriminalfall und der Beginn einer wunderbaren Freundschaft.

Rico, Oskar und die Tieferschatten (Rico und Oskar 1)
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Inhalt:

Rico und Oskar unterscheiden sich wie Tag und Nacht.

Rico ist tiefbegabt und braucht zum Denken etwas länger als andere Kinder. Dagegen ist Oskar ein schlauer aber ängstlicher und übervorsichtiger ...

Inhalt:

Rico und Oskar unterscheiden sich wie Tag und Nacht.

Rico ist tiefbegabt und braucht zum Denken etwas länger als andere Kinder. Dagegen ist Oskar ein schlauer aber ängstlicher und übervorsichtiger Junge.

Ihre Freundschaft steht noch ganz am Anfang als Oskar plötzlich spurlos verschwindet.

Der berüchtigte Entführer Mister 2000 (der immer nur 2.000 € Lösegeld fordert) sorgt seit einiger Zeit in ganz Berlin für Aufregung. Ob er Oskar entführt hat? Rico setzt alles daran, seinen neuen Freund wiederzufinden.



Altersempfehlung:

ab 12 Jahre

Das Lesealter wird teilweise ab 10 Jahren angegeben. Hier kann ich in Bezug auf das Sprachniveau zustimmen.

Wer das Buch mit seinen Kindern liest bzw. zum Lesen gibt, sollte vorher wissen, dass u.a. Kindesentführung (wer nicht zahlt, bekommt vielleicht nur ein Ohr seines Kindes zurück), Suizid sowie Gewaltfantasien thematisiert werden. Einige Anspielungen sind für jüngere Leser (noch) nicht zu verstehen und es wird nicht alles klar bekannt.

Rico denkt oft an den Tod (in einer klinischen Weise mit unbekümmertem Abstand) und er hofft, dass in seinem Sparschwein genug Geld ist, damit seine Mutter im Entführungsfall zumindest einen halben Rico zurückbekommt. Die Mutter ist alleinerziehend, arbeitet Nachts und lässt ihren Sohn daher oft allein. Der Junge ist stolz darauf, dass Männer seiner Mutter hinterherschauen, denn ihr Körper ist ihr Kapital. Das Frauenbild ist somit ebenfalls fraglich gestaltet.



Mein Eindruck:

Unsere erste Begegnung mit Rico und Oskar und ihren wundervollen Wortschöpfungen und Denkweisen hatten wir dank der Sendung mit der Maus. Besonders die charmanten Wortwitze und Erklärungen sowie der Zusammenhalt der Freunde und ihr unbekümmerter Umgang mit dem Anderssein ist uns in Erinnerung geblieben.

Ganzseitige, farbige Illustrationen finden sich nur zu Beginn der Kapitel, so dass man Rico, Oskar und die Dieffe 93 direkt vor Augen hat.

Die Geschichte wird von Rico erzählt, sein Lehrer sieht Potential und lässt ihn daher über die Ferien ein Tagebuch führen.

Rico ist tiefbegabt, das Denken dauert bei ihm manchmal etwas länger und es kommt nicht immer das Gewünschte dabei heraus. Das aufgeweckte und liebenswerte Kerlchen beschreibt seine Denkweise selbst als Bingotrommel, bei der hin und wieder Kugeln verloren gehen. Zudem schweifen seine Gedanken oft ab und er verliert den roten Faden - oder ist dieser grün oder blau -. Gerade dieser außergewöhnliche und humorvolle Erzählstil lassen den Leser rasch mit dem Protagonisten mitfühlen.

Wörter, die Rico nicht kennt, schlägt er im Lexikon nach und schreibt sich anschließend auf, was er herausgefunden hat. Herrlich unterhaltsam und teilweise mit skurrilen Nebengedanken "Schwerkraft [...] Sie ist gefährlich für Busen und Äpfel." (vgl. S. 18)

Rico ist ein liebenswerter und grundehrlicher Junge, zuverlässig und herzlich. Ein Charakter, der schnell ans Herz wächst obwohl oder gerade weil er ein Antiheld ist.

Leider sehen nicht alle Menschen in seiner Umgebung das Besondere in dem Jungen und er wird als Schwachkopf belächelt.

Rico lernt im Verlauf des Abenteuers Oskar kennen. Die beiden sind optisch und charakterlich wie Tag und Nacht. Rico ist groß, ein sorgloser Optimist und tiefbegabt. Oskar dagegen ist klein, ein wenig pessimistisch (trägt immer einen Helm zum Schutz) und hochbegabt. Was die beiden jedoch verbindet ist ein großes Herz und schon bald eine wunderbare Freundschaft.

Der tiefbegabte Anti-Held muss mehrfach über seinen eigenen Schatten springen und beweist wahren Löwenmut.

Über die Handlung und die Tieferschatten möchte ich nicht zu viel verraten, da den Leser bei dem Kriminal- und Entführungsfall einige falsche Fährten und ein überraschendes Ende erwarten.

Eine einfühlsam und spannend erzählte Geschichte über Hoch- und Tiefbegabung, Vorurteile, Anderssein, Toleranz und wahre Freundschaft, aber auch über Depression, Ängste, Trauer und Verlust.



Fazit:

Eine einfühlsame Freundschaftsgeschichte für Kinder und Jugendliche, aber auch für Erwachsene.

Dank der außergewöhnlichen Erzählweise und dem liebenswerten Protagonisten und Anti-Helden eine Geschichte, die nicht nur aufgrund des spannenden Kriminalfalls fasziniert.


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Rezensiertes Buch "Rico, Oskar und die Tieferschatten" aus dem Jahr 2013

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  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.04.2021

Herzerwärmend, einfühlsam und gleichzeitig eine unglaublich unterhaltsame und spannende Sommerlektüre.

Ein Sommer wie sprudelnde Limonade
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Inhalt:

Luzy ist sich sicher, nach den Sommerferien wird in der neuen Schule alles ganz anders. Denn dort kennt sie niemand und so kann sie ganz neu starten: als abenteuerlustige Luzy und nicht mehr länger ...

Inhalt:

Luzy ist sich sicher, nach den Sommerferien wird in der neuen Schule alles ganz anders. Denn dort kennt sie niemand und so kann sie ganz neu starten: als abenteuerlustige Luzy und nicht mehr länger als das stille, unscheinbare Mädchen.

Wer hätte ahnen können, dass gleich der erste Ferientag der Beginn eines großen Abenteuers wird ...

Luzy begegnet auf der Straße einem Jungen, der seinen Esel spazieren führt. Jannis ist mit seiner Familie gerade erst aus Griechenland hergezogen und in der Mietwohnung ist kein Platz für den Esel Tzatziki und die fünf Hühner.

Ob Luzy ihm helfen kann, einen Platz für den Esel zu finden? Mitten in der Stadt?

Doch die "neue" Luzy hat schon einen Plan und möchte zeigen, was in ihr steckt.



Altersempfehlung:

ab 9 Jahre



Meine Meinung:

Kurze Kapitel, lustige Überschriften mit zauberhaften schwarz-weiß Illustrationen und ein locker-leichter Schreibstil sorgen für ein sommerliches Lesevergnügen.

Lucy selbst erzählt ihre Geschichte (im Präsens in der Ich-Form), so dass der Leser schnell Teil ihrer Gedanken- und Gefühlswelt wird. Die Zehnjährige ist eine liebenswerte und authentische Protagonistin, die man sofort ins Herz schließt.

Das stille und zurückhaltende Mädchen hat es wirklich nicht leicht. In ihrer Familie geht sie zwischen Alltagsstress, Full-Time-Job der Eltern und den drei Geschwistern unter und auch in der Schule wird sie für ihre ruhige Art und leise Sprechweise gehänselt. Luzy zieht sich immer mehr zurück.

"Weil alle anderen sowieso schon genug reden und es nicht groß auffällt, wenn ich nichts sage." (Luzy, vgl. S. 35)

Dennoch ist sie sicher: Nach dem Sommerferien in der neuen Klasse wird alles anders!

Die Ferien verbringt sie bei ihrem Großvater und bezeichnet "Opa-Hausen" als Paradies, denn es ist ein Rückzugsort fernab vom hektischen Trubel in der Familie oder den Sticheleien der Mitschüler. Gelassen und gemütlich geht es dort zu und mit Butterkuchen und Limonade unterm Apfelbaum sieht die Welt gleich viel besser aus. Es ist fast so, als stünde die Zeit still.

Da Opa Peter die Ruhe in Person ist, vergleicht er sich und seine Enkelin sehr passend mit Eseln: gelassen und ausdauernd. Man sollte diese gutmütigen und geduldigen Tiere lieber mit diesen positiven Eigenschaften als mit Dummheit in Verbindung bringen

Der elfjährige Jannis und sein Esel Tzatziki sind vom gleichen Schlag wie Luzy: ruhig, zurückhaltend und still.

Die sich entwickelnde Freundschaft ist wundervoll mitzuerleben und wenn Luzy doch mal ängstlich oder nervös wird, beruhigt Tzatziki sie sogleich wieder. In seiner Nähe fühlt sie sich wohl und wächst im Laufe der Geschichte immer wieder über sich hinaus. Sie springt sogar über ihren eigenen Schatten und spricht ganz frei darüber, was sie schon so lange bedrückt.

"Genau so, wie du bist, bist du perfekt, vergiss das nie, Kartoffelpüfferchen!" (Opa Peter, vgl. S. 93)

Zudem steckt das Abenteuer voller Überraschungen wenn Pläne misslingen oder verworfen werden und immer wieder unerwartet Hilfe hinzukommt.

Fünf prickelnde Sternchen und eine Leseempfehlung für dieses einfühlsame und warmherzige Ferienabenteuer!


Fazit:

Eine warmherzige und wundervolle Geschichte über Freundschaft, Ausgrenzung, Notlügen und Hilfsbereitschaft.

Zudem ein erfrischendes, sommerliches Abenteuer zum Mitfiebern, Lachen und Träumen mit liebenswerten Charakteren!



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Rezensiertes Buch: "Ein Sommer wie sprudelnde Limonade" aus dem Jahr 2021

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.04.2021

Ein phantasievolles, spannendes und poetisches Märchen voller Wunder und Überraschungen, mit zauberhaften sw Illustrationen. 

Das Mädchen und der flüsternde Wald
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Inhalt:

Die 12-jährige Janka lebt - seit sie als Baby in einer Bärenhöhle gefunden wurde - bei ihrer Ziehmutter.

Niemand weiß, wer ihre leiblichen Eltern sind und woher das stille und schüchterne Mädchen ...

Inhalt:

Die 12-jährige Janka lebt - seit sie als Baby in einer Bärenhöhle gefunden wurde - bei ihrer Ziehmutter.

Niemand weiß, wer ihre leiblichen Eltern sind und woher das stille und schüchterne Mädchen stammt. Mit der Zeit sehnt sich Janka immer mehr nach der Wahrheit.

Janka war schon immer ein wenig anders als die anderen Kinder im Dorf, groß und bärenstark. Doch als sich eines Tages sogar ihr Körper verändert und die Stimmen des Schneewaldes sie rufen, macht sich das Mädchen auf, um das Geheimnis seiner Vergangenheit zu lüften.



Altersempfehlung:

ab 10 Jahre



Illustrationen:

Jedes Kapitel wird mit einer kleinen schwarz-weiß Illustration eingeleitet und durch viele kleine kunstvolle Zeichnungen passend ergänzt.

Einen guten Überblick gibt zu Beginn Anatolys Karte des Schneewaldes und seine eingeschobenen Märchen werden auch optisch von der restlichen Geschichte abgehoben und kunstvollen, kleinen Zeichnungen umrahmt.

Da die Illustrationen "nur" schwarz-weiß sind, erhalten sie zusätzlich eine ganz besondere Tiefe.

Die Figuren selbst werden nicht gezeigt und bleiben so der Phantasie des Lesers überlassen.



Mein Eindruck:

Die Kapitel umfassen meist nur wenige Seiten, so dass das Buch etwa ab 10 Jahren selbst gelesen werden kann.

Das Abenteuer wird im Präsens und von der 12-jährige Janka selbst erzählt, auf eine ruhige, poetische und märchenhafte Weise, die den Leser schnell in seinen Bann zieht. Die Atmosphäre, Jankas Gefühle werden anschaulich und poetisch beschrieben.

Das Mädchen, das alle nur die Bärin nennen, ist groß und stark und doch schüchtern und zurückhaltend. Von Beginn an ist diese innere Zerrissenheit spürbar, zwischen dem Ruf des Waldes und Jankas neuem Leben bei den Menschen, ihrer Ziehmutter und besten Freund, dem Nachbarsjungen Sascha.

"Aber wenn ich nicht sicher bin, woher ich wirklich komme, wie soll ich dann wissen, wohin ich gehöre?" (Janka, vgl. S. 9)

Auch die Legenden, die der umherziehende Anatoly bei seinen Besuchen erzählt, sind zauberhaft und wie ein Märchen im Märchen setzen sie gleich vieler kleiner Puzzlestücke das Geheimnis zusammen.

"Anatoly mag seine Geschichten ausschmücken, aber es liegt immer ein Funken Wahrheit darin." (vgl. S. 139)

Um kein Geheimnis vorwegzunehmen, möchte ich zur Handlung gar nicht so viel verraten. Den Leser erwartet ein magisches und märchenhaftes und überraschendes Abenteuer! Gefährliche und fesselnde Szenen wechseln sich mit humorvollen und lustigen Dialogen ab und die liebevoll und detailliert gestalteten Charaktere wachsen einem schnell ans Herz.

Jankas abenteuerliche Reise und ihre Entwicklung während der Geschichte zeigen, dass man Hilfe annehmen sollte, weil dies kein Zeichen von Schwäche darstellt, und wie wichtig Selbstliebe und Akzeptanz sind.

"Die äußere Erscheinung verändert doch nicht, was sich im Innern befindet." (vgl. S. 284)

Eine Leseempfehlung für Jungen wie Mädchen, insbesondere für alle Liebhaber*innen von Märchen und magischen und geheimnisvollen Geschichten!



Fazit:

Ein phantasievolles Märchen voller Magie, Abenteuer und Geheimnisse mit berührenden wie überraschenden Momenten und wertvollen Botschaften.

Die liebenswerten Charaktere wachsen schnell ans Herz und die zauberhafte Atmosphäre sowie die wunderschönen schwarz-weiß Illustrationen vervollständigen die poetische Erzählung.



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Rezensiertes Buch "Das Mädchen und der flüsternde Wald" aus dem Jahr 2021

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.04.2021

Umfangreiches Nachschlagewerk mit hilfreichen Basics für Anfänger/Einsteiger.Große Rezeptsammlung mit Step-by-Step-Anleitung.

Weber's Gasgrillbibel
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Inhalt:

Tipps und Tricks rund um den Gasgrill:

- Vorbereitung

- Grilltechnik

- hilfreiche Tools

- über 250 Rezepte mit detaillierten Anleitungen und zahlreichen Fotos

Ein Nachschlagewerk für Gasgrill-Fans!



Mein ...

Inhalt:

Tipps und Tricks rund um den Gasgrill:

- Vorbereitung

- Grilltechnik

- hilfreiche Tools

- über 250 Rezepte mit detaillierten Anleitungen und zahlreichen Fotos

Ein Nachschlagewerk für Gasgrill-Fans!



Mein Eindruck:

Die Gliederung des über 350 Seiten starken Buches ist gut durchdacht, denn die ersten fünfzig Seiten widmen sich den Basics:

- Vorbereitung, Reinigung

- hilfreiche Tools von der Grillzange bis zum Dutch Oven

- verschiedene Techniken (Räuchern, Salzkruste etc.)

- Tipps & Tricks und die 11 Grill-Gebote

- Gewürzen, Marinaden

usw.

Anschließend geht es weiter mit den Klassikern wie Ribs, Burger, Pizza etc. Diese Top Eleven werden zudem durch Variationsvorschläge ergänzt.

Alle Rezepte sind geordnet und von Rindfleisch über Schweinefleisch bis hin zu Geflügel finden sich zahlreiche Rezepte mit gut verständlichen Step-by-Step-Anleitungen und vielen Fotos. Zudem wird immer die jeweilige Zeit für Vorbereitung, Grillen und Ruhen angegeben sowie die Grillmethode.

Auch für Obst und Gemüse, Brot, Desserts und spezielle Rezepte für Kinder finden sich Rezepte.

Für Anfänger eine tolle Sammlung und ein gutes Nachschlagewerk!



Fazit:

Ein umfangreiches Nachschlagewerk mit hilfreichen Tipps und Basics sowie vielen Rezeptideen.

Für Einsteiger sehr gut geeignet, für Fortgeschrittene nicht viel Neues.



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Rezensiertes Buch "Weber's Gasgrillbibel" aus dem Jahr 2021

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Veröffentlicht am 19.04.2021

Ein lustiges und lehrreiches Abenteuer mit liebenswerten Charakteren, die zeigen, wie Vorurteile beseitigt und aus Fremden Freunde werden.

Benny und die Waschbärbande - Abenteuer im Summenden Wald
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Inhalt:

Schaf Mäggie, Eule Lola, Frosch Quirin und Kater Indigo leben im Summenden Wald. Hilfsbereitschaft und Freundschaft werden hier groß geschrieben.

Dennoch werden der Neuankömmling, Waschbär Benny ...

Inhalt:

Schaf Mäggie, Eule Lola, Frosch Quirin und Kater Indigo leben im Summenden Wald. Hilfsbereitschaft und Freundschaft werden hier groß geschrieben.

Dennoch werden der Neuankömmling, Waschbär Benny und seine Freundin, die winzige Gans Radieschen als Fremde zunächst argwöhnisch beäugt.

Und als die kleine Gans den Vieren gegenüber Märchengeschichten über ihren besten Freund auftischt, wachsen Vorurteile und Skepsis nur noch mehr.

Ob Benny die Waldbewohner vom Gegenteil überzeugen und als Freunde gewinnen kann?


Altersempfehlung:

ab 5 Jahren (zum Vorlesen)
oder ab etwa 8 Jahren (zum Selberlesen)


Illustrationen:

Der Bildanteil ist sehr hoch und so finden sich auf jeder Doppelseite kleine und größere farbenfrohe Zeichnungen, oft auch ganzseitige Illustrationen, die die Waschbärenbande zum Leben erwecken und die Handlung widerspiegeln.

Man hat den Blubberbach und den Summenden Wald mit seiner fröhlichen und sommerlichen Atmosphäre direkt vor Augen und auf den Seiten wimmelt es nur so von Blüten, Libellen und Bienen.

Es gibt so viele Kleinigkeiten zu entdecken und trotzdem wirken die Zeichnungen keinesfalls überladen.


Mein Eindruck:

Die Autorin zeigt mit ihrem warmherzigen und bildhaften Erzählstil immer wieder große Liebe zum Wort sowie zur fantasievollen Ausgestaltung der Charaktere und der Kulisse.

Es gibt ein Moos-Floß, das den Blubberbach hinauf- und hinunterfährt, einen Findestrand, die Glockenblumenwiese, das Mäusecafé uvm. Der Summende Wald - es brummt und summt dort tagein tagaus vor lauter Hummeln und fleißigen Bienchen - wird ganz zauberhaft beschrieben und so eine leichte und sommerliche Atmosphäre geschaffen.

Die Charaktere sind liebevoll gestaltet, sympathisch und herzlich:

Schaf Mäggie ist Piratin, Eule Lola Künstlerin, Frosch Quirin Detektiv und Kater Indigo ein Indianer. Doch was ist Benny? Nur ein Waschbär?

Wenn man seiner Freundin Radieschen Glauben schenkt, ist er ein berüchtigter Bandit, der aus der Stadt geflüchtet ist.

"Wer nichts weiß, muss alles glauben." (Mini-Gans Radieschen, vgl. S. 37)

Dabei ist Waschbär Benny ein schüchternes, höfliches und herzensgutes Kerlchen, das früher oft ausgelacht wurde und endlich Freunde finden möchte. Was für ein Schlamassel!

Wie es dem kleinen Tollpatsch gelingt, die Waldbewohner vom Gegenteil zu überzeugen, wird hier natürlich nicht verraten.

Die fantasievolle, lustige und niedliche Geschichte vermittelt ganz nebenbei wichtige Werte (Akzeptanz, Hilfsbereitschaft, Vergebung), sorgt für ein wunderbares Vorlesevergnügen und beinhaltet natürlich ein Happy End.

Das zweite Abenteuer der Waschbärenbande "Die Reise mit der Flotten Flaute" erscheint voraussichtlich im Mai 2021.


Fazit:

Der Beginn einer wunderschönen Kinderbuchreihe.

Warmherzig und humorvoll wird die spannende Geschichte über Vorurteile und Freundschaft erzählt.

Mit liebenswerten Charakteren und zuckersüßen Illustrationen bietet das Büchlein ein unterhaltsames (Vor-)Lesevergnügen.


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Rezensiertes Buch "Benny und die Waschbärenbande - Abenteuer im Summenden Wald" aus dem Jahr 2020

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  • Handlung
  • Charaktere