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Veröffentlicht am 22.03.2018

The Lost Plot - Wird Irene den Ruf der Neutralität der Bibliothek retten können?

Die Bibliothekare / Das dunkle Archiv
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Genevieve Cogman (Autorin)
André Taggeselle (Übersetzer)

Das dunkle Archiv (Originaltitel: The Lost Plot)

Dies ist der vierte Band um Irene Winters, ausgebildete und stationierte Bibliothekarin in einer ...

Genevieve Cogman (Autorin)
André Taggeselle (Übersetzer)

Das dunkle Archiv (Originaltitel: The Lost Plot)

Dies ist der vierte Band um Irene Winters, ausgebildete und stationierte Bibliothekarin in einer Welt, die dem London des Sherlock Holmes gleicht. Unterstützt wird sie von Kai, der ein Auszubildender der Bibliothek und ihr als Assistenz zugeordnet ist. Das Besondere an Kai ist, dass er ein Drache ist, der aus einer königlichen Familie abstammt.
Das Cover ist wieder ausgezeichnet und auch die kleinen Pistolen auf den Buchseiten schmücken die Geschichte. Der deutsche Titel ist nicht so gut gewählt, entspricht aber der Logik der vorherigen mit einer Ortsangabe.

Das Buch startet rasant mit einer Geschichte, in der Irene versucht ehrlich an ein Buch zu kommen, welches die Bibliothek haben möchte. Allerdings vermuten die Vampire, dass sie eine Spionin ist, da sie mit Vale befreundet ist. Es gelingt Irene dieser brenzlichen Situation zu entfliehen.
Grad Zuhause angekommen bekommt sie Besuch von einer Drachin. Diese bittet Irene um Mithilfe bei der Suche und Beschaffung eines Buches. Die Drachin benötigt ein seltenes Buch für ihre Königin, da mit dieser Buchbeschaffung ein wichtiger Posten vergeben werden soll.
Irene weigert sich, da die Bibliothek neutral ist und bleiben soll. Die Bibliothek ist ein Ort zwischen den Welten und dient der Stabilisierung zwischen dem Chaos und der Ordnung. Eine Welt voller Chaos gehört den Elfen, eine Welt voller Ordnung den Drachen, jedes Extrem ist aber ungut für die Menschen. Die Bibliothek öffnet sich in jede Welt und die seltenen Bücher aus den Welten bilden die Anker.
Aber die Drachin teilt Irene mit, dass ihr Konkurrent um den Posten schon einen Bibliothekar engagiert hat und damit die Neutralität der Bibliothek nicht mehr gegeben ist. Irene glaubt das nicht bzw. hofft, dass es nicht so ist. Aber sie kann nicht wissen, ob Alberich wieder da ist oder noch jemand involviert ist. Mit Kai besucht sie die Bibliothek und informiert ihre Vorgesetzten über den Vorfall. Irene und Kai bekommen den Auftrag in die Welt zu gehen, zu prüfen, ob wirklich ein Bibliothekar involviert ist und den Fall für die Bibliothek zu lösen. Allerdings wird die Bibliothek bei einem Versagen oder anderen großen Problemen den Auftrag abstreiten und alles als Irenes Privatsuche darstellen. Also ist sie wieder auf ihren Einfallsreichtum und Kais Geschick und Hilfe angewiesen. Die neue bereiste Welt, in der die Aufgabe gelöst werden muss spielt zu Zeiten der Prohibition, der Gangster und Korruption in den USA.
Diese Geschichte ist etwas politischer, strategischer als die anderen. Aber das macht diesen Band wieder zu einem besonderen. Man lernt die Struktur der Drachenwelten/ -hierarchie besser kennen und erlebt wie Irene gereifter ist. Auch Kai wird gefordert und kann sich beweisen und zeigen, dass er mittlerweile mehr als nur ein Assistent ist. Das Knistern zwischen Kai und Irene geht etwas weiter. Auch bleiben Fragen um Irenes Herkunft und die Neutralität der Bibliothek offen und lassen auf den nächsten Band hoffen.
Ich gebe dem Buch 4,5 Sterne.

Veröffentlicht am 02.03.2018

Winterflucht mit October Daye

October Daye - Winterfluch
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Das Buch beginnt gleich mitten in der Handlung. October -Toby- Daye ist Privatermittlerin und ein Wechselbalg. Der Fall diesmal betrifft sogar ihren Lehnsherrn, da seine Frau und Tochter verschwunden sind. ...

Das Buch beginnt gleich mitten in der Handlung. October -Toby- Daye ist Privatermittlerin und ein Wechselbalg. Der Fall diesmal betrifft sogar ihren Lehnsherrn, da seine Frau und Tochter verschwunden sind. Leider geht das nicht gut aus.
14 Jahre später ist October wieder da. Sie hat ihren Mann und ihre Tochter verloren, da sie so lange weg war. Sie versucht mühsam wieder Fuß zu fassen und wird gegen ihren Willen mit der Ermittlung des Todes der Winterrose betraut bzw. verflucht.
Um den Fall zu lösen muss sie sich auch mit ihren eigenen Dämonen auseinander setzen und das erschwert es.
Die Welt (unsere und ihre) ist super gesponnen, die Wesen und ihre Regeln sind klasse beschrieben. Die Sprache ist schön und auch der Humor kommt nicht zu kurz.
Ein kurzweiliges Buch, welches aber keine Tiefe bei den Charakteren hat.

Veröffentlicht am 14.07.2017

Leider nicht der Thriller, den ich erwartet hatte

Ich bin die Nacht
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Klappentext:
Mein Name ist Francis Ackerman junior. Ich bin das, was man gemeinhin einen Serienkiller nennt. Doch ich töte nicht wahllos, und jedes meiner Opfer bekommt eine faire Chance, denn ich fordere ...


Klappentext:
Mein Name ist Francis Ackerman junior. Ich bin das, was man gemeinhin einen Serienkiller nennt. Doch ich töte nicht wahllos, und jedes meiner Opfer bekommt eine faire Chance, denn ich fordere es zu einem Spiel heraus. Wer gewinnt, überlebt. Ich habe noch nie verloren. Die meisten Menschen werden mich verabscheuen. Einige, die mir ähnlich sind, werden mich verehren. Aber alle, alle werden sich an mich erinnern. Mein Name ist Francis Ackerman junior. Ich bin die Nacht, und ich möchte ein Spiel mit Ihnen spielen.

Aufgrund des Textes hatte ich einen spannenden Thriller in der Hauptrolle der Serienkiller erwratet. Stattdessen hat er nur einen Teil des Buches, der andere Teil geht an MArcus Williams. EIn ehemaliger Polizist, der in der Ausübung seines Jobes zum Mörder geworden ist und davon gekommen ist mit dieser Tat, diese aber selbst nicht vergeben und vergessen kann. Er lebt in Klischees, rettet alle anderen nur nicht sich selbst, hat hohe ethische Maßstäbe und verzweifelt an sich. Und natürlich hat er den sechsten Sinn, ahnt einfach, dass etwas faul ist etc..Der Sheriff und die ganze Handlung, die inszeniert wurde rund um Ackerman junior und Marcus wirkt auch beim lesen konstruiert. Spannung, die mal aufkommt wird durch das nächste Klischee einfach wieder zerstört.
Die Shepard Organisation ist dann zum Ende des Buches hin die nächste Unglaubwürdigkeit, die irgendwie nicht in das erwartete Buch passt nach dem Klappentext.
Dass Ackerman junior auch mal Gnade walten läßt und einfach unberechenbar ist, passt zusammen. Das er sich zum Ende hin wieder bei Marcus meldet und ihn als seinen vom Schicksal geschickten Gegenspieler wieder einbezieht ist ein geschickter Cliffhänger zu dem Folgeband.
Die letzten beiden Kapitel zeigen dann die Arbeit der Shepard Organisation und soll wohl auch auf Band 2 vorbereiten.
Die kurzen Kapitel und der Schreibstil sind aber toll, das Buch zu lesen war einfach und ging schnell/ flüssig.