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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.05.2025

volle Punktzahl

Der König
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An diesem Hörbuch verdient einfach alles fünf Sterne.
Der Autor, den ich für seine klugen Thriller schätze.
Den Plot, der überraschend, klug und temporeich daherkommt.
Die Charaktere, die schon im Vorgängerband ...

An diesem Hörbuch verdient einfach alles fünf Sterne.
Der Autor, den ich für seine klugen Thriller schätze.
Den Plot, der überraschend, klug und temporeich daherkommt.
Die Charaktere, die schon im Vorgängerband vorgestellt wurden und seitdem kontinuierlich eine Entwicklung durchmachen.
Der Vorleser, Sascha Rothemund, der routiniert und mit sehr angenehmer Modulation spricht.
Volle Punktzahl

Veröffentlicht am 20.05.2025

erschütternd

Und ich werde dich nie wieder Papa nennen
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Dieses Buch war genau wie erwartet. Erschütternd und aufwühlend aber vor allem mit einer großen Bewunderung für die Stärke der Frauen der Familie Pelicot.
In chronologischer Folge wird wie in einem Tagebuch ...

Dieses Buch war genau wie erwartet. Erschütternd und aufwühlend aber vor allem mit einer großen Bewunderung für die Stärke der Frauen der Familie Pelicot.
In chronologischer Folge wird wie in einem Tagebuch von den ersten unglaublichen Meldungen über die Verdachtsmomente gegen den Vater, dessen Verhaftung, bis hin zu den umfassenden Ermittlungen mit all dem Schrecklichen, was da zu Tage kam, beschrieben.
Klar wird schnell, welche Dimension auf die Familie zukommt. Unklar bleibt für alle, wie ein Vater und Ehemann dass seiner Ehefrau und seiner Familie antun kann. Und es bleibt die Ungewissheit der Tochter, in wie weit auch sie ein Opfer ihres Vaters wurde.

Es ist ein sehr persönliches Buch und Caroline kommt sehr ehrlich und authentisch rüber. Die seelischen Verwerfungen kann man erahnen aber sie wirkt nie wehleidig sondern am Ende abgeklärt und mit geradem Rücken. Die Vorstellung, dass auch in anderen Familien oder zwischenmenschlichen Beziehungen ähnliches passiert, aber auch das Wissen um diverse Ärzte, die wegen ähnlicher Verbrechen angeklagt wurden, die Berichte über Frauen, denen etwas in den Drink gemischt wurde, all dass hinterlässt ein mulmiges Gefühl und ganz viel Frust darauf, dass die Dunkelziffer und die Bedrohung bleiben.

Veröffentlicht am 28.04.2025

tolles SF-Finale

Defiant - Jenseits der Sterne
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Brandon Sanderson kann Fantasy. Aber er kann auf SF. Das beweist er mit diesem Finale seiner Reihe. Er hat es mal wieder geschafft, alle Stränge zusammenzuführen und das Finale nochmal hochzupuschen. Die ...

Brandon Sanderson kann Fantasy. Aber er kann auf SF. Das beweist er mit diesem Finale seiner Reihe. Er hat es mal wieder geschafft, alle Stränge zusammenzuführen und das Finale nochmal hochzupuschen. Die Charaktere haben über die vielen Seiten eine sichtbare Entwicklung durchgemacht und bleiben dennoch ihren Idealen treu. Das finde ich immer schön, dass Sanderson da Wert drauf legt und man die Darsteller bis zum Schluss besser kennen lernt aber schon am Beginn weiß, was in ihnen vorgeht.
Ich würde mir wünschen, dass mal etwas von ihm verfilmt wird. Denn ich finde, er gehört zu den Big 10 unter den Fantasyautoren weltweit.

Veröffentlicht am 28.04.2025

hard boiled

Cape Diamond
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Mein erstes Buch von Ron Corbett. Die größte Stärke des Buches war für mich die Sprache. Manchmal derb und hart, aber auch einfühlsam und klug. Und auch der Mordfall ist interessant. Es geht um Diamanten, ...

Mein erstes Buch von Ron Corbett. Die größte Stärke des Buches war für mich die Sprache. Manchmal derb und hart, aber auch einfühlsam und klug. Und auch der Mordfall ist interessant. Es geht um Diamanten, Raub und Bandenkriminalität. Und das alles spielt in einem Kanada, dass sehr an den tiefen Westen der USA erinnert. In seiner düsteren Perspektivlosigkeit, den Tätern, die ebenso gnadenlos wie die Detektives hartnäckig und verbissen. Das bringt eine ganz eigene Stimmung und diese Art von Hard Boiled Story gefällt mir gut.

Veröffentlicht am 28.04.2025

berührend

Maikäferjahre
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Das Buch hat mich von der ersten Seite an sehr berührt. Es beginnt 1944 in Dresden, wo Anni eine kleine Tocher zur Welt bringt. Der Mann ist irgendwo im Krieg verschollen, der Zwillingsbruder wird bei ...

Das Buch hat mich von der ersten Seite an sehr berührt. Es beginnt 1944 in Dresden, wo Anni eine kleine Tocher zur Welt bringt. Der Mann ist irgendwo im Krieg verschollen, der Zwillingsbruder wird bei einem Flugzeugeinsatz über England abgeschossen und der Vater bringt sich in tödliche Gefahr, weil er einen jüdischen Kollegen versteckt und ihm hilft.

Ich habe bereits viele Bücher gelesen, die ähnliche Schicksale aus dem zweiten Weltkrieg schildern. Und wenn es so gut geschrieben ist wie "Maikäferjahre", dann berühren mich die Darsteller sehr. Ich habe mitgefiebert und mitgelitten und die jungen Leute, die heute meiner Kinder sein könnten, hatten so ein Pech, gerade in dieser Zeit leben zu müssen. Und überleben zu müssen.

Es war mein erstes Buch von Sarah Höflich. Aber sicher nicht mein letztes. Man merkt dem Buch das Herzblut der Autorin und ihre gute Recherche an.