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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.05.2021

Luft nach oben

Die Tinktur des Todes
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Ein Histo-Krimi hat natürlich immer eigene Gesetze. Nicht immer erfüllt er meine Ansprüche an Spannung und hsitorischen Flair.
Was mir hier gefallen hat: Ganz profan erst mal Cover und Titel. Auch das ...

Ein Histo-Krimi hat natürlich immer eigene Gesetze. Nicht immer erfüllt er meine Ansprüche an Spannung und hsitorischen Flair.
Was mir hier gefallen hat: Ganz profan erst mal Cover und Titel. Auch das geschichtliche Setting war Klasse. Also die medizinischen Fakten aus dem Jahr 1847 sind einfach interessant und werden wunderbar in die Krimihandlung mit eingeflochten. Da es sich beim Hauptdarsteller um einen Medizinstudenten handelt, funktioniert das sehr gut. Außerdem ist es ein guter Schreibstil. Es liest sich flott.
Was mir nicht ganz gefallen hat: Mein weiß ziemlich schnell, wer der Täter ist und so richtig spannend fand ich den Plot auch nicht, obwohl es doch einiges an Blut und Tod zu lesen gibt.

3,5 Sterne von mir.

Veröffentlicht am 29.04.2021

empfehlenswert

Skeleton Tree
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Vorsicht, Skeleton Tree ist ein Kinderbuch welches aber durchaus die fürsorgliche Betreuung eines Erwachsenen gebrauchen kann, denn ein kindlicher Leser wird sich zwar am kindgerchten, spannenden und klugen ...

Vorsicht, Skeleton Tree ist ein Kinderbuch welches aber durchaus die fürsorgliche Betreuung eines Erwachsenen gebrauchen kann, denn ein kindlicher Leser wird sich zwar am kindgerchten, spannenden und klugen Schreibstil erfreuen, für die Figuren schnell Emotionen entwickeln und sich an den Abenteuern der beiden gestrandeten Jungs erfreuen, aber es gibt so einiges, was nur der erwachsene Leser bewust einordnen und reflektieren kann und das Ende lässt viele Fragen offen und so manchen Leser wohl etwas ratlos zurück.

Trotz all dieser Unwägbarkeiten und dem Hinweis, dass es für mich eher ein phantastisches Buch mit kleinen realen Bezügen ist, kann ich es empfehlen, da mich die Geschichte berührt und nachdenklich gemacht hat. Und wenn das ein Buch schafft, dann hat der Autor doch wohl sehr viel sehr richtig gemacht.

Veröffentlicht am 29.04.2021

4,5 Sterne

Beautiful Things
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Ich hatte zuvor schon das Buch von Joe Biden über den Verlust seines ersten Sohnes gelesen. Deshalb interessierte mich jetzt Hunter Bidens Biografie. Sicherlich haben beide hervorragende PR-Berater und ...

Ich hatte zuvor schon das Buch von Joe Biden über den Verlust seines ersten Sohnes gelesen. Deshalb interessierte mich jetzt Hunter Bidens Biografie. Sicherlich haben beide hervorragende PR-Berater und sicherlich auch hervorragende Lektoren. Dennoch gehe ich davon aus, dass in beiden Büchern eine große Portion der Familie Biden und dieser Männer steckt.

Beatiful Things ist ein ehrliches Buch, welches nicht um Sympathie und Aufmerksamkeit buhlt. Hunter Biden rückt sich nicht ins beste Licht auch wenn sicherlich manches etwas weichgezeichnet ist, vor allem die Läuterung. Dennoch glaubt man dem Erzähler seine Geschichte und die Menschlichkeit und Nahbarkeit ist spürbar, die ein Merkmal der Biden-Männer zu sein scheint. Ich könnte mir vorstellen, dass dies dem tragischen Unfall von Mutter und Schwester geschuldet ist, der Hunter Biden erst aus der Bahn geworfen hat, der ihm aber auch irgendwann die Stärke gibt, seinen Weg zurück zu finden. Immer unterstützt von seiner Familie.

Ein interessantes, gut lesbares Buch. 4,5 Sterne für den Blick in eine Familie, deren Oberhaupt gerade die Weltpolitik mitbestimmt.

Veröffentlicht am 27.04.2021

zweispältiges Lesevergnügen

Das Geheimnis von Zimmer 622
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Mit diesem Buch habe ich jetzt vier Bücher von Joel Dicker gelesen und es seht unentschieden zwischen denen, die ich euphorisch weiterempfehlen kann und denen, die ich durchwachsen und eher enttäuschend ...

Mit diesem Buch habe ich jetzt vier Bücher von Joel Dicker gelesen und es seht unentschieden zwischen denen, die ich euphorisch weiterempfehlen kann und denen, die ich durchwachsen und eher enttäuschend fand. Dieser Schnitt ist durchwachsen aber vor allem ist seltsam, dass es die ersten beiden waren, die mich zu einem Fan gemacht haben und die letzten beiden, die mich zweifelnd und unzufrieden zurücklassen.

Der Autor kann durchaus Schreiben und er hat eine Sprache, die mir ausnehmend gut gefällt. Auch schafft er es, eigenwillige Charaktere zu entwickeln und deren seelische Untiefen gründlich auszuleuchten. Aber wie schon in seinem letzten Buch von Stephenie Mayers Ableben, so ging es mir auch bei diesem geheimnisvollen Zimmer 622, dass ich zwischen Langeweile und Unverständnis, zwischen Interesse und Unwillen, hin- und herpendelte. Wieder gibt es einen zweiten Handlungsstrang, der mich bald nervte und den es so nicht gebraucht hätte. Wieder gibt es einige Akteure die sich idiotisch, seltsam, unrealistisch benehmen. Wieder fehlten mir Identifikationsfiguren und über weite Strecken die nötige Spannung.

Ein Buch welches mit zwiegespalten zurücklässt. Leider kann ich nicht mehr als drei Sterne vergeben. Aber ich hoffe immer noch, dass mit dem nächsten Buch bei Dicker alles wieder besser wird.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.04.2021

Lesevergnügen

Das Flüstern der Bienen
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"Das Flüstern der Bienen" hat all meine Erwartungen aufs Vortrefflichste erfüllt.

Wer Bücher südamerikanischer Autoren schätzt - und ich meine nicht nur Isabell Allende sondern auch Marquez und Llosa ...

"Das Flüstern der Bienen" hat all meine Erwartungen aufs Vortrefflichste erfüllt.

Wer Bücher südamerikanischer Autoren schätzt - und ich meine nicht nur Isabell Allende sondern auch Marquez und Llosa - der ist hier genau richtig. Die Autorin Sofia Segovia schöpft aus dem Vollen der mexicanischen Kultur, lässt die herrliche Natur vor dem Auge des Lesers aus den Seiten wachsen, den Duft nach Orangen, das Zirpen der Zykaden, die Sehnsucht der Menschen nach Liebe und einem besseren Leben. Das noch jüngferliche Zwanzigste Jahrhundert hält viele Versprechungen bereit und ist doch immer noch verhaftet im alten Aberglauben und der Kolonialherrschaft weniger Mächtiger über kleine Dorfgemeinschaften.

Das Buch hat etwas märchenhaft-magisches und spielt mit der Phantasie des Lesers. Die Autorin lässt sich viel Zeit das Leben und die Menschen der mexikanischen Kleinstadt Linares widerauferstehen zu lassen. Der Plot ist nicht unbedingt stringent erzählt. Aber dieses mäandern und schwelgen in Kleinigkeiten und Randfiguren führt durchaus in eine Richtung. Andeutungen und Ahnungen fesseln und faszinieren gleichermaßen.

Ein Lesevergnügen wie ein großer Fluß. Kraftvoll, exotisch, schillernd und tief.