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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.01.2023

nett für zwischendurch

Kuckuckskinder (Ein Falck-Hedström-Krimi 11)
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Nach Jahren habe ich mich mal wieder an ein Buch der Fjallbäcka-Reihe gewagt. Die ersten haben mir ja gut gefallen, dann waren aber zwei dabei, die mich nicht überzeugten. Ich habe der Autorin also eine ...

Nach Jahren habe ich mich mal wieder an ein Buch der Fjallbäcka-Reihe gewagt. Die ersten haben mir ja gut gefallen, dann waren aber zwei dabei, die mich nicht überzeugten. Ich habe der Autorin also eine zweite Chance zugestanden und hatte Lust auf einen Schwedenkrimi.

Wie immer arbeitet die Autorin Camilla Läckberg wieder mit zwei Zeitebenen und zwei Verbrechen, die miteinander zusammenhängen. Es wird deshalb auch aus zwei Zweitebenen erzählt. Und wie schon öfter fand ich den einen Strang interessanter als den anderen. Das ist bei so einer Konstellation oft die Gefahr. Außerdem ist auch wieder sehr viel Familiengedöns dabei und sehr viele Personen mit sehr schwierigen Charakteren.

Lange plätschert die Story vor sich hin. Und wie immer ist Erica Falck schneller als die Polizei. Aufmerksamer und schlauer. Ich fände es schön, wenn aus dem gewohnten Muster öfter mal ausgebrochen wird. So wirkt das Ganze sehr vorhersehbar und auch etwas überfrachtet.

Mein Fazit: Nett für Zwischendurch. Ich bleibe doch besser bei Nesbo und anderen nordischen Autoren. Die haben für mich mehr Biss und mehr Tempo.

Veröffentlicht am 22.01.2023

sehr unterhaltsam

Fang jetzt bloß nicht an zu lieben
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Ich habe das Buch als Hörerlebis genossen.

Ein Hörbuch ganz nach meinem Geschmack. Erst mal wichtig; die Sprecherin ist Klasse. Angenehmes Timbre und mit der nötigen Portion Sarkasmus in der Stimme, denn ...

Ich habe das Buch als Hörerlebis genossen.

Ein Hörbuch ganz nach meinem Geschmack. Erst mal wichtig; die Sprecherin ist Klasse. Angenehmes Timbre und mit der nötigen Portion Sarkasmus in der Stimme, denn die Geschichte wird trotz aller Dramatik und dem Liebeskram mit einem Augenzwinkern erzählt und die Hauptdarstellerin und ihre diversen Sidekicks werden ganz schön rumgewirbelt.

Dabei ist das Ganze gar nicht platt sondern hat durchaus tiefsinnige Momente und Charaktere, die vielfältig sind. Die Hauptdarstellerin hat so ihre Probleme mit dem Ex und ganz allgemein damit, was sie eigentlich will im Leben und von der Liebe. Eigentlich hat sie erst mal abgeschlossen mit Beziehungen. Aber dann läuft alles doch ein bisschen anders, als sie es geplant hatte.

Ich wurde von Anfang an sehr gut unterhalten und kann die Autorin und dieses Buch nur wärmstens empfehlen.

Veröffentlicht am 20.01.2023

schöne Geschichte

Das Glück hat acht Arme
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Das Cover hat mich magisch angezogen. Und die Idee, ein Krake mit Verstand, fand ich vielversprechend.

Das Buch hat einen wunderbaren Plauderton. Man kann es in einem Rutsch durchlesen oder gerne auch ...

Das Cover hat mich magisch angezogen. Und die Idee, ein Krake mit Verstand, fand ich vielversprechend.

Das Buch hat einen wunderbaren Plauderton. Man kann es in einem Rutsch durchlesen oder gerne auch innehalten und einzelne Szenen auf sich wirken lassen. Denn die Geschichte bietet Unterhaltung mit einer großen Prise Klugheit und Tiefgang. Und besonders gefällt mir, dass den Lesern Raum gelassen wird, das Verhalten der Darsteller selber zu interpretieren, sich Fragen zu stellen und ein wenig mitzurätseln. Dabei wird es nie albern oder kitschig. Auch nicht, wenn der Krake zu Wort kommt. Das liest sich tatsächlich alles sehr rund und harmonisch.

Mir hat das Buch gefallen.

Veröffentlicht am 20.01.2023

Leseempfehlung

Mehr als die Ehre
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Wir befinden uns im dritten Teil der Reihe um Gut Mohlenberg und schreiben das Jahr 1941.. Der Krieg verändert Stück für Stück das Leben in Deutschland. Auf dem Gestüt geht anfangs alles einen ruhigen ...

Wir befinden uns im dritten Teil der Reihe um Gut Mohlenberg und schreiben das Jahr 1941.. Der Krieg verändert Stück für Stück das Leben in Deutschland. Auf dem Gestüt geht anfangs alles einen ruhigen Gang. Nach der Machtübernahme der Nazis haben Friederike und ihr Vater die psychatrische Klinik aufgegeben. Sie wollten sich nicht mit den neuen unmenschlichen Regeln des Regimes gegenüber geistig Kranken abfinden und widmen sich jetzt ganz ihrer Pferdezucht. Unter dem Radar der Nazis arbeiten aber noch einige der ehemaligen Patienten auf dem Gut und Friederike ist deshalb sehr vorsichtig gegenüber Fremden und neugierigen Fragen. Als auf dem heruntergekommenen Nachbarhof ein ehemaliger Beamter einzieht, kommt ihr ganzes Leben durcheinander.

Man spürt diesmal von der ersten Seite an die schleichende Bedrohung, die von den Schergen der NS-Regierung ausgeht. Und auch wenn geistige und psychische Probleme mancher Personen wieder eine Rolle spielen so ist es doch vor allem das Versteckspiel, das Friederike und ihre Liebsten führen müssen, dass auf die ein oder andere Weise ständig im Mittelpunkt der Geschichte steht. So wird aus dem Buch fast ein Krimi mit Thrillerelementen und neben einem Toten, dessen Schicksal geklärt werden muss, gibt es Intrigen und Lügen und die hochgeschätzte Fräulein Wermut, die beherzt Ermittlungen aufnimmt und sich als große Stütze erweist. Überhaupt wird der, der die ersten zwei Bände kennt, sich freuen, dass das ganze Personal wieder auftaucht und lebhaft mitmischt. Und die liebenswerten Hauptdarsteller sind es auch, die die Leser atemlos durch das sehr spannende Geschehen begleiten.

Der Melanie-Metzenthin-Kosmos wurde um eine unterhaltsame Geschichte erweitert. Mir gefällt, dass sich alle Bücher mit einem feinen Geflecht ineinander verweben. Und das alles mit einer großen psychologischen Tiefe und vielen realen Fakten gewürzt wird. Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 16.01.2023

blutig und hart

Blutmond (Ein Harry-Hole-Krimi 13)
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Was schätze ich an Harry Hole? Sicherlich nicht seine Sauferei, die ist einfach brutal und hart und zerstört nicht nur ihn sondern alle, die ihn lieben. Sicher nicht sein Wesen, welches Menschen wegstößt ...

Was schätze ich an Harry Hole? Sicherlich nicht seine Sauferei, die ist einfach brutal und hart und zerstört nicht nur ihn sondern alle, die ihn lieben. Sicher nicht sein Wesen, welches Menschen wegstößt und in immer größere Düsternis zu stürzen droht. Aber als Ermittler ist er einfach nur genial. Wenn er einmal eine Spur aufgenommen hat, dann findet er einen Weg, ihr zu folgen. Er lässt sich von nichts und niemandem abbringen. Er erkennt Zusammenhänge und feine Zeichen, die anderen verborgen bleiben. Er will Gerechtigkeit und dieser Anspruch geht über Gesetze und Vorschriften hinweg.

Harry Hole ist ein Rächer. Ein Jäger. Ein Bluthund. Das mag ich. Dass er nie aufgibt. Dass der Job ihn immer wieder rettet. Dass er weitermacht, auch wenn er jetzt nicht mehr bei der Polizei ist, keine Familie mehr hat und wenig Freunde.

Der Fall an sich ist verschachtelt, blutig und hart und mit einigen Überraschungen für den Leser. Meine absolute Lieblingsreihe. Ever.