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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.08.2024

Komplizierte Familiengeschichte, wunderbar zu lesen

Über Carl reden wir morgen
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Ich war bisher schon immer ein großer Fan von Judith Taschler und insofern auch sehr gespannt auf dieses Buch, auch wenn es im 19. und anfänglichen 20. Jahrhundert spielt und ich weder diese Zeit noch ...

Ich war bisher schon immer ein großer Fan von Judith Taschler und insofern auch sehr gespannt auf dieses Buch, auch wenn es im 19. und anfänglichen 20. Jahrhundert spielt und ich weder diese Zeit noch historische Romane generell besonders mag.

Das Buch hat mich in keiner Weise enttäuscht.

Das Cover finde ich sehr stimmungsvoll, das Gemälde einer Landschaft im Sommerlicht, mit Gehöften, Bäumen, Wiesen, Äckern - man kann sich gut vorstellen, dass sich die Familien Brugger und Eder genau dort bewegt haben, auch wenn der Text des Romans einiges an düsteren Begebenheiten enthält.

Judith Taschler hat es sehr gut verstanden, die kompliziert verwobene und immer wieder neu "verwebte" Familiengeschichte zu erzählen, mit Ängsten und Leidenschaft, Sorgen und Ausgelassenheit, Planung und Schicksal, Tragik und Leichtigkeit.

Die 450 Seiten waren keine Minute langweilig oder langatmig, die Handlung immer interessant bis spannend, die Charaktere in all ihrer Kompliziertheit sehr gut geschildert.

Ein wunderbares Buch!

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Veröffentlicht am 24.08.2024

Für mich zu unkonkret und SEHR schlecht lektoriert

Mit Ängsten und Sorgen erfolgreich umgehen
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Dieses Buch wird empfohlen als Hilfe gegen Ängste und Sorgen und als Unterstützung für ACT Therapie. Zugehörig ist eine CD mit Audiodateien und Formularen zum Ausdrucken und Ausfüllen, die die Übungen ...

Dieses Buch wird empfohlen als Hilfe gegen Ängste und Sorgen und als Unterstützung für ACT Therapie. Zugehörig ist eine CD mit Audiodateien und Formularen zum Ausdrucken und Ausfüllen, die die Übungen unterstützen sollen.

Das Buch beschäftigt sich sich bis fast zu zwei Dritteln des Textes mit den Fragen, ob man Sorgen und Ängste wirklich anders angehen wolle als bisher. Erst im letzten Drittel wird es langsam konkreter, und es werden Strategien angedeutet und aufgezeigt, wie das funktionieren könnte.

Meiner Meinung nach ist der Text zu aufgebläht, es wird mit - wenig anderen - Worten immer wieder das Gleiche gesagt.

Was mich aber wirklich von Seite zu Seite mehr genervt hat, ist ein offensichtlich schlechtes Lektorat. Das Buch strotzt vor Flüchtigkeits-/Rechtschreibfehlern, fehlenden Buchstaben und Worten. Fast auf jeder Seite werden "sie" und "Sie", "ihnen" und "Ihnen" verwechselt. Das ist nicht nur ärgerlich, sondern bremst für einen aufmerksamen auch den Lesefluss.

Und es sollte angesichts des Preises wirklich anders machbar sein!

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Veröffentlicht am 24.08.2024

Wundervolle Lyrik, unökologisch gedruckt

Sei klug und halte dich an Wunder Gedanken über das Leben
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Ich bin seit jeher ein großer Fan von Mascha Kaleko und habe in den letzten Jahrzehnten viele ihrer Gedichtbände gelesen und genossen.

Diese Ausgabe mit der Textzeile aus einem ihrer - wie ich finde, ...

Ich bin seit jeher ein großer Fan von Mascha Kaleko und habe in den letzten Jahrzehnten viele ihrer Gedichtbände gelesen und genossen.

Diese Ausgabe mit der Textzeile aus einem ihrer - wie ich finde, schönsten - Gedichte als Titel bekam ich geschenkt.

Ich finde die Aufmachung wunderschön, den rot und violetten Einband mit den BLumenranken, und auch die Auswahl der Gedichte und Textstellen gefällt mir gut.

Allerdings finde ich es ärgerlich, dass teilweise nur zwei bis vier Zeilen auf eine Seite gedruckt wurden - bei allem Wunsch nach Ästhetik und Übersichtlichkeit sollte man heutzutage doch auch ökologisch denken, und Papierverschwendung vermeiden.

Für mich entsteht hier der Eindruck, dass die Seitenzahl künstlich aufgebläht wurde, um einen höheren Verkaufspreis zu rechtfertigen.

Insofern ein Tadel an den Verlag!

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Veröffentlicht am 23.08.2024

Köstlich und traurig

Lila, Lila
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Ich bin seit jeher ein großer Fan von Martin Suter und kannte diese Geschichte bereits als Film. Nun fiel mir auch das Buch in die Hand, und ich wollte wissen, ob das auch so gut ist.

Die Covergestaltung ...

Ich bin seit jeher ein großer Fan von Martin Suter und kannte diese Geschichte bereits als Film. Nun fiel mir auch das Buch in die Hand, und ich wollte wissen, ob das auch so gut ist.

Die Covergestaltung ist typisch Diogenes, schlicht und ergreifend, das Porträt einer sehr skeptisch blickenden jungen Frau mit Bluse, Pferdeschwanz und roten Lippen - das passt zur Protagonistin Marie, finde ich.

Die Story ist einfach köstlich entwickelt, mit dem Suter-typischen gleichermaßen liebevollen wie etwas verachtenden Blick auf die Loser dieser Welt, dabei schwingt immer viel Nachsicht mit, auch wenn diese zu oft moralisch fraglichen bis illegalen Mitteln greifen, um ein Ziel zu erreichen oder auch nur den Kopf über Wasser zu behalten.

All das tun sie hier reichlich, und es ist wunderbar erzählt.

Unbedingte Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 22.08.2024

Wunderbare Mutter-Tochter-Geschichten

Das erste Licht des Sommers
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Den ersten Teil "An den Ufern von Stellata" habe ich nicht gelesen, aber ich hatte nicht den Eindruck, dass mir dabei etwas fehlt.

Das Cover begeistert mich, ehrlich gesagt, nicht so sehr, es ist mir ...

Den ersten Teil "An den Ufern von Stellata" habe ich nicht gelesen, aber ich hatte nicht den Eindruck, dass mir dabei etwas fehlt.

Das Cover begeistert mich, ehrlich gesagt, nicht so sehr, es ist mir einfach zu bunt, auch wenn es an ein modernes Gemälde eines Frauenkopfes erinnert - mit einer Zitrone als Nase.... Ich mag auch solche Art von Bildern nicht, ist aber sehr subjektiv. Nach dem Cover hätte ich das Buch nicht gekauft, aber das soll man ja sowieso nicht.

Ich habe eine Zeit gebraucht, um gut in das Buch hinein zu kommen, wobei mir anfänglich die Personen nicht wirklich nahe gekommen sind. Ich weiß nicht genau, woran es liegt, vielleicht am Erzählstil, der teilweise recht distanziert, fast sachlich wirkt.

Gerade das Kuddelmuddel der Affären im ersten Drittel beinhaltet ja viel Emotionalität, die ich aber nicht spüre.
Das Italienisch zwischendrin stört mich nur ein wenig, wenn ich mich auch frage, was es soll. Meist es ja im Satz danach übersetzt, aber wozu dann es überhaupt hinschreiben?
Was ich wirklich nicht gut finde, ist bei Normas Geburt die Aussage "sana e bella come il sol" übersetzt mit "schön wie das erste Licht des Sommers". Das stimmt einfach nicht - sollte hier unbedingt der Buchtitel erscheinen???

Die zweite Hälfte des Romans war für mich viel spannender und bunter als die erste. Die neu entstandene oder fortgesetzte oder wieder aufgelebte Liebesgeschichte mit Elias ist sehr schön beschrieben, die Zeit in London und Brasilien auch.
Es passiert ziemlich viel, wobei aus unterschiedlichen Perspektiven und in unterschiedlichen Zeitebenen erzählt wird. Das macht das ganze abwechslungsreich.
Als Fazit ist es für mich ein angenehm zu lesender Familienroman, gute Unterhaltung, nicht mehr, nicht weniger.

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