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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.01.2025

Hätte spannender sein können

Die Besucherin
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Ich kann verstehen, dass viele enttäuscht sind, weil sie alleine durch den Klappentext und das düstere Cover etwas anderes erwarten: einen Thriller, oder zumindest einen Spannungsroman. Das haben wir hier ...

Ich kann verstehen, dass viele enttäuscht sind, weil sie alleine durch den Klappentext und das düstere Cover etwas anderes erwarten: einen Thriller, oder zumindest einen Spannungsroman. Das haben wir hier meiner Meinung nach überhaupt nicht und der Klappentext ist auch einfach falsch: wo ist hier der tödliche Strudel aus Lügen und Geheimnissen?? 😂 HÄ?

Anstatt spannend, fand ich den Roman eher amüsant. Unsere Protagonistin Linda lernt Jenny kennen, die Bewohnerin einer Einrichtung für Demenzpatient*innen. Jenny behauptet Menschen getötet zu haben, aber Jenny behauptet viel wenn der Tag lang ist. Dann stirbt ein Mitpatient und Linda muss sich fragen, ob Jenny tatsächlich nur Aufmerksamkeit will oder doch etwas an ihren Behauptungen dran sein könnte. Ansonsten passiert nicht allzu viel - es gibt familiäre Probleme, außerdem vermisst Linda ihren verstorbenen Ehemann. Die Geschichte lebt von Jennys skurriler Art, von den teilweise absurden Dialogen und ich habe mich dadurch super unterhalten gefühlt. Joy Fieldings Schreibstil lässt mich durch die Seiten fliegen, wie kaum ein anderer und auch wenn ich die Geschichte nicht wirklich besonders fand, hat sie mich kurzzeitig ganz gut unterhalten. 3 ⭐️

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Veröffentlicht am 27.01.2025

Völlig absurd

Nachtfahrt
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Was ich dem Buch zugute halten muss - man ist nur so durch die Seiten geflogen und ja, ich muss auch zugeben, ich musste ständig wissen, wie es denn jetzt weitergeht. Am Anfang war ich auch extrem gefesselt ...

Was ich dem Buch zugute halten muss - man ist nur so durch die Seiten geflogen und ja, ich muss auch zugeben, ich musste ständig wissen, wie es denn jetzt weitergeht. Am Anfang war ich auch extrem gefesselt und dachte WOW, was für eine krasse Sogwirkung. Doch je weiter ich gelesen habe, desto mehr hatte ich das Gefühl, da kann ja am Ende gar nichts Vernünftiges bei rum kommen. Und genau so kam es. 😂 Es wurden ständig weitere Puzzleteile hineingeworfen, die nicht so recht zueinander passen wollten. Am Ende haben sie zwar einigermaßen gepasst (mehr schlecht als recht, aber ok), aber ich fand das so konstruiert und an den Haaren herbeigezogen. Für mich völlig absurd, unrealistisch und unglaubwürdig, was sich hier scheinbar alles zugetragen haben soll. Ich konnte das leider überhaupt nicht ernst nehmen und bei dem ersten „krassen“ Plottwist dachte ich mir nur COME ON, WIE SOLL DAS BITTE FUNKTIONIEREN. 😂 Nöööööö, danke. Den zweiten Plottwist hatte ich ja auf Seite 3 gefühlt schon erschnüffelt. Das Ganze wurde dann auch noch in so einem furchtbar nüchternen Schreibstil erzählt, dass ich da auch gar keine Chance hatte, mich zu fürchten, zu gruseln oder was man sonst so macht, mit so nem Thriller, wenn zB mal ne Leiche auftaucht. Hier war sie halt dann irgendwie mal da und ich dachte mir, joa schade, dumm gelaufen.

Ihr merkt, leider gar nicht meins. 🥹 1,5 ⭐️ Ich kanns leider nicht empfehlen.

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Veröffentlicht am 27.01.2025

Leider nicht überzeugend

A Pessimist's Guide to Love
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Ich habe mit „A pessimists guide to love“ eine Dilogie beendet, von der ich mir nicht sicher war, ob ich das zweite Buch lesen will. Den ersten Band hatte ich sehr gut bewertet, weil ich die Story, den ...

Ich habe mit „A pessimists guide to love“ eine Dilogie beendet, von der ich mir nicht sicher war, ob ich das zweite Buch lesen will. Den ersten Band hatte ich sehr gut bewertet, weil ich die Story, den Schreibstil und auch das Ende herzzerreißend schön fand. Der einzige Dorn in meinem Auge - die Protagonistin Lucy, die mir mit ihrem I’m everybody’s Darling-Gehabe dermaßen auf den Zünder gegangen ist. Das war auch der Grund, weshalb ich gezögert habe, Band 2 zu lesen. Nach dem Cliffhanger in Band 1 musste ich dann aber doch weiterlesen.

Und habe es zwar nicht bereut, aber so doll fand ichs leider auch nicht. 🫣 Witzigerweise hat Lucy mich hier gar nicht mehr so genervt, hier war eher Cal das Problem. 😂 Nachdem besagter Cliffhanger eigentlich keine bedeutende Rolle mehr gespielt hat und schnell abgefrühstückt wurde, wars das auch erst mal mit großartig Handlung. Cal versumpft in Selbstmitleid, sein Selbstmitleid wird zu seiner ganzen Persönlichkeit und irgendwann konnte ich das echt nicht mehr lesen. Er behandelt Lucy nach wie vor scheiße und trotzdem ist sie sein ergebener Schoßhund. Was mich hier auch extrem genervt hat war, dass er teilweise von ihr spricht und sie behandelt, als wäre sie 12 Jahre alt. Tja und dem gegenüber steht dann das Übermaß an spicy Szenen, die ich zum Teil aus diesem Grund dann auch so dermaßen unangenehm und deplatziert fand. HOLLA die Waldfee, das Buch ist nicht dick, aber gefühlt 50 % besteht nur daraus und irgendwann habe ich angefangen quer zu lesen. Was ich auch ganz übel fand, an alle die es schon gelesen habe: die Kneipenszene und ihr Hintergrund. Was war denn das bitte?

Summa summarum bleibt also noch der schöne Schreibstil. 😂 Es tut mir echt leid, aber ich kann das Buch irgendwie nicht wirklich gut bewerten. 2,5 ⭐️

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Veröffentlicht am 15.12.2024

Sehr wichtiges Buch

Bright Young Women
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In den 70er Jahren dringt ein Mann in ein Studentinnenwohnheim ein, tötet zwei Studentinnen und verletzt zwei weitere. Bevor er flüchten kann, wird er von einer Studentin, Pamela, gesehen. Sie ist unsere ...

In den 70er Jahren dringt ein Mann in ein Studentinnenwohnheim ein, tötet zwei Studentinnen und verletzt zwei weitere. Bevor er flüchten kann, wird er von einer Studentin, Pamela, gesehen. Sie ist unsere Protagonistin, die einzige Augenzeugin, und erzählt die Geschichte aus ihrer Sicht damals, nach dem einschneidenden Ereignis und in der Gegenwart, davon, wie das Erlebte ihr ganzes Leben geprägt hat. Eine weitere Protagonistin ist Ruth, die selbst zum Opfer des Serienmörders wurde.
Das Werk ist fiktional aber schnell, ohne dass es explizit erwähnt wird, wird klar, auf welchem realen Serientäter der Angeklagte im Roman beruht. Er wird bewusst nicht beim Namen genannt. Das Buch soll nicht die Geschichte des Killers, sondern die der Frauen, der Überlebenden erzählen. Der Name des Täters dürfte den meisten ein Begriff sein, aber kaum jemand kennt die Opfer und das Buch zielt darauf ab, denjenigen eine Stimme zu geben, die nie eine bekommen haben. Das ist der Autorin unglaublich gut gelungen. Wir bekommen Einblicke in die Verzweiflung, die Angst und die Wut der Überlebenden, allen voran Pamela und ihre Freundin Tina, die mit Ruth ihre Lebensgefährtin verlor.
Ich bin mit der Einstellung an diese Geschichte gegangen, viel über die Morde, die grausamen Taten des Täters zu erfahren und war anfangs überrascht, dass wir hier was ganz anderes bekommen. Ich habe mich ein wenig gelangweilt, bis die Geschichte dann etwas weiter fortgeschritten ist. Wir erfahren, wie die Frauen nach der Tat behandelt wurden, wie Behörden, andere Männer, Medien, die Gesellschaft mit den Frauen umgehen, sie überhaupt nicht ernst nehmen. Uns wird vor Augen geführt, was sich vor allem in den Medien abgespielt hat, die einen Mythos um einen Mann geschaffen haben, der eigentlich nicht der Rede wert sein sollte. Wie diese Idolisierung des Täters die Unfähigkeit von Behörden verschleiern sollte. Das Buch liefert einige Denkanstöße, ist klug erzählt, öffnet Augen. Ich bin im Nachhinein doch sehr begeistert. 4,5 ⭐️

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Veröffentlicht am 15.12.2024

Süßes Buch

Zwei Leben mit dir
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Ich habe vor kurzem „Zwei Leben mit dir“ von Holly Miller beendet und kann es nur empfehlen. Das Buch hat so viele schöne Ansätze und Sätze für uns parat, über die wir nachdenken können. Gleichzeitig war ...

Ich habe vor kurzem „Zwei Leben mit dir“ von Holly Miller beendet und kann es nur empfehlen. Das Buch hat so viele schöne Ansätze und Sätze für uns parat, über die wir nachdenken können. Gleichzeitig war die Erzählweise super spannend, die Autorin folgt nämlich der Frage „Was wäre, wenn… ?“ Und präsentiert uns gleich zwei mögliche Szenarios und damit auch Liebesgeschichten, die unseren Protagonistin Lucy erlebt, nachdem sie sich jeweils für einen anderen Weg entscheidet.

In dem einen Szenario beschließt sie, ihren Heimatort nicht zu verlassen und einen Roman zu schreiben. Sie lernt Caleb kennen und lieben und wir verfolgen die Liebesgeschichte der beiden. Im selben Kapitel wechselt dann der Schauplatz und Lucy hat sich hier entschieden nach London zu ziehen und ihren Traumjob anzunehmen. Dort trifft sie dann auf Max, ihre erste große Liebe, deren Verlust sie nie ganz verwunden hat und die beiden wagen einen Neuanfang.

„Aber mir gefiel, was sie gemeinsam hatten: dass sie die Liebe in den Mittelpunkt rückten, diese universelle, allumfassende Emotion mit der Macht, uns entweder zu vervollständigen oder zu zerstören.“ (s. 22)

Ich mochte beide Liebesgeschichten gerne und konnte mich gar nicht so richtig für einen „Traummann“ entscheiden. 😅 Wie die Autorin dann auch die beiden Welten hat aufeinandertreffen lassen, war super interessant und der Schreibstil hat mir total gut gefallen. Das Ende fand ich dann leider etwas fad, da hätte ich mir was ganz anderes gewünscht. Deswegen 4 ⭐️ für ein tolles Buch, das ich nur weiterempfehlen kann.

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