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Veröffentlicht am 28.06.2020

Marie Lu begeistert mit einem atemberaubenden Auftakt

Legend – Fallender Himmel
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Inhalt:

June und Day wachsen beide in einer Welt auf, in der die Republik Amerika gegen die Kolonien im Krieg ist und Menschen unterdrückt werden. Dennoch könnte ihr Leben nicht unterschiedlicher sein. ...

Inhalt:

June und Day wachsen beide in einer Welt auf, in der die Republik Amerika gegen die Kolonien im Krieg ist und Menschen unterdrückt werden. Dennoch könnte ihr Leben nicht unterschiedlicher sein. June gilt als Wunderkind und Day ist der meistgesuchte Verbrecher. Als Junes Bruder umgebracht wird, steht Day unter Tatverdacht, doch ist wirklich immer alles so, wie es zu sein scheint? June und Day kommen einem gefährlichen Geheimnis auf die Spur, das die Werte der Republik in Frage stellt.

Meinung:

,,Fallender Himmel" ist der grandiose Auftakt einer dreiteiligen Dystopie. Ich muss zugeben, dass ich das Buch ohne zahlreiche Empfehlungen wahrscheinlich nicht in die Hand genommen hätte. Das wäre wirklich ein Fehler gewesen, wie ich festgestellt habe, da es mich rundum überzeugen konnte.

Das Cover ist sehr schlicht gehalten und zugegeben leicht zu übersehen. Wenn man erst mal in die Geschichte eingetaucht ist, wird aber klar, wieso das so ist. Es spiegelt das Gefühl von Ordnung und einem kontrollierten System wieder, denn genau so wird einem die Republik zuerst beschrieben. Es passt auch zu dem militärischen Prinzip, finde ich.
Ein buntes, aufregendes Cover hätte meiner Meinung nach also gar nicht erst gepasst.

Die Handlung konnte mich von Anfang an vollkommen in ihren Bann ziehen. Es wird sofort spannend und durch die wechselnden Sichtweisen ist es total gut möglich, Day und June gleichermaßen kennenzulernen und ihre völlig unterschiedlichen Perspektiven auf die Situation nachzuvollziehen.
Es geschieht immer wieder etwas, mit dem man nicht gerechnet hätte und das Buch lädt einen geradezu ein, mitzurätseln, wie das Ganze ausgehen könnte.
Ich muss jedoch auch sagen, dass ich von Anfang an eine gewisse Ahnung hatte, wer wie hinter allem steckt. Das stört in dem Fall aber kaum, da es immer noch genug tragische Wendungen gibt, die aus dem Nichts kommen und dann wie eine Bombe einschlagen. Manchmal hat es etwas gebraucht, bis ich bestimmte Szenen verkraftet habe.

Der Reiz bei den Charakteren besteht darin, dass sie so völlig unterschiedlich sind. Zumindest am Anfang.
Dass sich dann im Laufe der Geschichte immer mehr Ähnlichkeiten zwischen June und Day herausgestellt haben, war unglaublich spannend zu beobachten und zeigt erneut, dass es nicht immer ist, wie es auf den ersten Blick scheint.
Ja, ich bin wie viele andere auch der Meinung, dass das Alter der beiden nicht optimal ist. Eine Liebesbeziehung zwischen 15-jährigen ist - auch wenn die beiden schon sehr reif für ihr Alter sind - schwer ernstzunehmen. Das ist aber wahrscheinlich eine persönliche Sichtweise und jeder hat eine andere Meinung zu sowas.

Der Schreibstil ist allgemein sehr angenehm und passt meiner Meinung nach gut in die Story und das Setting. Die Beschreibungen sind gerade so ausführlich, dass man sich alles gut vorstellen kann, verraten aber auch nicht zu viel. Besonders die kurzen, knappen Sätze in besonders spannenden Situationen haben mir gut gefallen. Das verstärkt dieses Gefühl von Schock, das sich in einem bildet.

Fazit:

Ich kann diese Reihe allen wärmstens empfehlen. Und wenn ihr am Anfang skeptisch seid, werft trotzdem mal einen Blick hinein. Mich zumindest hat dieser Auftakt positiv überrascht und ich kann es gar nicht erwarten, den nächsten Band in die Hand zu nehmen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.06.2020

Einfach gestrickte Romantasy mit ein paar Spannungsproblemchen

Das Flüstern der Magie
1

Inhalt:

Fallon führt ein äußerst ungewöhnliches Leben in der schottischen Hauptstadt Edinburgh. Sie ist eine Archivarin und sucht magische Gegestände mithilfe ihrer Gabe, das Flüstern dieser Magie zu ...

Inhalt:

Fallon führt ein äußerst ungewöhnliches Leben in der schottischen Hauptstadt Edinburgh. Sie ist eine Archivarin und sucht magische Gegestände mithilfe ihrer Gabe, das Flüstern dieser Magie zu hören, um die Menschenwelt vor ihnen zu schützen.
Als Reed plötzlich auftaucht, gerät alles durcheinander. Er scheint anders als alle Menschen zu sein, denen Fallon bisher begegnet ist.
Ausgerechnet er, dem sie von Anfang an vertraut, hintergeht sie und stiehlt ein Deck gefährlicher, magischer Tarotkarten. Fallon muss sie schleunigst wiederfinden und herausfinden, was es mit Reed auf sich hat, der ihr nicht von der Seite weicht.

Meinung:

,,Das Flüstern der Magie" ist ein Einzelband und vereint Fantasy-Aspekte mit einer Prise Romantik.

Das Cover ist wieder mal ein absoluter Hingucker. Die goldene, schimmernde Schrift harmoniert total gut mit dem Blau und auch in den schwarzen Ornamenten lässt sich viel entdecken.

Am Anfang war ich etwas skeptisch, was die Umsetzung der Magie angeht. Es gibt ja schon so viele Geschichten, die das aufgreifen, aber hier gibt es tatsächlich noch mal einige einzigartige Aspekte, die das Thema nicht zu klischeehaft oder uninteressant gemacht haben.

Positiv aufgefallen sind mir auch die Kapitelnamen. Es ist eine ziemlich interessante Idee, sie nach den Tarotkarten zu benennen, obwohl es oft nicht wirklich einen klaren Zusammenhang zum Inhalt des Kapitels hatte.

Von Anfang an war eine gewisse Spannung da, die sich jedoch meiner Meinung nach nicht bis zum Ende durchziehen konnte. Das war der Grund, weshalb ich tatsächlich im letzten Drittel in eine kleine Leseflaute gerutscht bin. Einige Szenen kamen mir außerdem so vor, als sollten sie die Spannung erhalten, konnten es aber nicht wirklich.
Die Handlung war im größten Sinne auch ziemlich vorhersehbar, zumindest in der ersten Hälfte. Allein die Wendungen ganz zum Schluss waren dann noch mal interessanter.
Manchmal hatte ich das Gefühl, dass Szenen etwas zu langgezogen wurde und manchmal das Gegenteil. In der ein oder anderen Situation hätte ich doch gerne noch ein wenig mehr erfahren.

Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm und ich hab die humorvollen Beschreibungen zwischendurch sehr genossen.

Mit der Beziehung zwischen Fallon und Reed war ich auch relativ zufrieden. Mich hat es nicht gestört, dass sie sich von Anfang so nahe gewesen sind.
Fallon kommt sehr selbstbewusst rüber und zwischendurch hatte ich sogar das Gefühl, dass sie Reed nicht wirklich braucht und gut allein zurechtkommen würde. Das hat mir zwar relativ gut gefallen, jedoch hat es meine Verbindung zu Reed ein wenig geschwächt. Er war mir einfach etwas zu unsicher und auch der Fakt, dass er unüberlegt und egoistisch gehandelt hat, macht es nicht besser.
Das war letztendlich aber nicht allzu schlimm, da die Romantik in diesem Roman nicht im Mittelpunkt steht.
Jess fand ich als Nebencharakter auch echt lustig und ich hätte mich über einen zweiten Teil mit ihm als Hauptcharakter gefreut.

Fazit:

Allgemein ein recht durchschnittlicher Fantasyroman, der jedoch ein schönes Setting hat. Ab und zu hat mir die Spannung gefehlt, was zu Ende besser wurde.
Schade, dass es keinen zweiten Teil mehr geben soll.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.06.2020

Unterhaltsame New-Age Geschichte für zwischendurch

Truly
1

Inhalt:

Andies Traum wird endlich wahr: Sie wird mit ihrer besten Freundin an der Harbor Hill University studieren. Jedoch kommt alles ein wenig anders als geplant, da sie ohne einen Job, eine Wohnung ...

Inhalt:

Andies Traum wird endlich wahr: Sie wird mit ihrer besten Freundin an der Harbor Hill University studieren. Jedoch kommt alles ein wenig anders als geplant, da sie ohne einen Job, eine Wohnung oder annähernd genug Geld dasteht.
Als dann auch noch der zurückhaltende Cooper in ihr Leben tritt, der sie gleichzeitig anzieht und von sich schiebt, ist das Chaos perfekt.
Welches Geheimnis verbirgt er und warum kann Andie plötzlich nicht mehr aufhören, an ihn zu denken?

Meinung:

,,Truly" ist der Auftakt einer Reihe aus drei Bänden und das zweite Buch, das ich von Ava Reed bisher gelesen habe. Und es wird nicht das letzte gewesen sein.

Wow, dieses Cover...was soll ich dazu sagen? Ich bin ein Fan von weißen, schlichten Covern und finde, dass es einfach wunderbar zu der Geschichte passt. Die Schrift ist total schön angeordnet und die bunte Farbexplosion spiegelt meiner Meinung nach auch Andies Gefühlschaos perfekt wieder.

Ich hatte durch die sehr guten Bewertungen von Anfang an ziemlich hohe Erwartungen an das Buch. Der Prolog konnte das nur verstärken und ich war super gespannt darauf, was wohl der Auslöser für diese Szene gewesen sein könnte.
Später, als ich dann soweit war, hat mich der Zusammenhang ein wenig enttäuscht, da ich schon mit etwas anderem gerechnet hatte. Trotzdem baut sich zu Beginn eine ziemlich intensive Spannung auf.

Avas Schreibstil ist mal wieder - wie wir es von ihr gewohnt sind - traumhaft. Ich schwärme immer noch davon, wie sie es schafft, selbst ein einfaches Glas Wasser interessant wirken zu lassen. Die Geschichte war dadurch für mich sehr erfrischend und perfekt dafür, einfach mal abzuschalten und zu entspannen.
Ich musste besonders am Anfang bei so vielen Stellen lachen, weil man sich durch die ausführliche, humorvolle Beschreibung alles bildlich vorstellen konnte.
Die Szene, in der Andie und June das erste Mal die Bar besuchen, wird dadurch wohl auch meine absolute Lieblingsstelle bleiben.

Ein kleines Detail, auf das ich mich beim Lesen immer schon gefreut habe, waren außerdem die kurzen Sprüche am Kapitelanfang. Ich habe jeden einzelnen von ihnen geliebt und sie haben einen gut auf das nächste Kapitel eingestimmt.

Kommen wir zu den Charakteren.
Andie war mir von Anfang an sehr sympathisch, vor allem, weil ich ihre leicht unsichere Art total gut nachvollziehen konnte, durch die sie mir ziemlich ähnlich ist. Ich mochte ihre Entwicklung, da am Ende gut zu sehen war, dass sie sich wirklich weiterentwickelt hat und über ihren Schatten gesprungen ist.

Um mit Cooper warm zu werden, brauchte ich ein wenig Zeit, da ich Mason doch bevorzugt habe. Ich fand es immer ziemlich anstrengend, dass er sich nach einem Schritt vorwärts wieder zurückgezogen hat, und das bis zum Schluss.
Sein Geheimnis, das eigentlich eine relativ große Rolle gespielt hat, konnte ich bereits nach kurzer Zeit erahnen, was ziemlich schade ist. Allgemein war Vieles an der Geschichte vorhersehbar und nicht wirklich überraschend.

Die Nebencharaktere haben mir grundsätzlich gefallen. Besonders Mason hatte dieses gewisse Etwas, das ihn wirklich interessant gemacht hat. Die Beziehung von ihm zu June habe ich manchmal tatsächlich noch lieber verfolgt, als die zwischen Andie und Cooper.
Obwohl June ein herzensguter, loyaler Mensch ist (und die wahrscheinlich perfekte beste Freundin), musste ich bei ihr oft nachdenken, ob ich sie wirklich mag. Das hat aber definitiv persönliche Gründe, da ich mich allgemein schwer tue mit Charakteren, die so direkt und extrovertiert sind wie sie.

Leicht zu kritisieren habe ich die Liebesgeschichte zwischen Andie und Cooper, weil sie mir etwas zu flach ausgefallen ist. Sie hat sich nur sehr langsam aufgebaut und am Ende war dann von einen auf den anderen Moment alles perfekt. Mir haben die Gespräche zwischen den beiden und das richtige Kennenlernen gefehlt. Es ging auf einmal alles so schnell und dann war da auch schon das Ende.
Interessiert hätte mich auch noch, wie es mit Cooper weitergeht und ob er noch weitere Fortschritte macht, was seine familiäre Situation angeht. Aber vielleicht erfahren wir ja auch noch ein wenig mehr in den Fortsetzungen, obwohl diese eigentlich einen anderen charakterlichen Fokus haben.

Fazit:

Auch wenn es meiner Meinung nach noch Luft nach oben gibt, was die Handlung angeht, habe ich die Geschichte dennoch sehr genossen.
Sie war leicht zu lesen und eine gute Ablenkung im stressigen Alltag.
Ich werde definitiv noch die weiteren Teile lesen, da mich besonders die Entwicklung zwischen June und Mason sehr interessiert.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.06.2020

Spannender Auftakt mit tollen Charakteren

Throne of Glass 1 - Die Erwählte
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Inhalt:

Celaena Sardothien ist die berüchtigste Assassinin in ganz Erilea, doch durch einen entscheidenden Fehler wird sie zur Strafe in die Salzminen von Endovier geschickt, die einen sicheren Tod bedeuten.
Ihr ...

Inhalt:

Celaena Sardothien ist die berüchtigste Assassinin in ganz Erilea, doch durch einen entscheidenden Fehler wird sie zur Strafe in die Salzminen von Endovier geschickt, die einen sicheren Tod bedeuten.
Ihr Schicksal soll sich jedoch wenden, als Chaol Westfall, der Captain der königlichen Leibgarde, ihr anbietet, den Kronprinzen in einem tödlichen Wettkampf zu repräsentieren. Kann sie sich durchsetzen und ihre Freiheit wiedererlangen?
Gleichzeitig wird das Schloss von einer dunklen Macht heimgesucht, die kaltblütig mordet. Calaena muss nicht nur ein Mal um ihr Leben kämpfen.

Meinung:

Nachdem ich schon in ,,Das Reich der sieben Höfe" unglaublich begeistert von Sarah J. Maas' Schreibstil gewesen bin, musste ich unbedingt einen Blick auf diese Reihe werfen und sie hat mich nicht enttäuscht. Mit bildgewaltigen Beschreibungen wirkt die Geschichte lebendig und reißt einen in ihren Bann.

Am Anfang bin ich noch etwas skeptisch gewesen, da die Spannung sich sehr langsam aufbaut und erst ab der Hälfte richtig beginnt, anzusteigen. Deshalb konnte es auch mal passieren, dass ich für einen ganzen Tag gar keine Motivation hatte, das Buch in die Hand zu nehmen. Das hat sich aber sehr schnell wieder gelegt und am Ende waren die Spannung und der Handlungsverlauf umso packender.

Die meisten Charaktere habe ich sofort ins Herz geschlossen und bei den Antagonisten fiel es mir nicht schwer, sie abgrundtief zu hassen.
Ich mag es, wenn Charaktere tiefgründig sind und sich ihre einzigartigen Geschichten erst mit der Zeit offenbaren, und das war hier der Fall. Ich habe sogar das Gefühl, noch längst nicht alles erfahren zu haben, was mich dazu drängt, unbedingt bald den zweiten Band anzufangen.
Celaena ist meiner Meinung nach eine ganz besondere Protagonistin, die unabhängig, stur, geheimnisvoll und mutig ist. Sie weiß, was sie kann und gibt niemals auf. Dafür wird sie von vielen bewundert, mich eingeschlossen.
Auch Chaol und Dorian sind beide so liebevoll beschrieben worden, dass ich mich einfach nicht entscheiden kann, wen ich besser finden soll. Das ist übrigens noch ein Aspekt, bei dem ich gespannt bin, wie sich die Situation entwickelt. Sie scheinen ja eindeutig beide zu Celaena hingezogen zu sein...

Wenn man mal von der anfangs langgezogenen Handlung absieht, bietet diese zahlreiche Facetten. Sei es der Wettkampf, die dunkle Macht oder die Unterdrückung durch den König. Und das waren nicht die einzigen Handlungsstränge. Wir können also noch eine Menge Spannung erwarten, da bin ich mir sicher.

Fazit:
Ein spannender Auftakt, der im Laufe der Geschichte immer weiter an Fahrt aufnimmt und in der Handlung sehr vielfältig ist. Die Charaktere sind einzigartig und auch der Schreibstil lädt zum Mitfiebern ein. Am Ende bleibt noch viel Platz für die Fortsetzungen, auf die ich mich schon sehr freue.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere