Arnulf, der Herr von Delbende, steht zwar in Diensten von Karl dem Großen, doch sein Verhältnis zum König scheint nicht das Beste zu sein. Irgendwas ist zwischen dem König und Arnulfs Frau Erika vorgefallen. ...
Arnulf, der Herr von Delbende, steht zwar in Diensten von Karl dem Großen, doch sein Verhältnis zum König scheint nicht das Beste zu sein. Irgendwas ist zwischen dem König und Arnulfs Frau Erika vorgefallen. Arnulf strebt danach, seine Stellung auszubauen und abzusichern. Dass er sich dabei nicht nur Freunde schafft, ist vorherzusehen. Wir erleben daher Kriegsschlachten, erfahren viel über die Ränkespiele bei Hof und auch über die Schwierigkeiten Arnulfs mit seinen Kindern. Das Alles wird vom Autor wunderbar erzählt. Nach anfänglichen Schwierigkeiten, die einzelnen Namen und die der Ländereien müssen sich erst in unser Gedächtnis einprägen, nimmt die Geschichte Fahrt auf und hält den Leser bis zum mehr als furiosen Finale in Atem. Auch das interessante Nachwort trägt viel zum Verstehen der Handlung bei. Also, man kann diese Buch jedem geschichtsanfälligen Leser nur empfehlen. Super.
Marlene von Runstedt will sich ihren Lebenstraum erfüllen: Durch die Einführung des Frauenwahlrechtes will sie in die Nationalversammlung als Abgeordnete einziehen. Doch bis dahin ist es ein weiter Weg. ...
Marlene von Runstedt will sich ihren Lebenstraum erfüllen: Durch die Einführung des Frauenwahlrechtes will sie in die Nationalversammlung als Abgeordnete einziehen. Doch bis dahin ist es ein weiter Weg. Zuerst muss sie die Schwierigkeiten zur Erlangung der Rechtsprofessur überwinden, dann kommen die Kriegsjahre und schließlich die nicht ungefährliche Aufbruchsstimmung. Gerade für eine alleinstehende Frau eine nicht ungefährliche Zeit. Und auch ihre private Situation ist alles andere als einfach. Seit ihrer Jugend ist sie In Justus von Ostwald verschossen. Doch zwischen den Beiden klappt es nie richtig und doch können sie nicht voneinander lassen. Dazu kommt noch, dass die Schauspielerin Sonja Grawitz, Marlenes Schulfreundin, nicht nur ein Auge auf Justus geworfen hat. Sie kandidiert außerdem auch noch für die Nationalversammlung. Also genug Handlungsbedarf für ein Buch. Interessant und flüssig geschrieben. Man fühlt und leidet direkt mit Marlene und Justus. Einzig die vielen Zeitensprünge hemmen den Ablauf und stiften ob Verwirrung. Trotzdem, ein gelungenes Werk. Man erfährt viel über die Zustände der damaligen Zeit. Absolut empfehlenswert.
Guter Krimi, mit sich langsam aufbauender Spannung bis zum furiosen Ende.
Als eine junge Frau in ihrer Wohnung ermordet und ihr Ex-Freund der Tat verdächtigt wird, bestellt man Annabelle Hart zur Pflichtverteidigerin. ...
Guter Krimi, mit sich langsam aufbauender Spannung bis zum furiosen Ende.
Als eine junge Frau in ihrer Wohnung ermordet und ihr Ex-Freund der Tat verdächtigt wird, bestellt man Annabelle Hart zur Pflichtverteidigerin.
sie glaubt nicht an dessen Schuld und ermittelt gemeinsam mit dem Privatdetektiven Felix Hertzlich. Es geschehen noch weitere Frauenmorde und auch ein Zusammenhang mit Pferdemorden scheint es plötzlich zu geben. Je näher sie dem wirklichen Mörder kommen, umso mehr geraten auch sie in Lebensgefahr. Im Verlauf der Geschichte wird genau herausgearbeitet, wie und warum der unbekannte Mörder so tickt. Auch die Polizei bekommt aufgrund ihrer nicht genialen Ermittlungen ihr Fett ab. Auch die persönlichen und privaten Belange der Hauptakteure werden in die Handlung mit einbezogen, was beider Anwältin nicht immer positiv ist. An und für sich ein gelungenes Werk, welches sich zu lesen lohnt. Auch das Cover trägt seinen Teil dazu bei.
Wunderbare Handlung. Schon allein, wie "Diggger" zur Polizei kommt, ist wahrscheinlich nur auf eine Insel wie Camaho möglich. Und auch, wie ihn sein Boss Superintendent Chilman fördert und zugleich unterdrückt, ...
Wunderbare Handlung. Schon allein, wie "Diggger" zur Polizei kommt, ist wahrscheinlich nur auf eine Insel wie Camaho möglich. Und auch, wie ihn sein Boss Superintendent Chilman fördert und zugleich unterdrückt, gibt es sonst nirgendwo. Aber "Digger" macht was aus seinem Talent, bildet sich weiter und verfolgt unbeeindruckt seine Ziele. Bis ihm Miss Stanislaus begegnet. Deren Einfluss entkommt er nicht. So spinnt sich ein Netz von Verschwörungen, Vergangenheitssuche und Selbstbestätigung, aus welchen immer neue Probleme auftauchen. Bis hierher ist diese Geschichte voll glaubwürdig und spannend. Nun aber, je näher dem Ende, überschlagen sich die Ereignisse, leider nicht immer zu Guten. Trotzdem. tolle Geschichte. Aus einigen Figuren dieser Handlung, wäre mehr herauszuholen gewesen. Aus das Liebesleben von "Digger" wird nur angedeutet und komplett im Dunklen gelassen. Schade um die wirklich spannend beginnende Handlung, welche zum Schluss leider ziemlich abflacht. Trotzdem lesenswert.
Patricia Jung und Henry Shevek nehmen an einem Wettbewerb zur Entwicklung einer Trading-Software teil. Durch einen Code-Fehler entsteht eine starke künstliche Intelligenz – EINBUG. Beide erkennen die Qualität ...
Patricia Jung und Henry Shevek nehmen an einem Wettbewerb zur Entwicklung einer Trading-Software teil. Durch einen Code-Fehler entsteht eine starke künstliche Intelligenz – EINBUG. Beide erkennen die Qualität dieser Erfindung und bringen sie an einen sicheren Ort. Auf einer griechischen Insel. Doch Einbug übernimmt zunehmend die Kontrolle. Er will einen autonomen und sicheren Staat gründen – PANTOPIA – Die Weltrepublik. Nach einem großen Umbau der Insel eröffnen sie mit einer großen Feier PANTOPIA. Sie beginnen ihre Idee in die Tat umzusetzen. Das bringt allerdings auch die Polizei auf ihre Spur. Fragen. Woher haben sie das Geld, was bezwecken sie? Aber immer mehr Menschen wenden sich ihnen zu. Als die ersten Bewerber auf der Insel Edafos kommen, ist auch Tom darunter. Erst hier erfährt er, dass Patricia und Henry durch ihre Entwicklung von Einbug seinen Vater fast um die Existenz gebracht haben. Nach einigem Zögern schließt er sich trotzdem den Beiden an. Der Weg von Pantopia scheint ein Erfolg zu sein. Sie wollen eine neue Weltordnung erschaffen: Freiheit und Gleichheit, keine Kriege, keine Gewalt, keine eigenen Staaten, freies Grundeinkommen, und noch vieles mehr. Es scheint undurchführbar, doch mit Einbug ist es machbar. Patricia und Tom begeben sich nach Deutschland um ihr Projekt zu erklären. Aber sie geraten in die Fänge der Politik und werden verhaftet. Es scheint so, als wäre ihr Projekt gescheitert. Ihre Zentrale in Griechenland wird ebenfalls zerstört. Die einzige Hoffnung ist Henry, welcher sich mit allen Utensilien in die Antarktis aufgemacht hat.
Was beim Lesen bis zur Hälfte des Romans als nicht durchführbar, ja unmöglich galt, nimmt immer mehr machbare Gestalt an. Nach den anfänglichen technischen Einzelheiten, welche sicher nicht für alle Leser leicht zu begreifen waren, entwickelt sich nach und nach ein reales und nicht nur fiktives Bild. Was mir beim Lesen am meisten Angst gemacht hat, dass das Handeln der Staaten und ihrer Behörden genauso blind und rücksichtslos geschehen wird, wie in dieser Fiktion beschrieben. Wahrlich kein erfreulicher Ausblick in unsere Zukunft.
Ob das Projekt Pantopia Erfolg gehabt hat, will ich hier nicht verraten. Nur so viel, der Autorin ist es gelungen, einen möglichen Weg zu beschreiben. Dafür gebührt ihr aufrichtiger Dank. Dass in dieser Geschichte auch die Liebe eine Rolle spielt, gibt mir doch auch Zuversicht. Leider wird auch diese grandiose Idee nicht aufgegriffen werden. Aber sie war es wert, in die Öffentlichkeit getragen zu werden. Vielleicht bildet sich ein Samenkorn daraus. Schön wäre es.