Vergangenheit und Gegenwart
Die Hüterin der verlorenen SchätzeDieser Roman von Elisabeth Büchle spielt auf 2 Zeitebenen und schildert die Erlebnisse von 2 jungen Frauen.
Trixie soll im Jahr 1944 einige britische Frauen anführen, die in Deutschland die Zerstörung ...
Dieser Roman von Elisabeth Büchle spielt auf 2 Zeitebenen und schildert die Erlebnisse von 2 jungen Frauen.
Trixie soll im Jahr 1944 einige britische Frauen anführen, die in Deutschland die Zerstörung wertvoller Kunstwerke verhindern sollen.
Emilia findet im Jahr 2019 nach dem Tod ihres Urgroßvaters Besitztümer einer jüdischen Familie in seinem Nachlaß. Sie beginnt sich Frage zu stellen, die seine Rolle im zweiten Weltkrieg betreffen und begibt sich auf Spurensuche.
Beide Frauen erhalten Hilfe von männlichen Begleitern und machen bewegende Erfahrungen , die eine Vielzahl von Emotionen auslösen und an denen sie innerlich reifen.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und sehr emotional. Die Verflechtung beider Zeitebenen gelingt sehr gut. Die Charakterentwicklung beider Frauen ist außergewöhnlich. Mut, Hoffnung und das Zulassen von Gefühlen trotz aller dunkler Erfahrungen prägen das Geschehen. Historische Fakten werden gekonnt mit fiktiven Personen und Handlungen verbunden.
Der Urgroßvater ist das verbindende Element zwischen beiden Frauen .
Die dunkle politische Situation in Deutschland zum Ende des zweiten Weltkrieges wird einprägsam geschildert.
Und auch die Auswirkungen , die die damalige Zeit noch auf unser Selbstbildnis haben kann , findet Einlass in diese vielschichtige Geschichte.
Manche Wendungen besonders am Ende des Buches haben mich überrascht.
An einigen Stellen musste ich das Buch weglegen, weil sich doch ein paar Längen eingeschlichen haben.
Spannung , Emotionen und Gefahr , eine Vielzahl von prägnanten Einzelerlebnissen und Schicksalen werden zu einer umfassenden Geschichte verbunden, die den Leser unterhält , aber auch zum Nachdenken anregt.