Getragen durch die Zeit
Die Ufer der ZeitThomas Franke hat in diesem Roman fantastische Elemente mit historischen Begebenheiten so glaubhaft kombiniert, dass eine realistisch anmutende Abenteuerreise entstanden ist.
Der Student Jan ist auf dem ...
Thomas Franke hat in diesem Roman fantastische Elemente mit historischen Begebenheiten so glaubhaft kombiniert, dass eine realistisch anmutende Abenteuerreise entstanden ist.
Der Student Jan ist auf dem Weg nach Helgoland , um seine Großmutter zu besuchen, als seine Fähre in einen rätselhaften Nebel gerät. Auf der Suche nach einer seltsamen Frau stürzt Jan ins Meer und gerät in einen Zeitennebel, der ihn immer wieder in unterschiedliche Zeitepochen trägt. Dabei trifft er auf Ava, die Frau von der Fähre. Ihr Schicksal scheint mitteinander verknüpft zu sein. Gemeinsam und manchmal auch voneinander getrennt machen sie sich auf den gefährlichen Weg durch die Zeit, zunächst um wieder nach Hause zu gelangen. Doch sie finden auf ihrer gefährlichen Reise viel mehr. Sie finden durch alle Gefahren hindurch zu sich selber. Sie erkennen ihre Verbindung zueinander und begegnen immer wieder Gottes Spuren in anderen Menschen und in der Kraft der Natur. Vergebung und Vertrauen spielen dabei eine große Rolle.
Der Schreibstil des Autoren ist flüssig und klar. DIe Charakterentwicklung der Hauptpersonen Jan und Ava erfolgt langsam mit fortlaufender Handlung. Die Zeitsprünge verwirren zunächst Jan, Ava und den Leser. Mit der Zeit ergeben sich Zusammenhänge, die Jan und Ava zusammenwachsen lassen. Es entsteht eine Spannung , die den Leser fesselt. Der Leser erkennt schnell, das dem Buch eine intensive Recherche vorangegangen sein muss. Historische Personen und Begebenheiten sind gut in das Geschehen eingebunden worden. Eine Diskussion über physikalische Gesetzmäßigkeiten , über die physikalische Vorstellung von Raum und Zeit wird mit der Existenz eines Gottes , der außerhalb dieser Vorstellung existiert und agiert , verbunden. Und auch wennn man kein Physiker ist und nicht allen Gedankengängen folgen kann, erscheinen die Argumente plausibel.
Das Ende rundet die Geschichte gut ab und läßt Jan und Ava und auch den Leser mit tiefgründigen Gedankengängen zurück