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Veröffentlicht am 24.08.2021

Kates Anfänge bei der Polizei

Dein ist die Lüge
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Die letzten zwei Bände habe ich (noch) nicht gelesen, aber dennoch würde ich sagen, dass dieser 12. Band anders als seine Vorgänger ist.
Und Linda Castillo versteht es hervorragend, dass man die Bücher ...

Die letzten zwei Bände habe ich (noch) nicht gelesen, aber dennoch würde ich sagen, dass dieser 12. Band anders als seine Vorgänger ist.
Und Linda Castillo versteht es hervorragend, dass man die Bücher auch einzeln lesen kann und keine Verständnisprobleme da sind, weil man vorherige Bände nicht kennt. Auch wird immer wieder kurz Kates Hintergrund in der amischen Gemeinde erzählt ohne zu sehr ins Detail zu gehen und in jedem Band das Gleiche zu schreiben.
Der Schreibstil ist sehr, sehr angenehm und es lässt sich absolut flüssig lesen, so dass die Seiten nur so dahinfliegen. Das ist vielleicht auch die große Stärke an diesem Band.
Inhaltlich hätte ich mir persönlich ein wenig mehr Spannung gewünscht. Denn im Grunde versteckt sich Kate die ganze Zeit mit Gina, ihrer alten Partnerin während der Ausbildung, da diese nun von ihrer eigenen Kollegen gesucht wird. Nach Aussage von Gina haben die Kollegen es auf ihr Leben abgesehen, doch wie sehr kann Kate ihr trauen? Das ist eigentlich auch der Knackpunkt an dieser Geschichte. Die gemeinsame Vergangenheit. Was sie verbunden hat, was sie gemeinsam erlebt und durchgemacht haben, bzw. wie sie dann unterschiedliche Wege eingeschlagen haben. Deswegen ist dieser Band geprägt von Kates und Ginas Vergangenheit und der Frage, ob Gina die Wahrheit sagt. Leider gibt es keine Ermittlungen, was ich sehr, sehr schade finde. Und auch Kates Kollegen sind in den Fall nicht eingebunden.
Trotzdem spielt sich das Ganze wieder innerhalb der amischen Gemeinde ab und erfährt einiges über das alltägliche Leben. Mir hat es sehr gut gefallen, dass endlich mal eine Englische im Fokus der Polizei stand! Denn schließlich ist Kate keine Polizeichefin in einer rein amischen Gemeinde. Also warum sollten dann Verbrechen nur unter Amischen stattfinden!?
Fazit: Es ist kein Thriller! Aber wer Linda Castillo kennt und mag, nichts Blutrünstiges lesen möchte und mehr über Kate erfahren möchte, wird auch hier nicht enttäuscht werden.

Veröffentlicht am 09.08.2021

Spätfolgen einer Unglücksnacht

Spätsommermord
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Der erste Abschnitt dieses Buches ist ein stetiger Wechsel mit der Gegenwart und mit Rückblicken in das Jahr 1990. In der Gegenwart tritt Anna Vesper ihren neuen Job als Leiterin der Polizeidienststelle ...

Der erste Abschnitt dieses Buches ist ein stetiger Wechsel mit der Gegenwart und mit Rückblicken in das Jahr 1990. In der Gegenwart tritt Anna Vesper ihren neuen Job als Leiterin der Polizeidienststelle in Nedanås an. Sie hat ein Haus gemietet, was viele im Ort verwundert und für Gesprächsstoff sorgt, denn dieses Haus hat eine Vergangenheit. Stück für Stück erfährt man mehr davon und auch Anna Vesper und ihre Tochter sind neugierig und interessieren sich dafür.
Der zweite Strang sind die Geschehnisse eines Abends in 1990. 5 Freunde treffen sich an einem Steinbruch für ein gemeinsames Zelten. Doch was passiert ab diesem Abend wirklich und warum ist am nächsten Tag einer der Freunde tot?
Die Einführung in den alten Fall ist sehr langsam und behutsam. Für mich persönlich ein Stück zu langatmig. Bis da so etwas wie Interesse an den damaligen Geschehnissen aufkommt, dauert es mehr als 100 Seiten. Ich könnte mir vorstellen, dass da schon der ein oder andere Leser abspringt.
Natürlich macht man sich so seine Gedanken, ob die Teenager von damals wirklich die Wahrheit gesagt haben. Oder halten sie vielleicht all die Jahre über zusammen und bewahren ein gemeinsames Geheimnis? Oder sind die damaligen Ermittlungen aus persönlichen Motiven heraus nicht objektiv und umfassend durchgeführt worden?
Gezeichnet wird hier ein Bild von Kleinstadtatmosphäre. Jeder kennt jeden; es gibt persönliche Verstrickungen und Motive; man versucht Einfluss zu nehmen, z.B. auf die damaligen Ermittlungen,… Aber auch das Erscheinungsbild der Kommune nach außen hin ist wichtig und da sind Mordermittlungen kontraproduktiv… Es gibt Vorurteile gegenüber Anna Vesper und sie hat es schwer sich im neuen Job zu behaupten.
Im weiteren Abschnitt wechselt der Erzählstil in die Gegenwart. Denn Anna Vesper beginnt zu ermitteln und Fragen zu den damaligen Ereignissen zu stellen. Dabei trifft sie auch auf Ablehnung. Alle Teenager von damals leben noch in Nedanås oder sind zumindest zeitweise vor Ort. Interessant ist zu sehen, was aus ihnen geworden ist. Haben sich ihre Träume und Wünsche erfüllt? Beschäftigen die damaligen Ereignisse sie noch? Haben sie vielleicht ein schlechtes Gewissen?
Fazit: Es ist sehr viel Roman in diesem Kriminalroman. Es ist eher ein subtiles Interesse für den alten Fall der Stück für Stück geweckt wird. Ich würde nicht so weit gehen, ihn als spannend zu bezeichnen. Aber natürlich ist man neugierig. Trotzdem ist das Buch sehr gut und flüssig zu lesen.

Veröffentlicht am 09.08.2021

Spätfolgen einer Unglücksnacht

Spätsommermord
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Der erste Abschnitt dieses Buches ist ein stetiger Wechsel mit der Gegenwart und mit Rückblicken in das Jahr 1990. In der Gegenwart tritt Anna Vesper ihren neuen Job als Leiterin der Polizeidienststelle ...

Der erste Abschnitt dieses Buches ist ein stetiger Wechsel mit der Gegenwart und mit Rückblicken in das Jahr 1990. In der Gegenwart tritt Anna Vesper ihren neuen Job als Leiterin der Polizeidienststelle in Nedanås an. Sie hat ein Haus gemietet, was viele im Ort verwundert und für Gesprächsstoff sorgt, denn dieses Haus hat eine Vergangenheit. Stück für Stück erfährt man mehr davon und auch Anna Vesper und ihre Tochter sind neugierig und interessieren sich dafür.
Der zweite Strang sind die Geschehnisse eines Abends in 1990. 5 Freunde treffen sich an einem Steinbruch für ein gemeinsames Zelten. Doch was passiert ab diesem Abend wirklich und warum ist am nächsten Tag einer der Freunde tot?
Die Einführung in den alten Fall ist sehr langsam und behutsam. Für mich persönlich ein Stück zu langatmig. Bis da so etwas wie Interesse an den damaligen Geschehnissen aufkommt, dauert es mehr als 100 Seiten. Ich könnte mir vorstellen, dass da schon der ein oder andere Leser abspringt.
Natürlich macht man sich so seine Gedanken, ob die Teenager von damals wirklich die Wahrheit gesagt haben. Oder halten sie vielleicht all die Jahre über zusammen und bewahren ein gemeinsames Geheimnis? Oder sind die damaligen Ermittlungen aus persönlichen Motiven heraus nicht objektiv und umfassend durchgeführt worden?
Gezeichnet wird hier ein Bild von Kleinstadtatmosphäre. Jeder kennt jeden; es gibt persönliche Verstrickungen und Motive; man versucht Einfluss zu nehmen, z.B. auf die damaligen Ermittlungen,… Aber auch das Erscheinungsbild der Kommune nach außen hin ist wichtig und da sind Mordermittlungen kontraproduktiv… Es gibt Vorurteile gegenüber Anna Vesper und sie hat es schwer sich im neuen Job zu behaupten.
Im weiteren Abschnitt wechselt der Erzählstil in die Gegenwart. Denn Anna Vesper beginnt zu ermitteln und Fragen zu den damaligen Ereignissen zu stellen. Dabei trifft sie auch auf Ablehnung. Alle Teenager von damals leben noch in Nedanås oder sind zumindest zeitweise vor Ort. Interessant ist zu sehen, was aus ihnen geworden ist. Haben sich ihre Träume und Wünsche erfüllt? Beschäftigen die damaligen Ereignisse sie noch? Haben sie vielleicht ein schlechtes Gewissen?
Fazit: Es ist sehr viel Roman in diesem Kriminalroman. Es ist eher ein subtiles Interesse für den alten Fall der Stück für Stück geweckt wird. Ich würde nicht so weit gehen, ihn als spannend zu bezeichnen. Aber natürlich ist man neugierig. Trotzdem ist das Buch sehr gut und flüssig zu lesen.

Veröffentlicht am 10.07.2021

Musste es wirklich soweit kommen?

Nachttod
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Man bekommt genau das, was vorne drauf steht: einen Kriminalroman. Also auch viele Einblicke in das Privatleben der Ermittler Hanna und Erik. Ein Ermittlerpaar was sich selber erst mal kennenlernen und ...

Man bekommt genau das, was vorne drauf steht: einen Kriminalroman. Also auch viele Einblicke in das Privatleben der Ermittler Hanna und Erik. Ein Ermittlerpaar was sich selber erst mal kennenlernen und aufeinander einspielen muss. Hanna Duncker kommt zurück in ihre Heimat. Doch die Geister ihrer Vergangenheit lassen sie nicht los und sie ist erneut damit konfrontiert. Denn ihr Vater soll vor vielen Jahren für einen Brandanschlag und einen Mord verantwortlich gewesen sein. Ich denke, dass man im Laufe der Reihe mehr darüber erfährt und Hanna Duncker in diesem Fall privat ermitteln wird.
Das Buch würde ich nicht unbedingt als spannend bezeichnen, aber als absolut realistisch. Es gibt keine abartig zugerichtete Leiche, keine blutigen Details, keinen Serienmörder oder Ähnliches. Hier dominiert die menschliche Tragödie. Wie das Opfer innerlich zerrissen ist; man zur falschen Zeit am falschen Ort ist; die Mutter des Opfers sich im Nachhinein Vorwürfe macht,…
Die Polizeiarbeit ist mühsam da Zeugen / Beteiligte nur nach und nach ihr Wissen teilen. Dadurch geraten verschiedene Personen in den Fokus und werden des Mordes verdächtigt. Besonders interessant sind die rückblickenden Einschübe aus Sicht des Opfers. Als Leser erfährt man hier nur so viel, wie auch gerade von der Polizei rekonstruiert werden konnte. Aber bekommt einen Einblick in die Gefühls- und Gedankenwelt des Jungen.
Endlich mal wieder ein Buch bei dem ich gerne volle Punktzahl gebe.

Veröffentlicht am 02.07.2021

Spionageroman

SØG. Dunkel liegt die See
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Mit jedem neuen Buch hofft man auf ein Lesevergnügen. Und deswegen probiert man auch gerne neue Autoren oder Reihen aus. Aber Lesevergnügen habe ich hier leider nicht gefunden.
Ich fand den Einstieg unheimlich ...

Mit jedem neuen Buch hofft man auf ein Lesevergnügen. Und deswegen probiert man auch gerne neue Autoren oder Reihen aus. Aber Lesevergnügen habe ich hier leider nicht gefunden.
Ich fand den Einstieg unheimlich schwierig und wusste überhaupt nicht, wer sich dort im Hafen herumtreibt. Welches Foto gezeigt wird, wer gesucht wird, und vor allem, warum das alles. Bis sich da ein klareres Bild abgezeichnet hat und ich einen gewissen Zugang hatte, hat es wirklich etliche Seiten gedauert.
Hintergrund für das Ganze ist die Frage, was vor vielen Jahren wirklich auf dem Schiff MS Ursula geschah. Hat der einzig Überlebende seine Kameraden getötet oder nicht?
Wie im Nachwort zu lesen ist, gab es dies wirklich. Die Geschichte beruht also auf einer wahren Begebenheit. Gerade vor diesem Hintergrund hätte es super spannend sein können und ich war umso enttäuschter. Ich fand es recht zäh zu lesen und langatmig. Auch entpuppt es sich mehr als Spionageroman und das ist einfach nicht mein Ding, wie ich einmal mehr feststellen musste.
Von mir deswegen keine Leseempfehlung.