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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.08.2025

22 Episoden an Spaß

Bordgeflüster
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„Bordgeflüster“ besteht aus vielen kleinen Geschichten, die humorvoll aus dem Alltag erzählt werden. Es geht um Missgeschicke, peinliche Momente, kleine Katastrophen, aber auch um die schönen Seiten: Herzlichkeit, ...

„Bordgeflüster“ besteht aus vielen kleinen Geschichten, die humorvoll aus dem Alltag erzählt werden. Es geht um Missgeschicke, peinliche Momente, kleine Katastrophen, aber auch um die schönen Seiten: Herzlichkeit, Freundlichkeit und die Freude am Leben. Auch wenn es vordergründig um den Segleralltag geht, lassen sich die Beobachtungen und Erlebnisse problemlos auf das ganz normale Leben übertragen. Das macht das Buch so zugänglich und amüsant.

Die Art zu schreiben ist locker, leicht und durchweg witzig. Man ertappt sich immer wieder beim Schmunzeln, manchmal sogar beim Lachen, und an einigen Stellen bleibt auch ein kleiner Gedanke zurück, den man mitnimmt. Gleichzeitig gibt es Wiederholungen aus dem Vorgänger „Mein Mann, seine Alte und ich“. Das war für mich ein kleiner Wermutstropfen, weil man einige Geschichten eben schon kannte.

Trotzdem überwiegt für mich die positive Seite. Ein Buch, das man entspannt lesen kann, das Spaß macht und gute Laune verbreitet, fast wie ein kleines Urlaubsgefühl zwischen zwei Buchdeckeln.

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Veröffentlicht am 20.08.2025

leise Erschöpfung, laute Erkenntnis

Too Much!
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Dieses Buch hat mich gleich mit seiner Grundidee abgeholt. Es richtet den Blick nicht auf die offensichtliche Form von Co-Abhängigkeit, sondern auf etwas, das stiller ist und gleichzeitig viel verbreiteter. ...

Dieses Buch hat mich gleich mit seiner Grundidee abgeholt. Es richtet den Blick nicht auf die offensichtliche Form von Co-Abhängigkeit, sondern auf etwas, das stiller ist und gleichzeitig viel verbreiteter. Dieses ständige Funktionieren, die Bereitschaft alles und jeden zu tragen, auch wenn man innerlich längst erschöpft ist. Ich finde es bemerkenswert, dass Terri Cole nicht belehrend schreibt, sondern sehr direkt und auf Augenhöhe. Man spürt, dass sie das Thema nicht rein theoretisch behandelt.

Einige Inhalte waren mir in ähnlicher Form schon bekannt, trotzdem habe ich vieles noch einmal neu wahrgenommen. Vermutlich weil sie die Dinge klar benennt und gleichzeitig Raum lässt, sich selbst darin zu entdecken. Besonders die Praxisimpulse haben mich angesprochen, weil sie nicht wie fertige Lösungen wirken, sondern wie ehrliche Vorschläge.

Was mir an dem Buch besonders gefällt: es versucht nicht auf Biegen und Brechen zu motivieren oder alles in einen schnellen Veränderungspfad zu pressen. Es zeigt wie tief solche Verhaltensmuster sitzen und dass Veränderung Zeit braucht. Und es vermittelt trotzdem, dass es möglich ist daraus auszusteigen.

Nicht alles war neu oder überraschend, aber das macht es nicht weniger bedeutsam. Manche Dinge muss man mehrfach hören bis man bereit ist sie anzunehmen.

Am Ende bleibt bei mir ein ruhiges Gefühl. Kein großes Aha, sondern ein leises inneres Nicken und die Erinnerung, dass Selbstfürsorge kein Luxus ist. Sie ist notwendig. Und Verantwortung für andere wird erst dann gesund, wenn sie im Gleichgewicht mit der Verantwortung für sich selbst steht.

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Veröffentlicht am 13.08.2025

Hier geht es um mehr als Mut

Gönn dir einen Mutausbruch!
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Schon nach wenigen Seiten wurde mir klar, dass dieses Buch weit mehr ist als eine lockere Lektüre. Es hat eine besondere Tiefe, die einen auch dann gedanklich begleitet, wenn es gerade geschlossen auf ...

Schon nach wenigen Seiten wurde mir klar, dass dieses Buch weit mehr ist als eine lockere Lektüre. Es hat eine besondere Tiefe, die einen auch dann gedanklich begleitet, wenn es gerade geschlossen auf dem Tisch liegt. Manche Sätze setzen sich fest, regen zum Nachdenken an und tauchen im Alltag immer wieder auf.

Besonders beeindruckend ist die unaufgeregte, aber dennoch kraftvolle Art, mit der ein Thema behandelt wird, das uns alle betrifft. Die persönliche Perspektive der Autorinnen schafft Nähe und Verständnis, ohne belehrend zu wirken. Immer wieder habe ich mich selbst in den geschilderten Situationen wiedererkannt und wurde dazu angeregt, meine eigenen Grenzen zu hinterfragen. Die Tipps und Anregungen zum Umgang mit Ängsten, zum Mutfinden und zu einem bewussteren „Nein“ waren für mich besonders wertvoll.

Auch Themen wie der Einfluss von Schönheitsidealen oder die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Erwartungen wurden offen und ermutigend behandelt. Die Geschichten von Frauen, die sich ihren Ängsten gestellt haben, wirken inspirierend und zeigen, dass Veränderung möglich ist, wenn man bereit ist, den ersten Schritt zu gehen. Die vielen Praxisbeispiele machen Mut und lassen sich leicht in den Alltag integrieren.

Das Buch vereint inspirierende Geschichten, praktische Ratschläge und Denkanstöße zu einem runden Gesamtbild. Es macht deutlich, dass Mut keine Frage des Alters oder des Aussehens ist, sondern eine Haltung, die jeder entwickeln kann. Besonders die Erinnerung daran, dass Hilfe annehmen ein Zeichen von Stärke ist, bleibt hängen.

Insgesamt ist dieses Buch eine bereichernde Lektüre, die motiviert, den eigenen Weg mutiger zu gehen. Es verbindet Ernsthaftigkeit mit Leichtigkeit und schafft es, lange im Gedächtnis zu bleiben.

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Veröffentlicht am 12.08.2025

Zu wenig Emotionen

Meine Sommer mit Marx
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Meine Sommer mit Marx erzählt eine Geschichte, die zwischen Nähe und Distanz, Vergangenheit und Gegenwart pendelt. Besonders gelungen ist die Erzählstruktur mit ihren zwei Zeitebenen, die sich harmonisch ...

Meine Sommer mit Marx erzählt eine Geschichte, die zwischen Nähe und Distanz, Vergangenheit und Gegenwart pendelt. Besonders gelungen ist die Erzählstruktur mit ihren zwei Zeitebenen, die sich harmonisch ergänzen und der Handlung Tiefe geben. Man bekommt nicht nur Einblicke in unterschiedliche Perspektiven, sondern versteht nach und nach, wie Ereignisse und Entscheidungen miteinander verwoben sind.

Die Figuren sind vielschichtig gezeichnet – allen voran Sessy, die über weite Strecken distanziert und schwer greifbar bleibt. Ihre Widersprüchlichkeit macht sie interessant, aber auch anstrengend. Während Marx eine stille, sensible Präsenz hat, wirkt Sessy oft wie eine Figur, die man nur schwer wirklich erreicht. Das führt zu einer Dynamik, die einerseits reizvoll, andererseits problematisch ist: Sessy treibt vieles voran, Marx bleibt oft passiv, und zwischen beiden fehlt es spürbar an Vertrauen und offener Kommunikation.

Die Beziehung der beiden wirkt deshalb nicht wie etwas, das sich organisch entwickelt hat, sondern eher wie ein Zusammenspiel von Impulsivität und Zurückhaltung, bei dem grundlegende Konflikte ungelöst bleiben. Körperliche Nähe gibt es reichlich, emotionale Tiefe dagegen weniger. Manche Wendungen, besonders zum Ende, kommen überraschend schnell und lassen kaum Zeit, um sich glaubwürdig zu entfalten. Das Happy End wirkt dadurch etwas abrupt, fast erzwungen.

Trotzdem hat die Geschichte ihre starken Momente – vor allem dann, wenn leise, echte Augenblicke zwischen den Figuren aufscheinen oder wenn Nebenfiguren wie Tarn noch einmal auftauchen und die Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart schlagen.

Der Schreibstil ist flüssig, klar und leicht zu lesen, was es einfach macht, am Ball zu bleiben. Inhaltlich hat mich jedoch vor allem die psychologische Ebene angesprochen, auch wenn ich mir mehr Entwicklung, Tiefe und Ausgewogenheit in der Beziehung zwischen Sessy und Marx gewünscht hätte.

Insgesamt ein Roman mit interessanter Erzählweise und viel Potenzial, der aber in der emotionalen Ausarbeitung für mich nicht ganz ausgeschöpft wurde.

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Veröffentlicht am 10.08.2025

Viel Magie und Spannung

Sophie Red Dot - Das Buch der magischen Kreaturen
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Dieses Buch fühlt sich an wie eine Einladung ins Vertraute. Ein Mädchen mit einem besonderen Muttermal, eine Familie, die man fast persönlich kennt, und gleichzeitig ein Sprung ins Unbekannte. Die Reise ...

Dieses Buch fühlt sich an wie eine Einladung ins Vertraute. Ein Mädchen mit einem besonderen Muttermal, eine Familie, die man fast persönlich kennt, und gleichzeitig ein Sprung ins Unbekannte. Die Reise beginnt so alltäglich, dass man meint, Sophie schon vom Frühstückstisch zu kennen. Doch dann erwacht der sprechende Stoffkater Taro zum Leben und zieht sie in eine Welt voller sprechender Tiere, uralter Legenden und magischer Kreaturen.

Besonders fasziniert hat mich die Balance. Die Geschichte ist fantasievoll, ohne sich in zu vielen Details zu verlieren. Sie ist groß in ihren Ideen und bleibt trotzdem geerdet. Hinter all dem Zauber steckt ein klarer Handlungsfaden. Alte Legenden eröffnen neue Wege, Freundschaften werden geknüpft, und mit jeder Herausforderung wächst Sophie über sich hinaus. Stück für Stück begreift sie, dass Mut manchmal wichtiger ist als alles andere.

Mit 666 Seiten ist das Buch kein kurzer Ausflug. Es verlangt Aufmerksamkeit und belohnt dafür mit Momenten, die plötzlich alle vorherigen Andeutungen zusammenfügen. Die Kapitel sind jedoch kurz gehalten, wodurch man gut Pausen einbauen kann. Man merkt, dass die Autorin genau weiß, was sie erzählt. Die Magie wirkt nicht nur verspielt, sondern auch neugierig auf Wissenschaft, Technik und die eigenen Fähigkeiten. Das macht die Geschichte zeitgemäß und zu einer Fantasy, die sich nicht auf einfache Lösungen verlässt.

Ich bin gespannt, wie es mit Sophie weitergeht. Dieses erste Abenteuer hat eine Welt eröffnet, die neugierig macht auf das, was noch kommen wird.

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