Holly Jackson dürfte vielen Krimi- & Thrillerfans ein Begriff sein. Five Survive wurde bereits vor ein paar Jahren als Hardcover veröffentlicht und erschien Anfang des Jahres erneut als Taschenbuch und ...
Holly Jackson dürfte vielen Krimi- & Thrillerfans ein Begriff sein. Five Survive wurde bereits vor ein paar Jahren als Hardcover veröffentlicht und erschien Anfang des Jahres erneut als Taschenbuch und eBook. Das Buch steht schon seit längerem auf meiner Wunschliste; umso mehr habe ich mich über das Rezensionsexemplar gefreut.
Das Jugendbuch, das man aber auch gut noch nach dem Jugendalter lesen kann, spielt im Grunde komplett in einem Wohnmobil (9,4 Meter Länge, wie zigmal betont wird). An sich fand ich es auch sehr cool, was aus dem Setting gemacht wurde. Ich hätte nur eigentlich erwartet, dass dann umso mehr Fokus auf die Personen gelegt wird, wenn es nur einen Ort gibt. Das war meiner Meinung nach nicht so ganz der Fall. Ich fand die Personen leider etwas flach. Einen Teil der Auflösung konnte ich mir relativ früh denken, einen anderen Teil habe ich so nicht kommen sehen.
Kurz gesagt: So ganz umhauen konnte mich das Buch leider nicht und ich hätte mir hier deutlich mehr erwartet. Trotzdem muss ich aber sagen, dass ich das Buch zu 90 % innerhalb von ein paar Stunden regelrecht verschlungen habe, also Spannung war trotzdem vorhanden und den Schreibstil fand ich angenehm.
Dass Nina Poppel an meiner Universität studiert hat, habe ich erst erfahren, als sie im Buch einen Hörsaal in dem Gebäude beschrieb, in dem ich seit Jahren fast täglich bin. Ein bisschen lustiges Gefühl ...
Dass Nina Poppel an meiner Universität studiert hat, habe ich erst erfahren, als sie im Buch einen Hörsaal in dem Gebäude beschrieb, in dem ich seit Jahren fast täglich bin. Ein bisschen lustiges Gefühl und natürlich wird mir die Autorin damit direkt sympathisch. Vor dem Buch kannte ich sie und ihren Account nämlich tatsächlich noch nicht, folge ihr jetzt aber mit meinem privaten Account.
Für die Bewertung des Buchs muss ich kurz etwas zu mir und meiner Erwartungshaltung sagen: Ich habe vor kurzem ein Politikstudium begonnen, habe also Berührungspunkte zu Politik, aber würde mich definitiv nicht als Expertin bezeichnen. Deshalb kam das Buch wie gerufen – dachte ich. "Wie du nie wieder keine Ahnung hast" klang für mich perfekt, da ich ja die nächsten Jahre mit lauter politischen Expert:innen verbringe. Ich habe kein Fachbuch erwartet, aber bin davon ausgegangen, dass die Inhalte irgendwo auf "1. Semester Politikstudium"-Niveau wären. Also etwas mehr als das Allgemeinwissen der gängigen Menschen, aber eben auch nicht krasses Expert:innenwissen.
Und das ist ein wichtiger Punkt, denn das Buch hat diese Erwartung leider überhaupt nicht erfüllt. Ich müsste mir jetzt den Lehrplan für Politik bzw. Gemeinschaftskunde anschauen, aber grob geschätzt würde ich sagen, dass die Inhalte des Buchs ungefähr dem entsprechen, was ich in der Mittelstufe und teilweise noch in der Oberstufe in der Schule gelernt habe. Es ist meiner Meinung nach sehr Basic-Wissen und für mich war so gut wie nichts Neues dabei. Das Buch hat mich persönlich dementsprechend ein bisschen enttäuscht, aber ich muss auch klar sagen: An sich finde ich das Buch super, man sollte nur meiner Meinung nach die Zielgruppe deutlicher kennzeichnen.
Wir befinden uns in politisch schwierigen Zeiten (ich tippe diese Worte einen Tag vor der Bundestagswahl...) und es gibt leider viele Personen, die bei simplen politischen Themen schon überfragt sind. Da hilft so ein Buch ungemein, um sich mal ein bisschen politisches Wissen anzulesen oder gegebenenfalls das Schulwissen nochmal aufzufrischen. Ich würde auch Schüler:innen und Personen, die neu in Deutschland sind und unsere Politik (besser) verstehen wollen, als Zielgruppe des Buchs sehen. Für diese Gruppen würde sich das Buch wirklich lohnen. Wer sich noch an seinen GK-/Politik-Unterricht erinnern kann, profitiert von dem Buch wahrscheinlich leider eher weniger.
Ich habe das Buch als Hörbuch gehört und fand die Stimme sehr angenehm. Auch wenn es ein Sachbuch ist, hatte ich gar kein Problem damit, dem Buch zu folgen. Ich kann also nicht nur das Buch an sich, sondern auch das Hörbuch empfehlen!
Früher war Arno Strobel mein Lieblingsautor und am Erscheinungstag eines neuen Buches stand ich in der Buchhandlung, um das Buch dann direkt innerhalb der nächsten Stunden zu verschlingen. Dann kam irgendwie ...
Früher war Arno Strobel mein Lieblingsautor und am Erscheinungstag eines neuen Buches stand ich in der Buchhandlung, um das Buch dann direkt innerhalb der nächsten Stunden zu verschlingen. Dann kam irgendwie für mich eine Phase, in der mich die neuen Bücher sehr enttäuscht haben. Auch die letzten beiden Bücher rund um Max Bischoff konnten mich leider gar nicht begeistern. Umso mehr hatte ich beim fünften Teil (sechsten Teil, wenn man das Bischoff-Pirlo-Buch mitzählt) ein wenig Bauchweh: Würde mich das Buch wieder enttäuschen?
Nachdem ich jetzt so negativ in die Rezension gestartet bin, springe ich doch direkt mal ins Positive: Nein, das Buch hat mich nicht enttäuscht. Im Gegenteil! Ich war wirklich sehr positiv überrascht, wie viel Spaß ich wieder mit dem Buch hatte. Die letzten circa 65% vom Buch habe ich dann in einem Rutsch gelesen, weil ich das Buch einfach nicht mehr weglegen konnte. Es gibt viele mögliche Tatpersonen und Theorien, sodass für mich bis relativ kurz vor der Auflösung nicht klar war, wer es nun wirklich war. So blieb die Spannung erhalten, was ich wirklich gut fand. Wendungen durften natürlich auch nicht fehlen; dieses Mal fand ich sie aber zum Glück nicht absurd, sondern für mich haben sie eher zur Spannung beigetragen.
Mit der Bewertung habe ich mich trotzdem etwas schwer getan, denn ich habe auch Kritikpunkte. Zum einen war da wieder Marvins "Humor", für den ich wahrscheinlich einfach 30 Jahre zu jung bin. Das meiste klingt für mich nach schlechten Sprüchen von fünf Jahre alten Facebook-Posts. Dass Marvin eine größere Rolle erhält, hilft da nicht. Janas Rolle fand ich hingegen etwas komisch, denn sie wird irgendwie aufs Abstellgleis gestellt, aber findet trotzdem immer wieder Erwähnung, ohne wirklich zur Handlung beizutragen. Warum sie nicht mitermitteln konnte, hat sich mir nicht erschlossen und hat für mich auch einen kleinen Beigeschmack, da sie die einzige Ermittlerin im Männerhaufen ist. Anscheinend reicht es für Frauen eher nur für die Rolle der bösen Ex-Chefin, des Opfers, der Geliebten und der unterstützungsbedürftigen Schwester. Abgesehen von fehlenden Sympathiepunkten und Fragen nach der Rolle der Frauen habe ich aber leider auch noch den Kritikpunkt der Länge. Ich weiß, dass die Strobel-Bücher immer ungefähr gleich lang sind. Ich hatte hier aber das Gefühl, dass die Handlung etwas zu "gestaucht" war, grade in Hinblick auf die vielen potentiellen Tatpersonen. Ich glaube, dass 80-100 Seiten mehr hier wirklich nicht geschadet, die Handlung ein bisschen entzerrt und mehr Zeit zum Miträtseln gegeben hätten.
Für mich ist der neue Mörderfinder-Teil das Zeichen, dass es für mich mit der Reihe wieder aufwärts geht. Ich glaube, dass einige meiner Kritikpunkte sich auch in zukünftigen Teilen nicht ändern werden, denn zum Beispiel Marvins Humor ist jetzt schon so festgeschrieben und wird sich wohl nicht mehr ändern, aber wenn der nächste Teil der Reihe mehr wie der aktuelle Teil wird (und weniger wie der vierte Teil und Gegenspieler), kann ich gut damit leben.
Das unfassbar schöne Cover hat mich im Buchladen angelächelt und auch die Beschreibung klang vielversprechend. Bei Büchern mit "Academy" im Titel bin ich etwas vorsichtig, weil es einfach so unfassbar ...
Das unfassbar schöne Cover hat mich im Buchladen angelächelt und auch die Beschreibung klang vielversprechend. Bei Büchern mit "Academy" im Titel bin ich etwas vorsichtig, weil es einfach so unfassbar viele davon gibt und viele für mich seeeeehr ähnlich klingen. Bei Academy of Lies war das durch die Komponenten mit den Todesfällen und der Medizin anders.
Mir fällt es nach dem Lesen ehrlich gesagt ein wenig schwer, das Buch einem Genre zuzuordnen. Am ehesten würde ich es als einen YA-Krimi bezeichnen, wobei es sich für mich auch nicht nach einem typischen Krimi angefühlt hat. Ganz egal, welches Genre es ist: ich fand das Buch super.
Ich mochte den Schreibstil sehr und auch die Handlung fand ich gut. Ich hätte mir gewünscht, dass ein großes Thema deutlich später aufgelöst worden wäre, damit mehr Spannung erhalten geblieben wäre. Auch ein bisschen mehr Romance hätte ich gut gefunden, aber das hat dem Buch meiner Meinung nach nicht geschadet.
Ich will nicht spoilern, muss aber das Ende kurz ansprechen: ich war erst etwas enttäuscht, dann hat die Geschichte aber nochmal eine Wendung genommen und es war zwar definitiv nicht das Ende, das ich erwartet habe, aber ich fand es sehr gelungen und war positiv überrascht. Die Thematik des Buchs regt auch zum Nachdenken an, was ich von so einem Buch nicht erwartet hatte.
Kurz um: Für mich zwar nicht das Buch des Jahres, aber ein wirklich sehr gut gelungenes Buch gerade für Jugendliche und junge Erwachsene!
Als ich gesehen habe, dass Riley Sager ein neues Buch veröffentlicht, war für mich klar, dass ich es unbedingt lesen muss. "Hope's End" fand ich wirklich unfassbar gut. Die ersten Rezensionen nach dem ...
Als ich gesehen habe, dass Riley Sager ein neues Buch veröffentlicht, war für mich klar, dass ich es unbedingt lesen muss. "Hope's End" fand ich wirklich unfassbar gut. Die ersten Rezensionen nach dem Erscheinungstermin verunsicherten mich ein wenig; es wurde ein Plottwist angekündigt, der für mich nach sowas Absurdem wie einer Alienentführung klang. Die Beschreibung deutete gar nicht auf sowas hin und auch in den bisherigen Sager-Büchern, die ich gelesen habe, kam sowas nicht vor, deswegen wollte ich das Buch trotzdem lesen und dachte, dass ich da vielleicht einfach die Rezensionen falsch verstanden habe.
Die ersten circa 70% des Buchs war ich mir dann auch sicher, dass ich etwas durcheinander gebracht habe, denn ich fand das Buch einfach sehr gut. Andere hatten kritisiert, dass am Anfang eigentlich nicht wirklich was passieren würde, was ich zum Glück anders empfand. Für mich war das Buch zu diesem Zeitpunkt zwar leider nicht ganz so gut wie "Hope's End", aber trotzdem ein solides Buch und ich ging davon aus, dass die Bewertung mindestens 4 Sterne umfassen würde.
Und dann kam der Punkt, an dem ich realisierte, dass ich die Rezensionen eben nicht falsch verstanden habe. Für mich wurde der Thriller an dieser Stelle lächerlich und erinnerte mich an ein anderes Buch, das ich persönlich sehr schlecht fand, aber das hier komplett spoilern würde. Wenn in der Beschreibung etwas von Fantasy-Elementen oder so gestanden hätte, okay, aber so fand ich diese Wendung einfach nur absurd und sehr schade.
Mit der Bewertung habe ich mich dementsprechend schwer getan. Als ich mit dem Hörbuch fertig war, war ich sehr enttäuscht vom Buch, aber das lag nur an den letzten circa 30%. Den Teil davor fand ich ja wirklich super. Letztendlich kam ich so auf 3,5 Sterne. Wer beim Lesen eines Thrillers kein Problem mit Übernatürlichem hat, ist hier richtig, ansonsten sollte man abwägen, wie sehr einen so etwas stört.