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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.09.2024

Brilliant

La Louisiane
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Der Roman „ La Louisiane“ von der Autorin Julia Malye geschrieben, ist ein gewaltiger, historischer Roman, der über 500 Seiten umfasst. Erzählt wird die Geschichte von Frauen aus franzöischen Anstalt Salpêtrière, ...

Der Roman „ La Louisiane“ von der Autorin Julia Malye geschrieben, ist ein gewaltiger, historischer Roman, der über 500 Seiten umfasst. Erzählt wird die Geschichte von Frauen aus franzöischen Anstalt Salpêtrière, in der Hunderte von so genannten „gefallenen „ Frauen, sowie Waisen, psychisch kranke Frauen und andere vermeintlich auffällige Frauen lebten/ untergebracht wurden. Zuständig für das Wohlergehen dieser vielen Kinder und Frauen war zu der Handlungszeit des Romans, die Anstaltsleiterin Marguerite. Als sich die Umstände in der Anstalt mehr und mehr aus Platzgründen verschlimmerte, beschließt Marguerite neunzig Frauen per Schiff nach La Louisiane zu schicken, mit der Absicht sie dort zu verheiraten und den Erhalt der dortigen Kolonie durch neugeborene Kinder zu festigen. .Unter diesen Frauen befinden sich auch die Hauptpersonen der Geschichte Petronille, die junge Charlotte, sowie Geneviève . Die Frauen hoffen auf ein besseres Leben und fügen sich mehr oder weniger ihrem Schicksal. Die Überfahrt nach Amerika ist sehr beschwerlich und gefährlich. Als sie endlich ihr Ziel erreicht haben, werden sie an ihre zukünftigen Ehemänner gereicht und erlebn furchtbare Zeiten. Es herrschen Hunger und Gewalt und sie sind von ihren Männern abhängig. Trotz allem lassen sie sich nicht unterkriegen. Ich habe diesen vielfältigen Roman nur so verschlungen. Er ist sehr unterhaltsam und packend geschrieben und ich habe eine Vorstellung bekommen, unter welchen Umständen diese Frauen damals gelebt haben.

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Veröffentlicht am 23.09.2024

Großartig

Das große Spiel
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Richard Powers hat in seinem neusten Werk „ Das grosse Spiel „ unterschiedliche Themen wie künstliche Intelligenz, Klimawandel, Verschmutzung der Ozeane, Liebe, Freundschaft und Tod zu einem aktuellen ...

Richard Powers hat in seinem neusten Werk „ Das grosse Spiel „ unterschiedliche Themen wie künstliche Intelligenz, Klimawandel, Verschmutzung der Ozeane, Liebe, Freundschaft und Tod zu einem aktuellen Roman verwandelt. Sein Roman ist aus unterschiedlichen Perspektiven geschrieben, das hat das Lesen dieses Romans besonders reizvoll gemacht. Die Hauptbeteiligten seiner Geschichte leben zusammen auf der kleinen Insel Makatea. Es handelt sich dabei um die langjährigen Freunde Todd Keane und Rafi Young, die sich schon seit ihrem Kindesalter kennen, sowie um Eveline Beailieu, eine Taucherin und Ozeanografin und um die Künstlerin Ina Aroita. Richard Powers beschreibt deren Leben und ihre zum Teil bedrückenden Lebensgeschichten sehr ausführlich und bildhaft. Besonders die detaillierte Beschreibung der Tauchgänge und das Leben unter Wasser von Eveline fand ich bezaubernd. Richard Powers beschreibt ausführlich und in einem ruhigen und intensiven Schreibstil von der Bedeutung der Natur und dem Zerfall durch das unkontrollierte Verhalten der Menschheit und rüttelt dadurch manch eine Leserin/ einen Leser wach. Ein Roman, der noch lange nachhallt.

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Veröffentlicht am 13.09.2024

Stilles Glück

Akikos stilles Glück
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„ Akikos stilles Glück“ ist ein wunderschöner Roman von Jan- Philipp Sendker, der in Japan spielt und von der Freundschaft zwischen der Protagonistin Akiko, der Suche nach ihrer Herkunft und ihrem Freund ...

„ Akikos stilles Glück“ ist ein wunderschöner Roman von Jan- Philipp Sendker, der in Japan spielt und von der Freundschaft zwischen der Protagonistin Akiko, der Suche nach ihrer Herkunft und ihrem Freund Kento handelt. Akiko ist neunundzwanzig Jahre alt und lebt allein, einsam und sehr zurückgezogen in Japans Hauptstadt Tokio. Tagsüber arbeitet sie als Buchhalterin und hat in ihrem Beruf so viel zu tun, dass sie abends erschöpft nach Hause kommt und ihre dortige Ruhe genießt. Ihre Mutter ist zwei Jahre zuvor gestorben und hat nach ihrem frühen Tod viele offene Fragen zu Akikos Herkunft hinterlassen. Eines Tages trifft sie nach Arbeitsschluss ihren ehemaligen Mitschüler Kento wieder, der auch in ihrem Wohnviertel lebt. Kento ist sehr in sich gekehrt, ruhig und sensibel und verlässt seine Wohnung nur abends, da er den Kontakt zur Gesellschaft auf ein notwendiges Minimum reduziert hat. Zu Akiki fasst er Vertrauen und beide zusammen versuchen das Rätsel um Akikos Herkunft zu entschlüsseln. Jan- Philipp Sendker schafft es mit seinem empathischen und sensiblen Schreibstil die Gefühle seiner beiden Protagonisten gekonnt wiederzugeben und das Lesen hat mir große Freude bereitet.

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Veröffentlicht am 03.09.2024

Nicht so überzeugend

Aus dem Haus
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Der Roman " Aus dem Haus " von Miriam Böttger fällt durch sein relativ schlichtes Buchcover auf und hat bei mir Interesse an dem Buchinhalt geweckt. Miriam Böttger erzählt in ihrem Debütroman über das ...

Der Roman " Aus dem Haus " von Miriam Böttger fällt durch sein relativ schlichtes Buchcover auf und hat bei mir Interesse an dem Buchinhalt geweckt. Miriam Böttger erzählt in ihrem Debütroman über das Haus, in dem sie als Ich- Erzählerin über das Leben und das Aufwachsen in ihrem Elternhaus erzählt und dabei nicht vergisst, die vielen Macken und Eigenarten ihrer Familie aufzuzählen. Bei dem Haus handelt es sich nicht um ein einfaches Familienhaus, sondern um eine große Villa in Kassel. Die Mutter fühlt sich dort sehr unwohl und leidet an Depressionen. Miriam holt mir ihren Erzählungen aus ihrer Kindheit weit aus und ein negativer Vorfall reiht sich an den nächsten. Der Schreibstil ist, entgegen dem Klappentext zu erwarten, ziemlich humorlos und etwas eintönig. Irgfendwann hatte ich keine große Lust mehr auf die , für die Leserin/den Leser, teilweise belanglosen Dinge. Überzeugt hat mich der Roman leider nicht.

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Veröffentlicht am 21.08.2024

Den Widrigkeiten trotzen

Sing, wilder Vogel, sing
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An dem Roman „Sing, wilder Vogel, sing“ von Jacqueline O´Mahony bin ich sofort an dem Titelcover mit der schönen jungen Frau und dem ausgefallenen Buchtitel hängengeblieben. Nach dem Lesen der Geschichte ...

An dem Roman „Sing, wilder Vogel, sing“ von Jacqueline O´Mahony bin ich sofort an dem Titelcover mit der schönen jungen Frau und dem ausgefallenen Buchtitel hängengeblieben. Nach dem Lesen der Geschichte war mir dann ersichtlich, wie der Titel mit der Handlung in Zusammenhang steht. Die Geschichte beginnt im Jahr 1849 und spielt an der irischen Westküste. Die junge Außenseiterin Honora lebt in einem Dorf, das besonders stark von einer Hungersnot betroffen ist. Durch ihren zähen Überlebenswillen übersteht und überlebt sie diese und beschließt daraufhin ihre Leben grundlegend zu ändern. Sie wandert nach Amerika aus, um dort, wo sie keiner kennt, ihr Leben neu zu beginnen. Die Geschichte von Honora und ihren Willen, ihr Leben neu zu gestalten, hat mir imponiert. Das Buch ist spannend geschrieben und ich habe viel über die Lebensumstände der damaligen Zeit erfahren.

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